SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 1240
Hallo Herr Dr. Schmickl,
in vielen Beiträgen/Antworten lese ich von einer Gärzeit, die so drei bis vier Wochen beträgt. Bei drei Ansätzen (Pflaume, Birne und Aprikose) war die Gärzeit bei mir jeweils nach max. neun Tagen zu Ende. Die Temperatur lag immer gleichbleibend so um die 19 bis 20 Grad. Nach zwei Tagen schmeckte die Maische bereits sauer und ich habe entsprechend nachgezuckert. So nach weiteren zwei Tagen mußte ich schon wieder nachzuckern. Nach etwa sieben bis acht Tagen war alles vorbei. Das Fruchtfleisch war kaum mehr vorhanden, alles gut flüssig und kaum Restzucker bei ca. 20% Alkohol.
Das Obst zerkleinere ich in einer Küchenmaschine fast zu Mus - es sind keine dicken Stücke mehr vorhanden. Ich verwende Turbohefe. Das Destillat schmeckt hervorragend - riecht aber irgendwie noch ein wenig nach Hefe.
Warum ist die Gärung so schnell zu Ende? Ich weiß keinen Rat mehr.
Gerhard, D
20.Feb.2004 18:52:55
Neun Tage zum Erreichen von 20%vol, das ist extrem schnell. Das passiert normalerweise bei 22°C und mehr. Ich nehme an, daß die Gärung bei Ihnen sehr schnell begonnen hat - durch die 20°C - dadurch ist relativ viel Wärme durch die Gärung freigeworden was zu einer weitern Beschleunigung geführt hat. Die Geschwindigkeit hängt allein von der Temperatur ab. Das Destillat riecht nach Hefe, dies bedeutet, daß Sie Aroma verloren haben. Dies passiert, wenn die Gärung zu schnell abläuft. Vergären Sie das nächste Mal bei 17-18°C, es wird langsamer werden.
Anmerkung: die Gärung ist erst dann zu Ende, wenn der Fruchtkuchen, der während der Gärung oben schwimmt, zu Boden gesunken ist. Oberhalb ist dann klarer Obstwein.
Eintrag Nr. 1239
Hallo,
erstmal ein dickes Lob an die Macher dieser Hompage! Wirklich informativ, aber nachdem ich mich fast überall intensiv durchgelesen habe treten noch ein paar Fragen auf:
1. Ich will geschmacklosen Alkohol(Wodka) nach dem Zucker-Wasser-Turbohefe-Gemisch vergären. Da ist immer von einem Päckchen T.-Hefe die Rede, wieviel ist das? Ich hab hier nämlich eins mit 135g Inhalt, soll ich das komplett dazugeben?
2. Kann ich während der Gärung mein Fass bedenkenlos öffnen um z.b. die Maische umzurühren?
3. Auf meinem Gärspund ist oben eine Plastikkappe drauf, für was soll die gut sein?
4. muss das Wasser im Gärspund gewechselt bzw. erneuert werden??
Schonmal danke im Vorraus für die Beantwortung meiner (dummen) Fragen!
MfG Flo
Flo, Hessen
19.Feb.2004 22:08:26
Danke!
:-))
ad 1: Bei uns hat ein Päckchen 115 g und reicht für 25 Liter Wasser-Zucker-Maische. Wenn Sie ein anderes Produkt haben, sollten Sie dessen Herstellerangaben beachten.
ad 2: Ja.
ad 3: Die Kappe ist dazu, damit die abgestorbenen Essigfliegen nicht in zu großer Menge in Ihrem Gärspund herumschwimmen.
ad 4: Ja, sobald es nach Essig zu riechen beginnt, wechseln (ist aber nur eine Vorsichtsmaßnahme, an sich sollte trotzdem mit der Maische nichts passieren). Ist das Wasserniveau zu tief, auffüllen.
Eintrag Nr. 1238
zu 1228
vielen dank aber ich wollte damit fragen ob ich bei jeder maische hefenahrung zugeben muss?
Vielen Dank!
Samy
Samy, D
17.Feb.2004 18:52:51
Ja.
Eintrag Nr. 1237
Hallo,
hab noch ne frage krieg ich die Turbo Hefe auch im Supermarkt, wenn nicht wo krieg ich sie denn noch so her z.b. Bäcker oder so, oder muss ich die im internet bestellen.
Tobias, Oranienburg
17.Feb.2004 18:41:44
Siehe links, unter "Produktliste". Ein Bäcker verwendet im allgemeinen eigentlich nur Backhefe.
Eintrag Nr. 1236
Hallo,
also ich habe mal eine frage (andere schreiben bestimmt gleich wieder warum ich so eine dumme frage ihnen stelle naja) ich hab schon auf vielen fotos bei ihnen gesehen das der Kühler mit zwei Schläuchen angeschlossen ist, ein mal oben und ein mal unten meine frage wäre von welcher seite ich das Wassser durch fliessen lassen soll von oben nach unten oder von unten nach oben
im Vorraus schon mal Danke Tobias
Tobias, Oranienburg
17.Feb.2004 18:35:21
Das Wasser immer von unten nach oben durchfließen lassen. Unten die Frischwasserzufuhr, warmes Wasser steigt nach oben, daher oben die Wasserabfuhr.
Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten.
Eintrag Nr. 1235
Hallo Herr Schmickl,
hatte vor kurzem mein Wasser/Zucker/Turbohefe- Alkohol und meine Schlehenmaische gebrannt. Der geschmacksneutrale Alkohol hatte meines Erachtens nach dem Brennen einen komischen Geruch (Kleber ähnlich?). Hatte beim Vergären aber einen Gärspund und beim Brennen trotzdem etwas Vorlauf abgetrennt. Bin der Meinung, der Geruch des Destillats ist genauso wie vor dem Brennen. Ist dieses normal? Verschwindet dieser Geruch evt. erst nach Lagerung? Beim Schlehenschnaps war hiervon nur ein minimaler Geruch bemerkbar. Da es meine ersten Versuche sind, konnte ich leider mein Geruchssinn nicht vergleichen. Vielleicht ist es ja auch so OK.
Danke im voraus
Thomas.R, D-Niedersachsen
17.Feb.2004 12:48:29
Der geschmacksneutrale Alkohol kann leicht nach Hefe riechen, aber niemals nach Kleber. Sobald ein deutlicher Klebergeruch im Destillat vorhanden ist, haben Sie Vorlauf. Sie meinen, die Maische hat auch schon nach Kleber gerochen? Kann es sein, daß in den Fässern Verunreinigungen waren? Dieser Geruch geht durch Lagerung nicht weg, Sie müssen nochmals destillieren und den Vorlauf besser abtrennen.
Eintrag Nr. 1234
Hallo Dr. Schmickl,
da ich bei den Mengenangaben bei der Verwendung von Verflüssiger Enzymen doch auf unterschiedliche Angaben gestoßen bin wollte ich gerne mal nach so einer Art " Tabelle " fragen. Oder ist es unproblematisch, außer für den Geldbeutel, wenn mann die Menge einfach "überdosiert" also zum Beispiel doppelte Menge verwendet. Wobei was ist die doppelte Menge?
Ich würde auch noch gerne wissen, ob ich zum neutralisieren des Nachlaufes und der Fehlversuche die nicht so munden auch Aktivkohle aus der Aquaristik verwenden kann. Hier wird ja beschrieben, das die Kohle nach ca. 24 Stunden wieder entfernt werden soll.
Vielen dank für Ihre Mühe und wenn mir der erste vermeintlich gute Schluck gelingt, werde ich Sie gerne mit einer Probe bedenken wenn Sie möchten.
Guido, Norddeutschland
16.Feb.2004 20:29:14
Wenn man zuviel Verflüssiger verwendet, so ist das bei den meisten Produkten unbedenklich. Es gibt keine Tabelle für die Dosierung, hier hat jede Firma ein anderes Produkt und somit auch eine andere Konzentration und Dosiermenge.
Sie können es mit der Aquarienkohle versuchen, ob Sie allerdings das gewünschte Resultat bekommen werden, kann ich Ihnen nicht garantieren. Die Effektivität unterscheidet sich bei den Kohlen durch die jeweilige Porengröße, die ist je nach Anwendung und der zu adsorbierenden Substanzen unterschiedlich. 24 Stunden als Ziehdauer ist viel zu wenig. Nach unserer Erfahrung sollte die Ziehdauer (mit der "richtigen" Aktivkohle) mindestens eine Woche betragen, je länger desto besser.
Freuen uns auf die Probe.
🙂
Eintrag Nr. 1233
Hallo Herr Schmickl
Ich habe gehört das man bessere Brennergebnisse erziehlt wenn man das Steigrohr zusätzlich erhitzt zb mit einem Bunsenbrenner? Ich bin gerade am bau einer Destille, ich verwende Kupfer als Material. Spielt es eine rolle ob ich ein Steigrohr verwende oder gibt es noch andere Möglichkeiten?
Vielen Dank schon im voraus!
Mfg. Pa
Pa, Bodensee
15.Feb.2004 20:54:42
Nein, vergessen Sie diesen Tipp gleich wieder, und auch das Steigrohr. Möchten Sie aromatische Schnäpse mit einem intensiven fruchttypischen Aroma erhalten, dann bauen Sie das Steigrohr so kurz wie möglich. Je länger das Steigrohr, desto mehr Geschmack geht verloren.
Auch auf die Gefahr hin lästig zu erscheinen: Im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" (siehe linke Seite) sind diese Dinge und physikalischen Zusammenhänge sehr detailliert und einfach beschrieben. Mit diesem Wissen kann der Leser selber beurteilen, ob ein "guter Tipp" eher zu den unzähligen Mythen und Legenden im Bereich Schnapsbrennen gehört oder nicht.
Eintrag Nr. 1232
Sehr geehrter Herr Schmickl
Ich habe kürzlich eine Pflaumenmaische(16%)gebrannt.Danach habe ich das Destillat auf Trinkstärke verdünnt.Über nacht ist jedoch eine starke milchige Trübung enstanden.Liegt es daran,das ich das destillierte Wasser auf einmal ohne umzurühren hineingegossen habe?Und wenn ja wie kann ich es umrühren?
Mfg.Bernd
Bernd, Nrw
15.Feb.2004 18:29:41
Ja, Sie haben mit Ihrer Vermutung recht. Sie sollten das Wasser LANGSAM zugeben und WÄHRENDDESSEN gut RÜHREN. Umrühren am besten mit einem Mixer oder Milchaufschäumer. Sonst tritt genau der von Ihnen beschriebene Effekt auf.
Jetzt gibt's nur noch zwei Möglichkeiten: entweder Alkoholgehalt wieder erhöhen (durch Zugabe von unverdünnten Alkohol), dann könnte die Trübung wieder verschwinden. Anschließend wieder Verdünnen, aber diesmal richtig. Oder das Ganze z.B. mit Spezialfiltern filtrieren.
Eintrag Nr. 1231
Hallo Herr Schmickl
Hab ich etwas falsch gemacht? Nach dem Ansetzen von Zwetschgen u. Birnenmaische, die Gärung verlief problemlos und es haben alle Parameter gepasst (ph-Wert ok, über 20%, geschmacklich in Ordnung ...) bin ich nun nach den ersten Versuchen etwas enttäuscht. Das Destillat hatte in beiden Fällen etwas 70%, Vorlauf war minimal, Edelbrand von 81 bis 91 Grad. Sowohl bei Zwetschge, als auch bei Birne wurde auf 45% verdünnt und drei Wochen offen mit Wattekorken abgelagert. Bei der Verköstigung war allerdings auffallend, dass beide etwas "fad" schmecken, beim Riechen fehlt der typische Zwetschgengeruch fas vollständig, bei der Birne ist es auch nicht anders. Hab schon gedacht, ob es an der Fruchtsorte liegen könnte, habe aber bei Zwetschge zwei verschiedene Sorten angesetzt, das Resultat ist aber bei beiden gleich. Bin nun etwas ratlos.
Können Sie mir weiterhelfen?
mfg
Chrs
Chris, Bayern
15.Feb.2004 15:23:30
Nein, an der Frucht liegt es nicht, denn Zwetschke schmeckt immer, egal welche Sorte. Vorraussetzung natürlich, die Früchte waren reif. 70% an Destillat ist viel zu hoch, Sie sollten bis ca. 55-58%vol brennen. Da Sie zu früh die Destillation beendet haben, fehlt Ihnen auch ein großer Teil der Aromen, mit der Temperaturmessung - die Angaben 81-91°C sind OK - kann etwas nicht stimmen. Weitere mögliche Ursache für zu wenig Geschmack: lag die Gärtemperatur über 19°C? Wenn ja, dann wurde durch die schnelle Gärung und dadurch starke CO2 Entwicklung Aroma "ausgeblasen". Oder das "offen stehenlassen" war bei einer zu hohen Temperatur. Wir haben das einmal im Sommer bei ca. 22-24°C gemacht, nach zwei Wochen schmeckte auch alles fad. Die offenen Flaschen daher am besten bei ca. 15-19°C lagern (Kellertemperatur).
Eintrag Nr. 1230
hallo,
ich habe eine brennanlage gebaut mit einer kühlspirale von 15m habe aber nur einen kessel von 25l (einkochkessel) das destillat kommt nur sehr langsam heraus, kann es sein das die schlange zu lang ist? wie lang sollte sie sein bei dieser kesselgröße? auf wieviel meter muss ich sie verkürzen?
mfg bjoern
ist turbohefe empfehlenswert?
bjoern, deutschland/hessen
14.Feb.2004 23:17:54
Ja, 15 m sind etwas lang, 5 m sind für 25 l sicher lang genug. Daß hat aber nichts damit zu tun, daß das Destillat langsam heraus kommt. Dagegen hilft nur mehr Energie zuführen (Kochplatte oder Brenner mehr aufdrehen).
Ja, Turbo funktioniert optimal, sowohl für aromatische Obstbrände, als auch für geschmacklosen Alkohol.
Eintrag Nr. 1229
Hallo,
ich habe heute meine "Brennsaison 2003" abgeschlossen. Außer den bereits von mir gestellten und von den Dres. meist ausreichend beantworteten Fragen bleibt mir folgende Anmerkung: Dies war meine erste Brennsaison. Mit jedem Brenndurchgang schien die Anlage irgendwie besser zu gehen. Fehler und Probleme, die am Anfang auftraten sind heute einfach weg. Auf der anderen Seite gab es bei jeder Maische neue Erfahrungen. Am grafierendsten war für mich, daß ein Überzuckern der Maische echt ärgerliche Folgen haben kann. Dies kommt im Praxisbuch etwas zu Kurz (da steht sinngemäß lieber etwas zuviel als zu wenig). Bei einer überzuckerten Quittenmaische mußte ich Anfangs nach jedem Brennvorgang den karamellisierten Zucker mit Bohrmaschiene und Stahlbürste entfernen. Das Destillat hat einen derartigen Zuckergeschmack, daß sogar nach wochelager Aktivkohlebehandlung und erneutem Brennen der Karamelgeschmack noch da ist. Daß die Gärung nicht optimal war, trotz 3x Zuckergabe, nur nebenbei.
Aber es hat so richtig Spaß gemacht!
Danke den Dres.
H.-H.
lohrjaeger, spessar
14.Feb.2004 23:10:10
Mehr als 389 g Zucker / l sollte nicht zugegeben werden (im Buch steht auch nichts anderes drin). Hält man sich daran, so ist mir eine Karamelisierung unbekannt, auch wenn man den Eigenzucker der Frucht nicht von der Zuckermenge abzieht. Da Quitten jedoch einen relativ niedrigen Eigenzuckergehalt haben, ist das hier auch nicht das Problem. Ich vermute eher, daß, aus welchem Grund auch immer, die Gärung nicht richtig verlaufen ist, sonst wäre es nämlich nicht möglich, daß die Masiche nach vollständiger Gärung noch soviel Zucker enthält.
Kurzum: nächstes Jahr wieder versuchen, Sie werden sehen, dann gelingt's!
P.S.: Ein Hobby soll ja auch Spaß machen.
😉
Eintrag Nr. 1228
hallo herr Schmickl,
ich bins wieder ich wollte mal fragen wann ich hefenahrung zugeben muss?
Vielen Dank!
SAMY
Samy, D
14.Feb.2004 20:48:57
Ganz zu Beginn, wenn auch die Hefe zugegeben wird.
Eintrag Nr. 1227
hab mir neulich zwetschgenschnaps gekauft darauf hin hab ich ihn gefragt wie er die Maische angelegt hat. Er hat nur Zwetschgen mit kernen angelegt ohne hefe oder zucker hat er das richtig gemacht?
stefan, Stuttgart
14.Feb.2004 14:35:08
NEIN!
Ohne Zucker ist in Ordnung, ohne Hefe ist jedoch NICHT in Ordnung, denn so entstehen zwangsläufig viele Fehlgärungen die viele giftige Substanzen erzeugen, die sich zum Teil im Vorlauf anreichern. Eine richtige Vorlaufabtrennung ist bei dieser Methode somit sowieso Grundvoraussetzung. Trotzdem hat ein Destillat einer Maische mit Wildgärung meist erhebliche Geschmacksfehler (sehr oft tritt z.B. Essigstich, eine unangenehme Schärfe oder "Fäulinis/Modergeruch" o.ä. auf), die sogar von Laien sofort erkannt werden.
Fazit: Ein Qualitätsprodukt kann aus einer Wildgärung NIE entstehen.
Eintrag Nr. 1226
Hallo,
ich habe gestern die Wokmethode mit einem ganz normalen Kochtopf und umgedrehten deckel und tasse getestet, in den deckel füllte ich wasser zur zusätlichen kühlung kamen külakkus hinein, wir brannten zuerst alten Fusselwein (restbestände aus dem Keller). Unser destillat hat einen komischen eigengeschmack ist aber mild, brennt auch wenn man es anzündet ohne probleme. Meine Frage ist nun wieviel Prozent könnte es haben Oder anders wieviel ist mit dieser Methode drin? ich hoffe das nicht soviele gesundheitsschädliche substanzen in unseren destillat sind.
vielen dank euer Locomecanico
locomecanico, bayern
13.Feb.2004 17:20:58
Wenn Sie Wein destilliert haben, so hat das Destillat ohne Nachlauf ca. 45-50%vol, je nachdem, wie lange Sie destilliert haben. Die Trennleistung entspricht der einer herkömmlichen pot still, ohne Verstärkereinbauten. Der komische Eigengeschmack kann nur vom verwendeten Wein stammen. Unter der Voraussetzung, daß die verwendeten Gerätschaften sauber waren und daß sich durch den Alkoholdampf keine Kunststoffbeläge o.ä. aufgelöst haben (in der gesamten Konstruktion sollte natürlich kein Kunststoff, z.B. auch als dünner Überzug der Tasse o.ä. vorhanden sein). Wenn's in der Nase sticht, ist das die schwefelige Säure (entsteht, wenn "geschwefelter" Wein verwendet wurde). Die kommt vom Wein. Zum Glück ist diese Säure leicht flüchtig: Einfach zwei/drei Minuten lang Luft schäumend reinmixen, wenn's nicht mehr sticht ist die Säure weg.
Eintrag Nr. 1225
Hallo Herr Dr. Schmickl,
wirklich sehr gelungen Ihre Website und ich kann mir denken, dass es viel Mühe macht, diese zu pflegen. Ganz herzlichen Dank von meiner Seite. Bei jedem Besuch nehme ich hier "etwas" mit!
Eine Fachfrage von mir: Was sind "Zibarten", auch "Ziebärtle" habe ich schon gelesen?
Herzlichen Dank für die Auskunft.
Eberhard
Eberhard, D
12.Feb.2004 22:02:09
Danke, wir bemühen uns!
🙂
Bei den Zibarten, Ziebärtle, Zieberln oder Kriecherln handelt es sich um "Mini"-Zwetschken, eine Art wilde Form der Hauszwetschken. Der deutsche botanische Name ist Kirschpflaume. Es gibt Sie in dunkelblau und gelb, wobei die dunkelblauen besonders aromatisch sind. Deswegen wird ein Zieberlnbrand in Fachkreisen auch sehr geschätzt (und ist auch entsprechend teuer).
Eintrag Nr. 1224
zu Eintrag 1222

Hallo Hr. Dr. Schmickl,
ich denke 8 kg Zucker mit Wasser auf gesamt 25 l Maische auffüllen sind für 20% Alk. schon ok.
Da in den 25 l die 8 kg Zucker bereits enthalten sind, kommt man auf ca. 400g Zucker/Liter. Bitte berichtigen Sie mich falls mein Gedankengang falsch ist.
MfG oewi
oewi, Stmk.
12.Feb.2004 21:29:08
Stimmt nicht ganz:
Wie Sie richtig schreiben befinden sich in 25 l Maische insgesamt 8 kg Zucker (es werden nicht 25 l Wasser hinzugegeben, sondern bis auf 25 l aufgefüllt, somit weniger als 25 l Wasser hinzugegeben).
Somit:
8 kg je 25 l = 0,32 kg je Liter.
(8 / 25 = 0,32)
Eintrag Nr. 1223
S.g. Hr. Dr. Schmickl
1.) Habe seit Weihnachten eine Classic Anlage und durchaus gute Ergebisse in der Zwischenzeit erzielt,habe aber Frage, es steigt die Nachlauftemperatur ab 91 Grad extrem langsam und erreicht nur sehr langsam 94 Grad, wenn überhaupt, ist das korrket so?
2.) Welchen Alkoholgrad erreicht man bei Brennen von Nachlauf?
3.) Habe sowohl Honig- als auch Zuckermaische angesetzt:
a.) Bei Honig habe ich Säure zugesetzt, ist das korrekt?
b.) wird Gärung beeinflußt dadurch, daß Maischegefäß nur zur Hälfte angefüllt ist?
c.) Was verstehen Sie unter häftiger Gärung, ist einer Blubberer ca. alle 20 Sekunden OK?
d.) Gärung beider Maischen nach 2 Wochen noch immer nicht fertig bei Raumtemperatur von 19 Grad. Ist das OK?
e.) wenn Gärung einmal fertig ist, sind diese beiden Maischen verderblich?
Danke und mfg
Franz Josef
FranzJosef, Oberösterreich
11.Feb.2004 12:38:34
ad 1: Ja, das ist korrekt. Durch die immer höhere Dampftemperatur wird auch immer mehr Energie benötigt, um das Ganze am Kochen zu halten.
ad 2: Hängt von Ihrer Ausgangssubstanz ab und wie lange Sie destillieren: so ca. 5 bis 15%vol.
ad 3:
a: Ja
b: Nein
c: Ja. Hängt von der Temperatur ab, schnelleres gären ist auch möglich
d: Ja, dauert 3-4 Wochen
e: bei mehr als 16%vol können Sie diese zumindest 1-2 Jahre lagern
Eintrag Nr. 1222
Hallo Dr. Schmickl!
Ich möchte einen Zuckeransatz mit Turbohefe 20vol% brennen. Habe auch das Rezept 8kg Zucker in 8l Wasser auflösen und dann auf 25l auffüllen. Wenn man dies so macht kommt man auf 320g/l. Diese Zahl habe ich in den Alkohol Rechner eingegeben und es kam eine Maische mit 16,42 vol % heraus. Die Hefe soll aber 20 Vol% aushalten.
Kann ich die Ausbeute irgendwie maximieren?
Was passiert wenn ich statt 8kg Zucker die rechnerischen 9,75 kg Zucker verwende?
Gruß Patrick
Patrick, Hessen
10.Feb.2004 20:10:05
Die 8 kg sind die Herstellerangaben. Die Hefe überlebt aber auch 20%vol und manchmal auch mehr. D.h. 9,75 kg sind kein Problem.
😉
Eintrag Nr. 1221
Hallo, ich bins nochmal. Ich hab noch eine Frage vergessen. Ich such noch ein Thermometer. Wo bekomme ich so eins wie bei ihren Geräten? Sie verkaufen keine?
Gruß Markus
Markus, Stuttgart
10.Feb.2004 19:53:13
Thermometer gibt es im Laborbedarf, bei Optikern und bei uns.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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