SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 100
Sie schreiben, dass es mit der Anlage möglich ist, mittels Wasserdampfdestilation ätherische Öle herzustellen. Leider weiß ich überhaupt nicht wie das in der Praxis funktioniert. Das Brennen von Maische gelingt damit ausgezeichnet. Wird die Anlage durch die Kräuter nicht stark riechen und nachher für Maische unbrauchbar sein? Wieviel Kräuter - wieviel Wasser? Viele Fragen! Vielleicht können sie mir beim Einstieg helfen. Meine Frau - eine echte Kräuterhexe- würde sich bestimmt auch freuen und mein Schnapsbrennen in Zukunft mit ganz anderen Augen sehen.
Vielen Dank im voraus!
Peter Reichelt
Peter Reichelt, Deutschland
13.Feb.2001 20:23:36
Nach einer Kräuterdestillation sollten Sie die Anlage gründlich mit Putzmittel und Wasser reinigen (die Inhaltsstoffe sind oft harzig und klebrig). Danach mit hochprozentigem Alkohol (ab 43%vol) eine 'Putzdestillation' durchführen, dieser nimmt dann die ganzen Restsubstanzen, vor allem in der Kühlschlange mit (den Alkohol können Sie dann mit Aktivkohle wieder geschmacks/geruchsneutral machen).
Und so funktioniert die Wasserdampfdestillation: geben Sie den Aromakorb mit Füßchen in die Anlage. Wasser geben Sie soviel hinzu, daß der Aromakorb gerade über der Wasseroberfläche steht. Den Korb füllen Sie mit Kräutern auf, und zwar soviel wie möglich. Nun destillieren Sie fast das gesamte Wasser über. Lassen Sie ein wenig in der Anlage zurück, damit diese nicht trockenläuft. Das gesamte Destillat besteht jetzt aus Wasser und dem Öl. Diese bilden zwei verschiedene Flüssigkeitsphasen, dadurch kann man sie leicht trennen. Da die Ölmenge eher gering ist, eignet sich zum Trennen am Besten ein sog. Scheidetrichter. Das ist ein Glasgefäß, das nach unten ganz schmal zusammenläuft und unten einen Auslauf hat, den man sehr genau dosieren kann. Man läßt also nun zuerst die wäßrige Phase ab, was übrig bleibt ist das Öl.
Gutes Gelingen! Ich würde mich freuen, wenn Sie mir über Ihren Destillationserfolg berichten würden. Vorallem, welche Kräuter Sie verwenden.
Eintrag Nr. 99
Hallo Brennfreunde
Hallo Herr Schmickl

Ich habe mir einen Doppelmantelkessel aus Edelstahlbierfässern mit Edelstahldeckel selber
gebaut.(Füllmenge etwa 25 L.)
meine Frage !
wie lang sollte das Steigrohr sein und welche Neigung.
weiter möchte ich wissen wo das Dampftermometer
angbracht werden muß.
ich danke schon jetzt und Wünsche allen Brennern
weiter viel erfolg
Erwin
Erwin Krüger, Deutschland
13.Feb.2001 16:37:04
Das Steigrohr sollten Sie möglichst kurz halten, so wie es eben von Ihrer Anlagenkonstruktion her möglich ist. Sie sollten das Steigrohr am Besten senkrecht machen. Das Thermometer bringen Sie auf der höchsten Stelle des Steigrohres an, danach darf das Rohr nur noch abwärts Richtung Kühler gehen, um die richtige Dampftemperatur messen zu können. Das heißt, nach dem Thermometer geht das Rohr nach unten seitlich weg zum Kühler.
Eintrag Nr. 98
hallo hobbybrenner,
kann mir jemand sagen, wo ich in Deutschland oder Österreich 24 Karat Goldblättchen zur Herstellung und Beimischung von Danziger-Goldwasser bestellen kann?
Schüler Klaus, Deutschland
12.Feb.2001 06:17:44
Eintrag Nr. 97
Sehr geehrter Hr. Dr.Schmickl,
ich habe einige Fragen zu Ihrer Turbohefe.

1. Wie lange ist sie haltbar?
2. Für welche Menge Maische reicht eine Packung
115 Gramm.
3. Ist sie fur alle Obstarten gleich gut zu ver-
wenden?( Zwetschken,Birnen, Äpfel )
4. Ist hierfür der ph Wert 3 auch ideal ?
5. Ist der Temperaturverlauf während der Gärung
ähnlich der der Sherryhefe?

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Vorraus
ganz herzlich

Wolfgang aus Westfalen
Wolfgang, Deutschland
11.Feb.2001 19:59:22
Unsere derzeitige Lieferung ist bis August 2002 haltbar.
2. Eine Packung a 115g reicht für 100 Liter Maische.
3. Ja. Die Turbohefe hat übrigens bereits alle Nährsalze inkludiert.
4. Ja.
5. Sie sollten, wie bei der Sherryhefe, darauf achten, daß Sie sich nie unter 17°C oder ober 27°C befinden.
Eintrag Nr. 96
Spannendes Forum, gratuliere!
Meine Frage:
Ich habe einige Schnapsleichen im Keller, will sagen, angefangene Flaschen die mir nicht schmecken (ein asiatischer Ginseng-Schnaps, ein billiger Pernod etc.). Kann ich das alles zusammenschütten und brennen, um daraus einen Ansatzalkohol herzustellen?
Hans, Schweiz
11.Feb.2001 18:32:22
Ja, natürlich können Sie das tun. Schütten Sie alles zusammen und geben Sie Aktivkohle zu, gut umrühren und über Nacht stehen lassen. Die Aktivkohle nimmt alle Farb- und Geschmackstoffe auf. Dann destillieren Sie das zusammen mit dieser Kohle über und Sie erhalten geschmack- und farblosen Alkohol. Sie brauchen ca. 3 gehäufte Eßlöffel Aktivkohle für 15 Liter Alkohol.
Eintrag Nr. 95
Hallo
Ich hab mal ne Frage zur Lagerung des edlen Destillates. Undzwar beabsichtige ich in näherer Zukunft, mich intensiver mit der Brennerei zu beschäftigen. Vorrausgesetzt, es kommt dann mal ein gutes Resultat zustande ( ich bin da optimistisch ), würde ich den Tropfen auch gerne stilvoll einlagern. Wie wirkt sich denn jetzt die altbewehrte Eichenfass-Lagerung aus bei Weinbrand und Obstbrand ( Apfel ). Sind solche Fässchen eigentlich noch speziell behandelt oder wird da das Rohholz verwendet, das dann unter Flüssigkeitseinfluss quillt und dann dichtet? Eventuell würd ich nämlich dann als Hobbyschreiner diese Gefässe selber bauen, immer mit ca 2Liter Volumen. Ich stelle mir das recvht urig vor, mein Keller voll mit selbstgebrannten, im Holzfass gelagerten Schnäpsen.
Nochwas diesbezüglich, wird die Flüssigkeit irgendwann ( nach 5 oder 10 Jahren ) in Glasflaschen überführt oder kann man das Wässerchen ewig darin aufbewahren

Gruss
Christian

P.S. Auch mein Kompliment zum Buch, jetzt muss nur noch die Apparatur her
Christian, Deutschland
09.Feb.2001 11:24:29
Natürlich wirkt eine Eichanfaßlagerung auch bei Wein- und Obstbrand. Der berühmte Calvados ist nichts anderes als Apfelschnaps, der anschließend in alten hölzernen Weinfäßern gelagert wird. Bei einer Faßlagerung verändert sich auf alle Fälle die Farbe und der Geschmack. Auch Whiskey und Cognac sind ursprünglich farblos, der feine, weiche Geschmack kommt erst durch die jahrelange Holzfaßlagerung zustande. Wenn Sie frisches Holz verwenden wollen, benutzen Sie keinesfalls irgenwelche Beizen oder ähnliche Chemikalien, das wird alles vom Alkohol herausgezogen. Bezüglich der Dichtheit der Fässer weiß ich leider nicht Bescheid. Aber auch bei frischem Holz nimmt der Brand eine angenehme Note vom Holz an und wird hellgelb. Whikey wird allerdings in alten Weinfäßern (zB Portweinfässer) gelagert, dadurch auch die dunkle Farbe und der intensivere Geschmack. Wenn Sie Ihre Destillate längere Zeit in Fässern lagern wollen, so geben Sie auf alle Fälle den unverdünnten Schnaps in das Faß. Durch die Lagerung entweicht jede Menge Alkohol (beim Whiskey von ca. 75-80%vol auf ca. 65%vol, die Schotten sagen, daß dies der Anteil für die Engel ist). Nach 5-10 Jahren sollten Sie das Produkt verdünnen und in Flaschen abfüllen, wo es sich nicht mehr verändert, im Faß wird sich dann nicht mehr allzuviel tun, außer daß der Alkohol entweicht.
Eintrag Nr. 94
Hallo Herr Schmickl,
zum Eintrag Nr. 98. Bei einem zulangen Kühlrohr, wird dann die Temperatur zutief angezeigt?
vielen Dank, Werner Fuchslocher
Fuchslocher, Deutschland
06.Feb.2001 09:13:10
Verwechseln Sie bitte nicht das Geistrohr mit dem Kühlrohr. Das Geistrohr verbindet den Kessel mit dem Kühler, hier ist das Destillat in Dampfform vorhanden. Dieses sollte kurz sein, Grund: Druckverlust, dadurch falsche Temperatur; ein zu langes Rohr gleicht eher einer Rektifikation; der Dampf kühlt schon vorher ab, wodurch wiederum falsche Temperaturen gemessen werden.
Das Kühlrohr oder auch Kühlschlange: hier wird das Destillat kondensiert, es wird hier also wieder flüssig. Das Kühlrohr kann eigentlich nicht zu lange sein, wenn man einen großen Durchmesser hat.
Eintrag Nr. 93
Hallo Herr Dr. Schmickl,
für einen 13ltr. Kessel möchte ich einen Kühler (Spirale) aus 15er Kupferrohr bauen.
Wie lang sollte das Rohr bzw. die Spirale sein?
Thie Hubert, Deutschland
04.Feb.2001 13:36:52
Das Geistrohr machen Sie nur so lange, wie es auf Grund Ihrer Anlagenkonstruktion von Kessel und Kühler unbedingt erforderlich ist, keinesfalls länger. Man sieht oft Anlagen, wo der Kühler durch ein sehr langes Geistrohr vom Kessel entfernt gebaut wurde. Machen Sie das nicht, bauen Sie das so nahe zusammen, wie es eben möglich ist, sonst haben Sie einen sehr hohen Druckverlust in der Anlage und messen dadurch falsche Temperaturen.
Sie werden ja den Spiralkühler in einen Eimer oder etwas ähnlichem Kühlen. Konstruieren Sie die Spirale so, daß zwischen dieser und dem Eimer ca. 2cm Platz ist. Zwischen den einzelnen Spiralen sollten Sie ca. 1-2cm Platz haben. Die Höhe der Gesamtspirale sollte über die gesamte Eimerhöhe gehen, zumindest jedoch 15 cm.
Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer homepage unter 'Geräte', 'Allg. Info zum Kesselkauf'.
Eintrag Nr. 92
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,

in Ihrer Antwort auf Eintrag Nr. 38 von Hr. Stark schreiben Sie, daß sich Schnäpse nach dem Brennen nicht mehr verändern. Früher habe ich auch von professionellen Schnapsbrennern (davon habe ich 3 in der entfernteren Verwandtschaft) gehört, daß der Schnaps nach dem Brennen mindestens 1 Jahr lagern sollte, damit er eine gewisse Schärfe verliert, da sich in diesem Zeitraum die vorhandenen Fuselöle abbauen würden (sogar hochprozentige Weine wie Sherry oder Port verändern sich ja noch in der Flasche). Als ich im vergangenen Herbst bei einem Lohnbrenner meine Birnenmaische (siehe Eintrag Nr. 78) brennen lassen wollte, habe ich ihn speziell zu dem Thema Lagerung/Alterung gefragt. Er sagte mir, daß er eine neue, hochmoderne Anlage habe, bei der es nicht mehr notwendig sei, den Schnaps zu lagern, allerdings bestätigte er mir, daß dies früher tatschächlich der Fall gewesen sei. Trotzdem habe ich selbst festgestellt, daß sich mein Schnaps in den ersten Wochen verändert hat: er ist milder und angenehmer zum Trinken geworden, wobei sich der herrliche Duft nicht verändert hat. Können Sie das erklären? Hat vielleicht einer der anderen Leser dieses Forums irgendwelche Erfahrung dazu gemacht?

Vielen Dank und viele Grüße

Andreas Strangfeld
Andreas Strangfeld, Deutschland
01.Feb.2001 14:47:51
Wenn Sie den Schnaps in interten Gefäßen wie Glas lagern, kommt es kaum zu Veränderungen. Wenn der Schnaps nicht gut angemaischt und genau gebrannt wurde, kann auch eine Lagerung nichts mehr verbessern, einen Geschmacksfehler werden Sie dadurch nie mehr wegbekommen. Haben Sie aber einen guten, edlen Tropfen hergestellt, so kann unter anderem folgende Veredelungsmethode durchgeführt werden: lassen Sie den Schnaps mit nur aufgesetzten, offenem Verschluß für einige Wochen stehen. Dann wird er tatsächlich runder im Geschmack, weil die leicht flüchtigen scharfen Substanzen entweichen können. Verwechseln Sie bitte nicht Wein mit klarem farblosen Edelbrand. Wein verändert sich, weil Farbstoffe und mikroskopisch kleine feste Bestandteile vorhanden sind, die sich entweder am Boden ablagern oder sehr langsam verändern bzw. zersetzen.
Eintrag Nr. 91
Guten Tag Herr Schmickl,
Gratulation zu Ihrem wirklich interessanten Buch. Meine Fragen an Sie:
Wie ist die gesetzliche Regelung in Österreich? Wann ist Schnapsbrennen melde bzw. steuerpflichtig?( Kesselgröße, Maischemenge )
Ist das aufzuckern der Maische erlaubt?

mfg
Heimo Pflegpeter
Heimo Pflegpeter, Österrreich
31.Jän.2001 07:41:39
In Österreich ist ein Brennkessel von 2 Liter oder kleiner anmeldefrei. Damit können Sie nun brennen, sooft Sie wollen, Vorraussetzung natürlich, daß Sie es nicht gewerblich nutzen wollen. Die Maischemenge ist unreguliert, es kommt nur auf die Kesselgröße an. Das Aufzuckern der Maische ist für den Privatgebrauch erlaubt, wenn Sie jedoch gewerblich oder meldepflichtig Brennen, dürfen Sie nicht zuckern. Der Grund: durch die Zuckerzugabe kann das Finanzamt die zu entrichtende Steuer nicht mehr bestimmen. Qualitätseinbußen sind nicht gegeben.
Eintrag Nr. 90
Sehr geehrter Herr Schmickl!
Als erstes möchte ich mich den Glückwünschen zu Ihrem Buch anschließen. Desweiteren habe ich in einem Eintrag im Gästebuch von stechendem Geruch nach dem destillieren von Weißwein gelesen. Dieses Problem konnte ich durch vorsichtige Zugabe von Wasserstoffperoxid beseitigen. Hierdurch wird nämlich das im Wein enthaltene (Weißwein bis über 200mg/l ) Sulfit oxidiert.
Zum Thema Kortoffel- oder Reiswein habe ich gute Erfahrungen mit normalem Malz gemacht: Ich habe etwa 5 kg Reis mit 250g Malz bei 45-50 Grad verzuckert und dann normal vergoren.
Thomas Umlauf, Deutschland
29.Jän.2001 15:25:59
Vielen Dank für die Tips. Die Idee mit Wasserstoffperoxid und auch mit Malz ist mir neu. Muß ich auch mal probieren!
Eintrag Nr. 89
Durch Zufall habe ich Ihre Homepage gefunden und möchte gerne als Versuchsbrenner folgende Fragen loswerden:
1. Zwetschenbrand in einer Glasdestillationsanlage - 78° bis 94° (56%) hat einen leicht brandigen Geschmack und Geruch. Warum?
2. Kann - und wodurch diese missliche Eigenschaft beseitgt werden?
mfg W.B.
wBergander, Deutschland
27.Jän.2001 12:00:56
ad 1: bei 94°C haben Sie schon sehr viel Nachlauf dabei, und der schmeckt komisch. Brennen Sie nur bis 91°C.
ad 2: Sie können nur noch ein zweites Mal brennen, anders geht dieser Geschmack leider nicht weg.
Eintrag Nr. 88
Kann mir jemand sagen, wie man Kartoffelschnaps herstellt?
Vielen Dank im voraus.
Bitte an -- EWendel@t-online.de -- oder hier.
MfG Erich
Erich, Deutschland
25.Jän.2001 18:14:36
Kartoffeln sind stärkehältig und können somit nur mit Hilfe des Enzyms Amylase vergoren werden. Dazu gibt es im Handel spezielle Hefe- und Enzymmischungen, diese sind allerdings sehr teuer. Der Aufwand lohnt sich nicht, um geschmacklosen Alkohol herzustellen vergären Sie besser eine Zuckerlösung. Das funktioniert mit jeder Hefe.
Eintrag Nr. 87
Hallo Hr. Dr. Schmickl!

1.) Ihr Buch hat mich so beeindruckt, dass ich mir umgehend den Mutlitopf inkl. Kühlspirale bestellt
habe. Angenommen, ich befülle jetzt den Multitopf mit 10 l feinstem Rioja (12,5 % vol.) und destilliere
mir daraus ca. 1,8-2 l Weinbrand (~ 60 %vol.). Kann ich aufgrund dieser Menge, die ich in einem
Destillationsvorgang gewinne, Probleme mit dem deutschen Zoll bekommen??

2.) Für das Destillieren möchte ich den Mutlitopf und die Kühlspirale über ein ca. 80 cm langes
Kupferrohr (15mm) und entsprechenden Verschraubungen aus dem Sanitärbereich verbinden.
Ist dies ausreichend bzw. muss ich evtl. an der Konstruktion noch etwas berücksichtigen??

3.) Läßt sich aus Beckers Bester Apfelsaft/Birnensaft (100%) ein anständiger Fruchtwein
als Basis für ein späteres Destillat gewinnen??

Vielen Dank für Ihre Antworten und
Grüße aus dem Land zwischen den Meeren

Franz W.
Franz W, Deutschland
24.Jän.2001 21:56:30
1. Das Problem liegt nicht in der produzierten Menge, sondern an der Kesselgröße. In Deutschland ist eine Kesselgröße von 1 Liter anmeldefrei.
2. Ich weiß nicht genau, wie Ihre Konstruktion aussieht, aber ich denke, Sie möchten das Rohr zwischen Topf und Kühler leicht fallend anbringen. Der dadurch entstandene, höchste Punkt eignet sich somit zur Temperaturmesseung. Aber warum soll es 80cm lang sein? Ich würde es viel kürzer machen, gerade so, daß es sich bautechnisch zwischen Topf und Kühler ausgeht. Wenn mit 15mm der Innendurchmesser gemeint ist, ist das ausreichend.
3. In der Rezeptbörse unter 'Orangenschnaps' hat jemand guten Erfolg mit Orangensaft auf diese Weise gehabt. Sie können es auf alle Fälle versuchen, aber Sie werden sicherlich nicht ein genauso gutes Aroma wie mit Früchten erhalten, da die in den festen Bestandteilen der Früchte enthaltenen Aromen fehlen.
Eintrag Nr. 86
Sehr geehrter Herr Schmickl

Ich habe aus kleinen Äpfeln Schnaps gebrannt.Zum verdünnen habe ich destilliertes Wasser genommen.
Der Schnaps ist jetzt milchig geworden.
Können Sie mir sagen warum das passiert ist, und
was ich dagegen unternehmen kann.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

PS: Ich habe Ihr Buch gelesen und ich finde es ausgezeichnet mit all den verschiedenen Anleitungen und Hinweisen.
Toni Fürer, Anchorage Alaska
24.Jän.2001 09:25:58
Es freut mich, daß Ihnen das Buch gefällt. Nun zu Ihrem Problem: der Schnaps wird beim Verdünnen trüb, wenn Sie zuviel Nachlauf dabei haben, hören Sie also früher mit dem Brennen auf. Faustregel: der Nachlauf beginnt bei 91°C . Sollte es dennoch beim Verdünnen trübe werden, hören Sie bereits etwas früher auf. Das hängt sehr stark von den Früchten ab.
Abhilfe: Die folgende Vorgehensweise ist auch anzuwenden, wenn der Schnaps bereits vor dem Verdünnen trüb ist. Legen Sie den Schnaps über Nacht in den Tiefkühler. Filtrieren Sie ihn anschließend über einen speziellen Spirituosen-Feinfilter. Sollten Sie diesen nicht haben, verwenden Sie einen Kaffeefilter, darüber eine Lage Watte und noch ein Kaffeefilter (also ein Sandwich). Das ist zwar nicht so effektiv wie der Spezialfilter, aber es geht auch. Das hilft leider auch nicht immer, schlimmstenfalls müssen Sie nochmals destillieren
Eintrag Nr. 85
Hallo Hr. Dr. Schmickl,
wie sieht es mit den Tests des für Jahresanfang versprochenen Vorlauf-Schnelltests aus?

Herzliche Grüße

R. Glorius
R Glorius, Deutschland
21.Jän.2001 22:52:38
Wir haben den Vorlauftest nach Piper über Weihnachten ausprobiert, er funktioniert einwandfrei. Wir warten derzeit auf die Lieferung, sobald wir die Produkte haben (ich hoffe doch, im Laufe dieser Woche), werden wir sie in die Geräteliste aufnehmen und auch unter 'detaillierte Produktbeschreibung' näher erläutern.
Eintrag Nr. 84
Suche Austausch mit Besitzern der 15l Multitopfanlage mit Kupferspiral-Kühler.
jkirberg@jkirberg.de
Jürgen Kirberg, Deutschland
21.Jän.2001 08:40:22
Der 15l Multitopf mit Kupferspiralkühler aus dem Buch aus Seite 118 dient normalerweise zum Biersudkochen, kann aber von Bastlern umgebaut werden.
Eintrag Nr. 83
Grüß Gott:
1) Gratulation zum Buch - sehr, sehr gut.
2) Kann man einen klaren Nußschnaps brennen? Was im Gasthaus unter Nußschnaps angeboten wird, ist ja ein Likör. Zusatzfrage: Ich habe vor ca 15 Jahren 10 l Nußansatz (grüne Nüsse, Vanillestange etc. in Korn) hergestellt, aber nie weiterverarbeitet. Könnte man das jetzt noch brennen? Vielen Dank für Ihre Antwort
Rudolf Fiebinger, Wien
20.Jän.2001 13:37:10
ad 1) Vielen Dank!
ad 2) Man kann Nußschnaps brennen. Nehmen Sie einfach einen Angesetzten mit grünen Nüssen. Wenn Sie diesen danach brennen, ist er klar und schmeckt vorzüglich. Geben Sie die angesetzten Nüsse beim Brennen in den Aromakorb, so haben Sie doppeltes Aroma.
Kosten Sie einfach Ihren 15jährigen Angesetzten. Ist er ranzig, dann vergessen Sie es. Schmeckt er jedoch 'normal', dann spricht nichts gegen das Brennen. Die hohe Alkoholkonzentration sollte eigentlich verhindern, daß die Nüsse und die anderen Inhaltstoffe überhaupt ranzig werden können.
Eintrag Nr. 82
Hallo Herr Schmickl,

kann man mit dem alkometer auch den Alkoholgehalt von Likör feststellen und kann man diesen auch mit dest. Wasser herabverdünnen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Gerhard Lutter, Deutschland
19.Jän.2001 13:59:09
Liköre können Sie mit dem Alkoholometer nicht messen, da Liköre Zucker und andere Zusätze wie z.B. Milch oder Sahne enthalten, diese verfälschen die Messung.
Bezüglich Verdünnen: wenn Ihnen das dann auch noch schmeckt spricht nichts dagegen.
Eintrag Nr. 81
Hallo Herr Dr. Schmickl - eine Frage bzgl. Orangengeist.
Habe in 45% Schnaps Orangenschalen angesetzt und gebrannt. Das Destillat hatte einen sehr guten Geschmack. Bei der Zugabe von destilliertem Wasser ist der Schnaps jedoch sofort milchig trüb geworden. Habe dann weiter bis auf 43% verschnitten. Können Sie oder sonst jemand einen Tip geben, wie der Schnaps wieder geklart weren könnte oder was ich sonst mit dem Schnaps machen könnte.
Besten Dank im Voraus!
Alfons
Alfons, Österreich
18.Jän.2001 17:17:18
Wenn Sie Orangenschalen ansetzen, und direkt den Angesetzten trinken möchten, so sollten Sie danach keinesfalls verdünnen, das wird immer trüb. 45% Schnaps zum Ansetzen ist ja in Ordnung, das hätten Sie gar nicht mehr verdünnen brauchen, so wäre er klar geblieben. Wenn Sie den Angesetzten jetzt brennen, wird er wieder klar. Beim Brennen sollten Sie den Edelbrand nur bis 89-89,5°C destillieren, da diese unlöslichen ätherischen Öle, die die Trübe beim Verdünnen verursachen, erst etwas höher im Dampf mitkommen.
Sie können den Schnaps jetzt auch filtrieren (Kaffeefilter mit Watte, Schnaps vorher in den Tiefkühler), manchmal hilft das auch schon.
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