SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

Suchen nach:
Von der Suche ausschließen:
Derzeit enhält dieses Forum 4363 Einträge.
Einträge in Deutsch: 4360, Englisch: 3
Eintrag Nr. 3960
Hallo,
ich hab das buch schnapsbrennen als hobby gekauft, da drinn ist ein rezept um geschmacklosen alk selber anzusetzen, aber da sind paar dinge die komisch sind.
1. er ist trüb und am boden ist weißes zeug wahrscheinlich die abgestorbene hefe
2. er riecht champagner-sekt-artig
3. und er steht schon leider lange rum (ca 6 Monate)^^
hättet ihr vll paar ideen was schief gelaufen ist?
liebe grüße michi
Michael, Bayern
26.Apr.2014 19:08:23
Wenn sich die 3 Punkte auf eine Zuckerwasser-Maische mit Turbohefe beziehen, scheint alles in Ordnung zu sein. Destillieren und mit Aktivkohle reinigen wie im Buch oder in den Diskussionen beschrieben.
Eintrag Nr. 3959
Hallo,
habe gerade eben meine erste Destillation hinter mir und natürlich gleich mal einige Fragen. Ich habe in meiner 2-Liter Destille mit Thermometer zwei Flaschen Weißwein destilliert. Zum Heizen des Brennkessels habe ich ein Wasserbad auf der Herdplatte benutzt. Hat auch gut funktioniert und das Destillat fing bei ca 82 Grad zu tropfen an. Als die Dampftemperatur (an der höchsten Stelle gemessen) bei 90 Grad angelangt war, habe ich die Herdplatte soweit runtergeschalten, dass die Temperatur konstant blieb.
Nun zu meinen Fragen:
Wenn ich mit meiner Konfiguration die Temperatur so genau steuern kann, warum sollte ich dann weiter bis über 91 Grad destillieren? (Laut Hr. Schmickls Buch fängt bei dieser Temperatur der Nachlauf an)
Hätte ich die Temperatur nicht reduziert, wäre die Temperatur innerhalb von 15 Minuten von 82 auf 91 Grad gegangen und ich hätte nur ein Schnapsglas Edelbrand erhalten.
Wie merke ich, dass die zwei Flaschen Weißwein fertig destilliert sind?
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Dom, OÖ
26.Apr.2014 16:44:51
Wie im Buch sehr ausführlich beschrieben:
Die Dampftemperatur ist abhängig vom Alkoholgehalt. Beim Destillieren verringert sich laufend der Alkoholgehalt im Kessel, daher steigt die Dampftemperatur auch immer mehr an. Je stärker der Kesselinhalt kocht, desto schneller verringert sich der Alkoholgehalt, desto schneller steigt somit die Dampftemperatur und umgekehrt. Aus qualitativer Sicht ist es beim Schnapsbrennen am sinnvollsten, wenn der Kesselinhalt nur schwach kocht, also nur köchelt. Es ist beim Destillieren also nicht möglich die Temperatur konstant zu halten. Wenn der Kesselinhalt nur sehr schwach kocht, steigt die Temperatur auch nur sehr langsam an.

Anmerkung:
Habe gerade einen Fachartikel gelesen, demzufolge die Bestimmung des Nachlaufbeginns mittels Alkoholgehaltmessung in der Vorlage nicht mehr Stand der Technik sei, dies sollte mittels Dampftemperaturmessung geschehen. Als Richtwert sind dort 92°C in Kombination mit sensorischen Eindrücken angegeben.

Sei es wie es sei, Sie sollten also darauf achten, dass der Kesselinhalt schwach kocht, aber nicht aufhört zu kochen. Wenn Sie Weißwein destillieren mit ca. 11 - 12%vol, hat das gesamte Destillat ca. 50 bis 52%vol beim Nachlaufbeginn. Sobald dieser Wert erreicht ist, merken Sie sich die angezeigte Temperatur, das ist der Nachlaufbeginn für alle zukünftigen Destillationen, unabhängig vom Alkoholgehalt im Kessel vor der Destillation.
Eintrag Nr. 3958
Hab im Fernsehehen eine Sendung über das Brennen von Whisky gesehen und mir gedacht dass kann ich auch. Hab mir selbst eine Destille gebaut und Maische aus Mais und Münchnermalz Hergestellt. Zur ersten "Reinigung" habe ich auch Maische aus Zuckerrüben hergestellt und als erstes mit der neuen Anlage destilliert.
Als ich die Whisky Maische destiliert habe waren Braune fragmente im auffang Gefäß. nach dem ersten Brenndurchgang waren auch Rückstände im (Kupfer) Geistrohr zu finden. Alles recht schmierig. Beim brennen der Rübenmaische hatte ich das nicht. was kann passiert sein?
Gerd, Weinviertel
26.Apr.2014 15:44:56
Schaumbildung beim Kochen. Anti-Schaum verwenden. Vielleicht hilft es auch, wenn weniger stark aufgeheizt wird und durch Reduzierung der Heizleistung der Kesselinhalt weniger stark kocht.
Eintrag Nr. 3957
Habe 20 Liter Apfelschnaps aus Erstbrand möchte beim Zweitbrand Wacholder dazugeben.
Frage: Kessel fast 27 l wieviel Wacholder, Wacholder ganze Früchte oder gemaischt.
Liebe Grüße vom Schneeberg Georg!
Syrinek Georg, Schneeberg Österreich
22.Apr.2014 09:24:40
Wacholderbeeren ganz (getrocknet oder frisch), zerkleinert schmeckt der Schnaps dann eher nach Nadelholz, z.B. Zirben- oder Maiwipferlgeist. Auch ganz einmaischen, z.B. zusammen mit Äpfel. Jetzt beim Feinbrand die Wacholderbeeren nicht mitkochen, sondern in der Dampfraum geben, Menge steht im Buch, siehe Kapitel "Geistherstellung".
Eintrag Nr. 3956
Hab Holler gebrannt. Der Duft ist gut, aber mit dem Brand bin ich nicht zufrieden. Wo liegt mein Fehler. Bitte um Hilfe
Harald Zraunig, Feldkirchen
13.Apr.2014 16:52:03
Haben Sie schon Holunderblütengeist versucht? Wenn der ähnlich schmeckt, mögen Sie den typischen Hollerblütengeschmack einfach nicht. Am besten Holunderblüten zusammen mit Zitrusfrüchten einmaischen, genau so wie für Hollerblütensekt. Rezept siehe Buch. Holunderblüten pur ist nicht jedermanns Sache, die Zitrusfrüchte geben dem Ganzen erst den richtigen Pepp.
Eintrag Nr. 3955
Ich habe mir bei einem Privatbrennerei ein Mirabellenwasser 41,5 Vol.% gekauft, im Nachherein stellte ich fest, dass in diesem Wasser weiße Flocken schwimmen. Der Geschmack ist gut, die Flocken stören aber, wie bekomme ich die Flocken weg und um was handelt es sich da?
Peter Rauhut, Baden Würtemberg
10.Apr.2014 16:19:13
Sehr wahrscheinlich wurde nicht mit kalkfreiem Wasser verdünnt, die Flocken sind demzufolge Kalk. Sollte einem professionellen Hersteller eigentlich nicht passieren. Ganz einfach abfiltrieren, bei Kalkflocken genügt in der Regel ein simpler Kaffeefilter.
Eintrag Nr. 3954
Hallo Herr Schmickl,
spricht eigentlich etwas dagegen, beim Brennen einer hochprozentigen Maische, die Edelbrand mit 55 - 60 % Vol. ergibt, neben etwas Wasser auch den Nachlauf zum Verdünnen zu benutzen?
Genießbar ist der ja glaube ich, und wir dachten uns er hat immer noch mehr Geschmack als Wasser. M. E. schmeckt der Schnaps auch einwandfrei.
Oder ist der Nachlauf aus irgendwelchen Gründen bedenklich?
Beste Grüße und herzlichen Dank für die vielen wertvollen Tipps hier im Forum!
F.R.
F.R., Bayern
03.Apr.2014 22:44:43
Wenn es Ihnen schmeckt, spricht nichts dagegen, giftig ist Nachlauf jedenfalls nicht. Ich persönlich würde Nachlauf nicht zum Verdünnen verwenden.
Danke! 🙂
Eintrag Nr. 3953
Guten Tag,
mir ist ein ganz dummer Fehler passiert.
Ich habe 10 Liter Erdbeermaische angesetzt und diesen am Abend vor der Hefezugabe mit 2 gr. Schwefel versetzt. Nun beginnt es natürlich nicht zu Gären. Habe die Hefe als Gärstart in Apfelsaft starten lassen. Wie bekomme ich den Schwefel wieder neutralisiert. Vielleicht durch aufkochen oder Mixen?
Vielen Dank
Niko030
Niko Lechner, Berlin
02.Apr.2014 21:30:15
Hängt von der Art der Schwefelung ab. Oft genügt es, den geschwefelten Wein bzw. die Maische bei 10 Liter ca. eine Stunde, besser länger, schäumend zu mixen. Z.B. mit Bohrmaschine und einem Bohrmaschinenaufsatz und das dann in ein Stativ o.ä. einspannen.
Sicher funktioniert Wasserstoffperoxid 3% aus der Apotheke zum Mundspülen: 2,64 ml 3%-H2O2-Lsg (mit einer Spritze abmessen) je 10 Liter, ca. 30 min lang mixen.
Eintrag Nr. 3952
Hallo,
ich habe letzte Woche zum ersten Mal eine Topinambur-Maische angesetzt. Dazu habe ich die Knollen gebürstet und zweimal gewaschen, danach über Nacht in eine 0,1%ige Absonal-Lösung gelagert zum Desinfizieren. Danach gemust, 50% Wasser, 4fache Menge Verflüssiger, gesäuert, Turbo-Hefe und gezuckert, alles also für eine hochprozentige Maische.
Die Gärung fing keine 24 h später recht heftig an, oben bildete sich die klassisch opake "Mus-Schicht", unten war die auch normale transparente "Saft-Schicht" in bräunlicher Färbung. Soweit also alles normal.
Am zweiten Tag trübte jedoch die untere eigentlich transparente Saft-Schicht komplett weißlich ein. So etwas ist mir bei anderen Maischen noch nie passiert. Die Gärung selbst verläuft weiterhin normal, nur die Färbung ist wirklich seltsam. Ist dies ein Indiz für etwas? Ist die Maische noch ok? Habe gelesen, dass sich bei Topimambur gerne Butter-Säure bildet...
Vielen Dank für die Antwort und beste Grüße!
Rolfou, EU
01.Apr.2014 14:05:03
Buttersäure würden Sie sofort riechen (Schweißfuß hoch10). Die Trübung muss nicht prinzipiell etwas schlechtes bedeuten, wahrscheinlich werden bei der Zersetzung durch die Hefe gewisse Inhaltsstoffe der Wurzel freigesetzt. Wenn die Gärung ansonsten normal verläuft auf jeden Fall brennen. Wenn das Destillat dann "nur" erdig, ohne Essigstich oder anderer Geschmacksfehler schmeckt und riecht, ist alles in Ordnung.
Eintrag Nr. 3951
Guten Tag,
Ich möchte neu anfangen mit brennen.
Den Hafen und ein Kühlfass habe ich bereits, nur noch einen Ofen müsste ich haben. Am liebsten mit Holzfeuerung. Was würden Sie mir vorschlagen, selber einen schweissen, oder evtl einen alten Waschhafen abändern? Gibt es irgendwo gute Bilder oder eine Anleitung für Ideen?
Vielen Dank, Gruss aus der Schweiz
Urs, LU
29.Mär.2014 08:21:52
Was die bessere Wahl ist hängt von Ihren bastlerischen Fähigkeiten ab und ob ein geeignetes Gefäß zur Verfügung steht. Möglich ist prinzipiell beides, auch ein schweizer Waschhafen. 😉
Bilder siehe Fotogalerie (menü links)
Eintrag Nr. 3950
Einen schönen Tag aus dem Burgenland,ich probierte heuer zum Erstenmal Apfelmaische mit Himbeeren brennen - ist hervorragend gelungen. Ist es in Österreich auch erlaubt Apfelmaische mit Orangen zu brennen? Wäre ein Versuch wert.
Malits Johann, Burgenland, Österreich
16.Mär.2014 15:06:23
Hängt vom Brennrecht ab: Im Gegensatz zu einem Verschlussbrenner darf ein Abfindungsbrenner nur heimisches Obst brennen. Orangen sind leider nicht heimisch. Da Sie die Orangen jedoch nur in kleinen Mengen dazu geben, wie z.B. bei einem Holunderblütensekt, die Äpfel also die heimische "Basis" bilden, würde ich bei der Behörde einfach nachfragen.
Eintrag Nr. 3949
Guten Morgen Herr Dr. Schmickl,
habe ca. 2x4 Ltr. Obstmaische ( Äpfel u. Birne ) gebrannt. Ergebnis war ca. 1660 ml. 64 %
Alkohol. Geschmack und Aroma gut.
Die Hälfte - also ca. 830 ml habe ich auf 41 % mit destiliertem Wasser verdünnt, die andere Hälfte wollte ich unverdünnt lagern. Der verdünnte Anteil wurde trüb, schmeckte wässrig und hatte kaum Aroma.
Ich entschloss mich, beide Teile wieder zu mischen.
Und siehe da - das Zeug wurde wieder glasklar und hatte Geschmack und Aroma. Habe nun ca. 52 % Obstler.
Hier einige Angaben:
- Maische aus frisch gepressten Äpfeln und Birnen(also reiner Saft mit einigen Schalenanteilen)
- entsprechend aufgezuckert bis ca. 20 %
- Biogen -M, und etwas Verflüssiger
- Gärung verlief normal
- Kessel mit 4 Ltr. befüllt, bis zum Rand waren noch ca. 2 cm Platz.
- kaum Vorlauf, Nachlauf abgetrennt bei ca. 91,5 Grad.
Nun meine Fragen:
Wie kam die Trübung zustande ?
Warum wurde das Destillat wieder klar nach der Zugabe des unverdünnten Alkohols ?
Soll ich den Versuch noch einmal starten, das
52 % prozentige Gesamtprodukt auf 42 % zu verdünnen.
Vorab vielen Dank für Ihre Antwort
MFG
Zappenduster, eu
16.Mär.2014 10:07:53
Durch Inhaltsstoffe die mitverdampft sind, im Alkohol löslich, aber nicht im Wasser. Daher: je geringer Alkoholgehalt, desto stärker die Trübung. Kann mit Faltenfilter "fein für Weine und Spirituosen" abfiltriert werden: dazu Destillat auf Trinkstärke verdünnen, ca. 2 bis 3 Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen, dann mit zwei ineinander gesteckten Filtern filtrieren. Nicht gleich nach dem Verdünnen, dann kommt's zu Nachtrübungen. NICHT Kühlschrank oder schlimmer Tiefkühlschrank. Dadurch verstärkt sich die Trübung (je kälter, desto weniger löslich), da dies jedoch auch Aromastoffe sind, ist dies aus geschmacklicher Sicht nicht wirklich sinnvoll.
Eintrag Nr. 3948
Hallo Herr Schmickl,
meine Himbeermaische hat nach 3 Wochen (aller Zucker für hochgradige Maische schon zugegeben, auf 3 Mal) mittlerweile 20 % Alkohol. Schmeckt noch recht süß, macht beim Probieren eine leicht pelzige Zunge. Das habe ich gestern getestet, umgerührt, dann das Gärfass wieder verschlossen.
Jetzt mein Problem: Es blubbert nicht mehr. Das Fass ist m.E. schon dicht, da die Kappe des Gärverschlusses auf dem Wasser schwimmt und nicht nach unten sackt. Vor dem Vinometer-Test und Umrühren hat es noch geblubbert.
Was kann passiert sein? Kann die leicht pelzige Zunge nach dem Probieren irgendein Hinweis sein?
Beste Grüße aus Bayern
F.R.
F.R., Bayern
15.Mär.2014 22:33:26
Alles in Ordnung, die Gärung wird mit der Zeit immer langsamer, das ist vollkommen normal. Wenn es nur sehr schwach gärt und im Gärspund nicht blubbert ist das Fass einfach nur ein klein wenig undicht. Nehmen Sie den Gärspunddeckel ab, legen das Ohr direkt auf den Spund, Sie werden sicher ein ganz leises Knistern hören.
Eintrag Nr. 3947
Hallo Herr Schmickl,
ich habe vermutlich eine ganz einfache Frage die mir bisher noch keiner Beantworten konnte bzw. ich keine Lust auf halbwissen habe.
Kann man von selbstgebrannten mit eigener Maische Blind werden? Oder bestehen sonstige ernste Körperliche Gefahren?
MfG und vielen Dank!
PS: KLASSE BUCH!
Micha, Keller
09.Mär.2014 18:21:13
Wenn Sie sich an die Anleitungen im Buch halten, werden Sie nicht blind. Zumindest ist dann der Selbstgebrannte nicht die Ursache dafür. Selbst bei einer Arbeitsweise von der im Buch ausdrücklich abgeraten wird, müssen Sie sich keinen Blindenhund anschaffen.
Danke, das freut uns! 🙂
Eintrag Nr. 3946
Hallo,
ist es möglich einen offenen Doppelmantelkessel anstelle von Wasser mit Sonnenblumenöl zu betreiben? (wegen der höheren Siedetemperatur)
Vielen Dank im Voraus
Timo
Timo, Bayern
09.Mär.2014 15:02:48
Ja, stattdessen geht auch Motoröl o.ä.
ABER: sehr genau darauf achten, dass kein Wasser oder Alkohol in das heiße Ölbad gelangt. Sonst KRAWUMMM!
Eintrag Nr. 3945
Guten Tag,
kann man als Steigrohr auch ein Rohr aus verzinktem Stahl nehmen ? (Rohrdoppelnippel)
Mit freundlichen Grüßem,
Rompert
Rompert, West
02.Mär.2014 10:14:08
Wegen der Säuren im Brenngut können sich giftige Zinksalze bilden. Salze sind zwar fest und können daher nicht mitdestilliert werden, trotzdem würde ich davon abraten.
Eintrag Nr. 3944
sehr geehrter herr schmickl,
1. wie lange ist in der regel die turbohefe, die sie versenden haltbar?
2. wenn ich mit turbohefe arbeite brauche ich kein gärfix und auch nicht den verflüssiger spezial. richtig?
- wäre es evtl. sinnvoll, wenn man beim bestellen der turbohefe den hinweis bzgl. haltbarkeit bei ihnen finden könnte? dies nur als freundlicher hinweis.
sonnige grüße
andreas kaiserswerth, ungarn
01.Mär.2014 13:52:15
ad 1) Auf der derzeitigen Charge ist als "best before"-Datum 2015-08-21 angegeben.
ad 2) Kein Gärfix zusätzlich zugeben ist richtig. Aber keinesfalls auf Verflüssiger Spezial verzichten! Im Gegensatz zum Gärfix ist in der Turbohefe kein Verflüssiger enthalten. Anmerkung: Biogen M ist in beiden Fällen notwendig.
ad 3) nein, es ist nicht wirklich sinnvoll laufend das Datum auf der Homepage ändern zu müssen. Wir bestellen die Turbohefe ja öfter. Besser, Sie fragen einfach nach.
Eintrag Nr. 3943
Hallo guten Tag.
Hab jetzt meine ersten Mispel-Früchte eingemaischt. Hab kein Wasser dazugetan sondern selbst geernteten Apfelsaft. Die Maische finde ich aromatisch sehr gut. Die Früchte (Fleisch) sind nach einem Monat sehr fest. Müssen sie sich noch richtig auflösen? Soll ich sie quirlen? Oder im Aromakorb beigeben? Die Kerne muss ich ohnehin noch vom Fruchtfleisch lösen.
Was raten Sie mir.
henry, NW
27.Feb.2014 20:11:21
Verflüssiger Spezial zugeben, so lange es noch gärt! Ja, auf jeden Fall mixen, z.B. mit einem Bohrmaschinenaufsatz o.ä., sodass sich keine ganzen Früchte mehr in der Maische befinden. Quirlen ist zu wenig. Nein, die Kerne müssen Sie nicht von Fruchtfleisch lösen, das sollte von selbst geschehen.
Eintrag Nr. 3942
Hallo zusammen,
ich habe eine kurze Frage.
Habe meine Maische letzten Jahr im November angesetzt. Die Äpfel wurden penibel von Faulen Stellen, Zweigen usw getrennt. Dann wurde genau nach der Anleitung im Buch angesetzt. Jetzt fast 4 Monate später hat sich eine sehr dünne weiß/graue Schicht auf der Maische gebildet. Ich habe hier jetzt schon des öfteren von einem "Kahmschimmel" oder sowas ähnlichem gehört.
Meine Frage ist nun: Wegschmeissen oder Brennen?
Vielen Dank für die Antwort.
Mit vielen Grüßen
Helmut
Helmut, Musterstadt
27.Feb.2014 12:06:26
Brennen, aber auf korrekte Vorlaufabtrennung achten. Ein Essigstich wird trotzdem nicht vermeidbar sein.
Anmerkung: wenn Alkoholgehalt hoch genug ist (hochgradiges Einmaischen) tritt dieses Problem nicht auf.
Eintrag Nr. 3941
Hallo Herr Schmickl,
nach Gärstart meiner Himbeermaische hat sich bereits nach 1 Tag ein deutlicher Fruchtkuchen aus festen Bestandteilen oben abgesetzt. Ich fürchte, dass der Austrocknen könnte, wenn ich so wie im Buch beschrieben nur 1 oder 2 Mal pro Woche umrühre.
Spricht etwas dagegen, auch öfter umzurühren? Oder schadet das z.B. der Hefe?
Beste Grüße
F.R., Bayern
24.Feb.2014 20:03:21
Nein, öfter umrühren ist nicht notwendig. So schnell trocknet der obere Teil nicht aus, sofern es sich um ein herkömmliches Maischefass, verschlossen mit Gärspund, handelt. Hefen werden in Gärtanks mittels Lufteinblasung gezüchtet, wenn Sie daher zu oft umrühren, wird das Wachstum der Hefe zu sehr gefördert. Eigentlich sollte sie ja den Zucker zur Alkoholherstellung nutzen, nicht um sich zu vermehren.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Kommentare sind geschlossen.