SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 1700
Hallo Herr Dr. Schmickl,
Gestern hab ich 15 Liter Traubenmaische angesetzt. Als ich den PH mass kam ich auf den Wert 2,7. Der Wert sollte stimmen, da ich das Messgerät von unserem Chemiker in der Firma ausgeliehen habe. Ich finde leider nur Infos wie man die Maische saurer macht, aber nicht umgekehrt. Ich hab nun Reinzuchthefe, Nährsalz und Vitamin B1 dazugegeben, habe aber Zweifel das, dass bei der Säure überhaupt was wird.
Was meinen sie dazu und gibt es ein Mittel den PH Wert zu erhöhen.
Vielen Dank im voraus und schöne Grüsse
Bernd
Hallo Herr Dr. Schmickl,, Bayern
10.Okt.2004 23:29:11
Ich vermute, daß der Messwert nicht korrekt ist. pH-Meter (so heißt dieses Messgerät) haben den Nachteil, dass sie nahezu vor jeder Messung neu geeicht werden müssen, da sonst der Messwert falsch ist. Wenn außerdem die Sonde nicht richtig gelagert wird (in 1 m KCl-Lösung) oder sogar austrocknet, hilft auch eichen nicht mehr. Dann muß sie ausgetauscht werden. Es gibt kaum Früchte, die einen so hohen Säurewert haben. 2,7 sollte aber dennoch funktionieren. Es gibt kaum Info darüber, da "normale" Fruchtmaischen eigentlich nie zu sauer ist. Das passiert nur, wenn man versehentlich zuviel Säure zugibt. Durch Kalkzugabe (aus Apotheke oder Feinchemikalienhandel, NICHT der aus dem Baumarkt) kann der pH erhöht werden, allerdings erleidet die Maische dadurch eine Geschmackseinbuße. Versuchen Sie es lieber ohne diese Zugabe.
Eintrag Nr. 1699
Welchen Apfel muss man 2 Mal brennen?
Bitte um rasche Antwort.
Danke im voraus.
IRis
iris Kogler, Kärnten
10.Okt.2004 20:17:07
Jede herkömmliche Apfelmaische muß zweimal gebrannt werden. Ganz einfach deswegen, weil Sie mit einer Anlage ohne Verstärkerkolonnen o.ä. bei einer 5%vol-Maische beim ersten Brand nicht zumindest Trinkstärke (mehr als 40%vol) erreichen können.
Eintrag Nr. 1698
Lieber Herr Dr.Schmickl,
Sie empfehlen immer wieder im Board, den pH von Obstmaischen bereits VOR der Zugabe von Gärfix mit Biogen M anzusäuern, und danach auf keinen Fall den pH mehr zu verändern.
Die Herstelleranweisung für Gärfix lautet jedoch "FRÜHESTENS EINEN und spätestens vier Tage" nach Zugabe von Gärfix den pH mit Schwefelsäure oder Biogen M einstellen.
Was ist besser bzw. richtiger ?
Dieta, Spessart
10.Okt.2004 19:59:57
Bei Gärfix macht es weiters nichts, wenn der pH später reguliert wird, andere Hefen sind da empfindlicher und können durch die pH-Wert Änderung absterben. Daher sollte immer zuerst der pH eingestellt werden, und danach erst die Hefe zusetzen.
Eintrag Nr. 1697
Hallo, Herr Dr. Schmickl
ich habe bisher bereits einige Ansätze mit Zucker für geschmacklosen Alkohol problemlos hergestellt.
Nun ist allerdings der Ansatz übergeschäumt und ca 1/4 des Inhaltes liegt als "schleimiger Brei" auf dem Fußboden. Was kann ich da falsch gemacht haben???
Bernhard Neumann, Deutschland/Berlin
10.Okt.2004 19:46:33
Hatten Sie eine zu hohe Umgebungstemperatur? Dadurch wird die Gärung stark beschleunigt. Oder im Gärspund war etwas verstopft, was im Faß zu einem Überdruck geführt hat.
Eintrag Nr. 1696
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich habe das Erste mal Himbeeren gebrannt.
Zum Feinbrennen stehen mir 30 l Trub mit
14 Vol% (Temp 19 C°) zur Verfügung. Mit wieviel
Liter fertiges Destillat (43 Vol%) kann ich rechnen. Wie funktioniert diese Rechnung ?
2. Frage : Bei einem meiner Destillate wurde
mir Vorlaufester nachgewiesen. Das muß wohl schon
während der Gährung passiert sein. Habe ich eine Möglichkeit mit einer weiteren Destillation dieses
Übel zu beseitigen, oder soll ich alles verwerfen?
schöne Grüße
Kurt Vonach, Vorarlberg
10.Okt.2004 15:14:01
ad 1: 30 Liter mit 14% entsprechen 4,2 Liter 100%vol Alkohol (30 * 0,14), die 4,2 Liter wiederum entsprechen 9,7 Litern 43%vol Alkohol (4,2/43*100). Da nicht der ganze Alkohol beim Destillieren mitkommt, können Sie ca. mit 8 bis 8,5 Litern Edelbrand rechnen.
ad 2: Richtig, das ist während der Gärung passiert. Destillieren Sie nochmals, wobei diesmal der Vorlauf richtig abgetrennt werden sollte (Thermometer, riechen usw.).
Eintrag Nr. 1695
Hallo, Herr Dr. Schmickl
Zunächst herzlichen Dank für Ihr andauerndes Engagement bei der Beantwortung der aufgeworfenen Fragen.
Habe angeregt durch Ihr Buch ca. 100 kg "Deutsche Zetschgen" vor 10 Tagen ohne Wasser- und Zuckerzusatz eingemaischt.
Dabei ca. 60 Gramm Gärfix zugesetzt.
Pünktlich nach 24 Stunden setzte die Gärung ein, die dann gleichmäßig bis zum achten Tag weiterlief.
Die Maische habe ich jeden zweiten Tag umgerührt.
Kein unangenehmer Geruch; frisch herb, fruchtig.
Raumtemperatur: konstant 20° C
Deutliche Verflüssigung der Maische unter der Deckschicht festzustellen.
Ab dem neunten Tag ließ die Gärung deutlich nach und verläuft jetzt nur noch sehr schleppend.
Kann es denn sein, daß die Gärung trotz deutlich noch erkennbarer fester Bestandteile bereits abgeschlossen ist. Oder soll ich evtl. doch Zucker zusetzen, um den Hefekulturen weitere Nahrung zu geben?
Herzlichen Dank für Ihre Hinweise.
Frank, Bayern
09.Okt.2004 18:55:17
Danke.
Die Gärung wird mit der Zeit immer langsamer, das ist so in Ordnung. Bei Ihnen wird die Gärung langsam dem Ende zu gehen, da die Hefen den Zucker der Früchte bereits verbraucht haben. Solange feste Teile obenauf schwimmen, läuft die Gärung noch. Sie können Zucker zugeben, dadurch haben die Hefen wieder Nahrung und können so weiteren Alkohol produzieren.
Eintrag Nr. 1694
Hallo,
meine Zwetschgenmaische ist nun fertig (kein Fruchtfleisch mehr vorhanden und es schäumt auch nicht mehr bzw. blubbert). Bei der Geschmacksprobe der Maische habe ich ein sehr guten Geschmack festgestellt.Daraufhin habe ich destilliert, schön langsam mit zusätzlichen Früchten im Aromakorb und auch den Vorlauf abgetrennt. Danach habe ich den Schnaps auf 40% verdünnt und durch einen Faltenfilter gegeben.Anschließend habe ich ihn gekostet und festgestellt das er wenig nach Zwetschgen schmeckt.
Was habe ich falsch gemacht?
Zu der Maische habe ich auch noch eine Frage:
Kann die Maische noch etwas stehen bleiben oder sollte man sie zügig destillieren? Wirkt sich das auf den Geschmack aus.
Mit freundlichem Gruß
Maxe
Maxe, Hannover
09.Okt.2004 15:42:58
Folgende Punkte können zu geringem Geschmack führen:
- unreife Früchte
- zu rasche Vergärung (wegen zu hoher Temperatur beim Gären)
- zuviel Wasser in der Maische
Hat die Maische weniger als 10%vol, dann sollte Sie sie in den nächsten 3-4 Wochen verarbeiten, hat die Maische mehr als 16%vol, dann können Sie diese auch in ein paar Monaten brennen.
Eintrag Nr. 1693
Habe im jahr 2000 eine alte schnapsbrennerei erworben und ein Teil zum Wohnen ausgebaut. Der Verkäufer sagtedamals, das die Brennrechte noch auf dem Haus liegen, wie kann ich erfahren wo die Brennrechte jetzt sind?? Danke
Jens, sachsen Anhalt
09.Okt.2004 12:40:11
Direkt bei Ihrem Zollamt anfragen, die müssen diesbezüglich Bescheid wissen.
Eintrag Nr. 1692
Hallo nochmal,
eine weitere Frage.
als Kühlanlagenbauer habe ich überlegt meine Maischefässer in eine Wanne zu setzen in der ich temperiertes Wasser zirkulieren lassen. Ich denke mal das es interessant wäre erst mit ca. 24°C zu beginnen und nach ein paar Tagen auf 18°C langsam abzusenken. Was halten Sie davon ?
vielen Dank und Grüße
Frank, Essen
09.Okt.2004 09:16:25
Die Idee ist gut, nur sollten Sie nicht mit 24°C beginnen, das ist zu warm. Dadurch ist gerade zu Beginn die Gärung extrem rasch, was Aroma kostet.
Eintrag Nr. 1691
Hallo Herr Dr. Schmickl,
kann man bei der Verwndung von Turbohefe den Verflüssiger auch 2-3 Tage später hinzufügen
weil ich erst wieder welchen besorgen muß und ich Angst habe das mein Obst bis dahin gammelt ?
Dank für Ihre Hilfe.
Frank
Frank, Essen
08.Okt.2004 20:47:38
Ja, auch 2-3 Tage später können Sie Verflüssiger zugeben.
Eintrag Nr. 1690
Ich habe 30l Mirabellenmaische vor ca. 2 Monaten angesetzt. Mittlerweile ist kein Fruchtfleisch mehr vorhanden und die Flüssigkeit ist dunkel und trüb. Der Alkoholgehalt liegt bei 23%.
Ist die Vergährung jetzt abgeschlossen und kann ich das jetzt destillieren?
Vielen Dank im voraus für die Antwort.
P. Wittfoth
Peter Wittfoth, Bremen / Deutschland
08.Okt.2004 14:17:20
Ja, die Vergärung ist beendet und Sie können destillieren. Eine weitere Lagerung von ca. 1-2 Monaten kommt aber dem Aromar noch zugute.
Eintrag Nr. 1689
Hallo H. Dr.Schmickl,
was ist der Unterschied zwischen Geist und Schnaps?
Tausch I., stuttgart-vaihingen
08.Okt.2004 10:09:16
Schnaps ist ein trivialer Begriff für Spirituosen. Geist wird aus geschmacklosem Alkohol und Früchten bzw. Kräutern im Dampfraum hergestellt.
Eintrag Nr. 1688
Hallo, Herr Schmickl!
Habe gerade gehört, dass auf dem spanischen Festland ein hervorragender Orangenwein aus zentrifugiertem frischem O-saft hergestellt wird, allerdings angeblich mit einer speziellen Hefe. haben Sie dazu eine Idee oder soll ich's mal mit einer Weissweinhefe versuchen?
Wie immer mit freundlichen Grüssen,
Sabine
P.S. ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die auch auf's Brennen kommen;)
Sabine, Kanarische Inseln
08.Okt.2004 09:30:30
Möchten Sie danach den Orangenwein brennen oder soll es Wein werden? Wenn Wein gewünscht ist, dann können Sie Weinhefe verwenden, andernfalls sollten Sie schon normale Hefe für Maischen verwenden.
Eintrag Nr. 1687
Sehr geehrter Hr Schmickl!
1. Ich habe bei meiner Anlage ein Problem, welches auch schon in Eintrag Nr.1306 beschrieben wurde. Obwohl mein Thermometer am richtigen Punkt montiert ist, tropft erst ab ca 87°C das erste Destilat heraus und ich kann dann bis etwa 92°C brennen. Sie haben geschrieben daß die Anlage wohl etwas länger braucht um ins Gleichgewicht zu kommen. Was heißt das genau und wie kann ich etwas dagegen tun? Ich kann mir nur vorstellen, daß es mit meinem Schlangenkühler zusammenhägt, diesen habe ich aus einem Kupferrohr mit etwa 4m Länge(Meine Anlage faßt ca.4 Liter) und 8mm Innendurchmesser gebogen.
2. Vor Kurzem habe ich bei Freunden einen "Kerngeist" probieren dürfen-sehr lecker! Hier dienten angeblich die Kerne von Kirschen und oder Zwetschgen im Aromakorb zur Geistherstellung. Wissen Sie mehr über ein solches Rezept?
Vielen Dank im Vorraus
Andreas, Bayern
06.Okt.2004 21:09:29
ad 1: Daß die Anlage länger braucht, um in das Gleichgewicht zu kommen, bedeutet: wenn z.B. das Thermometer von einem zu langen Metallstutzen umgeben ist, so zeigt das Thermometer zu Beginn der Destillation noch nicht die richtige Temperatur, da der Stutzen wie ein Kühlfinger wirkt. Erst nach einer gewissen Zeit hat sich auch der Stutzen so weit erhitzt, daß bezüglich Temperatur die Anlage im Gleichgewicht ist und die richtige Temperatur anzeigt. Am Kühler wird es ziemlich sicher nicht liegen. Destillieren Sie Wasser, es sollte bei ca. 96-98°C kochen. Nehmen Sie diesen Wert als Eichwert und korrigieren Sie zukünftig Ihre Thermometerablesung damit.
ad 2: Stimmt, teilweise wird Kirschwasser nur aus Kernen hergestellt, allerdings werden die Kerne hierbei im Alkohol angesetzt. Daß es auch als Geist funktioniert, war mir bisher nicht bekannt.
Eintrag Nr. 1686
hallo dr. schmickl,
eine letzte(?) frage zum verdünnen: kann man auch "stilles mineralwasser" mit niedrigem Kalkgehalt (z.b. Frankenmarkter: 37,13 mg/l Calcium) verwenden? wäre das schon "weiches" wasser, oder gibt es noch andere kriterien als mg/l Ca?
philipp, nö
06.Okt.2004 19:49:09
Weiches Wasser hat 4-7°dH (1°d sind 10 mg /l), d.h. das Wasser ist schon weich. Sie können es zum Verdünnen verwenden. Sicherheitshalber empfiehlt es sich trotzdem, den unter Eintrag Nr. 1685 beschriebenen Versuch zu machen.
Eintrag Nr. 1685
Hi erstmal
Also ich hab ein 10 liter zwetschgen maische
seit einiger zeit dasthehen und wollte sie nun brennen. Jetzt stellt sich aber die frage wieviel
liter ich nach dem brennen wegschütten muss wegen dem methanolanteil. Ausserdem wollte ich wissen wie ich dass methanol am besten vom rest
trenne.
wenn ihr wollt addet mich im ICQ 242362029
danke schonmal im vorraus
Martin, Metahnol anteil`?
06.Okt.2004 15:27:59
Wie hoch ihr Methanolanteil ist, kann man auf Grund der Maischemenge nicht pauschal sagen. Das hängt sehr stark von Ihrer Arbeitsweise ab. Ferner hat man im Vorlauf nicht nur Methanol, das abzutrennen ist. Um den Vorlauf korrekt abzutrennen sollten Sie auf der Anlage ein Thermometer einbauen und zusätzlich den ersten Teil des Destillates in kleinen Gläschchen abtrennen. Vorlauf riecht sehr stark nach Klebstoff. Sollte viel Methanol in Ihrer Maische vorhanden sein, dann hat man leider das Problem, daß dieses sich über das gesamte Destillat zieht und sich destillativ nicht sauber abtrennen läßt.
Eintrag Nr. 1684
Hallo ihr lieben.
Ich muss einen Vortrag über Schnaps schreiben. Aber ich finde so wenig Material darüber. Ist es denn so, dass Schnaps das selbe ist wie Branntwein?
Ich wäre um eine rasche Antwort sehr dankbar!
Liebe Grüsse, Nicole
Nicole, St.Gallen
06.Okt.2004 13:32:40
Schnaps ist ein Trivialbegriff für Branntwein.
Eintrag Nr. 1683
Hallo liebe Brenn-Fachleute,
ich möchte vermeiden, das demineralisierte Wasser aus dem Baumarkt zum verdünnen zu nehmen. Kann ich Brita-gefiltertes Wasser, von mir aus mehrfach durgelaufen, nehmen, bzw. kann ich den Nachlauf benutzen - er enthält ja immer mehr Wasser -, um den entstandenen Alkohol auf Trinkstärke herunter zu bringen?
Ich möchte für den Anfang erst mal nur Rotwein in meiner 0,5 l Anlage brennen, um mit Anis (welche Mengen?) einen Ouzo zu machen.
Viele Grüße
vom Anfänger
Rainer
- der Fischesser -
Rainer, D/NRW
06.Okt.2004 08:25:34
Beim Wasser ist nur wichtig, daß es nicht bzw. nur sehr gering kalkhältig ist. Wenn diese Filter dies bewirken bzw. Sie ohnehin kalkarmes Wasser haben, so können Sie dieses ohne weiteres verwenden. Kalksalze sind im Alkohol unlöslich und fallen daher aus (sieht aus wie Schneeflocken). Wenn Sie unsicher sind, ob das Wasser Ihrer Wahl sich zum Verdünnen eignet, verdünnen Sie vorerst nur eine kleine Probe und lassen diese mindestens 14 Tage stehen. Ist dann noch kein Niederschlag entstanden, können Sie das Wasser verwenden. Mit Nachlauf sollten Sie nicht verdünnen, das würde zu starken Qualitätseinbußen führen.
Für 0,5 l Kesselinhalt reichen 10g Anis.
Eintrag Nr. 1682
Hallo Herr Schmickl,
ich hätte da mal ein par Fragen:
1./ Sie sagen ja immer man sollte die Maische wenn sie fertig (Fruchtkuchen abgesunken) ist noch mindestens ein Monat lagern.
In der Diskussionsrunde wird einem davon abgeraten, warum?
2./ In meinem Keller habe ich nicht mehr genug Platz für neue Maischen, daher würde ich die fertigen gerne mit Gärspund im freien lagern, was meinen Sie dazu? (Natürlich nur wenn es nicht gefriert)
3./ Es wird auch immer wieder gegen Turbohefe geraten, warum? (Schnaps schmeckt nach Hefe usw.) Speziell der User Terras ist sehr dagegen.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir eine brauchbare Antwort geben könnten, da ich bis jetzt alle meine Maischen mit Turbo hergestellt habe. Da es für mich das erste Jahr ist wo ich selber Maische hestelle, hoffe ich das ich mit der Turbo keinen Fehler gemacht habe.
Danke für Ihre Antwort
PS: Super HP weiter so!!!
Andreas, Obstland
05.Okt.2004 21:29:25
ad 1: Ja, das Lagern der Maische ist richtig. In der Diskussionsrunde wird vieles behauptet...
ad 2: Sie können fertige Maischen problemlos im Freien lagern, sollte es dennoch frieren, würde auch nichts passieren, sofern das Faß innen genug Platz hat, da ja die gefrorene Maische etwas mehr Volumen hat als die flüssige.
ad 3: Wenn Sie mit Turbo gearbeitet haben, ergibt das einen hervorragenden Brand, Sie werden es am Ergebnis merken. Dass Hr. Terras anderer Meinung ist, wissen mittlerweile denke ich alle. Vielleicht sollte er selbst einmal einen Versuch starten. Aber lassen Sie sich von seinen Einträgen nicht verunsichern.
Danke, wir bemühen uns!
🙂
Eintrag Nr. 1681
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl
Ich bin ein Neuling. Ich habe vor 7 Wochen ca. 6kg Brombeeren mit 750g Zucker und 1l Wasser eingemaischt und eine Backhefe zugegeben. Lagerung bei ca. 20°C. Nach 3 Tagen hat die Gärung aufgehört. Nachdem ich nun Ihr Buch gelesen habe wollte ich die Gärung mit einer Sherryhefe erneut starten und machte einen Gärstarter aus 0,5 l Apfelsaft(naturtrüb,ohne Konservierung), 1Esslöffel Traubenzucker und einer Reinzucht Sherryhefe. Als diese Mischung nach 3 Tagen bei 20°C schwach perlte und man etwas Hefebelag am Boden des Glasgefässes sehen konnte rührte ich es zur gleichwarmen Brombeermaische. Dazu gab ich noch 250g Zucker. Diese begann aber nicht zu gären. Warum? Was habe ich falsch gemacht?
Ludwig, Bayern
04.Okt.2004 17:56:40
Haben Sie der Sherryhefe auch die Hefenährsalze zugegeben, ohne diese funktioniert es nicht.
Oder im Gärstarter ist die Hefe wegen Zuckermangel bereits verhungert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass nach 3 Tagen und 20°C der Esslöffel Zucker und der Zuckergehalt vom Apfelsaft aufgebraucht sind.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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