SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 1080
Hallo zusammen, welche ihrer Kleinbrennanlagen darf ich in Deutschland besitzen und benutzen ohne eine Anmeldung und Genehmigung? Oder ist in Deutschland alles untersagt was das Hobbybrennen im Wohnzimmer betrifft? Im Voraus vielen Dank.
Steff, Deutschland
04.Dez.2003 11:44:59
Bis zu einer Kesselgröße von 0,5 Liter dürfen Sie in Deutschland ohne Anmeldung Alkohol destillieren. So eine Anlage ist bei uns gerade in Entwicklung.
Eintrag Nr. 1079
Hallo Herr Dr. Schmickl,
danke für die superschnelle Lieferung. Toller Service.
1. Beim Brennen meiner Pflaumenmaische ist mir beim letzten Durchgang doch etwas angebrannt. Jetzt riecht und schmeckt der Brand (etwas) eigenartig. Was kann ich tun?
2. In Ihrem (hervorragendem) Buch steht ein Rezept für Reisschnaps. Unter "Rezepte" komme ich nicht weiter - daher mal hier: Ist es ausreichend, wenn ich (Basmati)-Reis koche und dann vergäre? Was ist mit der Zugabe von Malz? Sind besondere Mengen an Wasser, Zucker und Verdünner zu beachten?
Schon jetzt: Danke für die Antwort.
Gerhard, D
04.Dez.2003 10:22:23
Danke!
🙂
ad 1: Sie können nochmals destillieren. Beim Brennen bis 60-65°C voll aufheizen, dann unbedingt die Flamme reduzieren!
ad 2: Den gekochten Reis können Sie mit Wasser, Zucker vergären. Zucker wie bei Früchten berechnen, Wasser kann zu einem Drittel zugegeben werden. Verflüssiger in der normalen Menge. Wenn Sie die Reisstärke in Zucker umwandeln möchten brauchen Sie Malz. Ebendso ungekochter Reis. Eine sehr detaillierte Anweisung dafür finden Sie in den Rezepten unter "Kornbrand im Infusionsverfahren" vom 23.Nov.2003. An dieser Stelle vielen Dank an die "Stimme aus dem Off" für die sehr genaue Anleitung!
Eintrag Nr. 1078
guten tag,
habe 3zentner zirbärtle; was muss ich beim einmaischen beachten?? Bin anfänger und will diesen monat etwas näher darauf eingehen!
Würde mich echt freuen über ihre antwort!
Gruß Philipp
Philipp, Deutschland
03.Dez.2003 19:41:39
Zermatschen Sie die Früchte, achten Sie auf die Kerne, die sollten keinesfalls zerstört werden. Hefe, Verflüssiger und pH auf 3 einstellen nicht vergessen (obwohl bei Ziebärtle der pH in etwa passen sollte, bei uns heißen die Dinger Kriecherln). Wird mit Sicherheit ein sehr guter Brand, denn die Früchte sind sehr aromatisch.
... und als Anfänger unser Buch durchlesen. Das meiste davon werden Sie in "Brennen nach Vorschrift" nicht finden...
Eintrag Nr. 1077
Hallo Herr Dr. Schmickl,
zunächst einmal ein großes Lob an diese wirklich tolle Seite. Als absoluter Anfänger habe ich am WE in meiner selbt gebauten Destille (5 Liter Schnellkochtopf, 5 cm langes Steigrohr mit 28mm Durchmesser, obendrauf das Thermometer in Kork eingebaut, ca. 20 cm leicht abfallendes Geistrohr mit Spiralkühlung 12mm Durchmesser im Wassereimer) einen 11%igen Billigwein destilliert. Der Topf war mit 3 Litern gefüllt, als Ergebnis hatte ich 300 ml mit 54%.
Nun meine Fragen: Der erste Tropfen kam erst bei 89 Grad. Der Thermometereinbau ist absolut korrekt an der höchsten Stelle, genau dort, wo der Dampf ins Geistrohr geleitet wird.Ist das normal? Als die Temperatur über 93 Grand ging (ca. nach 10-15 Min.) habe ich das Gas heruntergedreht.
Ich weiß, das sollte nicht sein, aber sonst hätte ich höchstens 150 ml Ausbeute gehabt.
2. Frage: Das Destillat hatte einen wirklich üblen Nachgeschmack nach Seife, obwohl ich nach der Reinigung mit Spüli erst einmal Wasser destilliert habe. Woran kann das liegen? Oder sind da noch Rückstände vom Löten im Spiel?
3. Frage: Sind die Daten zu Bauweise und Mengenverhältnissen in Ordnung?
Vielen Dank für Ihre Mühe.
Mart
Martin Pfeifer, Deutschland
03.Dez.2003 15:03:51
89°C sind für den Start viel zu hoch. Was passiert wenn Sie Wasser destillieren? Es sollten ca. 97-98°C angezeigt werden. Mit dieser Temperatur können Sie dann Ihre Anlage eichen. 54%vol für 11%vol Wein sind noch etwas hoch, d.h. Sie haben ein wenig zu früh die Destillation beendet. Der unverdünnte Edelbrand hat bei 11%vol etwa 50-51%vol.
Der (geschwefelte) Wein sollte die Anlage sehr gut gereinigt haben, versuchen Sie noch eine Weindestillation, bis die Anlage sauber ist und das Destillat rein schmeckt. Es ist gut möglich, daß es sich um Lötrückstände handelt.
Die Konstruktion ist OK, die Ausbeute könnte noch ein bißchen mehr sein, da ja der Alkoholgehalt wie gesagt etwas hoch liegt. Nicht vergessen beim Verdünnen die Schwefelige Säure auszutreiben (ein zwei Minuten den Schnaps schäumend mixen, bis es nicht mehr in der Nase sticht).
Eintrag Nr. 1076
Hallo Dr. Schmickl !
Ich würde gerne Honigwein herstellen und ggf. danach brennen.
- Zur Gärung verdünne ich den Honig 1:1 mit Wasser, insgesamt 25L Volumen. Dann ein Päckchen Turbohefe. Wie viel Zucker muß ich da noch zufügen um 20%vol. nach der Gärung zu erzielen ?
- Ist der Honigwein nach dem Gären noch süß ?
- Ist das Destillat nach dem Brennen süß ?
- Muß ich bei der Maische den PH-Wert kontrollieren ?
- Braucht die Hefe Mehlzugabe in der Maische zum verkrallen ?
Michael, D
02.Dez.2003 20:06:00
ad 1: Geben Sie nach Gärbeginn statt des Zuckers alle 2-3 Tage Honig nach, sollten Sie noch welchen haben. Dann immer den Alkoholgrad in der Maische kontrollieren, bis Sie sich den 20%vol annähern. Wenn Sie Zucker zugeben möchten, so gilt das gleiche.
ad 2: Wenn der ganze Zucker bzw. Honig vergoren wurde, ist die Maische herb, bleibt ein Restzucker übrig (z.B. weil Alkoholgehalt bereits so hoch, daß Hefen absterben), dann süß.
ad 3: Nein, ein reines Destillat ist niemals süß (Zucker ist ein Feststoff, kann folglich nicht in Dampf übergehen), außer man gibt NACH der Destillation Zucker hinzu.
ad 4: Ja, unbedingt den pH kontrollieren und mit Sicherheit ist Korrektur auf pH 3 notwendig
ad 5: Ein kleines Löffelchen kann nicht schaden
Eintrag Nr. 1075
Hallo Dr. Schmickl
Danke für die prompte lieferung von der bestellten Artikeln, super service:) (40 l Schlechenmeische gären schon)
Ich habe 50 l Blaufränkischgeläger bekommen, schön saftig mit 13,5 Alkohol. Was soll ich machen brennen oder gärstarter und weitergären??
Kann man aus Weißdorn/Hagedorn Schnaps herstellen und wen ja, einfach etwas Wasser dazu und vergären?
Danke für die schnellen Antworten, mit freundlichen Grüßen Spike
Spike, Ungarn
02.Dez.2003 13:39:16
Danke!
🙂
13,5%vol reichen bei einer pot-still aus, um mit einem Destillationsvorgang bereits Trinkstärke (also mehr als 40%vol) zu erreichen. Der Edelbrand hat dann so um die 50-52%vol. Sie können also direkt brennen.
Weißdorn/Hahnendorn ist ungiftig und ein hervorragendes Mittel bei Herz-/Arterienleiden. Eignet sich daher auch zum Schnapsbrennen, wegen des geringen Fruchtzuckergehaltes empfiehlt sich die hochgradige Methode. Früchte zu Brei verarbeiten, mit Turbohefe, Verflüssiger (wie bei Hagebutten hier besonders wichtig), und bei pH 3 vergären. Hagedorn sagt mir nichts, meinten Sie vielleicht Hahnendorn?
Eintrag Nr. 1074
hallo herr dr. schmickl,
können Sie mir sagen woher ich ein Dampfthermometer bekomme ?
vielen dank
Manfred, südschweden
02.Dez.2003 13:35:01
Im Fachhandel für Laborbedarf.
...oder bei uns. Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine kurze mail.
Eintrag Nr. 1073
Hallo Doc,
bezugnehmend auf unsere Frage Nr. 900 haben wir nun eine größere Menge Traubenzucker bekommen. Die Frage die uns nun auftut ist die Dosierung des Traubenzuckers. Ist 1kg Traubenzucker mit 1kg normalen Zucker gleichzusetzen? Gibt es sonst noch Besonderheiten beim Einsatz von Traubenzucker?
Vielen Dank im Voraus
Jörg
Jörg, Deutschland
01.Dez.2003 22:15:23
Ja, die Massen bleiben gleich. Besonderheiten gibt es keine.
Eintrag Nr. 1072
Hallo,
Wenn ich das richtig sehe, habe sie keine Brennanlage in ihrem Sortiment, das man legal nach Deutschland schaffen darf.
Da wäre aber sicherlich noch Bedarf 😉
Besten Dank für ihre viele Support Arbeit.
Daniel, Deutschland
01.Dez.2003 21:28:35
Wir sind gerade dabei so eine Anlage zu entwickeln.
Danke!
🙂
Eintrag Nr. 1071
Hallöchen,
ich bin gerade dabei, das Buch auswendig zu lernen ;o). Ich habe für meine ersten 2 Maischen Kartoffeln und Äpfel im Sinn, da das jetzt gut erhältlich ist.
Das Buch ist fantastisch und suchterregend, hehe, ich hätte da nur ein paar Fragen noch, bitte:
-Wieviel Zucker brauchen festkochende Kartoffeln für eine hochprozentige Maische ?
-Als Brennkessel habe ich mir eine Alu-Milchkanne zugelegt. Wie dick muss Aluminium mindestens sein für einen Gasflammenbrenner ?
-Ich habe Gervin High Alcohol Hefe gekauft, dazu Minervit Nährsalzpräparat. Die Minervit-Packung sagt: "1-2 grams per gallon for wines; 6 grams per litre for fermentation of sugar solutions to high alcohol levels". Also, wieviel Nährsalze brauche ich für eine Apfel - oder Kartoffelmaische pro Liter, um möglichst hohen Alkoholgehalt zu erreichen ?
Vielen Dank schon mal im voraus, echt tolles Buch und die beste Website zu dem Thema, Glückwunsch,
mfG
Dirk
Dirk Jüttemeier, England
01.Dez.2003 19:28:09
ad 1: je nach Aufschlußmethode der Stärke schwankt der Zuckergehalt aus Kartoffeln erheblich, für eine hochprozentige Maische können Sie den gleichen Zuckerzusatz wie für Obst verwenden.
ad 2: 1-2 mm
ad 3: 6 Gramm je Liter
Danke!
🙂
Eintrag Nr. 1070
Hallo Hr. Dr. Schmickl
Hätte noch eine Frage zu Beitrag 1065. Entsteht Blausäure nur beim Brennen der zerstörten Kerne oder aber auch schon beim Vergären der Maische? In einem Buch für Liköre fand ich ein Rezept für Kernlikör:
250g aufgeschlagene, ausgelöste Kerne eines beliebigen Steinobstes, 0,5l Weingeist, 0,75l Wasser, 4 Gewürznelken, 1 Zimtrinde, 1 Zitrone. Die Kerne werden im Weingeist angesetzt.
Wie sieht es hier mit der Bildung von Blausäure aus?
Vielen Dank für Ihre Antwort
oewi, Steiermark
29.Nov.2003 18:14:35
Die Kerne (Steine) von Steinobst enthalten Amygdalin. Werden die Kerne zerstört, enthält die Maische (oder Likör o.ä.) also auch Amygdalin. Beim Erhitzen wird diese Substanz vollständig in Blausäure abgebaut. Wird nicht erhitzt, findet der Zerfall nur sehr langsam statt (kann aber durch andere Einflüsse, wie z.B. Lichteinfall beschleunigt werden). Theoretisch sollte der Kernlikör also unbedenklich sein. Meine Hand würde ich dafür jedoch nicht ins Feuer legen... (und trinken sowieso nicht)
Eintrag Nr. 1069
kann ich auch in einem alukessel brennen?
wieviel abstand muss von maischeoberfläche bis geistrohranfang sein?
wie hoch muss die brenntemperatur sein?
wie berechnet man die grösse des kühlers?
welche temperatur muss das kühlwasser haben?
eigentlich habe ich noch einige fragen denke aber, dass viele im buch, das ich bestellt habe, erklärt werden.
danke im voraus
mfg künzl
Steven Scholz, deutschland
28.Nov.2003 15:27:31
Ja, es spricht nichts gegen Aluminium (obwohl immer wieder das Gegenteil behauptet wird, rechts oben als Suchbegriff "Aluminium" eingeben). Von der Maischeoberfläche bis zum Kesselrand sollten einige Zentimeter frei sein, damit nichts übergeht/-spritzt. Das Gesistrohr sollte dann so rasch wie möglich beginnen. Die Brenntemperatur (Edelbrand) bei einer pot-still beginnt bei ca. 78-86°C (je nach Alkoholgehalt im Kessel) und endet bei 91°C. Für die Kühlerberechnung gibt es keine allgemeine Formel, leider. Die Kühlwassertemperatur ist nicht so wichtig, entscheidend ist lediglich, daß das Destillat immer kalt herausrinnt.
Ja, das denke ich auch.
Eintrag Nr. 1068
Hallo,
Ich habe eine 7 Liter Pot Still angefangen zu bauen, und wollte fragen ob der Durchmesser vom Kühler mit 6 mm ausreicht? Als Geistrohr ca 20cm lang habe ich Durchmesser 10mm mit verjüngung in den 6 mm Kühler.
Ich habe in ihrem Buch gelesen das der abstand von den Kühlschlangen 2-3 cm betragen soll das ist bei mir enger fast press aneinander ist das schlimm? wenn ja würde ich einen neuen Kühler mit 8mm Durchmesser bauen, aber nur fals der andere nciht ausreicht.
Danke im voraus
Carsten
Carsten, Hessen
27.Nov.2003 23:41:01
Ja, die Abmessungen sind ok. Wenn die Kühschlangen fast aneinanderstoßen sinkt die Kühlleistung. Es sollte immer genug Kühlmedium wie Wasser dazwischengelangen.
Eintrag Nr. 1067
Hallo Hr. Schmickl
Ich habe dieses Jahr jede menge Äpfel eingemaischt und würde mir nun gerne mal einen Kümmel Aquavit aus einem Teil der Äpfel Brennen könnten sie mir dazu ein Rezept dafür Veraten,
im Voraus besten Dank.
Brenner Manni
Brenner Manni, Rhein -Main
27.Nov.2003 18:33:06
Wenn Sie die Apfelmaische brennen, geben Sie ca. 10g Kümmel (ganze Körner) je 1,5 Liter Maische dazu, am besten Plazieren Sie den Kümmel im Dampfraum. Wenn Sie noch irgendwo Dillsamen auftreiben könnten wäre das ideal. Davon etwa 5 g je 1,5 Liter.
Eintrag Nr. 1066
Nochmal ein paar Anmerkungen zur Verwendung von Aktivkohle.
1. Die Aktivkohle, die man beim guten Dr. Schmickl erwerben kann ist prima.
2. Der Alkoholgehalt sollte nicht über 50% liegen. Ist er höher, am besten mit destilliertem Wasser verdünnen. Bei normalem Trinkwasser nimmt die Aktivkohle zuerst die darin enthaltenen Stoffe wie Kalk usw. auf. Das könnte dazu führen, dass die Aktivkohle bereits gesättigt ist, bevor sie die unerwünschten Geschmackststoffe aufnehmen kann.
3. Die Aktivkohle vorher ein bis zwei Stunden in etwas (rd. 0,2 l pro Esslöffel) destilliertem Wasser konditionieren und erst dann zum Gemisch geben.
4. Gut umrühren!!! (Auch zwischendruch immer wieder mal) Glücklich, wer einen Magnetrührer (Laborbedarf) besitzt. Nach 48 Stunden kann man dann filtern. Erst mit einem feinen Sieb, dann mit normalen Kaffeefiltern. Die reichen völlig aus.
5. Dosierung: 1 schwach gehäufter Esslöffel je 5 Liter.
6. Stinkt es dann immer noch, nochmal destillieren, wer hat in einer Refluxanlage, Pot Still geht aber auch. Wenn es dann immer noch stinkt, weg mit Brühe! Auch ein weiterer Vorgang hilft (meist) nicht.
Opal, Weinkeller
27.Nov.2003 14:04:05
Vielen Dank für die genauen Infos!
🙂
ad 4: Wir lassen den Alkohol sogar wochen- oder monatelang in der Kohle, je länger desto besser (und rühren von Zeit zu Zeit mal um), Osmose wirkt leider nicht so schnell wie fortwährendes Umrühren.
ad 6: Geschmacklich haben Sie recht. Mir ist jedoch aufgefallen, daß durch allerfeinste Kohlepartikel der Alkohol einen kaum erkennbaren feinen grauen Stich hat (wenn man nicht darauf hingewiesen wird, fällt das niemanden auf). Da hilft nur noch destillieren.
Eintrag Nr. 1065
Guten Tag Hr. Dr. Schmickl,
ich habe bei einer Abfindungsbrennerei meine Maische (Äpfel, Trauben, Mirabellen) brennen lassen. Der Brenner hat die Maische mittels einer Pumpe aus meinem Faß abgesaugt. Da ich nicht alle Kerne aus der Maische entfernt hatte sind diese vermutlich durch die Pumpe zerstört und mitgebrannt worden. Ich habe nun etwas bedenken den Schnaps zu trinken, da ich gehört habe das durch zerstörte Kerne Blausäure entstehen kann. Der Geschmack ist auch etwas bitter.
Was würden Sie empfehen?
Danke
m.f.G.
U. J., Deutschland Hessen
27.Nov.2003 12:39:04
Wenn zerstörte Kerne von Steinobst gebrannt werden, dann ist dies keinesfalls bedenkenlos (bei Kernobst ist dies kein Problem). Richtig, die Steine enthalten Amygdalin (Kerne vom Kernobst jedoch nicht), dadurch entsteht die hochgradig giftige Blausäure, wenn die Steine zerstört werden. Ich würde das Destillat verwerfen. Ich verstehe nur nicht, daß eine Abfindungsbrennerei sowas macht.
Eintrag Nr. 1064
Hallo Herr Dr. Schmickl
Kennen Sie das Rezept von Vieille Prune (Alte Zwetschge)?
stefan vogt, CH
27.Nov.2003 04:43:12
Wenn Sie "Vieille Prune" oben rechts als Suchbegriff eingeben, finden Sie einige Einträge.
Eintrag Nr. 1063
Hi Herr Dr. Schmickl
Ich habe 10l Rosinenwein angesetzt. Nun habe ich die Befürchtung, das ich zuviel Zitronensäure dazugegeben habe. Es schmeckt jedenfalls so. Gibt es eine Möglichkeit zuviel Säure zu neutralisieren? Irgendwo habe ich was von Calciumkarbonat gelesen, wenn man das nehmen kann, wie muss das dosiert werden??
Danke für Ihre Antwort.
Brennmann, Gärballon
26.Nov.2003 21:38:03
Messen Sie zuerst den pH-Wert bevor Sie etwas zum Neutralisieren hinzugeben. Es kann auch herb schmecken, was mit dem pH nichts zu tun hat. Sie könnnen dann den Kalk hinzumischen, aber langsam, portionsweise und mit den pH-Stäbchen laufend kontrollieren. Ideal ist soetwas natürlich nicht.
Eintrag Nr. 1062
Hallo Herr Schmickl,
da ich absoluter Anfänger bin und erst einen Versuch (mit Wok, wie in Ihrem Buch beschreiben) hinter mir habe, meine Fragen:
1. Geschmackloser Alkohol mit Zucker, Wasser und Hefe.
Muss dieser noch Gären nachdem er mit dem Wasser vermischt wurde ? Und muss er destilliert werden ? Ich möchte ihn für einen Angesetzten nutzen.
Ausserdem wäre ich mit 3-4 Freunden an Ihrem Seminar interssiert. Nur leider kommen wir aus dem Norden Deutschlands. Führen Sie auch in unserer Gegend Seminare durch ?
MfG
Thomas R.
Thomas R., Niedersachsen
26.Nov.2003 17:05:25
Wenn Sie Zucker, Wasser und Hefe miteinander mischen, setzt eine Gärung ein, diese dauert 3-4 Wochen. Aus dem Zucker entsteht der Alkohol. Nach ca. 4 Wochen können Sie diese Maische dann destillieren.
Seminare dürfen wir nur in Österreich abhalten (in Deutschland ist das nicht erlaubt).
Flüge von N-Deutschland nach Klagenfurt gibt es schon ab 19,99 EUR.
Eintrag Nr. 1061
hallo Dr.!
kann bei der vergärung von zucker mit turbohefe methanol entstehen? wenn ja wie kann man es vermeiden?
danke schon mal!
Gruß Tob
Tob, Ruhrpott
25.Nov.2003 18:28:25
Nicht wenn Sie sauber arbeiten und einen Gärspund verwenden.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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