SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 520
Sehr geehrter Herr Schmickl!
Ich habe ihr sehr gelungenes Buch geradezu verschlungen, trotzdem werfen sich mir noch einige Fragen auf!
1) Sie beschreiben auf Seite 49, 50 einen Gärstarter. Kann ich einen solchen Gärstarter auch mit einem Gärfix herstellen? Damit meine ich anstatt der Sherryhefe die benötigte Menge Gärfix?
2) Wenn ich Sherryhefe benütze, benötige ich ja eigentlich noch einen Verflüssiger und seperate Hefenährsalze oder? Oder ist es klüger die Maische erst mit einem Gärstarter auf die "richtige" (also die Sherryhefe) zu dopen und dann noch Gärfix zum Verflüssigen und wegen der Hefenährsalze zuzugeben?
3) Was bevorzugen sie?
a) einen Gärstarter aus Sherryhefe womit man ja auf 16%Vol bekommt oder
b) die Zugabe von Gärfix in die Maische?
4) Woher bekomme ich Milchsäure für den Säurezusatz???
Vielen Dank sage ich ihnen schon im Vorraus für die Beantwortung meiner Fragen!
Hochachtungsvoll Florian Fischer
Florian Fischer, Deutschland
08.Apr.2003 19:07:02
ad 1: Ja, Sie können mit jeder Hefesorte einen Gärstarter herstellen. Gärstarter sind aber nur notwendig, wenn es zu einer Gärunterbrechung gekommen ist und diese wieder in Gang gebracht werden soll. Bei der normalen Vergärung einfach die Hefe, wie z.B. Gärfix, in die Maische einrühren.
ad 2: Wenn Sie Sherryhefe verwenden, ist auch die Zugabe von Verflüssiger und Hefenährsalz notwendig. Das Gärfix beinhaltet Trockenhefe, Hefenährsalz und Verflüssiger, es wäre schade, dies mit Sherryhefe zu vermischen, da die Mischung bereits komplett ist.
ad 3: Ich bevorzuge die Turbohefe (beinhaltet auch Nährsalz) und Verflüssiger, das ergibt 20%vol (Sherryhefe nur max. 16%vol). Gärfix geht bis ca. 13%vol. Dies ist zu empfehlen, wenn man Fruchtweine herstellen möchte, da so die typische Weinstärke entsteht (20%vol sind zum Trinken nicht jedermanns Sache).
ad 4: Milchsäure (80%'ig) bekommen Sie in der Apotheke
Eintrag Nr. 519
Sehr geehrter Herr Schmickl,
die Destillation einer durchgegorenen Birnenmaische (Gärung nur durch Wildhefen) ergab einen wohlschmeckenden Schnapps. Allerdings beträgt der Alkoholgehalt nur ca. 35%. Wir haben nur einfach gebrannt. Frage: Sind bei einfachen Destillationen (ohne Füllkörperkolonne o. ä.) nach Ihren Erfahrungen höhere Gehalte an Alkohol zu erzielen. Der Alkoholgehalt der Maische ist unbekannt, kann aber nur bei höchstens ca. 7-8% erwartet werden. Gegen eine Destillation mit einer Füllkörperkolonne wird argumentiert, das man so nur hohe Alkoholgehalte erzielt, aber aromabildende Substanzen abgetrennt werden. Das kann ich mir nicht vorstellen, da diese Verbindungen allgemein sehr flüchtig sind und kaum mittels Destillation vom Ethanol abgetrennt werden können. Wie sehen Ihre Erfahrungen "aus der Praxis" diesbezüglich aus? Wie erhält man höhere Alkoholgrade aus Maischen mit niedrigem Alkoholgrad (ca. 7% oder niedriger)? Oder haben wir nur zu sehr in den Nachlauf reingebrannt? (Maximale Destillationstemperatur betrug 91°C)
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Rosenplänter
Dr. Jörg Rosenplänter, Eschweiler, BRD
07.Apr.2003 18:05:06
Wenn Sie 7-8%vol in der Maische haben, sind die 35%vol vollkommen in Ordnung. Bei dieser Konzentration der Maische muß zweimal gebrannt werden, da führt nichts daran vorbei. Um dieses Problem zu lösen, sollten Sie zu hochgradigen Maischen übergehen, nach dem ersten Brennvorgang haben Sie bereits ca. 55-58%vol. Mit einer Füllkörperkolonne mit richtig eingestelltem Rücklaufverhältnis können Sie in einem Arbeitsgang quasi "doppelt" oder noch öfter destillieren. Von Füllkörperkolonnen rate ich Ihnen ab, wenn Sie aromatische Schnäpse wünschen, das Aroma wird durch die exakte Alkoholabtrennung aus dem restlichen Kesselinhalt kaum übertragen. Sie eignet sich daher besonders für die Herstellung von geschmacklosen Alkohol. Bevor Sie jedoch tatsächlich doppelt destillieren, wegen zu geringem Alkoholgehalt in der Maische, ist es besser eine (nicht besonders leistungsfähige) Kolonne zu verwenden.
Die 91°C für den Beginn des Nachlaufes sind vollkommen in Ordnung. Sie haben alles richtig gemacht.
Eintrag Nr. 518
Hallo,
ich versuche momentan eine williams Birnen Maische zu brennen.(Andere Maischen haben vorher immer geklappt)
Jetzt sind mir bereits 2 Brennversuche völlig in die Hose gegangen.Es kommt nur ein hell(baby-)blaues Desillat aus der Anlage, daß auch sehr stechend riecht.
Eine Bekannte meinte, daß es sich um gelöste Kupferionen handeln könnte.
Daraufhin habe ich die Maische unter zu Hilfenahme von Natron auf einen pH-Wert von 7 gebracht (vorher ca. 5) Hat aber nichts genützt.
Wo liegt der Fehler
DC, DE
07.Apr.2003 08:13:05
Die hellblaue Farbe weist auf Kupfervitriol hin, das ist richtig. Bitte seien Sie damit vorsichtig, denn diese Verbindungen sind sehr giftig. Verwerfen Sie das Destillat. Haben Sie eventuell Grünspan? Reinigen Sie die Anlage sehr gründlich, zuerst mit Bürste und Putzmittel, dann Aceton, wenn möglich noch mit verdünnter Schwefelsäure bzw. gelöster Zitronensäure. Die Anlage gründlich mit Wasser spülen und trocknen lassen. Lassen Sie Kupferanlagen niemals verschlossen stehen oder verschließen Sie diese niemals feucht. Auch eine feuchte Umgebung kann zu Grünspan führen. Danach sollte es wieder funktionieren.
Es bringt nichts den pH der Maische vor dem Destillieren zu erhöhen, erstens weil die vorhandenen Fruchtsäuren nicht flüchtig sind (der Dampf sollte daher eigentlich immer neutral sein) und zweitens weil sich die "Farbe" trotzdem herauslöst.
Noch ein Hinweis: Wenn Sie stark "geschwefelten" Wein destillieren (= Kopfwehwein), bildet sich im Dampf schwefelige Säure, die putzt Kupferanlagen auch ordentlich durch, der Kessel ist danach blank.
Eintrag Nr. 517
Hallo,
ich habe mir in Deutschland ein Aräometer gekauft. Auf der Verpackung stand Öxlewaage, aber innen in der Beschreibung wurde das Teil als Aräometer bezeichnet.
Ich habe es jetzt ausprobiert. Das Gerät hat bei dem Selbstgebrannten nichts angezeigt. Daraufhin habe ich es mit einem gekauften Schnaps probiert. Auch da ging nichts.
Gibt es doch Unterschiede zwischen dem von mir gekauften Teil und dem von Ihnen? Wenn ja teilen Sie mir das bitte mit.
Danke
CP, DE
06.Apr.2003 15:34:40
Bei unserem Aräometer handelt es sich um ein Alkoholometer, d.h. Sie können damit den ALKOHOLGEHALT in Flüssigkeiten messen. Eine Öchslewaage - auch ein Aräometer, allerdings kein Alkoholometer - mißt die Zuckerkonzentration in WASSER. Schnäpse können Sie damit nicht messen.
Kurzum: Wenn bei der Alkoholmessung Zucker vorhanden ist wird der Meßwert eines Alkoholometers sehr grob verfälscht. Wenn bei der Zuckermessung Alkohol vorhanden ist, wird der Meßwert einer Öchslewaage sehr grob verfälscht. Es handelt sich zwar um das gleiche Meßprinzip (Dichte von Flüssigkeiten), aber um vollkommen unterschiedliche Skalierungen.
Wäßrige Zuckerlösungen haben immer eine Dichte größer als 1,0 kg/l. Alkohol-Wasser-Gemische haben immer eine Dichte zwischen 0,8 und maximal 1,0 kg/l.
Eintrag Nr. 516
Hallo
Wir haben in der Schule als Projektarbeit Alkohol ausgewählt.
Wir haben auch ein praktischen Teil eingeplant und haben Bananen angesetzt(der Grund für Bananen: sollte etwas besonders sein). Jedoch hat das nicht besonders funktioniert....(Gasbildung war schon vorhanden). Als wir jedoch nach einiger Zeit destillierten kam die Destillation erst bei 89°C ins Rollen.
Bananen 4kg
1/2 Hefewürfel
Der pH-Wert der filtrierten Bananen Masse betrug ca. 3.
meine Frage:
was lief falsch (etwa 10% alkohol im GC nachgewiesen)
Vielen Dank
Thomas Siegrist aus der Schweiz
Thomas Siegrist, Eiken
05.Apr.2003 17:30:06
Was schief gegangen ist kann man von hier aus schwer sagen, da kann es mehrere Ursachen geben.
Die 89°C erscheinen mir zu hoch, der erste Tropfen sollte so bei ca. 84°C kommen, wenn man einmal annimmt, daß die Maische ca. 5%vol hatte. 10%vol im Destillat sind viel zu wenig (das paßt auch mit der hohen Temperatur zusammen), es sollte doch ca. 30%vol nach dem ersten Brennvorgang herauskommen. Mögliche Ursachen: die Maische war nur teilweise vergoren, daher der geringe Alkoholgehalt. Bananen sollten ca. 1:1 mit Wasser angesetzt werden, andernfalls ist die Maische zu dick. War die Gärung überhaupt zu Ende? Auch wenn sich im Gärspund nichts mehr tut, gärt es noch sehr langsam. Unbedingt darauf warten, bis sich in der Maische oben eine klare Flüssigkeit bildet. Die Temperatur sollte nicht unter 15-16°C betragen, sonst Gärstopp. Backhefe ist als Gärhefe nicht geeignet, die ist auf CO2-Produktion, nicht Alkoholproduktion spezialisiert.
Eintrag Nr. 515
hallo herr schmickl
welche materialien kann mann zum füllen des steigrohres nehmen?
kann ich auch keramikröhrchen zum füllen nehmen?
gueen, Kärnten
04.Apr.2003 14:16:06
Sie können Schraubmuttern oder Glasbruchstücke verwenden, auch Keramikröhrchen sind in Ordnung.
Prinzipiell geht alles, wichtig sind nur zwei Dinge:
- das Material muß Alkoholdampf-unempfindlich sein
- die Form eines einzelnen Füllkörpers sollte eine große Oberfläche haben.
Es eignen sich also 1x1 cm große Glasröhrchen besser als Stahlkugeln.
Eintrag Nr. 514
Hallo!
Wenn bei holzigen oder kernigen Material im Gärprozess Methylalkohol entsteht, dann hoffe ich richtig anzunehmen, daß bei Met der aus Wasser, Honig und Hefe besteht also sich kein Methylalkohol entwickelt und somit im Vorlauf kein Methylalkohol enthalten ist??
Ist das richtg oder sehe ich das falsch?
Ich möchte mir den Blindenstock ersparen, möchte aber endlich mal meinen Met brennen, ich wäre ziemlich gespannt auf das Ergebnis....
elmar seifert, augsburg
04.Apr.2003 06:41:17
Das sehen Sie vollkommen richtig. Verwenden Sie während der Vergärung noch unbedingt einen Gärspund, um andere Fehlgärungen zu verhindern (denn der Vorlauf besteht nicht nur aus Methanol, auch andere giftige Substanzen sind enthalten).
Eintrag Nr. 513
Hallo!
wir machen gerade ein Projekt über Spiritousen in der Schule, und ich wollte fragen, ob Sie eventuell eine Seite im Internet wüssten, wo eine Schnapsbrennanlage gezeichnet ist die man gut erklären kann vor einem Publikum?
Danke im voraus
Ihre Julia
Julia Schlager, Salzburg
31.Mär.2003 16:50:29
Stöbern Sie in den Webseiten die unter "Links" angegeben sind, dort sind sicher einige Anlagenskizzen dabei.
Eintrag Nr. 512
Hallo
Wir machen in der Schule ein experiment!!!
Ich bin in der 7. klasse und bin durch eine suchmaschine auf diese seite gekommen!!!
Ich wollte fragen wie man den Alkoholgehalt von einem Alkoholgemisch herausfinden kann!!!
Noch eine Frage:
Wie bekomme ich den höchsten alkohol gehalt in einem Gemisch?
(Natürlich nicht zum probieren)
Koch, Neuss
29.Mär.2003 20:32:39
Ist das Alkoholgemisch zuckerfrei, so wird der Alkoholgehalt mit einem Aräometer gemessen, hier beruht die Messung auf die Dichte (z.B. kg/l) der Flüssigkeit. Je höher der Alkoholgehalt, desto geringer ist die Dichte.
Weiters gibt es ein Ebulliometer, hier beruht die Messung auf den Siedepunkt eines Alkohol-Wasser-Gemisches. Je niedriger der Siedepunkt, desto höher der Alkoholgehalt.
Für geringere Konzentrationen kann auch ein Vinometer verwendet werden. Allerdings ist diese Methode nicht für Eichzwecke geeignet. Diese Methode beruht auf die Adhäsionskraft. Je niedriger die Flüssigkeitssäule in einer Glaskapillare, desto höher der Alkoholgehalt.

Die effektivste und kostengünstigste Methode ist die Destillation um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Dies geht allerdings nur bis 96%vol, da dies dann ein azeotropes Gemisch ist. 100%vol können nur mehr mit speziellen Trocknungsmitteln erreicht werden, die den restlichen Wassergehalt binden.
Eintrag Nr. 511
Meine frage ist gibt es Himbeer oder Marillengeschmackstoffe
Mfg Geri
Schleicher Gerald, Nö
25.Mär.2003 19:51:10
Ja, es gibt mittlerweile so gut wie von allen Früchten, Kräutern usw. künstliche und natürliche Aromen zu kaufen. Man gibt einfach ein paar Tropfen in reinen Alkohol, fertig. Ich bin allerdings kein Befürworter dieser Praktiken, entweder macht man den Schnaps selbst oder man läßt es.
Eintrag Nr. 510
Ich habe mir einen Edelstahlkessel gekauft und möchte nun das Steigrohr und den Kühler bauen und anbringen.Ich hatte vor diese Dinge aus Cu herzustellen.Nun habe ich aber alle diese Sachen auch aus Glas zu Hause rumliegen.Kann ich sie auch verwenden oder ist es von Vorteil wenn ich doch lieber Cu verwende?
Als zweite Frage möchte ich noch etwas über den Vorlauf wissen.Vorlauf entsteht doch nur wenn ich Früchte einmaische und dann brennen will.Ist das richtig ?
Besten Dank und viele Grüsse
Bummi, Kärnten
23.Mär.2003 14:02:06
Verwenden Sie das Glas, wenn Sie es vorliegen haben. Kupfer hat auf die Destillation keinen besonderen Effekt (obwohl sich dieses Gerücht nach wie vor hartnäckig hält), es ist nur optisch schön und leicht zu bearbeiten.
Vorlauf entsteht nur, wenn Obst vergoren wird. Setzt man Früchte in Alkohol an oder bei der Geistherstellung mit gekauftem Alkohol haben Sie keinerlei Vorlauf.
Eintrag Nr. 509
Hallo weiß jemand wo ich 97%igen weingeist kaufen kann??
Stefan, Osterode
22.Mär.2003 20:55:44
96%vol Weingeist bekommen Sie in jeder Apotheke.
Eintrag Nr. 508
hallo,
ich würde gerne aus hollunderblüten wein herstellen und den selben danach auch brennen, wie muss ich die maische ansetzten gib es was zu beachten ?
MFG BJÖRN
Björn, deutschland
21.Mär.2003 15:40:03
Holunderblüten selbst beinhalten keinen vergärbaren Zucker, daher müssen Sie der Maische unbedingt Zucker zugeben. Die Blüten vor dem Einmaischen nicht waschen, sonst haben Sie keinerlei Geschmack, weil der Blütenstaub weg ist. Daher am besten nach einem Regen pflücken. Maischen Sie nun 1:1 mit Wasser ein. Unbedingt den pH-Wert korrigieren. Wenn Sie die Maische filtrieren haben Sie Hollerblütenwein, zum Brennen die Maische unfiltriert verwenden. Wenn Sie auf 100 Liter Maische ca. je ein kg Zitronen und Orangen in Scheiben zugeben, gibt das dem Ganzen einen etwas peppigeren Geschmack.
Eintrag Nr. 507
moin, moin erstmal
ich habe ein wenig in dem von ihnen empfohlenen fachbuch für hobbybrenner geschmökert und habe nun zwei fragen:
-sollte man zum kartoffelschnaps- brennen rohe kartoffeln benutzen, oder können dazu auch gekochte kartoffeln genutzt werden?
-bei einem destilationsvorgang mit einem schnellkochtopf (so wie im buch erklärt) habe ich in der regel einen gummiring als abdichtung im topfdeckel. es wird aber dringend davon abgeraten kunststoff oder gummidichtungen zu benutzen, da diese das ergebnis beeinträchtigen können. was ist hier zu tun?
christian meyer, Oldenburg (Norddeutschland)
19.Mär.2003 18:32:49
ad 1: Sie können rohe oder gekochte Kartoffeln verwenden. Die gekochte Form hat den Vorteil, daß sie während der Vergärung nicht so stark schäumt, weiters ist es nicht nötig, dann die Maische auf 90°C zu erhitzen. In beiden Fällen auf die Amylase bzw. Malz Zugabe nicht vergessen, sonst gärt es nicht.
ad 2: Im Entsaftertopf hat man - je nach Herstellerprodukt - auch öfters schwarze, dicke Gummidichtungen. Diese können Sie verwenden, es sollte kein Geschmack abgegeben werden. Handelt es sich aber um eine orange Dichtung, keinesfalls verwenden.
Eintrag Nr. 506
Zu Frage Nr. 503

Der gemeine "Stroh-Rum" besteht weder aus Zuckerrübendestilat noch aus Zuckerrohr....
Leider ist dieses Österreichische Qualitätsprodukt lediglich eine "Mischung" aus Alkohol Wasser und Sirup (Konzentrat) welche niemals ein Holzfaß von innen gesehen hat sondern nur Tanks zu 70.000 l.
Da ich ein langjähriger Mitarbeiter der Fa. Stroh war mußte ich diesen Eintrag schreiben.
Grüße aus Salzburg
Fatalerror
Fatalerror, Salzburg
19.Mär.2003 12:58:28
Vielen Dank für die sehr aufschlußreiche Info!
Eintrag Nr. 505
guten morgen.

mich würde interessieren wieviel alkohol man aus einem kilo reinem zucker brennen kann ( inkl. vorlauf und nachlauf ) destiliat wäre nicht zum genuss bestimmt.
roland obex, innsbruck
18.Mär.2003 09:57:38
Aus 1kg Zucker entstehen theoretisch 511g Ethanol 100%vol, also 1,49 Liter 43%vol Alkohol. In der Praxis können Sie mit ca. 1,2 Litern rechnen.
Eintrag Nr. 504
Klarstellung zu Eintrag 500.
Habe die negative Beurteilung in Sachen Spirtusbrenner voreilig abgegeben. In meinem zweiten Versuch funktionierte er zufriedenstellend. Hatte ihn aber auch nur zur Hälfte gefüllt. Mache den Vorschlag das Brenngut auf dem Herd auf ca 50 Grad vorzuheizen, oder den Brenner bei 60 Grad nachzutanken.
Also Entwarnung für alle Anfänger, die sich eine solchen Anlage zulegen möchten.
Ein Hobby das Freude macht.
Jo, EU
12.Mär.2003 18:37:03
Danke für den Tipp.
🙂
Eintrag Nr. 503
wie heisst aus zuckerrüben gebrannter schnaps?
aus zuckerrohr heisst er Rum
wenn der aus zuckerrüben nur annähernd so gut schmeckt.....
Andreas Consolati, Kärnten
09.Mär.2003 21:22:26
Schnaps aus Zuckerrüben hat keinen speziellen Namen mehr. Der österr. Stroh-Rum wird aus Zuckerrüben gemacht, darf sich aber nicht mehr Rum nennen, nur noch allgemein Spirituose. Der Geschmack eines frischen Zuckerrohr- oder Zuckerrübendestillates ist so gut wie ident, beides schmeckt nahezu nach nichts. Der Rum erhält erst durch die Faßlagerung in angekohlten Eichenfässern den guten, typischen Rumgeschmack.
Eintrag Nr. 502
hi ich bin´s mal wider
wie bekomme ich am besten eingebranten wein wieder aus meinem topf
danke im vorraus
grüsse j.p.
j.p., Übersee
08.Mär.2003 21:24:26
Am besten verwenden Sie ganz feine Metallschwämmchen, die bereits Putzmittel inkludiert haben. In Österreich heißen sie BRILLO. Keinesfalls Schwämmchen mit dickeren Metallfäden (dies sind eigentlich ca. 1 mm breite Bänder) verwenden, bei diesen würden Sie das Metall vom Schwämmchen auf den Kessel aufreiben, und das sieht nicht schön aus. Sie können aber auch mit normalem Scheuermittel arbeiten.
Eintrag Nr. 501
sehr geherter hr. schmickl
brauche einfache rezepte für guten apelschnaps
grüße j.p.
J.P., Übersee
07.Mär.2003 14:26:40
Siehe in unserer Rezeptbörse. Wenn Sie oben rechts das Suchwort "Apfel" eingeben, erscheinen alle dazupassenden Einträge.
Wenn Sie hier bei den Fachfragen "Apfel" als Suchwort eingeben, kommen auch einige interessante Einträge zum Thema.
Viel Spaß!
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