SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 740
Hallo,
im Diskussionsforum wurde das "etappenweise" Einmaischen angesprochen. Wie würden Sie vorgehen, wenn ca. je Woche 10-20Kg Birnen anfallen und ein 60 Liter Behälter gefüllt werden soll?. Ist wirklich nur am Anfang eine Gabe Turbohefe nötig und später nur noch Zucker?
Andere Frage: Macht es Sinn Schlehen jetzt schon zu ernten (bevor sie die Vögel fressen) und einzufrieren?
Gruß
H.-H.
lohrjaeger, Spessart
25.Aug.2003 21:32:48
Ja, maischen Sie die erste Portion normal mit der Turbo an. Wenn dann nach einer Woche wieder Birnen hinzukommen, so brauchen Sie nur noch den Zuckergehalt zu korrigieren, die Hefen vermehren sich von selbst.
Bei Schlehen sollte man eigentlich den ersten Frost abwarten, weil dann der Fruchtzuckergehalt höher ist. Bei hochgradigen Maischen ist das aber nicht so sehr ein Problem, daher ist es durchaus sinnvoll jetzt schon einzumaischen, vorher einfrieren ist in diesem Fall nicht unbedingt notwendig.
Eintrag Nr. 739
Hallo, wie kann ich einen Hefebrand herstellen bzw. muß ich was besonders beachten.
Jetzt kommt ja wieder die Zeit wo in der Winzergenossenschaft das Zeug zu hunderten von Litern weggeschüttet wird.
Gruss und Danke schon im Voraus für die Antwort!
Hans, Baden
25.Aug.2003 17:29:41
Nehmen Sie einfach den Rückstand und destillieren Sie ihn (je nach Konsistenz muß eventuell noch Wasser oder Wein zugegeben werden). Der Geschmack ist meines Wissens nach aber nicht wirklich überzeugend.
Eintrag Nr. 738
Moin!
Habe leider keine großen Brennapparaturen!
Daher eine Frage zu einer selbstgebauten Destille: Verträgt sich ein Silikonschlauch mit Alkoholdampf?! Wäre unschön, wenn der sich unerwartet auflösen würde! 😉
Ich habe noch eine Frage: Ich würde gerne mit Zutaten, die sich in meinem Haushalt finden einen Med-Sud aufzusetzen. Wie muß ich den Honigsaft ansetzen? Danke! 🙂
Honey, Kärnten
24.Aug.2003 18:49:44
Ja, kein Problem, Silikonschlauch verträgt auch Alkoholdampf.
Für den Met: Den Honig 1:2 mit Wasser anrühren, dann Turbohefe zugeben (herkömmliche Hefen sind dafür nicht geeignet, weil die nicht so einen hohen Zuckergehalt verarbeiten können) und vergären lassen (zwischen 16 und 19°C, dann kommt das Honigaroma am besten mit).
Eintrag Nr. 737
Moin nach Kärnten Herr Dr. Schmickl,
habe heute auf dem Hamburger Fischmarkt 6,6 Kg reife(Aprikosen) erstanden (für 2 Euro)und möchte diese morgen mit Turbohefe einmaischen. Leider kann ich den Seminarunterlagen in der entsprechenden Tabelle nicht den Fruchtzuckergehalt entnehmen.
Meine Fragen also:
Wieviel Zucker sollte ich hinzufügen (gedrittelt, ich weiß)?
Mit wieviel Wasser sollte ich verdünnen?
Muss ich nachsäuern? Ich habe noch keine Möglichkeit den PH-Wert zu bestimmen. Habe vorsichtshalber gleich eine Kiste Limetten (1,50 Euro) mit gekauft.
Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar, damit mir die Aprikosen nicht verderben.
Gruß
H.
PS: Auch wenn es bereits mehrfach hier erwähnt wurde: Die Neuauflage des Buches ist absolute Spitze! Ich wollte Ostern beim Seminar das Geld noch sparen, habe es mir zwischenzeitlich aber doch zugelegt.
Horst, Brennerland
24.Aug.2003 18:30:49
Aprikosen (österr.: Marillen) haben ca. 8%vol. Wenn Sie den Zucker der Früchte berücksichtigen, dann geben Sie in Summe 231 g/l Maische dazu (wenn Sie den Fruchtzuckergehalt allerdings nicht berücksichtigen, erreichen Sie einen noch höheren Alkoholgehalt in der Maische, hierfür sind 380 g/l Zucker notwendig, was eher zu empfehlen wäre).
Verwenden Sie möglichst wenig Wasser. Ansäuern müssen Sie bei Marillen ziemlich sicher. Vorsicht bei Limetten, Sie erhalten bei deren Zugabe auch den Geschmack in der Maische, ob dieser mit Marillen harmoniert, bezweifle ich. Aber die Limetten sind sicher nicht umsonst gewesen, es läßt sich daraus ein ausgezeichneter Geist herstellen. Zum Ansäuern wäre Zitronensäure bzw. Milchsäure besser. Beide sind geschmacklos, zum pH-messen verwenden Sie pH Meßstäbchen. Am einfachsten in der Handhabung ist Biogen M, da muß vorher nicht unbedingt der pH gemessen werden, einfach die Dosierungsangabe befolgen (2 - 4 ml je Liter) und fertig.
P.S.: Freut mich, daß Sie auch auf das Buch gekommen sind!
😉
Eintrag Nr. 736
Guten Tag Hr. Dr. Schmickl.
Ich bin absoluter Anfänger was das Brennen angeht. Ich habe mir aus einem 5 Liter Edelstahl-Kochtopf auf welchen ich ein Kupferrohr als als Steigrohr (Vorkühler) aufgesetzt habe, eine Destille selbstgebaut. Das Steigrohr vom Kochtopf aus ist hat 42mm Durchmesser und ist 25 cm lang. Am Oberen Punkt geht ein 15 mm Rohr ab, welches 130 cm lang ist und im Bereich von 100 cm von eine zweiten Kopferrohr umschlossen wird. (Liebigkühler). Als Material wurde Kupfer verwendet und die Einzelteile wurden mit Warmwasser-Lot verlötet. Ich habe heute das erstem mal einen Versuch gemach mit dieser Apparatur und habe reines Wasser destilliert. Vom Prinzip her funktioniert alles sehr gut, jedoch ist mir aufgefallen, dass mein Destillat weisliche Flocken enthält. (ähnlich wie bei einer Schneekugel). Vor Beginn des Versuches habe ich die Destille bereit mehrfach durchgespült.
Ist die Konstruktion der Destille im Prinzip OK zum brennen?
Woher könnten die weißlichen Flocken stammen? Muss man etwas bei der Inbetriebnahme einer neuen Destille beacheten? Besonderes "Einbrennen" oder ähnliches?
Gerod, Zuhause
24.Aug.2003 13:07:11
Zum Reinigen einer Destille verwenden Sie am besten ein Gemisch Wasser/ Essig, danach nochmals mit Wein destillieren. Einbrennen ist nicht notwendig. Die weißlichen Flocken sind mit Sicherheit Verunreinigungen oder Ölrückstände in der Anlage.
Die Anlage ist vollkommen in Ordnung, wenn Sie allerdings aromatische Schnäpse herstellen wollen, wäre kein Steigrohr bzw. nur mit minimaler Höhe besser gewesen. Das Thermometer oben im Steigrohr muß bis zu der Abzweigung zum Geistrohr reichen, andernfalls würden Sie falsche Werte messen.
Eintrag Nr. 735
Wie gelange ich zu einer grossen Ausbeute wenn ich Vogelbeerschnaps brennen will!
Andy Arnold, Tirol
24.Aug.2003 10:25:19
Wenn Sie mit einer hochgradigen Maische arbeiten (dazu sind spezielle Hefen notwendig, z.B. Sherry- oder Turbohefe).
Eintrag Nr. 734
Hallo
Wer kann mir den weiterhelfen.
Brannte einen Hollunderschnaps, und beim ersten mal hatte ich alles zwei mal gebrannt.
Leider war dann die ausbeute nicht mehr so hoch.
Wenn ich mir das Vorlauf und Nachlauf messen sparen will, wie kann ich unter einmaliges brennen doch alles hernehmen.
Gruss Andy
Andy Arnold, Tirol
24.Aug.2003 10:21:07
Vorlauf können Sie nur "einsparen", wenn die Gärung sauber verläuft, d.h. saubere Früchte, Hefe und Gärspund. Den Nachlauf können Sie sich nie ersparen, der entsteht bei JEDEM Brennvorgang. Ein einmaliges Brennen ist nur möglich, wenn Sie in der Maische mindestens ca. 10%vol haben, da nur dann mit einer pot-still (herkömmliche Brennanlagen) mindestens Schnapsstärke herauskommt. Rektifikationsanlagen (Rückfluß- bzw. Verstärkerkolonnen, Glockenböden etc.) können 40%vol also Schnapsstärke je nach Bauart auch mit niedrigeren Alkoholgehalten erreichen.
Eintrag Nr. 733
hallo herr dr. schmickl,
was passiert, wenn nicht ganz vergorenes material gebrannt wird ( außer verluste ). habe schwierigkeiten 19 grad zu halten und möchte vor gärende schon brennen.
klaus, Kärnten
22.Aug.2003 16:12:48
Das hat keinen negativen Effekt, Sie können natürlich auch vorher brennen. Es könnte beim Kochen schäumen, aber dafür gibt's ja Antischaum.
Eintrag Nr. 732
Hallo H.Dr.Schmickl,
können sie mir sagen wie lange ich Maische aufheben kann ohne sie zu brennen ?
Ansonnsten ein schönes WE und Danke für die
Antwort.
Gruß
Brenner
(mein nächster Weihnachtswunsch---ein Schnapsbrennseminar )
B-renner, NRW
22.Aug.2003 14:05:56
Wenn Sie hochprozentige Maische haben, d.h. ab 16%vol, so können Sie diese sicher bis zu 2 Jahre aufheben, auch länger. Normale Maische sollte nach der Fertigstellung sofort gebrand werden, andernfalls kann es wegen dem niedrigen Alkoholgehalt zu Schimmel oder Fäulnis kommen.
P.S. Ich hoffe, Ihr Christkind ist brav!
🙂
Eintrag Nr. 731
Ref: Maischefässer!

Hallo Herr Dr. Schmickl!
Vielen Dank für den Tip. Möchte jedoch noch eine Frage dazu stellen. Die meisten im Baumarkt erhältlichen Tonnen/Fässer/Gefäße sind n i c h t aus lebensmittelechten Kunststoff. Ist es nicht wichtig auch bei der Maischegärung auf den Einsatz von lebensmittelechten Kunststoffgefäßen zu achten und nur solche zum Einsatz zu bringen ??????
Doc, der schon heiß ist aufs Brennen :--))))))
DocHoliday, Kärnten
22.Aug.2003 14:04:12
Ja, natürlich. Es gibt sowohl Kunstoffeimer die lebensmittelecht sind, als auch Gärfässer für z.B. Most.
Eintrag Nr. 730
Ich bin absoluter Neuanfänger! Was können Sie mir empfelen, sozusagen als Starter-Kit?!
Ulrich, Kärnten
21.Aug.2003 21:20:40
Als Neueinsteiger sollten Sie unbedingt das Buch genau durchlesen. Neben einer Brennanlage brauchen Sie auf alle Fälle ein Meßset, um den Alkohol zu verdünnen bzw. das Brenngut zu messen. Möchten Sie Früchte auch selbst vergären? Dann wäre die Turbohefe sinnvoll, der Verflüssiger und Biogen. Damit können Sie dann bereits Ihre ersten Maischeversuche und Geistversuche starten.
Eintrag Nr. 729
Sehr geehrter Herr Dr.Schmickl,
Zu Eintrag Nr. 721 interessiert mich, warum das destillat trüb werden kann und was das umrühren bewirkt. ich selbst habe auch schon 80% auf 50% reduziert und das destillat blieb klar.
ps:ich wäre ebenfalls, wie DocHoliday, an einer adresse für maische fässer interessiert.
Vielen Dank
SchobbeSchosch, Ffm
21.Aug.2003 21:02:45
Wenn man das Wasser zu schnell zugibt, ohne starkes Rühren, so liegt keine optimale Vermischung vor und es kann zu Schlierenbildungen kommen. Diese Schlieren führen dann zu der Trübung. Diese Trübung hat nun keinen Einfluß auf die Qualität oder läßt auf keine schlechten Substanzen im Destillat schließen, es ist einfach nur ein Mischungsfehler.
Eintrag Nr. 728
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich habe, um Ansatzalkohol herzustellen, Zucker mit Turbohefe vergoren. Alles sauber und mit Gärspund.
Die Gärung hat selbst nach 4 Wochen nicht vollständig aufgehört, obwohl die Temperaturen immer zwischen 25 und 30°C lagen.
Nachdem jedoch fast keine Bläschen mehr aufstiegen, habe ich in einer Reflux gebrannt. Bei 5 Litern, habe ich vorsichtshalber 100 ml Vorlauf abgetrennt. Dann habe ich als Ergebnis ab 79°C rd. einen Liter Destillat erhalten, wobei bei 79°C ca. 750 ml herauskamen. Gebrannt habe ich bis 90°C.
Mein Problem ist, dass das Destillat selbst nachdem ich es mit Aktivkohle behandelt habe, einen eigenartigen Beigeschmack hat, den ich nicht genau definieren kann, irgendwo zwischen Essig und Aceton.
Der pH-Wert (das Destillat hat nach dem zweiten Brennen jetzt 90 vol%) liegt zwischen 5,6 und 5,8.
Frage: Ist mit meiner Nase etwas nicht in Ordnung oder wo kann der Fehler liegen?
Vielen Dank!!! :))
Gruß
Dextro
Dextro, Kärnten
21.Aug.2003 16:26:12
Der pH-Wert der Maische ist für die reine Wasser-Zucker Vergärung in Ordnung. Aber der Essiggeruch klingt sehr nach Fehlgärung. Wenn man mit der Zuckervergärung danach einen leichten Hefegeschmack hat, so ist das in Ordnung. Für 25-30°C ist die Gärdauer auch viel zu lange. Es könnte sein, daß Sie durch die 30°C (sehr hohe Temperatur) die Hefen abgetötet haben und daß sich dann eine Fehlgärung entwickelt hat.
Eintrag Nr. 727
Hallo Herr Dr. Schmickl!
Jetzt wirds bei mir ernst. Ich habe schon Hefen und andere Brennutensilien bestellt. Eine Frage habe ich noch. Ich suche noch nach einem günstigen Lieferanten für Maischefässer (incl. Gärspund) in Deutschland. Haben Sie da eine Adresse, Namen oder Telefonnummer?
Doc
Doc Holiday, Kärnten
21.Aug.2003 09:47:07
Sie sollten in Bauhäusern fündig werden. Wenn nicht, einfach eine Regentonne oder Plastikeimer mit Deckel zu einem Faß umbauen. In den Deckel ein Loch bohren, Gärspund aufsetzen und den Deckel abdichten.
Eintrag Nr. 726
Hallo Herr Dr. Schmickl
Zu Eintrag 719
Wurde mir in einem anderen Webforum folgendes geantwortet:
es gibt 2 Versionen von Löten.
1. Weichlöten mit Silberlot
2. Hartlöten Industrielot
Verbindungen Kupfer mit Edelstahl geht nur mit Hartlot, das eine goldene Färbung am Schuss hat und ist ungefährlich.
Nick, Kärnten
20.Aug.2003 23:09:50
Danke für den Hinweis.
Eintrag Nr. 725
Hallo,
nochmal eine Frage zum Haselnuß. Was ist am sinnvollsten für Haselnußschaps: Maische, Angesetzter oder Geist.
Was wären das beste Verfahren?
Außerdem:
-Mischung bei der Maische?
-Alkoholgehalt 43 od. 55% bei Angestztem
-Kerne schälen?
mfg
H.-H.
lohrjaeger, Kärnten
20.Aug.2003 12:08:51
Am besten die Haselnüsse rösten, dann in 45%vol ansetzen (das Ansatzglas ca 1/3 mit Nüssen füllen, dann mit Alkohol auffüllen). Ziehdauer: ca. 5 bis 6 Wochen. Wenn's zu intensiv wird, das Ganze danach überdestillieren.
Aber auch als Geist könnte ich mir vorstellen, daß der Geschmack mitkommt (ca. 100 bis 200g je 1,5 Liter 11%vol Alkohol).
Wenn Sie einmaischen, so die Kerne gut zermahlen und 1:1 Wasser zugeben. Am besten hochgradig, also mit Turbohefe.
Eintrag Nr. 724
hallo herr dr. schmickl,
haben sie einen tip, was sich am besten als aromakorb für den multitopf eignet?
habe keine lust etwas zu bauen:-)
andre, Kärnten
19.Aug.2003 16:35:38
Bei allen Multitöpfen sollte ja der Korb schon dabei sein, den braucht man schließlich zum Entsaften. Wenn er bei Ihnen fehlt: diese Teile gibt es sicher nachzukaufen.
Eintrag Nr. 723
Sehr geehrter Herr Schmickl!
Mein Freund ist neuerdings unter die Schnapsbrenner gegangen und hat mich gebeten herauszufinden, was der Unterschied zwischen "Schnaps", "Brand", "Wasser" , "Geist" und "Likör" ist.
Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen
Astrid Bartsch
Astrid Bartsch, Wien
19.Aug.2003 13:45:34
Schnaps: allgemeine Trivialbezeichnung für Spirituosen
-brand (z.B. Birnenbrand, Zwetschkenbrand usw.): streng geschützte Bezeichnung, wird immer aus Maische destilliert, nach dem Abfindungsbrennrecht (es darf also nicht hochgradig vergoren werden)
Wasser: ist keine fachliche Bezeichung, gemeint sind z.B. Kirschwasser. Dies wird meist angesetzt und anschließend destilliert, aber auch andere Herstellungsarten sind möglich.
Geist: laut Gesetz versteht man darunter ein Destillat eines Angesetzten. Ist aber fachlich falsch, denn ein Geist ist schon seit Jahrhunderten ein Begriff, wobei die Kräuter oder Früchte, die im Dampfraum der Brennanlage liegen, mittels Alkoholdampf extrahiert werden.
Likör: beinhalten immer Zucker, meist auch noch Milchprodukte. Dazu wird geschmackloser Alkohol und die anderen Zutaten zusammengeschüttet, kräftig umgerührt und anschließend ziehen lassen.
Eintrag Nr. 722
Sie können immer angeben, bei welcher Temperatur der erste Tropfen Brand übergeht in Abhängigkeit von der Alkoholkonzentration in der Vorlage.
Mich interessiert der genaue Zusammenhang als Kurve oder Gleichung, um den Alkoholgehalt einer Lösung mit einem Thermometer so ungefähr zu bestimmen. Wo finde ich das?
Horst Schuchmann, Biebesheim
19.Aug.2003 12:17:47
Dieser Zusammenhang ist im sog. T-X-Y Diagramm für Ethanol und Wasser festgehalten (wurde empirisch ermittelt). Diese Kurve finden Sie in unserem Buch, aber auch in allen chemischen Fachbüchern und Nachschlagewerken und sicherlich auch im Internet (in einer Suchmaschine "T-X-Y Ethanol" eingeben). Achten Sie allerdings auf die Skalierung. X und Y steht für Molenbruch Flüssig- bzw. Dampfphase. Im Buch haben wir diese Einheit in %vol umgerechnet.
Eintrag Nr. 721
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich habe vor einigen Wochen einen Zirbenschnaps mit 80%igem Ansatzkorn angesetzt. Nach dem verdünnen mit destiliertem Wasser auf ca. 40% wurde der Schnaps trübe. Was kann ich machen um den Ansatz klar zu bekommen ?
Mit freudlichen Grüßen
Michael
Michael Höllering, OÖ
18.Aug.2003 10:18:50
Die Trübung ist sicherlich dadurch entstanden, daß Sie während des Verdünnens zu wenig gerührt haben. Wenn Sie von 80 auf 40 verdünnen, so ist dies eine große Wassermenge und man muß dabei unbedingt stark rühren und das Wasser sehr langsam hinzugießen.
Um die Trübung zu entfernen, können Sie die Faltenfilter verwenden, damit gehen alle Trübungen weg. Alternative: 2 Kaffeefilter mit Watte dazwischen nehmen (Schnaps vorher über Nacht in den Tiefkühlschrank), vielleicht klappt es so auch.
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