SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 80
Hallo,
ich suche ein Rezept, wie man Calvados herstellt. Danke
TAUSCH Irene, Deutschland
17.Jän.2001 13:06:21
Bei einem Calvados handelt es sich um Apfelschnaps. Das Produkt wird anschließend in einem Eichenfaß gelagert.
Eintrag Nr. 79
Werter Herr Schmickl

Drei Fragen nur.
Muss ich einen 100%ig dichten Topf verwenden ?.
Get ein Schnellkochtopf,aber was ist mit dem gummi?.
Danke im voraus.
Detlef Gerber, Deutschland
17.Jän.2001 07:29:08
Sie sollten auf alle Fälle einen 100% dichten Topf verwenden. Durch die Undichtheit geht Ihnen eine Menge Alkohol verloren, außerdem werden Sie dann vom Dampf eingenebelt und Ihre ganze Umgebung würde nach Schnaps riechen.
Ein Schnellkochtopf ist in Ordnung. Bei der Gummidichtung müssen Sie immer auf folgendes achten: der Gummiteil, der mit dem Alkohol in Berührung kommt (Dichtung am Topf, Thermometerstopfen) darf nicht aus normalen Gummi sein, sondern aus Silikon bzw. aus einem anderen chemikalienresistenten Material. Andernfalls würden durch den Alkohol unterschiedliche Substanzen aus dem Gummi herausgelöst werden, und Sie würden einen Schnaps erhalten, der nach Gummi schmeckt.
Eintrag Nr. 78
Grüß Gott Herr Dr. Schmickl,

Wie funktioniert der Anbrennschutz bei Ihrer Anlage?

Vielen Dank für Ihre Info
Rudolf Fiebinger, Wien
16.Jän.2001 22:57:34
Der Anbrennschutz funktioniert bei uns folgendermaßen: man gibt den Anbrennschutz (siehe Foto auf der homepage unter Geräte. Klicken Sie das Foto an, und Sie können alle Einzelteile der Anlage genauer sehen) in den Kessel. Diese Metallplatte hat kleine Löcher, wodurch bei der nun eingefüllten Maische nur die Flüssigkeit auf den Kesselboden kommt, diese kann ja nicht anbrennen. Die Feststoffe der Mische bleiben im Sieb. Dadurch ist es nicht notwendig, die Maische vor dem Brennen zu filtieren. Eine Filtration vor dem Brennen führt außerdem zu einem Aromaverlust, da sehr viele Substanzen sich in der Frucht selbst befinden. Zusätzlich können Sie nun diesen Anbrennschutz auch als Aromakorb verwenden. Dafür stecken Sie die mitgelieferten Messingfüßchen an den Korb. Nun befindet sich der Korb im Dampfraum des Kessels, also genau etwas oberhalb der Flüssigkeitsgrenze. Man gibt Kräuter (zB Wacholderbeeren für Gin) oder zB. Himbeeren hinein, in den Kessel selbst füllt man nur billigen Weißwein bzw. geschmacklosen Alkohol. Als Ergebnis entsteht ein wunderbarer Himbeer- oder Kräutergeist.
Eintrag Nr. 77
Hallo Herr Dr.Schmickl,ich habe durch Zufall Ihre Homepage entdeckt und lese sie mit grossem Interesse.Ihr Buch werde ich mir in den nächsten Tagen besorgen.Bisher habe ich mich nur mit Ansatzschnäpsen und Likören beschäftigt und auch einige Leckereien zustande gebracht.Nun interessiere ich mich auch fürs Brennen von Schnäpsen.Können Sie mir sagen,wie es in Deutschland rechtlich mit dem Brennen von kleineren Mengen für den Eigenbedarf aussieht??? Ist es grundsätzlich verboten???Welches Material ist beim Selbstbau einer Brennanlage (ich hoffe auf die Bauanleitung in Ihrem Buch)eher zu empfehlen,Kupfer oder Edelstahl?Oder vielleicht sogar eine Kombination von beiden Materialien?Über eine Antwort würde ich mich freuen.Gruss,R.Kaiser.
RKaiser, Deutschland
16.Jän.2001 21:46:34
In Deutschland ist das Brennen mit einem Kesselvolumen von 1 Liter oder kleiner anmeldefrei. Sie können mit diesem Gerät brennen sooft Sie wollen.Wenn Sie die Maische zuckern (bei nicht-gewerbsmäßigen Brennern erlaubt), wodurch bereits dort ein höherer Alkoholgehalt entsteht, kommt somit je Brennvorgang einiges heraus.
Bezüglich der Materialien beim Selbstbau einer Anlage ist es egal, ob Sie Kupfer oder Edelstahl verwenden. Es wird immer wieder erzählt, daß Kupfer durch seine katalytische Wirkung organische Säuren und Ester abbaut, aber unserer Erfahrung nach merkt man nichts. Um eventuell eine Wirkung zu erzielen, müßte man da schon mit einer großen Menge Kupferspänen arbeiten, aber auch das halte ich für fragwürdig. Kupfer ist halt sehr leicht zu bearbeiten, außerdem sieht es optische sehr schön aus.
Eintrag Nr. 76
suche ein gutes rezept für schlehenbrand
M Raudszus, Deutschland
13.Jän.2001 21:16:46
Habe ich in die Rezeptbörse eingetragen. Viel Erfolg!
Eintrag Nr. 75
Hallo Herr Schmickl,
wir haben in unserem Garten einen großen Birnbaum (Junkersbirne), der sehr aromatische und sehr süße Früchte hat, die aber schnell teigig werden und deshalb außer zum Trocknen zu fast nichts zu verwenden sind.
Dieses Jahr habe ich allerdings die Früchte eingemaischt und dann die Maische zu einem Lohnbrenner gegeben. Das Ergebnis ist genial: ein herrlicher Schnaps, der schon vom Duft her auch mit teurer Massenproduktion nicht zu vergleichen ist.
Das brachte mich auf die Idee, evtl. auch selbst einmal Schnaps zu brennen. Im Internet habe ich Ihre äußerst informative Homepage gefunden und heute habe ich mir Ihr Handbuch für Schnapsbrenner gekauft und fast am Stück gelesen (Achtung: die ISBN-Nr. ist neu 3-8218-1520-5). Jetzt bin ich natürlich erst recht begeistert, da ich viele neue Anregungen erhalten habe (z.B. eine Verwendungsmöglichkeit für die riesigen Mengen wohlschmeckender Himbeeren aus unserem Garten). Am liebsten würde ich in das nächste freie Seminar kommen, aber Kärnten ist für uns natürlich nicht gerade um die Ecke. Ich hoffe, daß es irgendwann einmal in Verbindung mit einem Urlaub klappt. Vielleicht bestelle ich mir aber auch vorab eine Ihrer Destilieranlagen!
Weiterhin alles Gute wünscht
Andreas Strangfeld aus dem Schwarzwald
Andreas Strangfeld, Deutschland
05.Jän.2001 14:14:36
Danke für den Hinweis auf die ISBN-Nummer, das ist mir noch gar nicht aufgefallen! Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie einmal zu unseren Seminaren kommen könnten, am Besten gleich in Verbindung mit einem Urlaub in Kärnten.
Eintrag Nr. 74
Die Gefährlichkeit von Methanol in Schnaps wird oft übertrieben dargestellt!
Hintergrundinformationen dazu im GIFTPFLANZEN.COMpendium
Webmaster, Deutschland
02.Jän.2001 23:49:09
Vielen Dank für diesen Hinweis, die Seite ist sehr interessant.
Eintrag Nr. 73
hallo h.schmickl,
Warum kann ich beim Ansetzen von Wodka und Himbeeren das Glas fest verschließen und brauche keinen Gärspund? Gibt es beim Brennen der Flüssigkeit einen giftigen Vorlauf? Vielen Dank für Ihre Antwort.
Tausch Irene, Deutschland
27.Dez.2000 07:52:21
Beim sogenannten Angesetzten brauchen Sie keinen Gärspund, da es zu keiner Gärung kommt, nur dabei entsteht das CO2-Gas. Der Wodka entzieht den Himbeeren nur die Aromastoffe, es kommt allerdings zu keiner Gasbildung (wie bei einer Maische) und somit können Sie das Glas fest verschließen. Wenn Sie Angesetzte aus gekauften Wodka herstellen, haben Sie keinen giftigen Vorlauf, da der Wodka ja auf Grund des Lebensmittelgesetztes keinen Vorlauf enthalten darf.
Eintrag Nr. 72
Sehr geehrter Hr. Schmickl!
Wie tel. angekündigt wurde vorgestern Orangen- und Zitronengeist aus 80%
Ansatzkorrn und mittels Apfelschäler geschnittenen Orangen- und Zitronen-Schalen
im Aromakorb gebrannt.
Einfach phantastisch! Dieser Geschmack und das Aroma! So etwas gibts nicht zu kaufen.
Besten Dank für das Rezept.
mfg
Wolfgang Stadler
Wolfgang Stadler, Österreich
21.Dez.2000 20:32:14
Gratuliere! Genießen Sie den guten Tropfen!
Eintrag Nr. 71
Kann mir irgendjemand sagen, wie man Amaretto zubereitet?Ich würde das Rezept echt gerne haben.
Drady
Drady, Deutschland
20.Dez.2000 15:43:43
Weiß ich leider nicht. Sollte jemand das Rezept wissen, so tragen Sie es bitte in die Rezeptbörse auf der Seite 'Schnäpse' ein. Danke.
Eintrag Nr. 70
Hallo!
Wir brennen schon längere Zeit verschiedene Schnäpse (hauptsächlich Kornbrand). In letzter Zeit ist es öfters vorgekommen dass das Destillat nicht ganz rein und farblos war, sondern einen leicht gelblichen Stich hatte.
Was kann das für eine Ursache sein?
Andreas Radlgruber, Österreich
19.Dez.2000 22:31:21
Das Destillat ist eigentlich immer farblos. Wenn es sich um Brände handelt, die bisher bei Ihnen auch ein klares Destillat hatten, so kann ich mir nur folgende Ursache vorstellen: es ist beim Brennen etwas übergegangen und in die Kühlung gelangt. Reinigen Sie die Anlage, und brennen Sie erneut.
Haben Sie neue Schnäpse gebrannt, wo Sie also bisher noch keine reinen Destillate als 'Beweis' haben, so könnten eventuell ätherische Öle einiger Rohstoffe dafür verantwortlich sein. Obwohl ich mir das eigentlich auch nicht wirklich vorstellen kann ...
Eintrag Nr. 69
ad 48 und 68
Es wurde normaler geschälter Langkornreis verwendet.
Gärzeit: 4 Wochen bei 20 bis 25 °C.
Die Ausbeute war nicht sehr groß (aus 1 kg Reis ca 0,3 l mit 45 %vol),
der Geschmack ist aber ausgezeichnet.
Michael Chocholka, Österreich
19.Dez.2000 11:33:43
Vielen Dank, das klingt gut. Ich habe einmal in Laos ausgezeichneten Reisschnaps getrunken, den sogenannten LaoLao. Bei der Zubereitung geben die Laoten zusätzlich noch sog. 'Manniok' bei. Es handelt sich um eine Art Kartoffel, aber was es genau war, konnte ich auf Grund der Sprachprobleme nicht erfahren.
Eintrag Nr. 68
Hallo, ich habe mit Interesse alle Anregungen und Fragen gelesen, ich habe gehört, daß in Norwegen Schnaps aus Zucker und einer Turbohefe gebrannt wird.Ich möchte gerne wissen wie die Rezeptur der Zuckermaische ist und was ist Turbohefe
Ralf Hinrichs
Ralf Hinrichs, Deutschland
14.Dez.2000 16:11:52
Die Rezeptur für den geschmacklosen 'Zuckerwasserschnaps': 8 kg Zucker in 8 kg heißem Wasser unter Rühren auflösen. Auf 25 Liter mit kaltem Wasser auffüllen und 30 Sekunden rühren. Turbohefe zugeben, wenn die Temperatur unter 25°C ist. Dann vergären lassen.
Turbohefe ist unsere Reinzuchthefe für 20% (siehe Produktliste).
Eintrag Nr. 67
Hallo Herr Schmickl!
Ich würde gerne wissen, ob es ein Methanol-Messgerät gibt. Ich gehe nämlich lieber auf Nummer sicher.
Heinz
Heinz Billinger, Deutschland
12.Dez.2000 16:00:54
Der giftige Vorlauf besteht leider nicht nur aus Methanol. Wir testen gerade einen Vorlaufschnelltest, der scheint gut und einfach zu funktionieren. Wir werden ihn höchstwahrscheinlich zu Jahresbeginn in unsere Produktpalette aufnehmen, sehen Sie dann einfach auf unserer Geräteseite nach.
Eintrag Nr. 66
Hallo Herr Schmickl,
Welche Sicherheitshinweise können sie geben um Methanol im Wein bzw. Schnaps zu vermeiden.Oder wie groß ist die Gefahr sich mit Methanol zu vergiften???
T. L., Deutschland
08.Dez.2000 18:00:09
Sie meinen sicher den Vorlauf. Im Handel erhältlichen Wein sollte kein Vorlauf enthalten sein. Wenn Sie selbst Maische herstellen, achten Sie auf folgende Punkte:
- sauberes arbeiten
- nur gutes Obst verwenden, so als würden Sie einen Kuchen backen, d.h. faule Stellen wegschneiden, Stängel, Blätter, Kerne (wenn möglich) usw. entfernen
- Reinzuchthefe verwenden
- richtiger pH-Wert
- verschlossenen Gärungsbehälter mit Gärspund verwenden
Wenn Sie diese Punkte beachten, ist der Vorlauf sehr gering.
Wir sind gerade dabei, einen Vorlaufschnelltest zu probieren. Sollte er gut sein, werden Sie ihn in Kürze auf unserer Geräteliste finden.
Eintrag Nr. 65
ad 48
Danke für den Tipp für Reisschnaps.
Die Mischung aus 1 kg Reis, 10 l Wasser, 30 g Hefe, 100 ml Milchsäure und 1 ml Pektinex Ultra gärt seit 2 Wochen unaufhaltsam.
Michael Chocholka, Österreich
07.Dez.2000 12:41:20
Gratulation! Es würde mich sehr freuen, wenn Sie uns nach dem Brennen das Ergebnis und den Geschmack mitteilen könnten. Haben Sie Naturreis oder den 'normalen', geschälten Langkornreis verwendet?
Eintrag Nr. 64
Hallo Herr Schmickl!
Ich hätte da mal eine Frage. Wenn ich Wein im Laden kaufe und den dann brenne, brauch ich keine Angst wegen Methyl zu haben, oder? Da ist ja kein Methyl drinn.
Uwe, Deutschland
06.Dez.2000 16:25:31
Ja, genau so ist es. Methanol ist nur in Spuren vorhanden (diese Menge trinken Sie auch bei einem Weinkonsum).
Eintrag Nr. 63
ad 65
es funktioniert aus dem grund nicht weil stärke nicht direkt vergoren werden kann ( hefen können nur zucker umsetzen ) topinambur enthält fruchtzucker und inulin.
deswegen muss die stärke erst unter einwirkung von alpha-amylase zerlegt werden und kann dann normal vergoren werden. ( was dann sehr schnell geht - max 2-3tage bei höheren temperaturen oft auch nur stunden.)
ob sich das ganze lohnt wenn man doch 1l wodka trotz erhöhter steuersätze um ca 80.- ATS legal herstellen kann?
übrigens das problem mit dem methyl... es zieht sich durch den ganzen brand (nicht mit vorlauf abtrennbar... wegen isotropes gemisch) und ist auch von der maische abhängig ( der sorte) grappa hat bis zu 4% obwohl einwandfrei.... am gesündesten sind die geister ...die ich rief
nicht nur brandige grüsse josef
joeee, Deutschland
05.Dez.2000 02:35:58
Ich kann nur nochmals darauf hinweisen, daß die sogenannte Reinzuchthefe für 20vol% und auch das Gärfix ein Gemisch aus Hefe und diversen Enzymen ist. Danke für die fachliche Beratung.
Eintrag Nr. 62
Hallo DOC!
habe fast alle beiträge gelesen...waren auch einige interessante beiträge dabei. Doch als ambitionierter brenner sollte man doch wissen wie kartoffel respektive stärkhaltige maischen vergoren werden. Die idee 1:1 mit wasser etc. funktioniert sicher nicht. (alpha-amylase ist sicher geeigneter)
15 l anlage würde ich gern näher kennenlernen.
Ihr buch kenne ich auch nicht werd mirs aber anschaun.
ich freu mich auf Ihr mail
grüsse aus dem wein/4 Joe
joeee, Deutschland
03.Dez.2000 22:45:55
Tut mir leid, aber ich kann nicht alles wissen! Bei Topinambur (Süßkartoffel) funktioniert die Vorgehensweise, Kartoffeln habe ich noch nie gemacht. Aber ich lerne gerne dazu, sagen Sie mir einfach, wie's geht!
Warum ich der Meinung bin, daß die Idee mit 1:1 Wasser funktioniert, und warum sie auch bei Topinambur (ist ja auch stärkehaltig) geht: bei der Reinzuchthefe für 20%vol sind bereits Enzyme dabei, die stärkehaltige Produkte und auch die Zellwände der Früchte zersetzen. Um diesen Effekt zu verstärken, wird beim Einmaischen auch meist Verflüssiger zugegeben (lesen Sie doch im Rezept nach!). Für stärkehaltige Produkte ist der Verflüssiger aus diesen Gründen unerlässlich. Sie benötigen Ihn allerdings auch bei sehr trockenem Obst wie Quitten. Ich selbst verwende Verflüssiger auch für Birnen, Äpfel usw., der Grund: man erhält eine sehr dünnflüssige Maische, die sich besonders leicht verarbeiten läßt.
Eintrag Nr. 61
Sehr geehrter Hr. Dr. Schmickl,
ich habe mir letzte Woche ihr Buch gekauft und bereits begeistert gelesen. Zunächst herzlichen Glückwunsch zu dem wirklich gelungenen und interessanten Werk. Als Chemiker trug ich mich schon lange mit dem Gedanken, mal für den Hausgebrauch ein Schnäpschen zu brennen, habe aber wegen des Vorlaufes (Methanol) immer Bedenken gehabt. Diese wurden durch ihr Buch weitgehend zerstreut.
Jetzt bin ich natürlich ganz heiß darauf loszulegen, aber dummerweise ist jetzt natürlich die Obsternte vorbei. Daher meine Frage: Ist es denkbar, handelsübliche Obstsäfte, wie z.B. Apfelsaft, Birnensaft usw. zu vergären und anschließend zu brennen? Natürlich müßte man darauf achten, das die Säfte nur durch Sterilisation und nicht durch Konservierungsstoffe haltbar gemacht wurden.
Da in diesen Säften ja keine lebenden wilden Hefen mehr vorhanden wären, wäre doch bei richtiger Anwendung von Reinzuchthefe auch keine Fehlgährung und somit Methanol-Bildung zu befürchten, oder irre ich mich?
Für ihre Antwort im Voraus vielen Dank!
Herzliche Grüße aus Franken,
Ralph Glorius
Ralph Glorius, Deutschland
02.Dez.2000 16:05:24
Vielen Dank für die Blumen! Sie können Orangensaft, Birnensaft, Apfelsaft (ist nicht so aromatisch) und alles was es sonst noch gibt mit Reinzuchthefe und Zucker (um 20%vol zu erreichen, der Eigenzuckergehalt ist dafür zu klein) vergären. Hier brauchen Sie bei ordentlicher Vorgehensweise keine Fehlgärungen und somit Methanol-Bildung zu befürchten.
Eine weitere interessante Vorgehensweise für den Winter: geben Sie einfachen Weißwein (aus dem Tetrapack) in den Kessel. In den Aromakorb füllen Sie entweder gefrorene Himbeeren (=Himbeergeist), Wacholder (= Gin) oder eine Kräutermischung. So entstehen sehr aromatische Geiste.
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