SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 1380
Hallo Herr Dr. Schmickl,
Habe mit großem Interesse Ihr Buch und auch Ihre Homepage studiert. Daraufhin baute ich mir vor kurzem selbst eine kleine Brennanlage und bin auch sehr zufrieden damit.
Aber zu meiner Frage:
Habe mir zur Alkoholbestimmung meiner destillierten Zuckermaische ein Aräometer im Baumarkt gekauft. Als ich das Aräometer in den gefüllten Meßzylinder eingelassen habe, ist es einfach auf den Boden gefallen und es hat sich überhaupt nichts getan. Beim Versuch mit gekauftem Wein im Meßzylinder schwamm das Gerät zwar, aber es zeigte 0% an.
Habe ich etwas falsch gemacht oder das falsche Gerät gekauft?
Ich danke im voraus für ihre Antwort.
Gruß
Micha
Micha, Sachsen
21.Mai.2004 10:53:38
Es kann sein, daß Ihr Meßzylinder zu klein ist. Ein Aräometer kann nur dann messen, wenn es frei schwimmt, also nicht am Boden ankommt. Schließlich wird über die Eintauchtiefe eines Schwimmkörpers (= das Aräometer) der Alkoholgehalt bestimmt. Wenn es im Wein schwimmt und 0% anzeigt, befürchte ich allerdings, daß Sie sich eine Öchslewaage (ist auch ein Aräometer, allerdings für den Dichte-Bereich größer als 1 kg/l) zugelegt haben, diese mißt den Zucker- und nicht den Alkoholgehalt.
Weiters zu beachten:
Der Alkoholgehalt kann nur in zuckerfreien Alkohol/Wasser-Mischungen, wie z.B. ein Destillat, bestimmt werden. Der Zuckergehalt kann nur in alkoholfreien Zuckerlösungen bestimmt werden, z.B. unvergorener Traubensaft. Liegen alle drei Komponenten vor, also Wasser, Zucker und Alkohol, wie z.B. bei Wein, ist sowohl der Meßwert eines Alkoholometers alsauch einer Öchslewaage sehr stark verfälscht, weil sowohl Alkohol wie auch Zucker die Dichte beeinflussen, allerdings genau gegengesetzt, Zucker macht das Gemisch schwerer, Alkohol leichter.
Eintrag Nr. 1379
Guten Tag,
welches ist die zulässige Kesselgröße für Portugal und ist ein Versand dorthin möglich ?
Grüße von der Algarve
andy
andy, portugal
20.Mai.2004 15:05:18
Der Versand nach Portugal ist möglich. Soweit mir bekannt ist, haben Sie dort keine Beschränkung bezüglich Kesselgröße, wenn die Anlage nicht gewerblich genutzt wird. Wenn Sie Ihre Produkte verkaufen möchten, gelten ähnliche Bestimmungen/Registrierungspflichten wie bei uns.
Eintrag Nr. 1378
RE: zu frage-1369
Danke für die schnelle antwort!!
Unser wein hat einen alkoholgehalt von ca. 13-15%vol kann ich da trotzdem mit 81°C-91°C brennen?
Nochmals danke!
gruß die langberger!
Langbergernachtbrenner, deutschland
19.Mai.2004 21:22:27
Ja. Die Temperatur des ersten Tropfens können Sie nicht beeinflussen, hängt ausschließlich vom Alkoholgehalt im Kessel ab. Bei 91°C beginnt bei einer pot still der Nachlauf.
Eintrag Nr. 1377
Hallo,
ich habe folgende Frage:
beim "Verdünnen" meines Sortenreinen Apfelbrandes habe ich nach kurzer Zeit eine leichte milchig bläuliche Trübung festgestellt.
Liegt es am Wasser oder habe ich den Nachlauf nicht richtig abgetrennt?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Mit freundlichen Grüssen aus der Oststeiermark!
Otmar Reicher, Steiermark
19.Mai.2004 18:04:40
Bei Apfelbrand kommt es auch bei korrekter Vorgehensweise oft zu Trübungen, diese müssen Sie dann filtrieren (jeder Qualitätsbrand wird aus diesem Grund filtriert, auch wenn's kaum jemand gern zugibt, keine Ahnung warum). Ist das Destillat tatsächlich blau, auch nach dem Filtrieren? Wenn ja, deutet dies auf Metallverbindungen hin, die sich gelöst haben. Mögliche Ursachen: falsches Material der Destille oder Grünspan. In diesem Fall ist das Destillat zu verwerfen, weil giftig.
Eintrag Nr. 1376
hallo! ich hätte da mal eine dringende frage. könnte mir jemand sagen wie ich die grade eines schnapse in dessen volumen umrechne? Ich habe die auskunft bekommen dass der schnaps nach dem brennen 22° hat kann damit aber nicht wirklich was anfangen. über ihre hilfe wäre ich sehr dankbar. liebe grüße und danke
tina, Kärnten
19.Mai.2004 15:29:25
Da bleibt Ihnen leider nichts anderes übrig als nochmals genau nach zu fragen. Für den Alkoholgehalt gibt es mehrere unterschiedliche Einheiten für die Angabe, z.B. g/l, %vol, %gew usw. aber nicht "Grad". Die Einheit Oechsle wird auch "Oechslegrade" genannt, aber dies ist eine Einheit für den Zuckergehalt in Wein. Reine Destillate sind jedoch vollkommen zuckerfrei...
Wenn Sie die veraltete US-amerikanische Einheit "proof" meinen: dies ist das Doppelte von %vol. Somit: 100 proof beverage entsprechen 50%vol.
Im "Zucker-Alkohol-Rechner" im Menü links können Sie den Zuckergehalt von Wein bzw. einer Maische direkt in Alkoholgehalt umrechnen.
Eintrag Nr. 1375
Hallo Herr Dr. Schmickl
Ihr Buch hat zu einem super Hobby geführt. Meine Freunde wissen die Produkte sehr zu schätzen. Dank dafür.
Ich habe jetzt Maiwipferl angesetzt, es ist mir aber nicht ganz klar, ob sie nach dem Ziehen noch mal gebrannt werden sollten oder nicht. Wenn ja, vorher verdünnen?
Gruß Mondscheiner
Mondscheiner, Norddeutschland
19.Mai.2004 12:25:40
Freut mich!
🙂
Sie können die Maiwipfel nach dem Ansetzen brennen, müssen dies aber nicht tun. Ohne Destillation ist der Geschmack sehr harzig und bitter, nach der Destillation ist der Geschmack milder, das Bittere ist weg. Vor dem Destillieren nicht verdünnen.
Tip: Wir frieren immer einen Teil der Maiwipfel ein, mit diesen kann man dann auch hervorragend Geiste herstellen. Der Geschmack unterscheidet sich deutlich vom Angesetzten.
Eintrag Nr. 1374
Hallo,
hier eine kurze und knappe Frage: Wie kann ich meinen Alkohol auf Reinheit und Qualität prüfen? Gibt es außer verkosten noch Möglichkeiten, wie z.B. Teststreifen oder ähnliches???
Danke
Manfred
Manfred, Niedersachsen
18.Mai.2004 23:33:12
Als einfache Methode die auch funktioniert ist mir nur der Vorlaufabtrennungstest bekannt, mit diesem kann Alkohol bezüglich Verunreinigungen wie Acetaldehyd (Hauptbestandteil des Vorlaufs) usw. überprüft werden. Für alle anderen Verfahren sind Analysengeräte eines chemischen Labors (z.B. GC-MS, NMR usw.) notwendig, d.h. für weitergehende Analysen macht es Sinn, eine Probe von einer Lebensmittelprüfanstalt testen zu lassen.
Eintrag Nr. 1373
Wie bekomme ich Rostablagerungen aus der Kühlschlange des Intensivkühlers aus Glas (eisenhaltiges Kühlwasser) wieder heraus?
Hein, D
18.Mai.2004 22:15:08
Z.B. mit verdünnter Salzsäure die Kühlschlange ausspülen
Eintrag Nr. 1372
hallo herr dr.Schmickl
ich habe im september/oktober birnenmaische angesetz. die gärung bekann, hörte aber bei zu niederen temperaturen auf. im frühjahr startete sie erneut. der fruchtkuchen befindet sich jetzt immer noch oben und die masse ist sehr dichflüssig, eher wie mus.
Kann ich jetzt noch verflüssiger hinzufügen.
vielen dank
horst hinz
horst hinz, süddeutschland
18.Mai.2004 09:32:17
Wenn die Gärung noch nicht zu mehr als 50% abgeschlossen ist, kann noch Verflüssiger zugegeben werden.
Eintrag Nr. 1371
zu 1370.
Guten Tag,
ich weiß nicht, ob der Geschmack fehlen wird,wenn ich Geist herstelle, bisher habe ich nur Wodka gebrannt. Das Steigrohr isr 60 cm, wäre das zu lang für z.B. Himbeergeist? Der Wodka ist soweit echt gut.
MfG Peter
Peter, Hessen
18.Mai.2004 02:48:13
Ja, 60 cm sind sehr lang. Mit dieser Anlage werden Sie mit Geisten kein befriedigendes Ergebnis erzielen, sie eignet sich daher sinnvollerweise nur für die Herstellung von geschmacklosem Alkohol, wie z.B. Wodka (bei dieser Spirituose ist gerade die Geschmacklosigkeit ein Qualitätsmerkmal).
Eintrag Nr. 1370
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich habe eine Frage zu einer Eigenbaudestille. Es kommt über 2 Stunden Brenndauer die ganze Zeit recht hochprozentiger Alkohol heraus, wenn ich nun mit Korb destilliere oder Maische mit Geschmack und kein Zuckerwasser/Turbo-Gemisch wie bisher, kann es dann passieren, das überhaupt nicht genug Geschmack übergeht, was kann ich tun?
Besten Dank, Peter
Peter, Hessen
16.Mai.2004 20:04:54
Der fehlende Geschmack kann an der Anlagenkonstruktion liegen. Haben Sie ein langes Steigrohr? Dieses führt zwar zu hohem Alkoholgehalt, das Aroma geht allerdings großteils verloren.
Eintrag Nr. 1369
Ich möchte selbstgemachten wein (3-5 Jahre alt) brennen. Bei welchen Temperaturen muß ich brennen?
danke im voraus!
gruß an alle moonshinebrenner! 😉
langberger-Nachtbrenner, Deutschland
16.Mai.2004 19:52:30
Die Temperaturen hängen immer vom Alkoholgehalt im Kessel ab. Bei Wein mit ca. 11-12%vol destillieren Sie mit einer pot-still von ca. 81°C bis 91°C.
Eintrag Nr. 1368
Hallo Dr. Schmickl,
es tauchen immer wieder Fragen auf bezügl. der Rechtslage in Deutschland. Ich habe zwei Links vom Zoll entdeckt, die diese Fragen beantworten:
http://www.zoll-d.de/b0_zoll_und_steuern/b0_verbrauchsteuern/f0_branntweinmonopol/d0_herstellung/a0_technik/index.html
und
http://www.zoll-d.de/b0_zoll_und_steuern/b0_verbrauchsteuern/f0_branntweinmonopol/
Diese Seiten beschreiben das Branntweinmonopol und die Branntweinhersellung unter zollrechtlichen Bestimmungen in Deutschland. Viel Spaß beim Lesen.
Lohengrin, 2. Maisfeld, 3.Reihe rechts
15.Mai.2004 01:04:21
Wunderbar, danke!
Eintrag Nr. 1367
guten tag!
ich wollte fragen mir vielleicht jemand ein rezept zur herstellung von Saurem aus bereits vorhandenem alkohol nennen könnte. z.b. aus korn oder wodka....suche schon länger danach kann aber nichts finden!
mfg jan hinrichs
jan, deutschlands norden
13.Mai.2004 16:59:17
Ist uns leider auch nicht bekannt. Versuchen Sie doch Ihre Frage in den Rezepten zu posten.
Eintrag Nr. 1366
Hallo Herr Schmickl,
ich habe bei eb günstig 60 Literfässer erworben um Maische darin zu verarbeiten. Leider haben die Deckel keine Dichtungen. Nun habe ich vor Dichtungen aus Gummimatten selbst herzustellen. Kann ich Gummi verwenden oder kann sich das, obwohl die Maische nicht in Kontakt mit dem Gummi kommt auf den Geschmack der Maische auswirken?
mit freundlichen Grüssen
Mischa Wolf
Mischawolf, Ruhrpott
12.Mai.2004 21:19:54
Nein, auf den Geschmack hat das keinen Einfluß, weil der Alkoholgehalt in der Maische zu gering dafür ist. Trotzdem wäre es zur Sicherheit besser, wenn Sie die Dichtungen so einbauen, daß das Kondensat vom Deckel nicht über die Dichtung ins Faß rinnen kann. Ansonsten einen aufgeschnittenen Silikonschlauch verwenden oder die Dichtung mit Teflonband umwickeln.
Eintrag Nr. 1365
Hallo Dr. Schmickl,
Ich mache mich in letzter Zeit etwas schlau über das Thema. Ich habe gesehen, dass alle die spezielle Turbohefe benutzen. Es würde mich interressieren, ob man aus Zuckerwasser und normaler Hefe aus dem Laden auch bedenkenlos etwas hochprozentiges machen kann. Weiter so, die Seite ist super.
MfG Alex
Alexander, München
11.Mai.2004 21:04:53
Ja, natürlich kann prinzipiell auch Backhefe verwendet werden, allerdings sind diese Hefen nicht für die Herstellung von Alkohol gedacht, die Alkoholresistenz ist sehr gering, daher ist die Ausbeute auch (sehr) viel geringer. Außerdem haben andere Hefen meist das Problem, Haushaltszucker zu vergären.
Danke!
🙂
Eintrag Nr. 1364
Herr Schmickl, Ihr Buch ist einfach phantastisch!!! Sollte man wirklich vorm ersten Brennen gelesen haben!
Jetzt habe ich doch ein paar Fragen:
1. Auf einer australischen Webseite habe ich gelesen, dass man statt Amylase auch Honig nehmen kann, um z.B. Kartoffeln einzumaischen. Wenn ja, wieviel?
2. Gibt es Maischen mit zu niedrigem pH-Wert? Könnte ich den gegebenenfalls mit Natron (vom Kuchenbacken) anheben?
Vielen Dank im Voraus!
Sabine
Sabine, Kanarische Inseln
11.Mai.2004 14:24:02
Danke!
:-))
ad 1: Nein, das ist mir nicht bekannt, kann mir auch nicht vorstellen, daß im Honig Enzyme enthalten sind die Stärke aufspalten können. Vielleicht liegt bei der Beschriebung eine Verwechslung vor: Da Honig Zucker enthält, wird dieser natürlich auch Vergoren. D.h. bei einer Kartoffel/Honig-Maische ohne Amylase entsteht auch Ethanol, aber eben nur auf Grund des Honigs.
ad 2: Von Natur aus nicht, außer z.B. reiner Zitronensaft. Ja, stimmt, hier müßte dann z.B. Natron zugegeben werden um den pH auf 3 zu heben.
Eintrag Nr. 1363
Nachtrag zu Nr. 1316: Papaya und Nispero
gleich zuerst: Maische aus Nisperos (Wollmispeln) gibt nicht viel her, obwohl ich frische Früchte in den Aromakorb gegeben habe.
Zur Papaya: die Maische aus 9 kg Papayafleisch ohne Kerne, 6,75 Liter Wasser, 2 1/2 gehäuften Esslöffeln Zitronensäure (nur 1x am Anfang), 1/3 Teelöffel Nährsalz, 1 gestrichener Esslöffel Bäcker-Trockenhefegranulat und 4 kg Zucker (auf 3x verteilt) ist wunderbar gleichmässig vergoren. Nach 3 Wochen 13% Alkoholgehalt. Beim Brennen tiefgefrorene Stücke Papaya im Aromakorb: ergibt einen wunderbar fruchtigen, sanften Schnaps.
Paco, Spanien
11.Mai.2004 14:15:01
Danke für das Rezept! Nur ein kleiner Hinweis: Sie verwenden verhältnismäßig viel Wasser. Nach unserer Erfahrung wird dadurch der Geschmack im Destillat "verwässert". Ich kann mir vorstellen, daß 1 bis 2 Liter reichen würden, wenn Verflüssiger verwendet wird.
Eintrag Nr. 1362
In Eintrag Nr. 1276 ist mir leider ein Fehler unterlaufen. Dort steht:
>>ad 2: In diesem Zeitraum kräftig Luft untermischen, Richtwert kann man kaum geben, kräftig die Maische je nach Behälter mit geeignetem Gerät aufmischen. Ich mach es mit einer Aquariumpumpe und lasse einen Silikonschlauch in der Maische hängen und rühre ab und an mal um in dieser Zeit. So etwa ein bis zwei Stunden das Pümpchen laufen lassen reicht. Bei Maischefässern dürften zweimal 5 - 10 Minuten Bohrmaschinenquirl reichen. <<
Hier muss es natürlich heißen 5 - 10 Sekunden!!!
Sorry für den Irrtum. 🙁
Grüsse
Terras
Terras, Italia
11.Mai.2004 13:56:54
Kein Problem, ist bereits korrigiert.
Eintrag Nr. 1361
Hallo Dr. Schmickl,
habe Pflaumenwein angesetzt, der sich plötzlich zu Essig verwandelt hat. Kann man solchen Wein noch abbrennen?
Herzliche Grüße aus München
Pied
Pied, München
10.Mai.2004 19:56:58
Nein, sobald Essig entstanden ist, können Sie die Maische verwerfen. Würden Sie destillieren, hätte das Destillat unweigerlich zumindest einen (starken) Essigstich bzw. wäre nahezu ungenießbar.
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