SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 1880
Hallo Herr Schmickl,
ich habe ca. 40 Ltr dampfentsafteten Kiwi-Saft. Kann ich den mit Ihrer Turbohefe vergären? Haben Sie vielleicht ein Rezept? Ich habe hier im Fragenkatalog nichts passendes gefunden. Muss ich sonst etwas beachten? Über Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Übrigens Ihr Buch und die homepage sind echt Klasse. Auch mit der Lieferung hat es Super geklappt.
MfG
Wolfgang
Wolfgang Middecke, Deutschland Köln/Bonn
09.Dez.2004 10:11:05
Danke!
Ja, Sie können mit der Turbo vergären (wie im beigelegten Zettel beschrieben). Achten Sie auf eine langsame Vergärung (Temp. ca. 16 bis max. 19°C), den pH sollten Sie unbedingt korrigieren.
Eintrag Nr. 1879
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe heuer sehr viel Schlehdorn und möchte einen Schnaps herstellen. Habe sowas noch nie gemacht und bitte um genaue Anleitung von a - z.
Im Voraus besten Dank.
mfg
J. Raßhofer
Josefine Raßhofer, Deutschland/Bayern
09.Dez.2004 10:01:00
Schlehdorn können Sie ausgezeichnet ansetzen: nehmen Sie 45%vol geschmacklosen Alkohol und lassen Sie die Schlehen 2 Monate darin ziehen, fertig. Sie können die Früchte jedoch auch einmaischen, eine detaillierte Anleitung dafür würde den Rahmen des Forums sprengen, ist jedoch in unserem Buch sehr detailliert und einfach beschrieben.
Eintrag Nr. 1878
Hallo Fachleute!
Ich werde in kürze meinen ersten Versuch starten Ouzo herzustellen. Ich hab mir so ziemlich alle Einträge durchgelesen und ich werde die Variante mit Wein und dem Anis im Aromakorb wählen.
Eine Frage bleibt noch offen! Womit verdünne ich den OUZO auf Trinkstärke ohne dass er milchig wird?
Vielen Dank schon im Voraus!
Übrigens: Die Seite ist Weltklasse.
Roland, OÖ
09.Dez.2004 07:05:52
Danke!
Wenn Sie Ouzo auf ca. 43%vol verdünnen, bleibt er klar. Unter 40%vol wird er immer milchig, auf Grund des hohen Anteiles an ätherischem Öl im Anis. Das gehört sich aber so.
Eintrag Nr. 1877
Liebe Frau Malle, lieber Dr. Schmickl
vorab großen Dank für Ihr Buch (und das Ihres Vaters) und diese Seiten, die wahrlich wunderbare Startbahnen für Neubrenner darstellen. Ihre Antworten wären dann die Landebahnen. Meine Brennanlage ist ein Multitopf mit angelötetem Kupferrohr, 13 cm Steigrohr, 35 cm Geistrohr und Kupferkühler, der das Destillat mit 14°C entläßt. Heizung Propangasherd, gut zu regeln. Zwei meiner am Wochenende hergestellten Brände haben einen Mangel (der dritte, Johannesbeerbrand, ist vorzüglich - optisch wie geschmacklich). Die Maische wurde extrem sauber hergestellt. Die Anlage, nach dem letzten Brand mit Föhn getrocknet und trocken gelagert, wurde mit viel heißem Wasser gespült, das Wasser und das Destillat kamen absolut klar heraus, bei zwei Bränden (Birne 10% und Brombeere 18%) wurde es gegen Ende leicht trüb und hatte einen sehr leichten Blaustich.
Frage 1 - Ist die Trübung auf die Fuselöle des Nachlaufes zurückzuführen? Kann der Blaustich vom Kupfer herrühren? Falls ja, durch was kann - gegen Ende der Destillation - eine chemische Reaktion mit Kupfer ausgelöst werden? Der Birnenbrand hat im Mittellauf pH 4,5, warum so sauer? Ist das Destillat noch mit Aktivkohle und einem erneuten Brand zumindest als Reinethanol für Ansätze zu retten?
Frage 2 - Die Dichtung des Topfes ist grau, das Steigrohr befindet sich am Rande des Deckels im gleichen Abstand wie das Saftrohr. Der Stahl und die Dichtung in der Nähe des Steigrohres sind nach jedem Brand dunkel verfärbt, wie verbrannt, was sich am Stahl entfernen läßt, nicht jedoch auf der Dichtung. Fehler? Schädlich?
Vielen Dank für Ihre meisterliche Mühe!
Christoph aus Bayern
Christoph, Bayern
07.Dez.2004 12:55:41
ad 1: Wenn Sie die Destillation bei 91°C beenden, wird kein Nachlauf in das Destillat kommen. Weiße Trübungen treten bei einigen Fruchtsorten auf, können abfiltriert werden, eine blaue Trübung weist aber auf Metalle hin, d.h. Sie könnten in der Anlage Grünspan haben. Reinigen Sie die Destille mittels einer Weindestillation. pH 4,5 ist nicht zu sauer, das ist OK, dieser Bereich ist zu hoch um Kupfer aufzulösen. Bei Blaufärbung sollten Sie das Destillat verwerfen.
ad 2: Wenn ich Sie richtig verstehe haben Sie direkt auf den stählernem Deckel vom Multitopf das Kupferrohr angelötet. Da das eine Metall unedler ist als das andere, baut sich, vorallem in einem schwach sauren Milieu, ähnlich wie bei einer Batterie ein redox-Potential auf. Mit dem Effekt, dass das eine Metall "aufgefressen" wird und sich am anderen als Salz ablagert. Die schwarze Farbe entsteht durch die enorm kleinen Korngrößen dieser Salz"körner". Dieser redox-Effekt würde auch den Blaustich vom Destillat erklären (weil dieses Salz im Destillat gelöst ist). Wegen der sehr glatten Oberfläche vom Stahl läßt sich diese Ablagerung von dort viel leichter entfernen als von der Dichtung.
Fazit:
Statt dass Sie das Kupferrohr anlöten, sollten Sie es verschrauben und als Dichtung/Isolierung zum Stahl ein Teflonband (Gewindedichtband vom Baumarkt) benutzen. Dann sollte es keine schwarzen Ablagerungen mehr geben und der Blaustich sollte auch weg sein.
Eintrag Nr. 1876
hallo hr. dr. schmickl!
bitte um ihren rat! habe mir, wie auf vielen fotos in ihrer galerie, eine anlage aus einen multitopf gebaut. bei diesen topf ist der deckel aber sehr flach und das auslassloch wo das steigrohr (22mm) befestigt ist am topfrand. deshalb bin ich der meinung durch aufsteigen des alkoholes kontensiert dieser am deckel und wird nochmals gebrannt - ist das schon wie ein doppelbrand? deshalb ist auch das aroma eher dezent! haben sie einen vorschlag was man machen könnte um möglichst viel dampf in das steigrohr zu bekommen?
danke
mfg norbert
norbert, nö
07.Dez.2004 09:57:25
Nein, der flache Deckel und die seitliche Anbringung des Steigrohres stören nicht, dies führt nicht zu einem Doppelbrand oder Aromaverlust. Die Konstruktion ist so schon in Ordnung.
Eintrag Nr. 1875
Guten Tag!
In einer Ihrer vorherigen Antworten sagen Sie, dass man fertige Destillate nicht in Kunststoff, sondern am besten nur in Glasbehältern aufbewahren sollte. Wie sieht es mit Edeldtahlfässern aus? - ist dort eine Lagerung bedenklich?
Vielen vielen Dank!!!!
Kaept`n Kodo, Fr.
06.Dez.2004 19:56:57
Edelstahlfässer sind für die Lagerung von hochprozentigem Alkohol unbedenklich.
Eintrag Nr. 1874
Hallo, hab ein kleines Problem und zwar bei der Verdünnung des Wacholderschnapses von 75° auf einen Alkoholgehalt von 45° hat sich der Schnaps blitzartig bei ungefähr 55° milchig verfärbt. Jeder andere Schnaps bleibt bis ungefähr 45 °klar. Kann es sein, dass der Wacholderschnaps vermehrt ätherische Öle innehat? Habe mehrfach gefiltert aber kein Ergebnis erzielt. Was kann man noch tun? Wäre sehr dankbar um einen Ratschlag.
Beste Grüße
Helli
Helmut Pircher, Italien, Südtirol
06.Dez.2004 10:34:37
Ja, das ist der hohe Gehalt an ätherischem Öl, der zu dieser Trübung führt. Lassen Sie das Destillat ca. 14 Tage nach dem Verdünnen bei Zimmertemperatur stehen, danach können Sie es mit den Faltenfiltern filtrieren, danach bleibt das Destillat klar.
Eintrag Nr. 1873
Hallo,
sollte man das Destillat (aus Zucker/Wasser-Maische) ver- oder unverdünnt lagern? Luftdicht? Wie voll sollte der Behälter sein? Danke, Danke
Manfred
Manfred, Hamburg
05.Dez.2004 16:34:32
Das Destillat können Sie sowohl unverdünnt als auch verdünnt lagern, auf alle Fälle immer nur in Glasbehältern, NIE in Kunststoff. Diese sollten ca. vier fünftel voll sein.
Eintrag Nr. 1872
Hallo Hr. Dr. Schmickl
In Eintrag 91 haben Sie bezüglich Versteuerung folgendes geschrieben:
31.Jan.2001
In Österreich ist ein Brennkessel von 2 Liter oder kleiner anmeldefrei. Damit können Sie nun brennen, sooft Sie wollen, Vorraussetzung natürlich, daß Sie es nicht gewerblich nutzen wollen. Die Maischemenge ist unreguliert, es kommt nur auf die Kesselgröße an. Das Aufzuckern der Maische ist für den Privatgebrauch erlaubt, wenn Sie jedoch gewerblich oder meldepflichtig Brennen, dürfen Sie nicht zuckern. Der Grund: durch die Zuckerzugabe kann das Finanzamt die zu entrichtende Steuer nicht mehr bestimmen. Qualitätseinbußen sind nicht gegeben.
In Eintrag 1866 schreiben Sie sinngemäß daß eine Anlage bis 2L Kesselgröße nicht gemeldet werden muß, die Alkoholsteuer aber immer entrichtet werden muß. Was ist nun richtig?
Grüße oewi
oewi, überall
05.Dez.2004 11:53:52
Beides ist richtig. Inzwischen gab es in Österreich diesbezüglich eine Geseztesänderung, derzufolge auch Alkohol, der mit einer nicht registrierungspflichtigen Anlage hergestellt wird, versteuert werden muss. Daher diese Diskrepanz.
Eintrag Nr. 1871
Hallo!
Hat hier jemand schon einmal etwas von Kaktus Schnaps gehört. Den gab es wohl mal - sagt mein Mann... Leider weiß er nicht mehr, wie der hieß. Wenn jemand eine Ahnung hat, dann sagt es mir bitte.
Vielen Dank!
Carina!
Carina, Flensburg
04.Dez.2004 08:59:42
Tequila wird aus der Maguey Agave hergestellt, man spricht auch oft vom Maguey Kaktus. Vielleicht haben Sie das gemeint?
Eintrag Nr. 1870
Hallo Herr Doktor,
ich habe Probleme mit meiner Traubenmaische.
Am 26.11. habe ich zwei Maischen angesetzt.
Einmal Trauben:
6,5 Liter,10g Hefe,6g Verflüssiger und nach Berechnung 3 mal 422g Zucker um auf 20% Alkohol zu kommen.
Einmal Apfel:
6,5 Liter 20g Hefe,6g Verflüssiger und nach Berechnung 3 mal 675g Zucker um auf 20% zu kommen.
Beide Maischen habe ich mit Milchsäure auf den gewünschten PH-Wert eingestellt und die Fässer stehen genau nebeneinander bei einer Temperatur von ca. 23°C.
Nun,die Apfelmaische blubbert auch nach der zweiten Zuckerzugabe gemütlich vor sich hin.da scheint alles in Ordnung zu sein.
Bei der Traubenmaische habe ich allerdings nun schon den Zweiten Gärstop.Das erste mal habe ich mit einem Gärstarter(2L Wasser,200g Zucker plus Hefe)die ganze Sache wieder in Gang bekommen,was auch zunächst heftigste Reaktionen hervorrief.
Jetzt allerdings nach 2Tagen schönstem blubbern steht die Sache schon wieder.Ich habe als Sofortmaßnahme 200g Zucker nachgekippt.Leider ist bis jetzt (2Stunden später)noch keine Reaktion zu erkennen.
Was können Sie mir Raten?
MfG
Oliver
Oliver, NRW
04.Dez.2004 08:43:05
Da Sie bei 23°C vergären - was sehr hoch ist - vermute ich, daß Ihre Maische bereits nach 2 Tagen den Zucker verbraucht hat, der neue Zucker ist dann zu spät dazugekommen. Sie sollten besser bis maximal 20°C vergären, dann läuft der Prozeß langsamer ab und Sie erhalten mehr Aroma.
Eintrag Nr. 1869
Hallo erstma
ich wollte nur fragen wie ich beim brennen der maische das methanol von dem rest trenne ohne das zu viel andere stoffe verloren gehn? Und ich wollte fragen welche utensilien man dafür braucht?
Martin, Westberlina
03.Dez.2004 17:57:58
Wenn Sie oben rechts als Suchbegriff "Methanol" eingeben, finden Sie was Sie suchen.
Eintrag Nr. 1868
sg. hr. dr.!
ich würde eine rezept für die herstellung von wodka benötigen. können sie mir dieses per email an meine emailadrese zukommen lassen. herzlichen dank für die bemühung, mit lieben grüßen aus kroatien
vrecun
vrecun helmut, kroatien
03.Dez.2004 15:28:34
Wodka wird aus Produkten hergestellt die keinen Zucker (wie Früchte), sondern Stärke enthalten. Ursprünglich waren das Kartoffeln, heutzutage auch Getreide, Mais usw. Weil der Zucker fehlt, kann Stärke nicht direkt vergoren werden, zuerst muss die Stärke in Zucker aufgespalten werden, erst dann gelingt die Vergärung. Kartoffeln gut zerkleinern, die gleiche Menge Wasser dazu, auf 90°C erwärmen, dann auf 60° abkühlen. Amylase oder aktives Malz zugeben (zerstört die Stärke), auf ca. 27°C abkühlen lassen, Hefe dazu, pH auf 5 einstellen und Verflüssiger dazugeben.
Eintrag Nr. 1867
Weihnachtsschnaps at it´s best, oder SO! muß er schmecken!!!
Sehr geehrter Dr. Schmickl, ich habe wieder etwas rumgetüftelt, da man sich bekanntlich nie mit seinen Resultaten zufrieden geben darf, denn das BESSERE ist der Feind des GUTEN.
So habe ich mich heuer an die Verbesserung Ihres Weihnachtsgeist herangewagt. Letztes Jahr habe ich ihn in 3 unterschiedlichen Variationen gebrannt (aber immer nach Ihren Vorgaben im Buch)und Dank meiner vorbildlichen SCHNAPSBIBLIOTHEK, (erkläre ich gleich)konnte ich das diesjähige Ergebnis mit denen vom letzten Jahr vergleichen.
Welch ein Unterschied!!! Heuer ist mir der ganz große Wurf gelungen, da er so umwerfend und harmonisch einherkommt, wie es weihnachtlicher nicht sein könnte.Diesen Schnaps nach eienem Festtagsschmaus genossen, krönt jedes Essen. Lebkuchen pur, kann ich nur sagen. Es besteht Suchtgefahr!!
Versuchen Sie mal folgendes Rezept, daß Sie bei Gefallen auch in Ihr Buch übernehmen dürfen mit dem Hinweis: pillepallekarl, denn ich habe die Mischung selst kreiert und nirgendwo abgekupfert.Übrigens ein tolles Weihnachtsgeschenk!
Alle Gewürze bis auf die Macisblüte und das Ingwerpulver sind im Ganzen in der Apotheke gekauft(Qualität) und kurz vor dem Brennen in einer Kaffeemühle frisch gemahlen worden.
Die Apfelmaische wurde Ende Okt. angesetzt und hatte 18%.Die Zuckermaische hatte 16%
REZEPT für 13Liter Maische, in 15Liter Brennblase:
6l Apfelmaische
6l Zuckermaische
1l gereinigter Nachlauf 35%
In den AROMAKORB:
400g Apfeltrester
30g Zimtpulver
20g Ingwerpulver
20g Ingwer frisch kleingeschnitten
5 g Pimentpulver
6 g Kardamompulver
25g Pommeranzenschale getrocknet
10g Sternanispulver
7 g Macisblütenpulver
10g Nelkenpulver
5 g Koriander geschrotet
1/2 Zitrone mit Schale kleingeschnitten
Ergebnis: 3750ml á 65% + 250ml Valilleschnaps 43%= 4000ml Weihnachtschnaps bereit auf 43% verdünnt zu werden. Er schmeckt auch ohne Vanille. Sie ist quasi nur das Tüpfelchen auf dem i.
Eine SCHNAPSBIBLIOTHEK sollte jeder engagierte Hobbybrenner haben, bzw. sich zulegen. Dazu braucht man Flachmänner mit 100ml Inhalt, Schraubverschluß und Etiketten, sowie eine Holzkiste, in die man die Flaschen stellt. Von jedem Brand wird dann am Schluß ein Flachmann abgefüllt, etikettiert mit Inhalt und Datum % Angabe und Verweis auf das Brennprotokoll.
Will man etwas brennen, hat man immer eine sensorische Qualitätskontrolle. Dies ist ein wirklich gute Hilfsmittel. Nur zu empfehlen, wenn man sich beim Brennen steigern will.
Allen Hobbybrennern ein schönes Weihnachtsfest wünscht pillepallekarl.
pillepallekarl, Kärnten
01.Dez.2004 20:31:54
Vielen Dank für Ihr Rezept und die Anregung der "Schnapsothek", das klingt ja alles hervorragend, werden wir gleich mal versuchen!
Eintrag Nr. 1866
S.g. Hr. Dr. Schmickl
1.) Ich habe bei Ihnen eine Classic 2 l Anlage erworben und entnehme aus Ihren Fachfragen, daß ich diese anmelden muß. Fragen:
a.) wo muß ich anmelden
b.) was muß ich anmelden
c.) was kostet das
2.) Habe momentan Quittemmaische, Kornelkirschenmaische und Mipspelmaische fast fertig vom Vergären. Fragen:
a.) alle 3 sehr dickflüssig und breiig, obwohl ich gemäß Ihrem Ratschlag doppelte Menge von Verflüssiger dazugegeben habe. Kann ich trotzdem brennen oder muß ich noch verdünnen (Wasser?)
b.) was soll ich mit Kernen der Kornelkirsche und der Mispel mache, die ich vor dem Einmaischen wegen Mühsamkeit nicht entfernt habe.
Danke und mfg
Franz Josef
Franz Josef, Oberösterreich
01.Dez.2004 16:37:12
ad 1: In Österreich ist eine 2 Liter Anlage anmeldefrei, nur Anlagen über 2 Liter sind dem Zoll zu melden. Unabhängig davon muss der Alkohol den Sie damit herstellen versteuert werden. Dazu müssen Sie den geplanten Brennvorgang zumindest eine Woche vorher bei Ihrem zuständigen Zollamt anmelden. Der Zoll berechnet aus Ihren Angaben die Alkoholmenge und stellt Ihnen die entsprechende Steuer in Rechnung. Beispiel: für ca. 30 Liter Maische zahlt man ca. 4.- Euro, die genaue Summe ist abhängig vom Alkoholgehalt, also von der Fruchtsorte.
ad 2:
a: Nein, verdünnen Sie nicht mit Wasser, das würde Aroma kosten. Achten Sie beim Destillieren darauf, daß Sie ab ca. 60°C Anzeige den Brenner zumindest auf die halbe Brennleistung reduzieren, destillieren Sie langsam.
b: Wenn die Kerne der Kirsche ganz sind, können Sie ca. 10 % der Kerne mitbrennen, der Großteil der Kerne wird sich ohnehin am Faßboden absetzen. Die Mispelkerne können mitgebrannt werden.
Eintrag Nr. 1865
Hallo Herr Doktor,
ich habe jetzt eine zweite Maische angesetzt. Die erste genau dosiert hat nach 48Stunden zu gären begonnen (Traubenmaische). Bei der zweiten habe ich die Hefe überdosiert (Apfel,doppelt). Ist es normal das das ganze schon nach 24 Stunden zu gären beginnt? Kann ich mehr Hefe als Gärstarter benutzen?
Vielen Dank
MfG
Oliver
Oliver, NRW
29.Nov.2004 17:44:14
Dies ist temperaturabhängig, ja, nach 24 Stunden ist normal. Wenn Sie versehentlich mehr Hefe benutzen, ist das kein Problem, da sie sich im Fass vermehrt, d.h. nach ein paar Tagen ist immer gleich viel Hefe enthalten, egal, wieviel am Anfang zugegeben wurde.
Eintrag Nr. 1864
hallo!
ich bin neu und hätte einige fragen:
1#: wie viel hefe und zucker braucht man ca zum verhältniss zu 2l wasser?
2#: könnte man teroretisch ingwer,zucker,hefe und natürlich wasser 😉 als maische zubereiten und das paar wochen stehen lassen und das destillieren?
3#: kann man den selben vorgang auch mit kraeutern (aller art) oder aromen,etc. vornehmen?
danke schon im voraus
lg beginner
beginner, wien
29.Nov.2004 17:14:39
ad 1: 0,7 kg Zucker, ein Teelöffel Hefe
ad 2: Würde ich nicht machen. Nehmen Sie geschmacklosen Alkohol mit ca. 10-13%vol (eventuell selbst hergestellt) und geben Sie den Ingwer in den Aromakorb (ca. 2 g je 1,5 Liter), das ergibt perfekten Ingwergeist. Vorteil: Sie können die Intensität des Ingwer-Geschmacks sehr genau einstellen, was bei einer Maische nicht so einfach ist.
ad 3: Diesen Vorgang können Sie mit allen Kräutern durchführen.
Eintrag Nr. 1863
Hallo Herr Doktor,
endlich habe ich meine Destille erhalten und nach der Reinigung sofort den ersten Test gefahren.Dazu habe ich 5Liter Pennerwein (Kannister aus dem Aldi) zu Weinbrand destillliert. Beim verkosten stellte ich leider fest das er sehr scharf war und noch in der Speiseröhre sehr brannte. Was gibt es für Möglichkeiten den Brand verträglicher zu machen?
Vielen Dank für die Antwort.
MfG
Oliver
Oliver, NRW
29.Nov.2004 05:25:17
Jeder Wein ist geschwefelt, d.h. Sie müssen das Destillat z.B. mit einem elektrischen Milchschäumer behandeln: ca. 5 Minuten schäumend (!) Luft einmixen.
Eintrag Nr. 1862
hallo dr.schmickl
ich bräuchte ihre hilfe!
was wenn ich traubenzucker, wasser, hefe und hanfkreuter vermische ein woche gären (wenn man das so nennt) lassen und dann destillieren! dann hab ich was? hanfschnaps oder?
danke schon im voraus
lg leon
leon_soede, schnaps
28.Nov.2004 20:39:26
Ja. "Schnaps" ist ein trivialer Überbegriff, heißt soviel wie Spirituose, der nichts darüber aussagt, wie der Hochprozentige hergestellt wurde.
Eintrag Nr. 1861
Sehr geehrter Hr. Dr. Schmickl!
Meine Frage bezieht sich auf die hochprozentige Maische wie in Ihrem Buch beschrieben. Wie soll die berechnete Zuckermenge zugegeben werden.
A Den Zucker so hineingeben und krägtig umrühren
oder
B Der Zucker muß vorher in Wasser aufgelöst werden und dann zugegeben werden.
mfg
Manfred
Manfred, Steiermark
28.Nov.2004 19:22:00
A ist richtig.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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