SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 1920
Hallo Herr Dr. Schmickl,
vielen Dank für die schnelle Lieferung, ist Rekordverdächtig! Nun zu meinen Fragen: Ich hatte ja berichtet, dass ich selbstentsafteten Kiwi-Saft angesetzt habe. Nun, nach 29 Gärtagen, verändert sich der Alkoholgehalt nicht mehr. Ich hatte 19 Liter Saft + einen Beutel Turbohefe und zu Beginn 2Kg Zucker angesetzt. Ich hatte eine Gesamtzuckermenge von 7,6 Kg errechnet. Ich habe jetzt einen Alc-Gehalt von 17% gemessen, bei pH von 3,5. Woran kann es liegen, das sich nichts mehr verändert? Muss ich noch mehr Zucker hinzufügen? Oder muss ich einfach nur noch länger warten? Die Mischung schäumt immer noch, wenn ich umrühre. Mit wieviel Vorlauf kann ich bei meinem Ansatz rechnen und zum Schluß noch die Frage, welche Gesamtmenge kann ich erwarten?
Viele Fragen! Ich hoffe Sie können sie beantworten. Schon jetzt vielen Dank.
Wolfgang
Wolfgang, NRW, NRW
08.Jän.2005 15:43:19
Danke! Wenn es noch schäumt, dann gärt es immer noch. Die Gärung wird mit der Zeit immer langsamer, das ist normal. Sie brauchen keinen weiteren Zucker mehr. Sie sollten ca. 2 ml Vorlauf je 2 Liter Maische abnehmen. Ergebnis wird ca. 6 Liter sein (berechnet auf 45%vol).
Eintrag Nr. 1919
S.g. Hr. Dr. Schmickl
Zu Eintrag No. 1860:
Calvadosherstellung:
1.) Wie lange soll vorher Rotwein oder Sherry (ich habe gehört Portwein) im Eichenfass gelagert werden?
2.) Wieviele Vol. Prozente sollte Apfelbrand haben für Lagerung im Eichenfass?
3.) Wie lange sollte Apfelbrand im Eichenfaß gelagert werden, bis man ersten akzeptablen Geschmack erreicht, möchte nicht unbedingt 5 Jahre warten?
Danke und mfg
Franz Josef
Franz Josef, Oberösterreich
08.Jän.2005 09:14:48
ad 1: zumindest ca. 2 jahre
ad 2: mindestens ca. 60%vol
ad 3: zumindest 3 jahre
Eintrag Nr. 1918
Hallo Herr Schmickl.
In der Frage Eintrag Nr. 1911 fragte ich wegen der Länge des Liebigkühlers. Was geschieht wenn dieser zu lang ist. Bitte sehen Sie sich auch den Beitrag in Diskussion "zu wenig Destillat" an. Kann es sein daß das mein Problem ist?
Gruß Stefan
Stefan, BW
07.Jän.2005 10:27:51
Nein, durch einen zu langen Kühler verlieren Sie kein Destillat. Je länger die Rohrleitung, desto mehr Druckverlust hat die Anlage, d.h. es kann dadurch beim Destillieren in der Anlage ein Überdruck entstehen.
Eintrag Nr. 1917
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl
Ihr Buch ist wirklich sehr gut. Finds prima das Sie es geschrieben haben. Ohne es zu lesen hätt ich nicht geschafft Schnaps zu brennen. Aber wie viele andere hier auch, hab ich auch ein paar Fragen. Danke schon im voraus fürs beantworten. Hoff es sind gescheite fragen *g Wenn auf der Maische ein dünner weisser Film schwimmt was ist das? Sieht so ähnlich aus wie Kalk. Wo kann man den Vorlaufabtrennunstest kaufen? Um Acetaldehyd nachzuweisen wies in Jhrem Buch steht. Sie sagen ab 80 ° kommt das Herzstück heraus. Bei mir tropft da noch gar nichts. Ich hab eine etwas grössere Anlage, und ich denk mir, da kann es schon dauern bis der Dampf durch die Kühlung läuft. Die Anlage läuft zwar hat auch alles was sie haben muss, nur mit Ihren Angaben über das Abtennen Vorlauf und Nachlauf komm ich nicht zurecht, bei meiner Anlage. Wenn der Dampf 94°C hat fangt es an zu laufen. Solange dauert es anscheinend, bis soviel Destillat zusammengelaufen ist das es herauskommt. Ich machs dann immer so Pi mal Daumen, den ersten halben Liter Vorlauf weg (das nehm ich einfach an) die nächsten paar Liter Edelbrand und der rest ist nachlauf. Aber das kanns nicht sein. Frage an Sie, wie kann ich das genauer trennen? Das mit dem Klebergeruch riech ich schon auch, aber den Übergang zum edlen Teil wiederum nicht. Wenn das möglich ist mit dem gemessen Alkoholgehalt abzutrennen, dann bräucht ich bitte Werte von Ihnen. Hab mir einen Auslaufsifon gebaut wo meine Spindel ständig mitschwimmt. Kann also ständig den genauen Wert ablesen. Nur so richtig bringt mir das auch nichts, bis jetzt noch nicht hoff ich.
Mit freundlich Grüssen
Martin
martin, augsburg
06.Jän.2005 23:46:34
Bei dem Film handelt es sich normalerweise um Kahmhefe (wenn es Schimmel sein sollte, merken Sie das unverwechselbar am Geschmack).
Vorlauftest: siehe Menüpunkt "Produktliste" links oben.
Wie im Buch genau beschrieben, hängt es vom Alkoholgehalt im Kessel ab, ab welcher Temperatur das Herzstück herauskommt.
Sie haben sicherlich das Thermometer an der falschen Stelle eingebaut, da es bei Ihnen erst bei 94°C zu tropfen beginnt. Es sollte, wie ebenfalls im Buch sehr genau beschrieben, an der höchsten Stelle, wo der ungekühlte Dampf noch hinkommt, angebracht sein. Sie sollten das unbedingt korrigieren.
Eintrag Nr. 1916
Hallo Herr Dr. Schmickl, erst einmal viel Lob an Ihre tolle Seite! Nun zu meiner Frage. Ich habe einen Himbeergeist mit gekauften eingefrorenen Himbeeren hergestellt. Echt klasse Aroma. Da ich aber den Himbeersaft abgetrennt habe, hatte ich den unverdünnten Geist einfach mit dem Saft auf Trinkstärke verdünnt. Jetzt ist der sogenannte "Likör" so glibberig geworden. Mich stört es nicht und der Geschmack ist prima jedoch wundere ich mich warum das so ist. Ist es der Fruchtzucker oder Pektin in den Früchten?
Vielen Dank im Vorraus für die Antwort. MFG Thorn
Thorn, Berlin
06.Jän.2005 11:06:04
Ja, das "klebrige" stammt vom hohen Zuckergehalt.
Eintrag Nr. 1915
Hallo, ich habe mir mal absinth nach rezept angesetzt und ihn dann gebrannt, beim brennen hab ich dann noch wermuthkraut in den aromakorb gelegt um den thujongehalt weiter zu erhöhen. jetzt weiß ich allerdings nicht mehr ob das zeug noch gesund ist... gibt es noch eine möglichkeit den thujongehalt heraus zu bekommen, außer eine gaschromatography(oder so ähnlich) zu machen? das zeug is auf jeden fall voll mit ätherischen ölen weil das zeug hat 75% und is klar, sobald da ein tropfen wasser rein kommt wird es sofort milchig, also ätherische öle sind genug drinn denk ich... wäre schön wenn sie mir da weiterhelfen könnten, danke 🙂
peter, börde, S.-A.
05.Jän.2005 20:26:43
Wenn Sie Wasser zugeben und es eintrübt, so stammt die Trübung überwiegend durch das ätherische Öl von Anis und Fenchel. Sie sollten keinesfalls zuviel Wermuth verwenden, halten Sie sich diesbezüglich in etwa an die Buchangaben. Es gibt allerdings auch Wermuthsorten mit geringen Thujongehalt.
Nein, der Thujongehalt läßt sich leider nicht mit einfachen Mitteln bestimmen.
Eintrag Nr. 1914
Ein frohes Neues Jahr allen Hobbybrenneren und Schnapsnasen!
Auch Ihnen Dr. Schmickl,
ich habe über die Festtage noch etwas herumprobiert und habe folgendes NEUES herausgefunden:
1. Der Weihnachtsgeist kann auch mit Quittenmaische, anstatt Apfelmaische, bei sonst gleichem Rezept destilliert werden. Schmeckt ebenso gut.
2. Wenn man ausgegorene hochprozentige(14-20%)
Maische noch 6-8 Wochen stehen läßt und nicht sofort destilliert, wird das Aroma intensiver und fruchtiger. Den Beweis liefert die "Schnapsothek" (vergl. Nr.1867)
3. Je mehr Fruchtbrei in der Maische, desto intensiver der Geschmack. Also nicht vorher abpressen und nur die Flüssigkeit destillieren.
4. Anbrennprobleme in der Brennblase entgeht man am effektivsten, indem man aus dünnen Geschirrtrockentüchern aus LEINEN sich einen Beutel näht, mit einer Zuzugschnur aus Schlachterband versieht(kochfest), diesen vorm Befüllen in die Blase reinhängt und durch diesen die Maische einfüllt. Den Beutel zuziehen und in den Aromakorb legen, oder in einen Spahettilocheisatz eines Spaghettikochtopf stecken. Dieser Locheinsatz muß aber vorher mit 5cm langen Füßen versehen werden, damit er nicht auf dem Boden steht. So kann das Aroma hervorrabend aus der dicken Maische auskochen und es brennt garantiert nichts an.
Auf diese Weise können Maischen mit nur 30% Flüssigkeitsanteil ohne Gefahr abgerannt werden, ohne Doppelwandbrennlase. Die Aromaausbeute ist unglaublich!
Nach dem Brennen den Beutel entleeren, gründlich in klar Wasser ausspülen und trocknen. Fertig.
Dr. Schmickl habe ich zu viel versprochen in Bezug auf den Weihnachtsgeist? Haben Sie das Rezept probiert? Das Aroma des Geistes wird von Tag zu Tag besser, je länger er steht.
Bis zum nächsten Mal,
pillepallekarl
Pillepallekarl, Kärnten
05.Jän.2005 16:23:28
Vielen Dank für die tollen Infos!
Ja, haben wir probiert, der Weihnachtsgeist ist gut geworden, allerdings hat er das Neue Jahr nicht mehr gesehen...
😉
Eintrag Nr. 1913
Hallo,
warum ist bei Bränden eine lange Lagerzeit ein Qualitätsmerkmal? Ich dachte nach ca. drei Wochen mit Watte verschlossen ändert sich in der geschlossenen Flasche nichts mehr, oder? (Ausgenommen aus der Frage sind natürlich Holzfasslagerung o.ä.).
Danke,
FRANK
Frank, Bayern
05.Jän.2005 14:48:12
Richtig, nach drei Wochen richtiger Lagerung ist die Veredelung großteils abgeschlossen. Trotzdem finden danach im Lauf der Jahre noch Veresterungsprozesse statt, wodurch der Geschmack noch ein wenig "runder" wird. Eventuell vorhandene Geschmacksfehler treten dadurch deutlicher hervor.
Eintrag Nr. 1912
hallo herr dr. schmickl
ich habe vorgestern meine hochprozentige apfelmaische gebrannt. leider musste ich feststellen, das die ersten 1-1,5 liter destillat einen erheblichen blaustich aufwiesen. mir ist völlig unklar woher dies kommen kann. ich habe mit der gleichen anlage 4 wochen zuvor zwetschgen und wieder 4 wochen davor pfirsiche gebrannt, ohne dieses problem. in der zwischenzeit habe ich weder etwas an der anlage gelötet noch geschweisst.... woher können diese metallischen verunreinigungen kommen? oder besteht die möglichkeit das es evtl. garnicht von gelösten metallen oder metalloxiden kommt sondern von der maische? ich habe die ersten 1.5 liter verwofen, bis der blaustich mit bloßem auge nicht mehr zu bemerken war, dann aber den restlichen brand erstmal eingelagert... halten sie das für unbedenklich? mir ist klar das ich mir von diesem destillat nicht mehr allzuviel erhoffen kann, da das aromareichste im ausguss gelandet ist...
noch eine frage zur nachlaufabtrennung:
mir ist aufgefallen, das sich bereits ab einer alkkonzentration von unter 40% ein birniger, seifiger geruch einstellt der meiner meinung eindeutig auf nachlauf hinweist, und nicht wie von ihnen beschrieben erst ab 25- 30% (ich brenne immer hochprozentige maischen).
danke schonmal im vorraus, und wie immer in dickes kompliment an sie!
mfg
mr. mojo, Unterfranken
05.Jän.2005 13:46:48
Blaustich: bitte geben Sie "Grünspan" oben rechts als Suchbegriff ein
Nachlauf: wenn Sie bereits früher einen seifigen Geruch haben, dann sollten Sie dies auf alle Fälle abtrennen.
Eintrag Nr. 1911
Hallo,
ich baue mir gerade eine Destille von 5 L Inhalt. Das Steigrohr ist 5 cm hoch. Den Liebigkühler habe ich auf 1 m länge vorgesehen. In einem Beitrag hier im Forum habe ich gesehen dass auch 30 cm reichen würden. Was ist sinnvoller?
Stefan, BW
01.Jän.2005 23:27:25
Ja, stimmt, ca. 30-50 cm reichen, 1 m ist etwas lang.
Eintrag Nr. 1910
Hallo Herr Dr.Schmickl!
Ich möchte mir gern bei Ihnen eine 2l Destille kaufen. Frage dazu, müssen Sie dieses als Verkäufer dem Zoll in Östereich bzw. in Deutschland melden.
MZ, MV Deutschland
01.Jän.2005 19:39:07
Nein, 2 Liter Destillen sind anmeldefrei.
Eintrag Nr. 1909
Lichtempfindlich sollen nach Dürr alle Destillate sein, andere bezeichnen nur Birnendestillate als lichtempfindlich. Wer weiss mehr darüber?
Georg W. Schenk
Georg W. Schenk, Zentraleuropa
01.Jän.2005 17:04:11
Ja, stimmt. Allerdings ist es nicht notwendig die Destillate in vollkommener Dunkelheit zu lagern, dazu ist der Einfluß zu gering. Es genügen z.B. weiße Flaschen in einem normalen Keller. Andererseits ist es nicht von Vorteil, wenn über Jahre hinweg täglich die Sonne drauf scheint.
Eintrag Nr. 1908
zu eintrag 1867!!
Hat jemand das Rezept auch schon mal mit Birnenmaishce gemacht. Hätte da noch einige Liter übrig. Und kann mir jemand sagen was diese Blüte ist und wonach sie riecht oder schmeckt? Allen Besuchern und auch ihnen Herr Schmickl ein frohes neues Jahr.
GG, München
30.Dez.2004 12:53:21
Ja, man kann das Rezept auch mit Birnenmaische machen, dies hat aber mehr Eigenschmack als Apfelmaische. Macisblüten sind ein Gewürz, es handelt sich dabei um die Blüten des Muskatnußbaumes. Die Blüte hat einen feineren Geschmack als die Muskatnuß selbst.
Danke, Ihnen auch.
Eintrag Nr. 1907
S.g. Hr. Dr. Schmickl
Nach einigen Brennvorgängen mit Ihrer Anlage Classic erheben sich für mich folgende neue Fragen:
1.) Es fängt bereits bei 76 Grad zu tropfen an, unabhängig welche Maische ich verwende
2.) Sie empfehlen bei verdünnen Luft einzumischen. Problem : Wenn ich normal verdünne von ca. 63 %vo. auf 43 % vol mit "destilliertem" Wasser, bleibt Destillat klar, wenn ich aber Handmixer wird Destillat trübe
3.) Sie schreiben in Ihrem Buch und auch in diversen Einträgen in diesem Forum, daß Geist mit 11 - 13 % vol Alkohol gebrannt werden soll. Wenn ich 20 % vol Maische brenne, bringt zusätzliche Früchte im Aromakorb zusätzliches Aroma?
4.) Habe 2 Apfelmaischen angesetzt, eine mit Zucker und Ihrer Turbohefe auf ca. 21 % vol. und eine ohne Zucker mit Gärfix auf ca. 14 % vol. Nach dem Brennen war Turbohefedestillat geschmackvoller als die andere. Wann empfehlen Sie Verwendnung von Turbohefe und wann Garfix?
Danke und mfg
Franz Josef
Franz Josef, Oberösterreich
30.Dez.2004 10:53:49
ad 1: Wenn die Kühlspirale nicht trocken ist, bewirkt die Dampfentwicklung zu Beginn beim Aufheizen, dass dieser Rest herausgedrückt wird, außerdem hat sich dann noch kein Temperaturgleichgewicht innerhalb der Anlage eingestellt.
ad 2: Das ist komisch. Wenn die Trübung nach ca. 20min wieder verschwunden ist, sind das Luftblasen. Wenn Sie ohne zu mixen einen besseren Erfolg haben, dann können Sie es auch so machen. Mixen Sie dann aber zumindest vor dem Verdünnen das Destillat gut durch, denn die Luft bewirkt eine Verfeinerung des Boukets.
ad 3: Geiste sollten nur bei 11-13%vol destilliert werden, verwendet man einen höheren Alkoholgehalt, dauert die Destillation länger. Die ätherischen Öle, die überwiegend für den Geistgeschmack verantwortlich sind (Zitrusfrüchte, Gewürze, Kräuter), kommen bei der Destillation vorallem zu Beginn heraus, wird länger destilliert, bringt es nichts mehr, kommt eher schaler Geschmack mit.
Bei Maische, wo meist Obst destilliert wird, ist dies nicht der Fall. Sie können bei Maischen auch frische Früchte in den Korb geben, bei Äpfeln funktioniert dies hervorragend.
ad 4: Ja, Sie haben recht. Gärfix ist für Abfindungsbrenner gedacht oder wenn man Fruchtwein mit üblichen Alkoholgehalt herstellen möchte.
Eintrag Nr. 1906
Guten Tag,
ich habe eine Frage was Hefen angeht. Kann man unterschiedliche Hefen für einen Alkoholansatz miteinander mischen oder sollte man die vermeiden?
Vielen Dank für die Antwort!!!
Klaus
Klaus Männel, NRW Deutschland
29.Dez.2004 13:41:20
Nein, man sollte nicht verschiedene Hefen mischen.
Eintrag Nr. 1905
Hallo Herr Dr. Schmickl!
Mit Blick auf meinen ersten Apfelbrand, dessen Existenz durch Ihre Seite erst möglich geworden ist, habe ich folgende Fragen an Sie bezüglich meines 1. Brennversuchs aus 18L Apfelwein(11-12%)aus Apfelsaft von der Mosterei, Gärspund, Reinzuchthefe:
Ich habe die Temperaturabweichung meiner Destille mit -11°C ermittelt nach Ihrer Methode, das Delta der Temperatur bei kochendem Wasser zu 96°C mit einzubeziehen.
Weiterhin war der Temperaturanstieg absolut analog zu der Kurve in Ihrem Buch, also nach Temperaturkorrektur bei 81°C sehr langsam.
Es traten folgende Probleme auf:
1. Als ich bei 91°C(102°C) den Nachlauf abtrennen wollte, kam fast nichts mehr aus der Anlage heraus. Warum, selbst bei zu hoher Temperatur hätte wenigstens Wasser kommen müssen?
2. Vorlaufabtrennung entschied ich mich nur für 4cl, da ich ja Wein gebrannt habe. War das angesichts des relativ scharfen Geschmacks des Destillats zu wenig? Es kam erst bei korrigierten 81°C überhaupt etwas aus der Anlage.
Das Ergabnis war bis auf die Schärfe ok: Brenndauer war inklusive Erwärmung ca. 2 Std +, 3,7L Destillat bei 51% Vol., keine Kopfschmerzen am nächsten Tag trotz diverser Kostproben.
Eine letzte Frage: Ist es nachteilig, einen großen Brennraum (30L) beim Brennen mit nur 10-15 L zu befüllen?

Danke für Ihr tolles Buch und all die guten Ratschläge in diesem Froum, die man über die Suchfunktion bestens nutzen kann.

Freundliche Grüße und einen 'guten Rutsch'..
Thomas, Hannover
28.Dez.2004 20:53:40
Danke!
ad 1: Sie haben recht. So lange im Kessel Flüssigkeit enthalten ist muß hinten etwas herauskommen, wenn der Inhalt stark genug kocht, daß der Dampf auch den höchsten Punkt vor der Kühlung erreicht. Fazit: Heizung mehr aufdrehen. Durch immerhin 10°C Temp.Unterschied in Vergleich zum ersten Tropfen der herauskommt, macht sich auch die größer werdende Wärmeabstrahlung der Apparatur bemerkbar.
ad 2: Ob Vorlauf im Wein enthalten ist, hängt von der Verarbeitung ab. Obstwein wird anders hergestellt als weißer Weintraubenwein. Da haben Sie so gut wie keinen Vorlauf. Im Rotwein muß man mit etwas Vorlauf rechnen. Obstwein und selbstgemachter Wein verhält sich wie Maische, hier hängt es von der Gärung und der Verarbeitung ab, wieviel Vorlauf enthalten ist.
ad 3: Sie sollten einen Kessel immer mindestens zur Hälfte füllen, andernfalls haben Sie eine geringere Ausbeute und die Anlage hat einen Rektifikationseffekt.
Eintrag Nr. 1904
Hallo,
ich bin ein neuer Interessent auf dem Gebiet der Alkoholdestillierer. Wer kann mir mitteilen, ab wieviel Prozent Alkohol brennt, bzw.die aufsteigenden Gase?
Vielen Dank im voraus,
Klaus
Klaus Männel, NRW Deutschland
28.Dez.2004 17:29:00
Das ist von der Temperatur und zugleich dem Alkoholgehalt abhängig. Z.B. läßt sich ca. 38%vol Alkohol bei ca. 36°C entzünden. Darum gelingt es auch nicht einen Schnaps direkt im Glas zu entzünden, auf dem Finger jedoch schon.
Eintrag Nr. 1903
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
ich habe noch eine Frage zur Lagerung. Ich habe gelesen, dass man den trinkfertigen Alkohol nicht in Plastikflaschen lagern soll. Wie verhält es sich mit den neuerdings überall auf dem Markt befindlichen "PET"-Flaschen der Getränkeindustrie?
Es würde sich zur Lagerung eine kostengünstige Alternative anbieten.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für das Jahr 2005.
Tschues aus dem hohen Norden
Jade-Eule
Jade-Eule, Norddeutschland
28.Dez.2004 13:04:38
Nein, verwenden Sie für die Lagerung von Destillaten ausschließlich Glasgefäße bzw. Holzfässer, Stahltanks....
Danke, ebenfalls.
Eintrag Nr. 1902
Anmerkung zum Eintrag 1899 von Wofgang aus Köln:

"Beim Brennen von 6 ltr. Weintraubenmaische, 20%, erhielt ich immer ca. 1,6 ltr. Destillat mit 75%."

6 l mit 20% enthalten 1,2 l Reinalkohol (100%), bei 75% also 1,6 l Destillat.
Wirkungsgrad der Destille also 100%, bei Destillation bis 91 Grad sogar 100 + x%, mit x in jedem Falle zweistellig.
Das widerspricht jeder theoretischen und praktischen Chemie (azeotrope Gemische, T-X-Y-Diagramm).
Solche "Wahrheiten" gibt es nur vor der Wahl und nach der Jagd oder dem Angeln.
F, H
27.Dez.2004 22:17:59
Danke.
Eintrag Nr. 1901
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl!
Erst mal möchte ich Ihnen zu ihrer Seite und ihrer Arbeit gratulieren, weiter so.
Zu meiner Frage, da bei manchen Whisky Sorten auch Hafer dabei ist, hab ich mich gefragt, ob es auch genießbar wäre, nur Hafer oder Haferflocken zu nehmen?
Im Voraus schon mal Danke fürs antworten.
Happy Burning!
Herbert, NRW
27.Dez.2004 18:10:20
Danke.
Ja, spricht nichts dagegen.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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