SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3920
hallo Herr Schmickl,
ist es wichtig, eine quittenmaische direkt nach gärende zu brennen oder kann diese auch ein paar monate im kühlen lagern?
alouis 13, bayern
18.Jän.2014 09:21:37
Wie im Buch und auch hier bereits x-mal erklärt:
- hochgradige Maischen nach vollkommen abgeschlossener Gärung zumindest 6 Monate lagern, dann sind diese vorlauffrei.
- herkömmliche Maischen sind nicht lagerfähig, es entsteht ein muffiger Geruch (im Brand!) der an einen modrigen, feuchten Keller erinnert. Daher solche Maischen maximal 1 bis 2 Monate kühl lagern, länger nur nach Zugabe von Konservierungsstoffen und Antioxidantien. Jedoch gilt auch hier: Vorlauf baut sich beim Lagern ab, ich würde die Maische daher auch ein/zwei Monate lagern vor dem Brennen, dann ist nicht mehr so viel Vorlauf enthalten wie zu beginn.
Eintrag Nr. 3919
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl!
Ich versuche Whisky herzustellen. Dazu habe ich getorftes Malz verwendet. Die Würze/Maische hat noch sehr angenehm gerochen. Nach der Gärung (mit Brennmaische Hefe von Arauner, plus Nährsalztabletten) hat es den angenehmen Geruch verloren. Ist das normal, oder liegt das evtl am Torf?
Weil ich mit nicht sicher war ob ich eine saubere Gärung hatte habe ich den (doppelt, und sehr langsam) gebrannten Whisky mit zur Schule genommen und habe im Chemie Labor die Methanol Probe mittels Borsäure gemacht. Die Flamme hatte einen deutlichen grünen Saum. Der Kern der Flamme war gelb/blau.
Zum vergleich habe ich noch eine Probe gemacht, mit reinem Ethanol aus dem Labor. Diese Flamme hatte allerdings ebenso einen grünen Saum!
--> Wie ist die Flammenfärbung zu interpretieren?
Sind geringe Mengen Methanol im Schnaps, oder ist möglicherweise der "reine" Ethanol aus dem Labor verunreinigt?
Beste Grüße
Meyer
Meyer, SchleswigHolstein
16.Jän.2014 17:38:44
Die Geruchsveränderung ist auf die Gärung zurückzuführen. Wahrscheinlich hat es den angenehmen Geruch ausgeblasen wegen zu heftiger Gärung. Das nächste mal langsamer gären lassen, nicht zu warm, bei ca. 15 bis 19°C Umgebungstemperatur.
Flammenfärbungen sind in solchen Fällen leider sehr unzuverlässig. Bereits geringste Verunreinigungen führen zu einer Verfärbung, wie z.B. ein Fingerabdruck. Aussagekräftig sind solche Tests eigentlich nur bei anorganischen Materialien, die mittels einer speziell gereinigten Öse aus Platin in eine farblose Gasflamme gehalten werden.
Aber natürlich kann der Ethanol auch geringfügig verunreinigt gewesen sein, wenn die Flasche für jedermann zugänglich war. Leider wird oft etwas entnommen und ein Teil dann wieder zurück geschüttet, weil doch nicht alles benötigt wird. Daher eine wichtige Regel: in das Vorratsgefäß nie wieder etwas zurück schütten, auch wenn es "schade drum" ist.
Eintrag Nr. 3918
Angesetzten Granatapfel destillieren
Bittere Schale muss entfernt werden, ist klar.
Für eine Maische würde ich nun noch die Kerne umgebenden Früchte zermatschen ohne Kerne zu beschädigen - doch wie sieht es beim Angesetzten aus? Müssen / können die einzelnen Früchte zerkleinert werden oder bleibt alles intakt?
Oder anders gefragt: wie erhalte ich max. Aroma bei angesetztem Granatapfel der noch gebrannt werden soll.
Danke!
Bernd, Süden
13.Jän.2014 23:12:32
Angesetzer Granatapfel, sofern er schmeckt, NICHT brennen! Bei gewissen Früchten ist Destillat nahezu geschmacksneutral, da gehört Granatapfel leider dazu.
ABER: wird nur das Innere des Granatapfels inkl. Kerne (kein Steinobst, daher auch keine Gefahr der Cyanid-Bildung) eingemaischt, ergibt das ein Destillat mit einem besonderen, kaffeeartigen Aroma. Durchaus nicht schlecht, schmeckt jedoch nicht wie z.B. Granatapfelsaft. Meine Idee wäre (hab's jedoch noch nie ausprobiert), den Saft ähnlich wie bei der Balsamico-Essig Zubereitung einzudicken, das dann einzumaischen und zu destillieren. Könnte durchaus sein, dass dann das Granatapfelaroma durchkommt.
Eintrag Nr. 3917
Sehr geehrter Herr Schmickl
Ich habe Traubentrester Gebrannt, nun das Problem bis 83°C Vorlauf abgetrennt. Den Edelbrand auf 43% Verdünnt bei der Vorlaufkontrolle war die Färbung Violett nach 10 Min. hellrot,was habe ich falsch gemacht.
Mit freundlichen Grüssen und Herzlichen Dank im Voraus.
Ernst Herren
Herren Ernst, Schweiz
08.Jän.2014 18:16:55
War da irgendwie geschwefelter Wein im Spiel? Dieser erzeugt beim Test eine falsche Farbe. Wenn dunkelgrün (Vorlauf!) baut sich diese Farbe nach ca. 10 min wieder ab, dann ist die Lösung gelb, so als wäre kein Vorlauf. Daher ist der Test nur die ersten ein/zwei Minuten lang richtig erkennbar. Warum jedoch die Lösung danach hellrot ist, weiß ich leider auch nicht. Das erklärt jedenfalls, warum Färbung zu Beginn Violett und nicht Blau. Blau tritt bei extrem viel Vorlauf auf oder wie geschrieben bei geschwefelten Produkten.
Nachtrag, ein paar Tage später: es hat sich herausgestellt, dass Trester tatsächlich geschwefelt gewesen ist. Im Destillat war somit schwefelige Säure, nicht so viel Vorlauf. Schwefelige Säure ist leicht flüchtig. Daher mit einem elektr. Stabmixer, Milchaufschäumer o.ä. solange schäumend mixen, bis stechender Geruch verschwunden. Dann wird sich zeigen, dass Vorlaufmenge (Klebstoffgeruch) viel geringer war als vorher angenommen.
Eintrag Nr. 3916
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
Zunächst die besten Wuensche fuer das neue Jahr 2014 und vielen Dank fuer Ihre Muehen und guten Rat Schläge.
Können Sie mir sagen, ob ich ZUCKERMAISCHE schonend erhitzen und langsam brennen muss oder ob ich den Neutralalc ohne Qualitaets- undoder Menge Verlust auch im Schnell Durchgang brennen kann?
Mit besten Gruessen und Dank im voraus,
Auerbach
auerbach, westen
08.Jän.2014 15:36:22
Danke, wir bemühen uns! Und wünschen Ihnen ebenfalls ein Gutes 2014 und "Gut Brand"! 😉
Besonders langsam muss nicht unbedingt gebrannt werden. Zu starkes Erhitzen hat jedoch auch andere Nachteile (überkochen, zu große lokale Erhitzung usw.), daher würde ich so erhitzen wie sonst auch.
Eintrag Nr. 3915
Hallo,
Ich habe mir vor kurzem ihr buch "schnaps Brennen als Hobby" zugelegt. Es hat mir eine menge wertvoller Informationen geliefert da ich totaler Anfänger Bin. Nun meine Frage können bei der Zucker-Maische mit der Turbohefe keine Giftstoffe entstehen(habe die Maische mit Gährspund angesetzt) also könnte ich dann das gesamte Destillation zum Ansetzten verwenden?
Hannes, Deutschland
06.Jän.2014 21:03:36
Ja, stimmt.
Eintrag Nr. 3914
Sehr geehrter Herr Schmickl,
ein paar Fragen zum Brennen von Getreidemaische (aus Weizen):
1) Reicht ein Rauhbrand oder ist auch ein Feinbrand notwendig um einen guten Korn zu erhalten?
2) Wenn Feinbrand: wie viel Vorlauf bei etwa 80 L Blaseninhalt? Bis zu wie viel %vol runter brennen?
VIELEN DANK FÜR IHRE HILFE!
Liebe Grüße
Thomas Hofer
Thomas Hofer, OÖ
05.Jän.2014 18:07:57
ad 1) ist abhängig vom Alkoholgehalt im Kessel, bei einer pot-still und mehr als ca. 10%vol genügt einmal brennen. Oder anders formuliert: wenn der Alkoholgehalt vom Rauhbrand deutlich unter 40%vol, muss ein zweites mal gebrannt werden, obwohl durch den zweiten Durchgang leider Aroma verloren geht.
ad 2) Vorlaufmenge ist abhängig von der Maische, kann auch bei selber Maischesorte je nach Fass unterschiedlich sein. Zum Vorlauf erkennen und abtrennen gibt's mehrere Möglichkeiten, sind im Buch sehr ausführlich beschrieben. Dort finden Sie auch die Antwort auf die zweite Frage.
Eintrag Nr. 3913
Gutes neues Jahr!
Nach Studium Ihres hervorragenden Buches, habe ich eine Frage, die ich mir nicht beantworten kann. Der Destillenhelm meiner alten Anlage, welche komplett aus Kupfer besteht, ist innen komplett mit Silberlot beschichtet. Hierauf bildet sich nach dem brennen ein schneeweißer und dünner Staub, den man nach abtrocknen des Helmes mit dem Finger abwischen kann. Kann es sich hierbei um Zinkoxid handeln, da geringe Mengen Zink im Silberlot enthalten sind oder sind es nur Kalkablagerungen?
Vielen Dank!
Dr. Hook, Südstaaten
05.Jän.2014 17:59:57
Danke, wünschen wir Ihnen ebenfalls!
Kalk ist sehr unwahrscheinlich. Abhängig vom Brenngut kann sich ein sehr dünner, leicht abwischbarer Belag bilden, jedoch normalerweise nicht schneeweiß. Ob der Staub bei Ihnen von der Anlage stammt, können Sie wie folgt überprüfen: kalkfreies bzw. demineralisiertes Wasser (sogenanntes "destilliertes Wasser") destillieren. Und/oder Korn aus dem Supermarkt (eventuell vorher mit dest. Wasser verdünnen) destillieren. In beiden Fällen sollte sich kein Belag bilden. Wenn doch, würde ich nur so zu Testzwecken Essig und/oder geschwefelten Wein (Tetrapack) destillieren. Könnte sein, dass der Helm dadurch besser gereinigt wird als mit der Hand. Wenn sich der Belag danach immer noch bildet, die Schicht abschleifen, sodass die Innenseite vom Helm nur noch blankes Kupfer.
Eintrag Nr. 3912
Guten Tag,
beim Brennen von selbst angesetzten Likören (Neutralalkohol + Früchte + Zucker) kann dabei Methanol im Vor- und oder Nachlauf entstehen? 2te Frage: Wie schlimm ist es beim brennen wenn die Temperatur immer zwischen 80 und 95°C schwankt? Gebrannt wird mit einer 0,5 Destille (leider nicht eine von den hier angebotenen). Als Anfänger fällt es schwer dort die Temperatur gleich zuhalten.
Vielen Dank
Johnny Johnson, Europa
30.Dez.2013 16:12:52
Die Dampftemperatur kann beim Schnapsbrennen nicht konstant gehalten werden? Na, so was aber auch! Vor allem als Anfänger würde ich Ihnen dringend raten das Buch zu lesen, dann wissen Sie zumindest was Sie da eigentlich tun und wann Methanol entsteht. Fragen, die über das Buch hinausgehen, können Sie gerne jederzeit hier stellen.
Eintrag Nr. 3911
servus mitananda,
auch eine oder zwei fragen von mir:
meine quitten- und williamsbirn maische braucht eine ewigkeit um sich zu zersetzen. ggf. zu wenig wasser zu wenig verflüssiger oder auch zu kühle umgebung von ca. 6grad celsius. ich muss sagen, das obst war bei der verarbeitung schon ziehmlich hart und auch ein bischen braun im fruchtfleisch. darf ich nach etwa 2monaten nochmals verflüssiger und wasser hinzugeben?
alouis 13, bayern
29.Dez.2013 18:09:56
Wenn es jetzt noch immer gärt, ja, ist möglich. Sie sollten die Gärung jedoch nicht so kühl durchführen, besser zwischen ca. 15 und 19°C.
Eintrag Nr. 3910
Hallo, ich beabsichtige, einen Honigbrand herzustellen und bin mir unsicher, ob ich zunächst mit Weinhefe einen MET herstellen sollte und diesen später brennen oder einfach den Honig direkt mit Turbohefe vergären und dann nach Lagerung der Maische brennen. Haben Sie einen Rat für mich?
Kupferstecher, Bergland
29.Dez.2013 12:24:14
Weinhefe geht natürlich auch. Hochgradiges Einmaischen mit Turbohefe usw. hat jedoch viele Vorteile, auch bei Honig, siehe Buch. Bei Turbohefe auf den Hersteller achten --> SuFu nutzen.
Eintrag Nr. 3909
Hallo im Allgemeinen,
Ich habe da mal eine Frage.
In diesem Hobby bin ich noch nicht lang unterwegs und stehe mit meinen Erfahrungen noch ziemlich am Anfang. Deshalb benötige ich eure Hilfe.
In diesem Jahr brannte ich mit meiner Kupferdestille einen Pfaumenbrand. Der Alkoholgehalt lag bei rund 50%. Bei einem Durchgang habe ich absichtlich den Nachläufer mit genutzt. Da dieses Destillat recht trüb war, beschloss ich es ein zweites mal zu Brennen. Der Alkoholgehalt stieg nun auf ca.75%. Nun habe ich folgendes Problem. Egal wie ich den Schnaps verdünne, er ist auch mit weniger Alkohol wie der Erstbrand auf der Zunge Schärfer. Muss ich das zu brennende Material vor dem Zweitbrand bereits verdünnen? Und wenn ja, wie? Und wie bekomme ich jetzt meinen Zweitbrand wieder trinkfähig? Wäre Super,wenn jemand eine Antwort für mich hätte!
Gruß,
Leo
Panthera Leo, SA
29.Dez.2013 11:09:42
Nein, vor dem Feinbrand nicht verdünnen. Schnaps lagern, zumindest ein/zwei Jahre, besser länger. Lufteinblasen ca. 24 h mit Luftpumpe aus Aquariumbedarf könnte auch helfen. Damit nicht zu viel verdunstet dabei, nicht wärmer als bei ca. 15°C die Luft einblasen.
Eintrag Nr. 3908
Hallo
Ich habe eine Frage bezüglich Methanolgehalt in Kornbränden. Stimmt es, das sich beim Vergären von Getreide weniger Methanol bildet als bei Obst? Durch was wird Methanol gebildet?
Ich hoffe um hilfreiche Antworten.
Gruss Simon
Simon, Schweiz
28.Dez.2013 15:37:57
Bei richtigem Einmaischen ist in beiden Fällen Methanol kein Thema. Warum sich Methanol bilden kann und wie dies zu vermeiden ist, ist im Buch sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich beschrieben.
Eintrag Nr. 3907
Hallo suche schon seit Jahren Zirben aufzutreiben, wo bestellt ihr die Zirbenzapfen?
MfG Thomas
Thomas , Zirben
27.Dez.2013 19:24:12
Quelle ist mir leider auch nicht bekannt, heuer haben wir im August welche am Benediktinermarkt Klagenfurt bekommen. Allerdings ca. 3-4 EUR das STÜCK!
Eintrag Nr. 3906
Hallo Herr Schmickl,
zu vorderst ein Dank für Ihr Buch und Ihre ausführliche Geduld beim Beantworten der Fragen.
Ich habe im 2 Fragen und zwar wie folgt:
1. Ich habe gelesen dass die Wurzel des Mangolds früher zur Zuckerherstellung genutzt wurd und möchte versuchen diese einzumaischen und zu destillieren. Sie sieht aus und riecht sehr ähnlich wie ihre Verwandte die Rote Beete. Haben sie Erfahrungswerte oder eine Einschätzung wie ich eine solche Maische ansetzen sollte?
2. Möchte ich Sie fragen wie sich Ihrer Einschätzung nach Mischungen von Früchten bzw. Wurzeln beim einmaischen verhalten. Ich verwende im Wesentlichen Produkte des eigenen Gartens. Es fällt mir allerdings schwer hier jeweils genug zusammen zu bekommen, so dass ich beispielsweise gerade eine Maische aus Yakon und Topinambur (ca. 1/1) aufgesetzt habe. Wirkt sich dies nachteilig auf das Ergebniss aus.
MfG R.Shaw
Robert, Berlin
27.Dez.2013 09:56:37
Danke, wir bemühen uns! 🙂
ad 1) nein, keine Erfahrungswerte, da jedoch Zucker enthalten ist, warum nicht? Kann mir vorstellen, dass Geschmack ziemlich erdig wird, ist sicher was für Spezialisten 😉 Ich würde der Einfachheit halber die Wurzel fein häckslen, 1:1 Wasser zugeben und wie im Buch beschrieben hochgradig einmaischen. Verflüssiger nicht vergessen, nach ca. einer Woche Gärzeit Maische mit einem geeigneten Gerät fein mixen.
ad 2) Mischungen wirken sich überhaupt nicht nachteilig auf das Ergebnis aus, es sei denn das Ergebnis schmeckt nicht. Daher würde ich bei Mischungen die geschmacklich einigermaßen Sinn machen unterschiedliche Mischungsverhältnisse austesten. Gelungene Rezepte würden sicher viele Forum-Leser (siehe links, Menüpunkt Rezepte) interessieren!
Eintrag Nr. 3905
hallo
ich bereite in der regel nur die maische vor und lasse sie dann von einem lohnbrenner bearbeiten. das geht soweit sehr gut. im letzten jahr hat mir ein profi vom kaiserstuhl verdünnte salzsäure mitgegeben. das ging recht gut damit. ich möchte das nochmals bei meinem obstler machen hier die frage: wie hoch ist die verdünnung und wieviel an menge benotige ich auf 100kg maische
gruss frank
frank steck, bendorf
26.Dez.2013 13:42:34
Komischer Rat, und das von einem "Profi"... pH-Wert einstellen ja (Säureschutz!), aber nicht mit Salzsäure. Welche Säuren/Methoden und vorallem warum nur diese, geeignet sind um eine Maische anzusäuern, welche später gebrannt werden soll, sind sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich in unserem Buch beschrieben.
Eintrag Nr. 3904
Hallo.
Weiß von Euch vielleicht jemand, ob ich Honig mit in eine Williams Maische machen kann, um einen Honig Williams bekommen?
Lg
indigo, Westerwald
25.Dez.2013 11:22:04
Vor dem Gären erhöht das den Alkoholgehalt der Maische, ergibt größere Ausbeute vom Destillat. Aber deswegen schmeckt es auch nicht wie Honig. Daher ist vielleicht gemeint: Honig in geringen Mengen zum Destillat geben.
Eintrag Nr. 3903
Hallo, ich habe in einem Beitrag aus Südamerika von Kornbrennern gesehen, daß sie vor dem destilieren noch Zucker zugeben. Kann das die Alkoholausbeute verändern? Ist für mich nicht nachvollziehbar. Bitte um eine Auflösung des Rätsels.
Danke Erich
Erich Mangard, Österreich
24.Dez.2013 12:35:03
Wenn der Zucker vor der Gärung zugefügt wird, ja. Nach der Gärung, nein. Dann bleibt der Zucker beim Brennen im Kessel zurück. "Beitrag" und "gesehen"? Vielleicht irgendwas im Fernsehen oder dgl.? Leider wird von Laien welche solche Beiträge verfassen, oft viel durcheinander gebracht, oder auch aus Absicht um Nachahmer zu vermeiden.
Eintrag Nr. 3902
Sehr geehrter Herr Schmickl
Meine Frage: Kann man aus Hollerbeeren auch einen Geist herstellen? Konnte nichts finden.
Hollerschnaps schmeckt ja super.
Lg Günter
Eicher Günter, Oberösterreich
18.Dez.2013 14:03:25
Ja, Holunderbeeren-Geist funktioniert hervorragend! Ich würde mit ca. 70 g Beeren je 1,5 Liter beginnen und ein 1/4 einer klein geschnittenen Orange dazugeben. Eventuell auch ein wenig Zitrone. Wenn geschmacklich nicht intensiv genug, beim nächsten Mal die doppelte Menge verwenden. Statt 70 z.B. 75 g zu verwenden ergibt geschmacklich keinen Unterschied.
Eintrag Nr. 3901
Hallo,
ich stehe kurz vor dem Bau meiner ersten Destille und hätte noch einige Fragen.
Als Brennkessel habe ich einen 7 Liter fassenden Edelstahltopf eingeplant, welcher jedoch einen kegelförmigen Deckel besitzt, bedeutet wenn ich ein Lot auf dem Deckel fällen würde, würde dieses in einem 45° Winkel zum Boden stehen. Nun plane ich, an dem Deckel eine 45° Kupferbiegung anzubringen, welche dann in das Steigrohr (22mm) führt, also quasi aus dem Kessel kommend eine Biegung um 45°, dann das Steigrohr. Damit will ich einfach die Form des Deckels ausgleichen, um das (kurze) Steigrohr senkrecht anbringen zu können. Dieses soll etwa 5-10cm lang werden, gefolgt von einem T-Stück mit Thermometer und einer Verengung in das Geistrohr (12mm). Ist das so umsetzbar? Gibt es gravierende Fehler?
Dann plane ich einen Liebigkühler (12mm Geistrohr, 22mm Ummantelung, 30cm lang) zu verwenden. Sollte ich dabei den Dampf senkrecht nach unten durch den Kühler führen, oder reicht auch ein 45° Winkel aus? Ist der Kühler so ausreichend dimensioniert?
Soweit, so gut. Als Material für Rohre etc plane ich überwiegend Kupfer, die Verbindung zwischen Steigrohr und Kessel beinhaltet jedoch etwas Messing. Ist das ein Problem? Die Verbindungen zwischen den Rohren sollen weichgelötet werden, zum Hartlöten fehlt mir das Equipment.
Ich hoffe ich konnte mein Anliegen verständlich darlegen und bedanke mich schon im Voraus recht herzlich für Ihre Antwort.
Viele Grüße, Sebastian
Sebastian, Bayern
11.Dez.2013 23:10:18
Wenn ich mir es richtig vorstellen kann, wäre es besser, am höchsten Punkt des Kegels das (kurze) Steigrohr anzubringen. Und von da dann das Geistrohr seitlich leicht fallen Richtung Kühler. Thermometer wie von Ihnen beschrieben als T-Stück im Übergang Steig/geistrohr. Wichtig: Messpunkt des Thermometers muss sich ein wenig (ca. 0,5 cm) UNTER der Unterkante vom seitlich wegführenden Geistrohr befinden, und dieses kurze Stück weit in das Steigrohr mittig hineinragen. Oder anders gesagt: unterhalb der Unterkante vom T-Stück.
Weichlot ist ganz schlecht! Für Alternativen sollten Sie sich an die Bastler-Gemeinde im Diskussions-Forum wenden, da gibt's einige wahre Spezialisten!
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