SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

Suchen nach:
Von der Suche ausschließen:
Derzeit enhält dieses Forum 4363 Einträge.
Einträge in Deutsch: 4360, Englisch: 3
Eintrag Nr. 1460
Hallo!
Wo in Österreich bekommt man ein Eichenholzfass!??!?!?
Anna Zimmermann, Niederösterreich
10.Jul.2004 08:33:34
Versuchen Sie es im Kellereibedarf (ein wenig googeln), Genossenschaften, Lagerhaus... etc.
Eintrag Nr. 1459
Hallo Doc.
Ich habe eine Frage zu der Herstellung von Grappa:Ich habe ca.40 kg Festen Rückstand aus der Wein herstellung,dieser ist aber sehr trocken.Meine Frage ist,kann ich den festen Rückstand für das destillieren 1:1 verdünnen?? (Wasser oder Wein)
Noch ein großes Lob an Sie und ihre Arbeit!!!!!!
mfg.Schnapsnase
Schnapsnase, NRW
08.Jul.2004 21:59:10
Danke!
Sie können den festen Rückstand mit Wasser oder Wein verdünnen, wobei bei der Verwendung von Wein das Aroma besser wird.
Eintrag Nr. 1458
zu Eintrag 1443 und 1444:
Nachdem ich mich etwas von meinem peinlichen Fehler bzgl. Biogen erholt habe ;), folgendes zu den Einträgen:
Seite 31 eines recht bekannten Buches:
"(Süß-)Kirschen, Weichseln 7-8 ... Vol.%" _ohne_ zusätzliche Zuckerzugabe.
Eine zusätzliche Zuckergabe von rd. 228 bis 248 g/l wäre demnach richtig, um auf 20 Vol.% zu kommen. Insgesamt also etwa 380 g/l. Hilfreich wäre vorher eine Messung der _ungezuckerten_ Maische mit dem Aräometer (Oechslewaage) oder des Fruchtsaftes mit dem Refraktrometer durchzuführen. Bei 200 g/l zusätzlicher Zuckerzugabe sollte man auf der sicheren Seite sein.
Gruß
Terras
Terras, Italia
08.Jul.2004 19:31:29
Ja, das stimmt. Wenn Sie jedoch tatsächlich 380 g/l zugeben, ohne Berücksichtigung des Fruchtzuckergehaltes, hat die Maische garantiert mindestens 20%vol, in der Regel sogar in einige Prozente mehr. Es ist kein Problem, wenn nach der Gärung der Zucker nicht vollständig vergoren ist. Da es sich um einen Feststoff handelt, geht er beim Destillieren nicht mit. Und wenn's ein (sehr starker) Fruchtwein werden soll, ist in diesem Fall der Geschmack lieblich und nicht herb.
P.S.: Bei der Oechslewaage darauf achten, daß kein Alkohol in der Meßflüssigkeit ist (nur unvergorene Säfte können gemessen werden), aber das wissen Sie sicher schon.
Eintrag Nr. 1457
Hallo,
meine "Destillen" sind mit dem Deckel eines Schnellkochtopfes verschraubt. Einmal besteht die Verschraubung aus reinem Eisen und einmal aus Messing.
Frage: Kann das Metall mein Destillat negativ beeinflussen?
Man sagt, das in Schweden extra ein Stück reines Eisen in die Maische gelegt wird.
Stimmt das?
Danke
Herbert
Herbert, Hamburg
08.Jul.2004 18:49:57
Messing ist OK. Wenn das Eisen direkt mit dem Dampf in Kontakt kommt und kein Stahl ist, würde ich es sicherheitshalber ersetzen.
Eintrag Nr. 1456
Hey hab mir neulich mal ein oechslemessgerät gekauft? Leider stand da keine Anleitung dabei. Wie messe ich damit den Zuckergehalt?
Funktioniert das genauso wie beim Ärometer?
Danke schon mal für Ihre hilfe
masterQ, Bayern
08.Jul.2004 14:58:18
"Oechslemessgeräte" gibt's mehrere: z.B. Refraktometer oder Spindel. Ich nehme an, daß Sie die Spindel, oder auch Öchslewaage, meinen, weil Sie nach dem Aräometer fragen. Ja, die Funktionsweise ist genau gleich: Fruchtsaft in ein hohes, dünnes Gefäß einfüllen und die Öchslewaage darin schwimmen lassen. Die Eintauchtiefe gibt die Dichte bzw. den Zuckergehalt an. Den Öchslegehalt direkt an der Flüssigkeitsoberfläche ablesen.
ACHTUNG: Alkohol verfälscht gravierend den Meßwert. D.h. dieses Meßgerät kann nur für unvergorene Säfte verwendet werden! Temperaturkorrektur beachten.
Eintrag Nr. 1455
Hallo,
habe nach Ihrem Rezept ein Ouzo (mit Wein) gebrannt. Entschwefelt usw. usw..
Es war ein Ouzo genau nach meinem Geschack!
Doch nach drei Tagen roch das "Destillat" plötzlich nur noch nach fuseligem Wein. Das ganze Aroma ist verschwunden.
Was ist mit dem Destillat passiert? Was habe ich falsch gemacht?
Übrigens eine sehr, sehr informative Seite.
Gruß
Ewald
Ewald, Bremen
07.Jul.2004 22:13:13
Danke, wir bemühen uns.
🙂
Wie schon im Eintrag 1448 beschrieben, kann das daran liegen, daß das Destillat nach dem Brennen (offen) zu lange zu warm gelagert wurde. Wie wurde das Destillat die drei Tage über aufbewahrt? Da es derzeit sehr heiß ist (hier zumindest), kann das Aroma verdunsten. Man sollte daher die Destillate im Sommer eher kühl lagern.
Eintrag Nr. 1454
Hallo, ich suche seit geraumer zeit nach einem rezept für apfelwein-likör... wünsche einen guten geist im glas!
Tibor
Tibor, Deutschland
06.Jul.2004 23:04:36
Danke, ebenfalls. Wissen wir leider auch nicht, haben Sie es schon in den Rezepten versucht?
Eintrag Nr. 1453
Hallo Hr Dr Schmickl !
Ich will mehrere Maischen herstellen (Apfel, Birne, Zwetschke, Trauben). Vergären möchte ich die Maische mit Turbohefe, da dort die Alkoholausbeute höher sein soll.
Meine Frage:
Da ich keinen Zucker zur Maische zusetzen möchte, könnte es da auch sein, daß Hefe (Turbohefe) in der Maische zurückbleibt? Wenn ja - wie wirkt sich das aus und was kann bzw muß man dagegen machen?
Danke für die Antwort im Voraus und weiter so.
Chris, Österreich
Chris, Österreich
06.Jul.2004 19:38:04
Nein, Hefe bleibt nicht nur bei fehlender Zuckerzugabe zurück, sondern immer. Die Hefe braucht den (Frucht-)Zucker zum Fressen, verdaut ihn und scheidet dann Alkohol aus (und vermehrt sich auch). Gibt es keinen Zucker mehr, stirbt die Hefe ab und sinkt im Faß zu Boden, das passiert bei jedem Gärvorgang, vollkommen unabhängig von der Hefesorte.
Bei Turbohefe ist nur dann der Alkoholgehalt höher als sonst, wenn Sie Zucker zugeben. Wenn nicht, kann nur soviel Alkohol entstehen, wie Fruchtzucker vorhanden ist. Bei Apfel, Birnen entsteht ca. 5%vol, bei Zwetschken ca. 8%vol, bei Weintrauben ca. 11-13%vol. Da außer Backhefe alle Hefen eine Alkoholresistenz von mindestens ca. 12%vol haben, ist es egal welche Hefe Sie benutzen.
Eintrag Nr. 1452
Vielen Dank erstmal vorab für die tolle Homepage !!
Bin absoluter Neuling und habe durch das Lesen der Fachfragen einiges von meiner Blauäugigkeit verloren ( so von wegen : Kirschen mit Stumpf und Stiel ins Fass, Deckel drauf und gut is....)
Habe jetzt aber doch noch eine ( oder zwei ) Fragen :
Ich habe im 100 Liter Fass ca 40-50 Liter Kirschmaische über 2 Tage angesetzt ( OK, ein paar Faulige und Stengel und Blätter sind auch dabei - mittlerweile schäm ich mich ;( ).
Am dritten Tag, hab ich dann Gärhefe zugesetzt ( im Zuckerwasser ) und auch einen Gärspund aufgetrieben. Jetzt meine Frage : So richtig gegärt hat das noch nicht, als ich die Hefe zugesetzt habe, nur etwas "mostig" gerochen. Heute, einen Tag später blubbert es jedoch richtig schön. Ist das jetzt eine bereits gestartete Wildgärung (also sind die zugesetzten Hefen tot) oder die von mit gewünschte ? Kann man das irgenwie noch feststellen ?
Beigement habe ich bisher blos ein Kilo Zucker und 2-3 Liter Wasser. Ich schmieß aber in 2 Tagen noch mehr Zucker ( 380g/l Maische laut Ihrer Empfehlung ) rein. Soll dann auch noch Wasser dazu ?
Ich bin sehr froh, dass dieses Forum auch für Greenhorns offen ist und freue mich schon auf Ihren Antwort.
Vielen Dank schon vorab und schöne Grüße aus dem Schwabenland.
Alexander, Stuttgart
06.Jul.2004 16:55:03
Danke!
🙂
Das ist jetzt schwer zu sagen. Die Wildgärung dürfte in Gang gekommen sein, das zeigt der mostige Geruch. Die Wildhefen vermehren sich um ein vielfaches schneller als Reinzuchthefen, daher ist es jetzt unmöglich zu sagen, welche derzeit bei Ihnen im Faß aktiv ist. Wasser geben Sie besser keines mehr zu. Nach der Gärung, oder auch jetzt schon, die Maische kosten, dann werden Sie gleich merken, ob es geklappt hat. Die fertige Maische muß vorzüglich nach Frucht schmecken und riechen. Der Geschmack darf herb sein, weil der Zucker beim Gären aufgebraucht wurde, aber keinesfalls essig-ähnlich oder verfault usw. Bei Klebstoffgeruch ist ebenfalls Vorsicht geboten (--> Vorlauf?).
Eintrag Nr. 1451
Hallo, ich bin das erste mal auf dieser Seite und ein Schnapstrinker vor dem Herrn.
Die wichtigste Frage bevor ich selber anfange: Ist Schnapsbrennen immer illegal oder sind Haushaltsmengen erlaubt in Deutschland?
Horst, Hessen BRD
05.Jul.2004 20:52:20
In Deutschland können Sie mit einem Brennrecht ganz legal brennen, Sie müssen's nur vorher beim zuständigen Zollamt anmelden. Es gibt keine freien Haushaltsmengen oder ähnliches. Anlagen bis 0,5 Liter Kesselvolumen sind anmeldefrei.
Eintrag Nr. 1450
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl
Herzlicher Gratulation zu dieser sehr informativen und lehrreichen Seite.
Das brennen von Schnaps steht bei uns in der Schweiz auch unter einem sehr mächtigen "Kartell"! Aber ich habe mich wenigstens theoretisch mit der Herstellung von alkoholischem beschäftigt.
Ein Frage die mich stark beschäftigt ist: Wie wird eigentlich der Schweizer "Chüter" hergestellt?
Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Mit freundlichen Grüssen, Frank Müller
Frank Müller, Schweizer Hinterland
05.Jul.2004 19:58:39
Danke.
Leider muß ich diesmal passen, ist mir nicht bekannt.
Versuchen Sie doch diese Frage in die Rezepte zu posten, vielleicht meldet sich jemand, der diesen Schnaps kennt.
Eintrag Nr. 1449
Hallo,
Wenn ich Maische ansetze kann ich dann bei einem Obstler das Obst zusetzen wie es da ist? z.b heute Kirschen in 14 Tagen Mirabellen in 3 Wochen eine andere Frucht? In welchem Zeitraum muß ich mein Maischenfaß füllen? gibt es da eine Regel?
im voraus vielen Dank tolle Seite hier!
Rene
rene, D-Leimen
05.Jul.2004 15:34:48
Solange es noch gärt können Sie in das Faß Obst nachgeben, kein Problem. Aber es muß unbedingt noch gären. Ein Obstler ist übrigens eine Mischung aus Birnen, Äpfeln und Zwetschken.
Danke!
🙂
Eintrag Nr. 1448
Hallo Herr Schmickl,
habe ein Problem mit Himbeergeist:
ca. 8 l geschmacklosen Alkohol mit 20 %, in den Aromakorb 5 kg tiefgefrorene gekaufte Himbeeren. Das Produkt roch intensiv nach Himbeeren, habe verdünnt auf 42 % und in Flaschen abgefüllt. Diese habe ich mit 4 Blättern von einer Küchenrolle abgedeckt und 2 Wochen stehen gelassen. Jetzt ist das Aroma nur noch ganz schwach zu riechen, beim Geschmack ahnt man nur noch die Himbeeren, es schmeckt fast nur nach Alkohol. Woran kann das liegen?
Vielen Dank für eine Antwort und viele Grüße
Kalle
kalle, D
05.Jul.2004 14:14:42
Verwenden Sie für die Geistherstellung maximal 15%vol Alkohol, noch besser 10-12%vol. Je höher der Alkoholgehalt, umso länger dauert die Destillation, es kommen dann aber bei der Geistherstellung nur noch schale Geschmacksstoffe mit, die das Aroma verdünnen. Kann mir vorstellen, daß es daran liegt.
Bei welcher Temperatur sind die Flaschen offen gestanden? Bei mehr als ca. 22°C verdunstet das Aroma enorm schnell, besser kühl stellen. Aufgrund zu hoher Lagertemperatur hatten wir letztes Jahr bei einigen Schnäpsen genau den von Ihnen beschriebenen Effekt, seitdem stehen die offenen Flaschen nur noch bei weniger als 19°C.
Eintrag Nr. 1447
Zu Eintrag 1445: Peinlich, peinlich. *schäm*
Terras, Italia
04.Jul.2004 15:45:20
😉
Eintrag Nr. 1446
Anmerkung zum Eintrag 1445:
1 hl=100 l, 10 hl=1000 l, 1 l=1000 ml
2000 ml/1000 l = 2 ml/l
Die Aufschrift auf der Flasche ist richtig
Franz-Joseph, D
04.Jul.2004 10:32:34
Danke.
Eintrag Nr. 1445
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
auf Seite 34 Ihres Buches schreben Sie: "pH-Wert: ... wenn notwendig 200 ml Biogen-M zugeben ..."
auf Seite 37: "pH-Wert: ... Fruchtsäurekonzentrat 2-4 ml/l Maische..."
Zufälligerweise habe ich mir die Aufschrift auf einer Biogen-M-Flasche angesehen. Dort steht: " Dosage 2-4 l pro 10 hl Maische"
Das würde 0,2 - 0,4 ml/l ergeben.
Die Aufschrift auf der Flasche ist eindeutig falsch! Das sagt schon die Logik der Chemie und natürlich, weil ich immer alles genau wissen möchte, mein einfacher Versuch mit destilliertem Wasser. Schade eigentlich :(. Ich dachte, jetzt könnte ich mal so richtig sparen ;).
Wollte nur mal darauf hinweisen.
Grüße
Terras
Terras, Italia
03.Jul.2004 20:08:45
Es ist immer 200 bis 400 ml Biogen je 100 (!) Liter Maische zuzugeben (S. 34), d.h. es handelt sich um 2 bis 4 ml je Liter Maische (S. 37).
Auf der Biogenflasche steht, 2-4 Liter je 10 hl Maische, 10 hl = 1000 Liter, somit wiederum 200-400 ml je 100 Liter bzw. 2-4 ml je Liter.
Es ist also alles das gleiche.
😉
Eintrag Nr. 1444
Hallo Herr Schmickl,
betrifft Eintrag Nr. 1443
Wie kommen Sie auf 380 gr Zucker pro Liter Maische.??? Ca. 200 gr sind ausreichend um auf einen Alkoholgehalt von 20 % zu kommen.
xxl, Germany
03.Jul.2004 09:10:21
Dies ist der Unterschied der stöchiometrischen Umrechnung in Vergleich zur Wirklichkeit. Für einen Alkoholgehalt von 20% brauchen Sie 380 g (empirisch ermittelt), 200 g sind eindeutig zu wenig. Wenn Sie es selbst versuchen, werden Sie zum selben Ergebnis kommen.
Beispiel: laut den offiziellen Formularen beim Zoll für Abfindungsmeldungen hat Apfelmaische 5%vol, resultierend aus 100 g Fruchtzucker je Liter. 200 g ergeben ca. 10%vol.
Siehe auch Menüpunkt "Zucker Alkohol Rechner", dort sind die empirisch ermittelten Werte in die Berechnung verpackt.
Eintrag Nr. 1443
Hallo,
wir möchten dieses Jahr zum ersten Mal die Süßkirschen unseres großen Baumes zu Schnaps brennen lassen. Da wir keinerlei Erfahrungen haben und viele unterschiedliche Ratschläge bekommen haben folgende Fragen:
Wieviel Zucker soll ich pro 50l-Faß zugeben? Kristalin oder in Wasser aufgelöst? Oder doch überhaupt kein Zucker?
Kischen zerkleinern oder nicht?
Sicher wurde das schon öfter behandelt, aber mit der Suche bin ich nicht weitergekommen. Vielen Dank für die Antwort.
Gruß Frank
Frank, Hessen
01.Jul.2004 23:47:36
Die Kirschen zermatschen, die Kerne dabei lassen, aber darauf achten, daß sie nicht zerstört werden. Zucker dürfen Sie aus rechtlichen Gründen nur bei Verschlußbrennereien zugeben, aber das wissen Sie sicher.
In diesem Fall Turbohefe verwenden, es kommen 380 g Zucker je Liter Maische dazu, ein Drittel zu Beginn, ein weiteres Drittel nach 3 Tagen, nach nochmals drei Tagen das letzte Drittel. Den Kristallzucker direkt in die Maische einrühren.
Zuckerzugabe führt zu mehr Aroma. Warum? Der Zucker wird beim Gären vollständig in Alkohol umgewandelt (bei Turbo entstehen 20%vol), Alkohol ist ein organisches Lösemittel und löst die Aromastoffe aus den Früchten heraus. Bei niedrigem Alkoholgehalt (ohne Zuckerzusatz erreicht Kirschmaische max. ca. 7-8%vol) werden viel weniger Aromastoffe aufgelöst, da sie so gut wie nicht wasserlöslich sind, und das merkt man dann auch am Aroma vom Destillat.
Wenn Sie, egal ob mit oder ohne Zuckerzugabe, auch noch Verflüssiger zugeben, den pH auf 3 einstellen, einen Gärspund verwenden und bei ca. 16-19°C vergären wird die Maische perfekt.
P.S.: Achten Sie darauf, daß Sie tatsächlich das Destillat IHRER Maische bekommen und nicht ein Gemisch aus mehreren Stoffbesitzern.
Eintrag Nr. 1442
Hallo Herr Schmickl,
ich habe jetzt das 5.mal gebrannt.
Mit Zucker-Turbo_Hefemaische und einmal mit Schlehenmaische(+Turbohefe).
Dabei roch es nach dem Destillieren jedesmal nach Hefe. (Wie vor dem Brennen im Gärbehälter)
Ist dieses normal ? Oder legt sich dieser Geruch nach einer gewissen Lagerung ?
Wenn es ginge, würde ich Ihnen gerne mal eine kleine "Geruchsprobe" schicken.
Der Geschmack war übrigens nach meiner Meinung ganz gut.
Danke für die Antwort.
Thomas
Thomas.R, D-Niedersachsen
01.Jul.2004 17:53:03
Bei der Wasser-Zucker-Vergärung kann ein leicher Hefegeruch auftreten, bei Schlehen nicht. Lassen Sie die Maische vor dem Destillieren mindestens ca. 1 Monat im ausgegorenen Zustand stehen. Bei uns stehen die Maischen mindestens 2 Monate vor dem Brennen und hatten noch nie Probleme mit Hefegeruch. Laut zahlreichen Erfahrungsberichten von diversen Brennern kann dieses Problem auftreten, wenn zu früh gebrannt wird. Eine Geruchsprobe ist natürlich jederzeit willkommen.
😉
Eintrag Nr. 1441
Hi
Bei mir haut das mit dem brennen einfach nicht so hin.
Habe jetzt schon 3 mal gebrannt aber bei mir schmeckt das Destillat fast immer gleich (schlecht bis ungenießbar)
Beim 2 mal habe ich Obstler mit Wermut Anis Kamille Pfefferminz Fenchel usw für 1 Woche angesetzt und dann gebrannt.
Beim 2 mal Wodka mit gemahlenen Anis vermischt und gebrannt. Das Ergebniss schmeckte leicht nach Anis.
Beim 3 mal habe ich fertigen Kirschwein mit einem Alkoholgehalt von ca 14% gebrannt
Jedesmal schmeckte das Destillat fast nur nach Alkohol und hatte einen unangenehmen nebengeschmack.
Mache ich etwas falsch oder ist mit der Destille was nicht in ordnung?
Vielen Dank für ihre Antwort.
bernhard, Deutschland
01.Jul.2004 11:35:14
Bezüglich Destille kann ich Ihnen leider nicht Bescheid geben, das hängt davon ab, mit was Sie arbeiten. Reflux sollte es aber keine sein.
- Wenn Sie Kräuter ansetzen, mindestens 1-2 Monate ziehen lassen, der Alkohol sollte zumindest 45%vol haben. Beim Ansatz ca. ein Drittel des Volumens an Kräuter verwenden.
- Sie haben den Anis im Wodka mitgekocht, das funktioniert nicht. Sie sollten den Anis im Dampfraum haben (= Aromakorb).
- Sie sollten Kirschmaische, also MIT den Fruchtstücken und Kernen, verwenden, nicht nur den Kirschwein, das führt zu Aromaverlusten.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Kommentare sind geschlossen.