SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

Suchen nach:
Von der Suche ausschließen:
Derzeit enhält dieses Forum 4363 Einträge.
Einträge in Deutsch: 4360, Englisch: 3
Eintrag Nr. 1120
Hallo Hr. Dr. Schmickl
bezug auf eintrag 1117
ja, habe schon versucht, aber der geschmack des edelbrandes ist auch hefig und schmeckt garnicht nach apfel.
wegen des kolben, wäre es nicht möglich ein dimroth kühler der in den schliff passt unten zu verschliesen und dann mit dem zimt zu füllen?oder würe das auf dem geschmack vom destilat gehen da das dann ja wie eine fraktion teilweise wirkt?
Mfg schneider
ministry, k.a
23.Dez.2003 13:17:08
Sie können in den Kühler den Zimt geben, achten Sie aber darauf, daß der Dampf noch durchkommt, der Kühler also nicht verstopft und Sie keinen Druck in der Apparatur aufbauen. Der Rektifikationseffekt ist zwar vorhanden, das Aroma der Kolonnen-Füllung wird jedoch nicht abgetrennt.
Eintrag Nr. 1119
Hallo Herr Dr. Schmickl,
es geht um die Alkoholkonzentration der gesamten Edelbrandfraktion aus einer hochprozentigen Maische. Im Eintrag 1002 lese ich 55% und im Eintag 1113 70%. Das ist von der Menge her ein gewaltiger Unterschied. Trennt man korrekterweise bei 91° ab, kommt man nie und nimmer auf 55% - eher auf 68 bis 70%.
Was stimmt denn jetzt?
Frohe Weihnachten
Sybille
Sybille, Belgien
23.Dez.2003 11:00:59
Das Problem wurde hier bei den Fachfragen und bei der Diskussion schon sehr oft behandelt.
Der Alkoholgehalt der mittleren Fraktion hängt von mehreren Faktoren ab:
- pot still oder Verstärkerkolonnen bzw. reflux Anlage (bei reflux ergibt sich ein wesentlich höherer Alkoholgehalt),
- Alkoholgehalt im Kessel VOR dem Destillieren und
- wann der Nachlauf abgetrennt wurde.
Bei einer pot still ("einfache" Brennanlage) und bei 20%vol im Kessel hat die Edelbrandfraktion immer etwa 55%vol, bei 43%vol im Kessel sind's etwa 70%vol (das ist nicht beeinflußbar, ist ein physikalischer Zusammenhang). Wenn Sie schon vorher die Destillation abbrechen haben Sie zwar einen hohen Alkoholgehalt, aber eine sehr geringe Ausbeute, weil Sie den Großteil des Edelbrandes wegschmeißen.
Die große Zahl von Einträgen mit diesem Problem zeigt, daß es anscheinend gar nicht so trivial ist, das Thermometer an der richtigen Stelle einzubauen. Strömungstechnisch (sehr geringe Geschwindigkeit, somit eine laminare Strömung, keine turbulente) und auch konstruktionsbedingt, z.B. Wärmeleiteffekte bei kleinen kurzen Kupferaufbauten, Kühlwirkung des Thermometerstutzens usw. usf. An sich hat nur der UNGEKÜHLTE Dampf an der höchsten Stelle der Anlage die Dampftemperatur, die dem Alkoholgehalt im Kessel entspricht. Aber den richtigen Meßpunkt zu finden, ist manchmal nicht so einfach.
Sie messen also, aus welchen Gründen auch immer, auch nicht die richtige Temperatur. Ist aber weiters nicht tragisch, da es beim Schnapsbrennen ja nicht um irgendwelche Temperaturanzeigen geht, sondern darum, daß kein Nachlaufgeschmack im Edelbrand zu merken ist. Einigermaßen geübte Schnapsbrenner machen die Trennung tatsächlich nur geschmacklich. Ein Anhaltspunkt dafür ist der Alkoholgehalt vom Destillat oder die Dampftemperatur. Wenn die Dampftemperatur allerdings nicht richtig gemessen werden kann, bleiben nur noch die beiden anderen Möglichkeiten über.
Eintrag Nr. 1118
Hallo Brennfreunde,
hat jemand eine Idee, wie man den hart gewordenen Dichtungsgummi des Kessels wieder weich bekommt, ohne beim Brennen danach Rückstände zu haben.
Frohe Weihnachten und einen guten Schluck.
Hobby Brenner, Kärnten
23.Dez.2003 06:09:48
Versuchen Sie den Gummi öfters mit etwas Speiseöl einzureiben.
Eintrag Nr. 1117
Hallo Hr. Dr. Schmickl
ich wollte einen zimt angesetzten machen, aber da steht im buch das dieses nicht den efekt bringen würde. jetzt die eigentlische frage. wie bekomme ich ich in einer chemischen destille einen aromakorb hin? ist dieses überhaupt möglich?
es ist ein 2L enghals erlenmeyerkolben als brennkessel zur verfüngung.
2. in meiner apfelmaische ist ein lästiger hefe geschmack, wie bekommt man den raus? es gärt nichts mehr aber der geruch von hefe bleibt. der geschmack ist auch dementscprechend...
vielen dank für ihre antwort im voraus.
ministry, k.A.
23.Dez.2003 02:32:27
Da in einen Erlenmeyerkolben kein Aromakorb hineinpaßt, brauchen Sie einen gläsernen Aufsatz, indem Sie dann den Zimt geben können (z.B. gläserner Rundkolben mit einem, zum Erlenmeyerkolben passenden, Normschliff oben und unten). Die untere Öffnung verschließen Sie dann mit einem kleinen Drahtnetz vom Baumarkt. Bezüglich hefiger Apfelmaische hilft nur noch die Kohle, aber dann ist der Apfelgeschmack natürlich auch weg. Haben Sie schon versucht die Maische zu Brennen, ist der Hefe-Geschmack im Destillat auch noch vorhanden?
Eintrag Nr. 1116
Hallo Frau Dr.Malle, hallo Herr Dr.Schmickl,
heute will ich einmal keine Frage stellen sondern möchte ich mich auf diesem Wege für Ihr hoch interessantes Forum und Ihre Antworten auf die mehr oder weniger Fachfragen von uns Anfänger / Hobby - Schnapserzeuger bedanken und hoffe, glaube ich im Namen aller Fragensteller zu schreiben, auf weiterhin Ihre super Betreuung per Internet und auch ganz speziell bei den sehr interessanten Seminaren.
Ich kann wirklich jeden empfehlen, anstatt viele Fragen zu stellen, einmal so ein Seminar zu besuchen. Vielleicht bekommt der eine oder andere als Weihnachtsgeschenk oder zum Geburtstag oder zu irgendeinem Anlass einen Gutschein für ein Wochenende in Klagenfurt? Sehr empfehlenswert, vielleicht einmal so zufällig zu Hause erwähnen! Na gut, vielleicht das nächste Jahr, aber das absolute minimum an Muß ist das Praxisbuch Ausgabe April 2003 worin schon die meisten Fragen beantwortet sind, mit vielen Tips.
Also, noch einmal vielen Dank und schöne Feiertage und natürlich, wie immer
einen guten Geist im Glas von ropi
ropi, A - BN
22.Dez.2003 21:46:50
Lieber Geist, vielen Dank für diesen netten Eintrag.
:-))
Ebenfalls schöne Feiertage!
Eintrag Nr. 1115
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich habe da eine Frage an Sie, und zwar ich bin im Besitz eines richtigen Brenngeschirres, zwar hat es nur 80L und keine Freinbrandkolonne, aber, wie kann ich hier genauer erkennen, wann ich abtrennen muss. Habe in ca. 3 Wochen vor, Traubentrester zu brennen, sehr hoher anteil an Methanol (viel holz, viel Kerne, aber viel Alkohol, es handel sich um Eisweintrester-150 Oechsle)
Soll ich a: einen Thermometer für Dampf installieren (wäre kein Problem)
oder b: kann ich anhand der Alkoholwaage, die während des Brennes mir sagt, wieviel Vol.% gerade läuft genau erkennen, wann ich den Vor- bzw. Nachlauf abtrennen muß!
Danke schon mal im Vorraus, und ein frohes Fest und einen guten Rutsch 2004!
flo, Kaiserstuhl
22.Dez.2003 16:57:47
Der Einbau eines Thermometers wäre sehr sinnvoll, damit geht es am einfachsten. Dann sollten Sie zusätzlich das Destillat vorallem zu Beginn in kleinere Gefäße (etwa je 1/16 l) auffangen und die Geruchsprobe machen (Vorlauf riecht nach UHU-Kleber). Nur auf Grund der vol% ist es nicht möglich, den Vor- und Nachlauf abzutrennen, denn hier ist jede Maische - auf Grund des unterschiedlichen Alkoholgehaltes - unterschiedlich.
Danke, gleichfalls!
Eintrag Nr. 1114
Hallo Herr Schmickl,
habe gestern meinen Himbeerenansatz unverdünnt gebrannt, dazu natürlich auch Früchte in den Aromakorb gegeben. Meine Fragen nun: Sollte ich das Destillat ebenfalls einige Tage "offen" stehen lassen oder ist das nur beim Maischebrannt sinnvoll? Mein "Geist" ist noch a bisserl scharf im Vergleich zu meinen anderen Leckereien...
Lippi I., Bad Tölz
21.Dez.2003 19:36:57
Ja, lassen Sie auch dieses Destillat 14 Tage "offen" stehen.
Eintrag Nr. 1113
Hallo Dr.Schmickl
In Ihrem Buch Seite 73 (Mengenverteilung) erziehlen Sie aus 2000 ml hochprozentigen Alkohol 45 Vol%, 2000 ml Edelbrand und 100 ml Nachlauf. Wieso kommt hinten mehr raus, als vorne reinkommt?
silberfuchs, bayern
18.Dez.2003 21:25:43
Es handelt sich um 2000 ml Edelbrand mit 43%vol (da die Alkoholkonzentrationen im Destillat jedesmal anders sind, wurde alles rechnerisch vereinheitlicht, sonst könnten die Angaben nicht direkt verglichen werden), d.h. es kommt hinten ca. die Gleiche Menge Edelbrand heraus die Sie vorne hineingeben. Auf 43%vol bezogen, in Wirklichkeit hat des unverdünnte Destillat etwa 70%vol, aber das ist im Buch sowieso alles beschrieben.
Eintrag Nr. 1112
Servus Herr Dr. Schmickl!
Ich bin gerade dabei meine Destille zu bauen.
Ich habe ein Einkochthermometer in einer geschlossenen Glashülle welches ich in ein Cu-Rohr gesteckt habe (zum Schutz) und das Sichtfeld ausgeschnitten habe. Das Rohr ist unten geschlossen. Funktioniert's oder ensteht eine Verzögerung oder ganz und gar eine Verfälschung der angezeigten Temperatur?
Frohe Weihnachten und Danke im vorraus.
Körnchen
Körnchen, Thüringen
18.Dez.2003 19:22:55
Das Rohr sollte unten nicht geschlossen sein, in der Regel werden dann zu niedrige Temperaturen gemessen. Man kann bei geschlossenem Rohr aber auch einen Korrekturwert bestimmen, der dann bei der Temepraturmessung berücksichtigt werden muß. Funktioniert auch einigermaßen.
Auf alle Fälle würde ich das Thermometer aus der Glashülle nehmen.
Eintrag Nr. 1111
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl! Wir haben aus Zeitgründen Zwetschkenmaische im Abstand von etwa einem Monat destilliert. Während der erste Brand eine zufrieden stellende Menge ergab, ist beim Brand der zweiten Hälfte deutlich weniger und zudem ein geringerer Alkoholgehalt herausgekommen. Was könnte der Grund dafür sein? Geschmack und Geruch waren in Ordnung. Zweite Frage: Liebe Bekannte schenkten uns 15 kg Schlehen. Sie wurden wie bei Ihnen gelernt eingemaischt, leider begann keine Gärung, und nach drei Tagen bildete sich sogar Schimmel. Welchen Fehler haben wir gemacht?
Liebe Grüße aus Graz!
Gilbert Kraner, Steiermark
18.Dez.2003 18:57:03
Haben Sie vor dem Destillieren die Maische gut umgerührt? Vielleicht war der Anteil der Festsubstanzen im 2. Teil höher, dadurch die geringere Ausbeute. Einen anderen Grund kann ich mir nicht vorstellen.
Welche Temperatur hatten Sie beim Einmaischen, der Brei sollte bei der Hefezugabe mindesten 16°C haben. War die Hefe noch in Ordnung?
Eintrag Nr. 1110
Hallo Herr Schmickl
Ich habe mir einer selbstgebauten Reflux Tetrapacks gebrannt. Insgesamt 7 Liter mit je 10,5% Alk. das Ergebniss war 0,65 Liter 81 % ALk. Es enthielt Schwefel ohne Ende welches ich mit dem Mixer vertreiben konnte, bis hier her hat mir Ihr Buch sehr geholfen!!
Nun noch eine Frage: Als Wärmequelle habe ich eine Heizplatte verwendet. Die Kühlung habe ich direkt an den Wasserhahn angeschlossen. Die Temperatur ist immer rauf und runter...ich konnte nicht einmal die Temperatur bei 80°C halten. Entweder stieg sie an bis 85°C oder aber sie viel bis auf 77°C . unter 79°C kam kein Destillat mehr raus. Ich vermute das das Thermostat der Heizplatte zu unsensibel ist. Ich habe noch einen kleinen Gastrogasbrenner der eine gut regelbare Flamme hat. Kann ich so etwas auch verwenden? Meine Frage bezieht sich dabei auf die Explosionsgefahr, in einem anderen Buch habe ich gelesen man soll offene Flammen vermeiden.
Danke für Ihre Antwort.
TetraPack, Aldilidelplus
17.Dez.2003 23:57:47
Sie können die Temperatur nicht halten, je nach Alkoholgehalt stellt sich diese von selbst ein. Steuern können Sie nur die Tropfgeschwindigkeit bzw. bei einer Refluxanlage das Rücklaufverhältnis. Ja, ich kenne das Problem von Heizplatten, die zu unsensibel sind. Dadurch hört es im Topf zeitweise auf zu kochen und damit entstehen die von Ihnen beschriebenen "Temperatursprünge", wenn oben kein Dampf mehr ankommt, weil's nicht mehr kocht, kühlt's sofort ab. Ein Gasbrenner wird das Problem beheben. Die einzige Gefahr die beim Alkoholdestillieren auftritt, ist, wenn durch eine undichte Stelle hochprozentiger Alkohol austritt (was ja eigentlich überhaupt nie der Fall sein sollte), nach unten rinnt und sich dann an der Heizung entzündet. Diesbezüglich sind Herdplatten nicht "sicherer", weil der (hochprozentige) Alkohol sich auch auf heißen Herdplatten entzündet.
Eintrag Nr. 1109
Nachtrag zu 1105.
Hallo Herr Schmickl,
einfach Vorlauf kann es nicht sein,es tritt fast während des gesamten Feinbrandes auf.
Es war eine Zuckerrübenmaische und da Acrolein durch Spaltung des Glyzerins durch im Boden vorkommende Bakterien verursacht wird, denke ich schon das es Acrolein ist.
MfG
Hugo
hugo, zuhause
17.Dez.2003 07:46:28
Wenn dies tatsächlich der Fall ist, wird es sehr schwierig, dieses Destillat sauber zu bekommen. Nur mit speziellen chemisch-analytischen Laborgeräten kann man die Substanz wieder entfernen, in diesem Fall würde ich dazu raten, die Maische bzw. das Destillat zu verwerfen. Da das Destillat, auch wenn die Reinigung gelingt, nie mehr eine gute Qualität haben kann.
Eintrag Nr. 1108
hallo hr. dr. schmickl!
habe eine kurze frage bzgl. der faltenfilter.
habe mir bei ihnen eine packung gekauft - darin steht man kann diese öfters verwenden - nur wie reinigt man diese wenn man sie zb einige monate nicht braucht.
wenn man sie nicht reinigt kann der nächste schnaps den gruch vom vorigen annehmen?
bitte um beantwortung
danke
lg norbert
norbert, nö
16.Dez.2003 11:39:42
Sie brauchen die Filter nicht zu reinigen. Nach Benutzung einfach OFFEN stehen lassen und trocknen. Nein, der nächste Schnaps nimmt nicht den Geruch vom Vorhergehenden an (auch wenn der Filter noch feucht ist).
Eintrag Nr. 1107
sehr geehrter herr schmickl
vielen dank fuer dieses forum von dem wir alle lernen koennen.
weil ich nicht im besitze einer raetzmuehle bin habe ich aepfel in einem fleischwolf zermahlen und dann den entstandenen brei ausgepresst. mit scherryhefe und zuckerzusatz habe ich einen apfelwein von 15% erhalten. diesen habe ich gebrannt. bei der verkostung des destillates schmeckt man die zermahlenen kerne der aepfel (was eigendlich nicht stoerend ist).
ich habe folgende frage, sind diese geschmackstoffe die aus den zermahlenen kernen kommen gesundheidlich akzeptabel?
peter, holland
15.Dez.2003 23:42:40
Danke!
🙂
Nein, die Kerne von Kernobst können zermahlen werden, kein Problem. Lediglich die Kerne (Steine) bei Steinobst enthalten Amygdalin, woraus wiederum die Blausäure entsteht.
Wir haben auch keine Rätzmühle, wir zerkleinern unser Kernobst immer mit einem sauber geputzten Gartenhäcksler. Funktioniert einwandfrei!
Eintrag Nr. 1106
Hallo,
in einer Ihrer Antworten schreiben Sie, daß bei einer Eichenfaßlagerung keinesfalls unter 60% Edelbrand eingefüllt werden sollte. Was passiert denn, wenn ich jetzt z.B. 42% Zwetschge oder 57% Quitte nehme?
Gilt das mit den 60% auch, wenn ich mit Spähnen/Chips arbeite?
Danke
H.-H.
lohrjaeger, spessart
15.Dez.2003 09:46:10
Wenn Sie z.B. 42%vol Alkohol in ein Eichenfaß geben, dann wird nach einem Jahr das Destillat viel wäßriger sein, da der Alkohol mit der Zeit durch's Holz verdunstet. Kommen Sie dabei unter 40%vol, dann haben Sie keine Schnapstärke mehr. Das ist der Grund, warum in den Fässern immer hochprozentiger Alkohol (mehr als Trinkstärke) eingefüllt wird. Haben Sie Eichenspäne oder Chips in einer dicht verschlossenen Glasflasche, dann kann nichts verdunsten, Sie können den Alkohol auch mit 42%vol einfüllen.
Eintrag Nr. 1105
Hallo Herr Schmickl,
habe im Destillat einen sehr stechenden Geruch,
warscheinlich Acrolein. Gibt es eine Möglichkeit Dieses zu entfernen und wie gefährlich ist Acrolein.
Danke und MfG
Hugo
Hugo, zuhause
15.Dez.2003 07:54:11
Haben Sie stärkehaltige Produkte vergoren? Da tritt das manchmal auf. Haben Sie geprüft (Labor), ob es tatsächlich Acrolein ist? Der stechende Geruch deutet eher auf falsche Vorlaufabtrennung hin. D.h. ein zweites mal Destillieren und versuchen den Vorlauf dabei richtig ab zu trennen.
Eintrag Nr. 1104
Gibt es auch eine schnelle Herstellung für Schnaps??? Wir brauchen den Schnaps schon so in zwei drei Wochen (Schlehe) gibt es eine Tip zur Beschläunigung oder geht das gar nicht???
Danke
X, Niedersachsen, Nordsee
13.Dez.2003 19:12:41
Sie können einen Geist machen: geschmackloser Alkohol (mit ca. 10 bis 12%vol), in den Aromakorb die Früchte geben und destillieren - fertig.
Oder einen Angesetzten: die Früchte in ca. 50%vol geschmacklosen Alkohol einlegen, das geht sich in 3 Wochen noch knapp aus.
Eintrag Nr. 1103
Hallo Herr Schmickl
noch eine frage: Ich habe noch von der Apfelmaische übrig (noch nicht gebrannt), Das Anbrennen kam sicherlich da die Maische sehr zähflüssig und mit Feststoffen versetzt ist. Sollte Ich die Maische mit WAsser vor dem Brennen verdünnen ?
danke
didi, draußen im regen
12.Dez.2003 07:11:14
Nein, nicht die Maische vor dem Brennen verdünnen, damit verdünnen Sie den Geschmack im Destillat. Nehmen Sie einen Anbrennschutz, wenn die Maische wie Muß ist, dann sehr feinmaschiges Metallgitter (gibt's in jedem Baumarkt) verwenden und vorsichtig aufheizen.
Eintrag Nr. 1102
Hallo Herr Schmickl
Ich habe Apfelmaische mit einem GaAsbrenner gebrannt. Jetzt hat das Destillat einen gelben Stich und riecht leicht angebrannt. Bekomme ich das mit nochmaligem Destillieren in den Griff oder hilft nur noch Aktivkohle und das ganze Geschmacklos machen ??
danke im voraus
didi, draußen im schnee
11.Dez.2003 21:15:59
Gegen die Farbe hilft destillieren (es ist Ihnen vermutlich etwas übergegangen), gegen den angebrannten Geschmack hilt nur noch die Aktivkohle. Es wäre daher besser, beim nächsten Mal vorsichtiger auf zu heizen und langsamer zu Destillieren.
Eintrag Nr. 1101
moin moin
tolle seite, super buch
hier meine frage:
ich habe 1kg schlehen in einem liter 50% wodka angesetzt.den angesetzten möchte ich auf 12% verdünnen, und hieraus einen schlehengeist herstellen.
1.die früchte aus dem ansatz verwenden oder frische nehmen (es sind noch genügend früchte vorhanden)?
2. wieviele früchte in den aromakorb geben ? 200g ?
3. was heißt mazerieren ?
mfg aus dem hohen norden matze
matze, norddeutschland
11.Dez.2003 13:42:37
Danke!
🙂
Sie brauchen den Angesetzten nicht zu verdünnen bevor Sie ihn destillieren. Beim destillieren die Früchte in den Korb geben, frische Früchte zusätzlich im Korb sind noch besser. Sie können den Korb so voll wie möglich machen. Mazerieren bedeutet ansetzen, d.h. durch den Alkohol wird den Früchten das Aroma entzogen.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Kommentare sind geschlossen.