SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 4060
Ich habe eine Frage zum Geistbrennen.
Für meine Tinkturen möchte ich gerne Apfelgeist herstellen. Nun habe ich noch Herbstäpfel aus dem Garten. Nun ist Mai. Kann ich diese noch nutzen? Evtl mit mehr Vorlauf? Ist es sinnvoll diese dann zu schälen- die Schale ist schrumplig- oder entstehen bei so altem Obst zuviele Schadstoffe?
Was gibt es noch zu beachten?
Viele Grüße
M.U.
M.U., borgsdorf
14.Mai.2015 13:58:57
Doch können Sie verwenden, nicht schälen, nur in kleine Würfel schneiden. Vorlauf entsteht nur wenn Sie dafür Alkohol welcher Vorlauf enthält benutzen.
Eintrag Nr. 4059
Hallihallo
Ich brauche mal Profihilfe.
Ich habe vor kurzem eine 50Liter Destile erstanden, nun juckt es mich natürlich in den Fingern sie auszuprobieren.
Leider muss ich gestehen das ich NULL erfahrung hab...
Ich würde gerne Reisschnaps, Korn oder Vodka brennen.
Kann mir dazu jemand sagen worauf ich achten muss, wie stelle ich fest ob mein Brand genißebar ist und wie setzte ich die Maische an?
Wäre um Hilfe sehr dankbar 🙂
Robin Böttger, Richstein
12.Mai.2015 21:45:16
Am besten das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" lesen, hier im Forum stöbern, loslegen und dann, falls überhaupt noch notwendig, hier Fragen stellen.
Eintrag Nr. 4058
Hallo zusammen
Da ich kein thermometer an meiner " Betzie " (meine destille) habe , habe ich mich nach einer Antwort aus eurem Forum orientiert. Die lautet 0.5l Brennkessel gefüllt mit 350ml 18% zuckermaische ergibt 100ml 43% Destillat. Meine Frage ist ob das auch so ginge. Meine 12.5l fertige zuckermaische aus 3kg Zucker und ein halbes Päckchen turbohefe hatte nach 5 Tagen 10%. habe 0.5l mit 350ml von meiner 10% maische gefüllt und destilliert. Habe denn Vorlauf abgetrennt und 50ml 55% destillat aufgefangen und die destillation beendet. Das Destillat riecht nach Vodka mit Hefe und schmeckt auch so nur stärker im Nachgeschmack.
trinkbar ja oder nein?
Gruß franky
Franky, xxx
12.Mai.2015 02:52:02
Wenn der Kesselinhalt tatsächlich nur 10%vol hatte, ist der Alkoholgehalt vom Destillat eindeutig zu hoch und damit die Ausbeute zu gering. Bei 10%vol (falls der Wert überhaupt stimmt...) sollte das Ergebnis deutlich unter 50%vol haben, somit wurde die Destillation zu früh beendet.
Trinkbar schon, aber sicher kein Genuss. Wegen dem Hefegeschmack: hier wurde die falsche Marke gewählt, Turbohefe hat normalerweise keinen Hefegeschmack, diesbezüglich bitte die Suchfunktion nutzen, sowohl hier wie auch in der Diskussion.
Eintrag Nr. 4057
Hallo zusammen,
ich bin angehender „Jung-Brenner“ und habe dazu ein paar Fragen.
Meine Destille Kesselinhalt ca. 70 Liter ist ca. 60-80 Jahre alt und wird mit Holz befeuert.
Wie kann ich die Kesseltemperatur messen beim Brennvorgang es ist kein Thermometer sondern nur ein Manometer vorhanden mit einer roten Markierung bei 0,5 Bar.
Gibt es ein Verhältnis zwischen Druck und Temperatur?
Wie voll soll ich den äußeren Mantel (Wasserbad) füllen?
Wie herum wird das Geistrohr montiert zum Kühler abfallend oder ansteigend?
Danke euch schon einmal für die Antworten
Gruß Benny
Benny, BW
11.Mai.2015 14:44:47
Entweder nach Gefühl und Geschmack brennen, dazu braucht es allerdings einiges an Erfahrung, oder Thermometer nachträglich einbauen. Wo, ist im Buch ausführlich beschrieben. Das Manometer zeigt den Druck im Mantel an, je höher, desto heißer ist der Mantel. Auch hier ist Erfahrung notwendig um den richtigen Zeitpunkt zu wissen wann kein Holz mehr nachgelegt werden soll, da ein Doppelmantelkessel ohne Kaltwassereinspritzdüsen enorm träge ist, d.h. auch bei gelöschtem Feuer ist das Ding noch stundenlang so heiß, dass der Inhalt quasi von alleine kocht. Und wenn der Mantel zu heiß ist, kocht der Inhalt über, ohne dass man daran etwas ändern kann.
Den Mantel ca. zu 90% mit Wasser befüllen, es sollte jedoch irgendwo eine Markierung für den Füllstand angegeben sein.
Dieser Anlagentyp ist so konstruiert, dass das Geistrohr zum Kühler ansteigend montiert wird, obwohl das aus geschmacklicher Sicht nicht sinnvoll ist, ausführliche Erklärung dazu steht ebenfalls im Buch.
Kurzum: entweder jemanden der sich damit auskennt im Hilfe bitten oder im Alleingang Erfahrung sammeln, also so oft wie möglich damit brennen und aus Misserfolgen lernen, nicht aufgeben.
Eintrag Nr. 4056
Ich haben einen Schnaps (Vogelbeere) der nicht gut ist, vermutlich zu viel Vorschuß beim Brennen
(er hat einen brennenden Nachgeschmack), wie kann man so einen Schnaps noch retten.
Lettner, Ennstal
09.Mai.2015 10:07:11
Noch einmal destillieren und den Vorlauf diesmal nach allen Regeln der Kunst abtrennen (siehe Buch). So etwas haben wir schon öfters bei mitgebrachten Schnäpsen erlebt, wir haben in solchen Fällen bis zu 10% (!) Vorlauf abtrennen müssen. Also nochmals: 2 Liter trinkfertiger Schnaps, ab Hof gekauft, hatte 200 ml Vorlauf...
Eintrag Nr. 4055
Hallo Hr. Schmickl,
ich habe ein "Brennproblem" und will Sie daher gerne um Rat fragen: Meine Brände haben allesamt einen äußerst unangenehmen Beigeschmack, vor allem nach dem Brennen (nach mittlerweile 2-3 Jahren ist der Beigeschmack zwar immer noch da, aber schwächer geworden). Ich Bin nach Ihrem Buch vorgegangen und habe verschiedene Obstsorten mit Hefe (Portwein, Sherry, beides von Kitzinger) vergoren. Danach teils kürzere, teils längere Zeit stehen lassen. Gebrannt dann von ca. 78-90 Grad.
Nachdem ich alle Fehler versucht habe, auszumerzen, stell ich mir nun noch die Frage ob es an den Resten der Hefe liegen kann. Den untersten Bodensatz habe ich bewusst weggelassen, aber schon noch Fruchtfleisch mitgebrannt. Nun kann es ja sein, dass da noch abgestorbene Hefe dran haftet, aber auf der anderen Seite schreiben Sie ja das man Fruchtfleisch mitbrennen soll, da es dann einen aromatischeren Geschmack ergibt. Wie machen Sie das denn? Bodensatz, Fruchtfleisch ja oder nein?
Ich weiss natürlich, dass sich Brände entwickeln müssen, aber direkt nach dem Brennen sind die Brände ich würde fast sagen ungeniessbar und auch nach Jahren ist immer noch ein Rest-Geschmäckle drin, das die Brände nicht unbedingt besonders lecker macht??
Für Ihre Hilfe schonmal vielen Dank und großen Lob auf Ihr Buch und die Seite hier!!!
Manfred B., Kärnten
03.Mai.2015 22:24:50
Soweit mir berichtet und in der Diskussion auch häufig beschrieben wurde, ergibt nur Turbohefe eines gewissen Herstellers einen unangenehmen muffigen Beigeschmack (Suchfunktion nutzen), wird häufig als hefeartig beschrieben. Jedenfalls tritt dieses Problem weder bei Turbohefen der Firma Prestige noch bei Portwein- oder Sherryhefe auf. Dieser Beigeschmack sollte auch nicht auftreten wenn der Fassinhalt kräftig umgerührt wird und anschließend gebrannt.
Ich weiß nicht ob Sie hochgradig arbeiten, wenn ja, und die Maische zumindest 6 Monate nach der Gärung gelagert wurde, ist der Brand normalerweise sofort nach dem Brennen einfach hervorragend, frei von jeglichem Beigeschmack. Während des Verdünnens auf die künstliche Alterung (Suchfunktion nutzen) nicht vergessen. Mein Tipp wäre möglichst exakt die Beschreibungen im Buch zu befolgen, also Säureschutz, Verflüssiger, Gärtemperatur usw. zu beachten.
Gutes Gelingen und danke für das Lob!
Eintrag Nr. 4054
Guten Tag Hr. Schmickl
Ich habe mit meiner Destille Classic eine Zucker - Wasser Maische gebrannt. Bis jetzt einwandfrei und ohne Probleme. Bei den letzten zwei Durchläufen trat das Destilat jedoch nicht mehr tröpfchenweise aus der Anlage sondern Stoßweise. Ich habe die Anlage dach jedem Durchlauf gereinigt und auch auf etwaige Verstopfungen überprüft.Was könnte der Grund dafür sein?
Alfred, Kärnten
18.Apr.2015 16:35:49
Die Spirale der Kühlschlange sollte überall nach unten geneigt sein. Ist dies nicht der Fall, sammelt sich in der flachen bzw. leicht nach oben geneigten Stelle ein wenige Destillat, welches dann stoßweise austritt. Das Ergebnis wird dadurch jedoch nicht beeinflusst. Biegen Sie die Spirale wieder so zurecht, dass sie überall nach unten geneigt ist.
Eintrag Nr. 4053
Hallo Hr. Schmickl
Ich habe eine 30L Brennanlage aus Kupfer und arbeite mit Turbohefe und brenne einmal.
Die ersten Male habe ich mich an die Rezepte aus dem Internet gehalten was den Zucker für die Maische betrifft.
Das Ergebnis war ein klarer sehr guter Schnaps mit ca. 76% Alkohol. Den Vorlauf bis ca.80°C habe ich weggegeben, bei ca. 90°C habe ich aufgehört zu brennen.
Danach habe ich auf Anregung verschiedener Leute nur ca. 1kg Zucker auf 30L Maische gegeben.
Ich habe genauso Turbohefe, Biogen-M und Verflüssiger Spezial genommen, genauso wie beim ersten Durchgang.
Die Abtrenn-Temperaturen habe ich gleich gelassen, trotzdem bekam ich weniger Alkohol (Menge und ca. 45% Alk.) und außerdem war der Schnaps milchig.
Jetzt zu meiner Frage:
1. Hat das mit der Menge des Zuckers zu tun?
2. Obwohl der Gärvorgang abgeschlossen war ist der Fruchtkuchen nicht abgesunken, die ersten Male schon. Wie kann das sein.
Es wäre schön wenn Sie mir da helfen könnten.
Danke Schön
Wermie82, Ostarichi
09.Apr.2015 20:21:30
ad 1) Erster Hauptsatz der Thermodynamik: aus nix wird nix! Wie im Buch sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich beschrieben, wird durch die Hefe Zucker in Alkohol umgewandelt. Kein Zucker, kein Alkohol. Sobald der in den Früchten enthaltene Zucker aufgebraucht ist, verhungert die Hefe.
ad 2) Bei hochgradigen Maischen wird wegen der langen Gärdauer das Obst viel besser zersetzt, es bildet sich mehr Flüssigkeit, Feststoffe sinken nach der Gärung leichter ab. Dies scheint diesmal nicht der Fall gewesen zu sein.
Kurzum: wieder so vorgehen wie immer, nicht auf "Anregungen verschiedener Leute" achten, wenn Sie mit dem was Sie bisher gemacht haben zufrieden sind.
Eintrag Nr. 4052
Hallo,
ich bin kurz davor zum ersten mal mit meiner Mini Destile zu brennen. Und ich würde sehr gerne wissen. (Da man ja mit den Raubrand aufhört wenn er unter 10%voll fällt.) Wie ich den alkohol gehalt von den herunter tropfenden Raubrand messen kann, um zu wissen wann ich mit den Raubrand fertig bin? Ich besitze einen Alkoholmeter 0-70 aber da brauche ich doch viel größere mengen um messen zu können?
Mucu, Niederösterreich
04.Apr.2015 12:50:25
Vollkommen richtig, ein Refraktometer wäre daher sinnvoller. Wie Sie dieses Problem mit einem Dampfthermometer lösen können, es also indirekt als Messgerät für den Alkoholgehalt einsetzen, ist im Buch sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich beschrieben.
Eintrag Nr. 4051
Moin! Meine Frage ist ob er bei der Herstellung von geschmacklosen Alkohol zu fehlgärungen kommen kann? Habe den Deckel nicht richtig geschlossen und über einen längeren Zeitraum ist Luft an die Zuckermaische gekommen. Jetzt weiß ich nicht ob ich das Zeug bedenkenlos destillieren kann. Ist ja nur Zucker und Wasser. Vielen Dank
Inge anderson, Niedersachsen
04.Apr.2015 01:41:19
Ja, es können immer Essigfliegen oder unerwünschte Mikroorganismen die Maische verderben. Jedoch: ab einem gewissen Alkoholgehalt wirkt Alkohol wie ein Konservierungsmittel. Z.B. ab 16%vol kann Essig nicht mehr entstehen, das Problem Kahmhefe existiert bei hochgradigen Maischen nicht, wegen dem hohen Alkoholgehalt. Kurzum: Riechen und Kosten Sie die Maischen, wenn keine Auffälligkeiten, ist alles in Ordnung!
Eintrag Nr. 4050
Spaßeshalber hatte ich mal überlegt wie man eine Kupferdestille baut. Im Internet habe ich noch keine Bauanleitung oder ein Schnittmuster gefunden. Weiß jemand zufällig wo ich sowas derartiges finden kann? Oder mir direkt mit Fachwissen weiterhelfen kann?
Alles natürlich nur Spaßeshalber 🙂
Danke im vorraus...
Moonshiner, Brandenburg
26.Mär.2015 20:03:11
Nur Spaßeshalber: beachten Sie die Gesetzeslage!
Eintrag Nr. 4049
Hallo Hr. Schmickl,
haben Sie erfahrung mit getrocktneten Früchten?
Ich habe letztes Jahr eine Zwetschgenmaische gemacht. Auch schon teilweise gebrannt und es gibt ein gutes Zwetschgenwasser.
Was würde nun passieren, wenn man getrocktnete Zwetschgen in das Zwetschgenwasser rein gibt?
Farbe wird sich verändern.
Wissen Sie ob der Geschmack noch intensiver Zwetschgig wird?
Danke für die Rückmeldung.
Dominik, hier und da
26.Mär.2015 11:00:37
Der Geschmack von Dörrpflaumen ist nicht der gleiche wie frische Zwetschken. Daher wird sich beim Einlegen der Geschmack auch entsprechend verändern und den ursprünglichen Geschmack eventuell übertünchen. Auch wird der Schnaps süßer werden, da sich der Zucker aus dem Dörrobst teilweise auflöst. Ob dies gewünscht ist, ist reine Geschmacksache, einfach mit einer kleinen Menge ausprobieren.
Eintrag Nr. 4048
Hallo Herr Dr.Schmickl,
ich habe nach langem rumexperimentieren in meinem Labor einen recht guten (subjektiv) Gin hergestellt. Nun möchte ich diesen in größerer Menge brennen lassen. Ich habe mich etwas mit dem Thema beschäftigt, finde aber keine befriedigende Antworten auf meine Fragen. Ist es generell möglich, dass ein Lohnbrenner mein Produkt herstellt und ich es dann selbstständig vertreiben und vermarkten kann??? Oder darf ich selbst eine Maische ansetzen, die dann vom Lohnbrenner für mich gebrannt wird??? Und welche rechtlichen Voraussetzungen sind zu beachten???
Johannes Eimer, Norddeutschland
09.Mär.2015 15:23:45
Ja, ist prinzipiell möglich, für genauere Infos erkundigen Sie sich am besten bei dem für Ihre Region zuständigen Zollamt, Abt. Alkoholverwaltung.
Eintrag Nr. 4047
Grüss Gott Herr Schmickl
Ich habe eine Zucker-Wasser-Turbohefe Maische angelegt.
Die gärt nun ca. seit 3 Wochen und ist praktisch abgeschlossen.
Nun habe ich mit dem Alkoholometer (von ihnen) den Alkoholgehalt gemessen. Das ist Ergebnis: 0%vol.
Ich habe nicht filtriert. Sollte ich nicht 18-20% vol erreichen?
Danke für die Antwort.
Besten Gruss
CV
CV, Schweiz
04.Mär.2015 07:22:08
Wie im Buch ausfürhlich beschrieben kann ein Alkoholometer nur für Destillate verwendet werden.
Eintrag Nr. 4046
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
ich muss noch mal das Thema „Kalibrieren“ aufgreifen. Ich habe meine Pot still wie empfohlen kalibriert und hier der Verlauf.
3 Liter Weißwein, 12%ig und Apfelscheiben im Aromakorb (Pot still 4 Liter)
- Aufgeheizt mit voller Leistung (Kochplatte), aber, als der Topf außen sehr heiß war,
Plattenleistung von 9 auf 3 reduziert
- Die Dampftemperatur stieg beginnend bei 30°C innerhalb von nicht einmal einer Mi-
nute auf 88°C an; bei ca. 84°C kamen die ersten Tropfen Destillat
- Ab 88°C stieg die Temperatur langsamer (in 5 min. auf 92°C) und das Destillat
tropfte mit 120 Tropfen/Minute
- Anstiegskurve wurde dann flacher und nach 2maliger Erhöhung der Leistung um
jeweils eine Stufe, erreichte ich den Alkoholgehalt von 52% vol. in den 600ml
Destillat bei einer Temperatur von100°C
Kann das so richtig sein? Sind 100°C nicht viel zu hoch? Das Thermometer ist so eingebaut, wie im Buch beschrieben.
Viele Grüße aus Griechenland
Jürgen Erfurt
PS. Eine detaillierte graphische Darstellung des Temperaturverlaufes sende ich Ihnen per eMail.
Jürgen Erfurt, Griechenland
27.Feb.2015 19:00:42
100°C ist natürlich Quatsch, Sie sollten das Thermometer mit kochendem Wasser kontrollieren. Wenn das Thermometer bei 52%vol Alkoholgehalt (im gesamten Destillat) 100°C anzeigt, wurde die Kalibrierung nicht richtig durchgeführt.
Eintrag Nr. 4045
Hallo,
ich habe letztes Jahr zu ersten mal einen Ebereschenbrand gemacht.
Um die Maische herzustellen, habe ich mir sagen lassen, müssen die Beeren gekocht werden. Dies soll das Aroma heraus bringen und den abführenden Effekt verhindern. Da Sie jedoch nicht richtig weich wurden(evntl. zu früh geerntet) habe ich die Zerkleinerung mit einer Küchenmaschiene vorgenommen. Davon habe ich dann die Maische gemacht und später auch gebrannt.
Das Ergebnis riecht sehr Aromatisch. Was mir jedoch sorgen macht ist, dass ich in meinem Brennbuch den Hinweis gefunden habe, dass man die Kerne in den Beeren nicht kaputt machen soll, da Sie Blausäure enthalten. Leider etwas spät gelesen. Angesicht dessen das ich die Beeren mit der Küchenmaschiene klein gemacht habe, gehe ich davon aus, dass auch die Kerne dabei zerkleinert wurden.
Kann man den Brand auf Blausäure testen (mit Lackmusstreifen ö.ä.)?
Ich habe auch gelesen, dass Blausäure bei Zimmertemperatur verdampft. Würde es daher helfen den Freinbrand eine Weile (1 oder 2 Wochen) offen stehen zu lassen?
Oder muss ich doch alles in den Abfluss gießen?
Viele Grüße
Karl
Karl, Brandenburg
24.Feb.2015 10:05:17
Nein, nicht in Abfluss gießen. Entweder nach Blausäure testen lassen (Lebensmitteluntersuchungsanstalt) oder selbst mit einem der beiden im Buch beschriebenen Tests testen.
Eintrag Nr. 4044
hallo
ich hätte ein paar fragen zur Getreidebrand herstellung. Ich möchte eine Maische menge von 100 lt herstellen. ich habe schon 2 Enzyme
Eins für die Stärke zum Abbauen (IOC Filtazym Spiri G1) und eins für die Verzuckerung(IOC Filtrazym Spiri G2)
-Wie viel Getreide benötige ich dafür??
-Soll die Maische eher dünn sein oder ein Dicker Brei??
-Auf wie viel Grad C° muss ich die maische aufkochen??
-Soll ich das Getreide Mahlen oder nur quetschen??
Gerald, Steiermark
09.Feb.2015 20:59:34
Mir drängt sich hier die Frage auf, gab es zu den Produkten keinen Beipackzettel wie sie anzuwenden sind? Da wir damit nicht arbeiten kann ich dazu auch keine sinnvolle Auskunft geben. Am besten stellen Sie Ihre Fragen in der Diskussion, vielleicht hat ja jemand diesbezüglich Erfahrung.
Eintrag Nr. 4043
Grüss Gott Herr Schmickl
Bezüglich Gärfassgrösse habe ich folg. Frage: Muss das Gärfass möglichst voll gefüllt werden, damit möglichst wenig Luft drin ist? Oder kann ich ein Gärfass auch nur halbvoll füllen? Wenn ich z.B. 25 Liter selber Alkohol herstellen möchte mit Wasser, Zucker, Turbohefe, wäre ein 30 Liter-Fass dann zu gross?
Danke und Gruss
VC
VC, Schweiz
07.Feb.2015 18:33:58
Beim Gären ist dies kein Problem, hochgradige Maischen sind diesbezüglich auch danach sehr unempfindlich. Somit: kein Problem.
Eintrag Nr. 4042
Guten Tag!
Haben Sie eventuell bereits einmal probiert einen Hochprozentigen ohne brennen herzustellen?
Meine Überlegung ist eine wohlschmeckende alkoholische Maische herzunehmen und mit Zeolith 3A den Wassergehalt so weit zu reduzieren bis de Alkoholanteil 42% erreicht.
Ich bin kein Chemiker, daher meine Frage ob das möglich ist. Ich nehme an, abgesehen von eventuellem Zeolith Aroma, wäre solch ein Schnaps doch aromatischer als ein herkömmlicher Brand, da nicht wie beim Destillieren Obstaroma verloren geht.
Steuer zu zahlen wäre da ja wohl auch nicht da es keinen Brennvorgang gibt.
Denken Sie dass das umsetzbar ist?
Beste Grüße aus Wien!
Jacob, Wien
05.Feb.2015 00:10:35
Nein, das habe ich noch nie probiert. Ein kurzer Erfahrungsbericht würde sicher viele Leser interessieren!
Das Alkoholgesetz ist so formuliert, dass selbst in diesem Fall Steuern zu zahlen wären: "Gerätschaften mit denen Alkohol hergestellt werden kann". "Gerätschaften" kann alles sein, und unter Alkoholherstellung ist die Herstellung von Schnaps zu verstehen.
Es gibt eine andere Methode: Ausfrieren. Angeblich entsteht aus Rotwein bei -8 bis -10°C flüssiger, farbloser Alkohol mit ca. 80%vol, der Rest hat eine reisartige Konsistenz. Bei noch tieferen Temperaturen (Tiefkühltruhe, -18°C) entsteht hingegen ein kompletter Eisblock. Konnte ich wetterbedingt bisher noch nicht nachprüfen, da es hier in diesem Winter bisher nicht kalt genug dafür geworden ist. Jedenfalls wäre in diesem Fall dann das Fensterbankerl als Brenngerät zu verstehen und behördlich anzuzeigen. Vielen Dank an die "Science Busters" für ihre sehr interessanten Ausführungen im Beitrag über Schnapsbrennen! "Wer nichts weiß, muss alles glauben." Die gezeigte Bonsaianlage war übrigens unsere 5-Liter Classic Anlage... 🙂
Eintrag Nr. 4041
Hallo
Bei meiner Birnenmaische ist etwas schief gegangen; es riecht nach Essig.
Bekomme ich beim brennen Kupferoxid mit in das Destillat?
Meine Bedenken:Essig-Säure im Kupfer-Steigrohr und Kühler.
Hans, Sachsen
03.Feb.2015 21:44:25
Hängt davon ab wieviel Essigsäure sich gebildet hat, normalerweise bildet sich kein Grünspan (=Cu-acetat, Cu-oxid ist Patina). Viel mehr Gedanken würde ich mir um den grauslichen Geschmack vom Destillat machen. Essigstich ist unverkennbar.
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