SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 2020
Hallo Herr Dr. Schmickl,
erst seit kurzem beschäftige ich mich mit der Idee, kleine Mengen Selbstgebrannten herzustellen. Leider treten schon vor dem Ansetzen der Maische die ersten hindernisse auf. Ich wohne in einer kleinen bescheidenen Doppelhaushälfte ohne Keller und mit nicht ausgebautem Dachboden. Carport oder Garage, leider Fehlanzeige. Wo bewahre ich nun also das Gärfaß auf ohne durch den Geruch belästigt zu werden und ohne in einen Temperaturbereich >27°/<15° zu kommen? Ich würde das Faß gern im Haus aufbewahren. Kann man vielleicht mit Aktivkohlefiltern (z.B. von einer Maske eines Lackierers) vor dem Gärspund den Geruch vermindern? Ich danke Ihnen schon einmal für Ihre Antwort.
Der Geist, Norddeutschland
28.Feb.2005 09:22:26
Wenn Sie ein 20-30 Liter Fass haben, dann wird es bezüglich Geruch keine Probleme geben. Handelt es sich aber um mehrere 100-Liter-Fässer, dann brauchen Sie einen gut durchlüfteten Raum. Ja, durch Aktivkohle-Filter kann der Geruch ein wenig gemindert werden.
Im Sinne des Aromas ist es am besten zwischen 15 und 19°C Raumtemperatur zu gären. Sie können das Fass auch in ein Bad mit kühlem Wasser stellen, z.B. in die Badewanne.
Eintrag Nr. 2019
Hallo Herr Dr. Schmickl!
Gratulation zu Ihrem hervorragenden Buch.
In meinem Bekanntenkreis bildet sich allmählich ein Schmickl-Fanclub.
Fragen:
a. Kann ich bei der Wok-Version den Nachlauf nach der Mengenangabe (Ihr Buch S. 73) trennen ?
b. Können Schäden an der Emaille eines Stahlkessels beim Brennen Einwirkungen haben ?
c. Zu den wiederholten Fragen bezüglich Zoll, Versand,Anmeldung usw. hätte ich auch gerne Ihre sog. "diverse" E-Mail.
Ich hoffe Sie werden meine Fragen beantworten.
Ihr fast Schmickl-Fanclub : "schunkelndes Rheinland"
Mit freundlichen Grüßen
Ernst Liebig
Ernst Liebig, schunkelndes Rheinland
28.Feb.2005 09:16:15
Danke, freut uns!
🙂
ad a: Ja, das ist bei der Wok-Variante die einzige sinnvolle Möglichkeit. Sie können die Methode jedoch auch verfeinern. D.h. wenn beim ersten mal der Alkoholgehalt vom Edelbrand nicht dem entspricht was im Buch angegeben ist, beim nächsten mal entsprechend länger oder kürzer destillieren.
ad b: Nein, solange keine gröberen Roststellen vorhanden sind.
ad c: OK.
Eintrag Nr. 2018
Hallo Herr Schmickl,
ich habe in den letzten Wochen meine letztjährige Pflaumenmaische gebrannt .Mit dem Resultat bin ich auch einigermaßen zufrieden, allerdings ist die Ausbeute relativ mager gewesen. Dies lag auch daran, dass sich bei ca. 89-90 Grad ein extremer malziger Geruch eingestellt hat (den Geschmack direkt nach dem Brennen lassen wir mal außen vor). Ich habe deswegen vorsichtshalber schon begonnen abzutrennen, um den Edelbrand nicht zu gefährden, dadurch haben sich die Fraktionen natürlich verschoben ( 30 Liter Maische mit 19% Alkohol ergaben 5 Liter trinkfertiges Destillat mit 43%Vol.).
1. Hätte ich trotz des malzigen Geruchs erst bei 91 Grad trennen sollen?
2. Wie kommt dieser Geruch zustande? Ich habe für die 30 l Maische eine Tüte Turbohefe verwendet (lt. Aufdruck für 25 l). Ich weiß, Sie empfehlen eine Tüte für 100 l, aber ist alleine der Grund für die Entstehung des Geruchs?
Oder hat es damit zu tun, dass ich alle Kerne mitgebrannt habe??
Michael, Friesland
27.Feb.2005 19:21:26
ad 1: Ein malziger Geruch ist eigenartig. Nein, Sie haben es richtig gemacht, diesen komischen Geruch aus dem Edelbrand zu entfernen.
ad 2: An zuviel Hefe kann es nicht liegen (da sich die ja sowieso im Fass vermehrt), an zuviel mitgebrannten Kernen allerdings schon. Vielleicht ist die Maische beim Destillieren angebrannt?
Eintrag Nr. 2017
Hallo Hr. Schmickl
zuerst möchte ich Ihnen zu Ihrer Homepage gratulieren - Respekt!
Zu meiner Frage:
Ich habe Zwetschkenmaische 2x destiliert.
Beim 2. Brand habe ich bei ca. 91°C dann den Nachlauf abgetrennt. Am Schluss waren aber beim Destillat schon Trübungen zu sehen. War das schon Nachlauf? Riechen tut es ein wenig danach! (lasch und fad).
Bitte um Auskunft!
Schöne Grüße
Toni
Toni, OÖ
27.Feb.2005 18:56:19
Danke!
Die Trübung bei Zwetschkenbrand muß keinesfalls Nachlauf sein, Steinobst neigt sehr stark zu Trübungen, auch wenn alles richtig gemacht wurde. Wenn es allerdings lasch und fad riecht, so handelt es sich um Nachlauf.
Eintrag Nr. 2016
Hallo Dr. Schmickl,
ich habe Äpfel gebrannt und wie von Ihnen empfohlen ab 91° den Nachlauf abgetrennt. Den Teil von 91- 92° sowie den Teil von 92-93° und denRest bis 95° habe ich gesondert aufgefangen. Geschmacklich sind die ersten beiden Teile noch recht lecker und der dritte ist auch nicht wirklich unangenehm. Meine Thermometer (ich habe zur Sicherheit zwei verschiedene verwendet) sind o.k., da bin ich mir sicher. Meine Fragen: zum Edelbrand ja oder lieber nicht, was ist schlimmstenfalls zu erwarten.
Gruß, xxx
xxx, unbiskant
27.Feb.2005 12:53:51
Wenn es geschmacklich tatsächlich in Ordnung ist, so können Sie die Fraktionen zum Edelbrand dazugeben. Der Nachlauf ist nicht giftig, d.h. es kann maximal eine geschmackliche Einbuße geben.
Eintrag Nr. 2015
Hallo,
ich habe heute 2,5 l von meiner 16 %igen Maische gebrandt. Dabei habe ich ca. 50 ml Vorlauf abgetrennt, 300ml Mittelauf und ca 100 ml Nachlauf. Ich habe dann mit dem Vorlaufabtrennungstest trotzdem kontrolliert und war bei Stufe 2.(Ich habe mehrmals gemessen unverdünnt und verdünnt) Kann es sein daß so viel Vorlauf vorhanden ist? Ich behaupte beim einmaischen sehr sauber gearbeitet zu haben.
Kann ich ihn trotzdem trinken oder sollte ich ihn lieber verwerfen, oder ich könnte ihn doch auch zum nächsten Brennvorgang hinzugeben ?
Mit freundlichen Grüßen
Stefan
Stefan, BW
26.Feb.2005 15:30:36
50 ml Vorlauf sind sehr viel für 2,5 Liter. Dennoch haben Sie im Edelbrand immer noch einen positiven Vorlaufnachweis. Dies deutet darauf hin, dass es bei Ihnen zu einer Fehlgärung gekommen ist. Auch wenn man sehr sauber arbeitet, kann es passieren, daß manche Hefen nicht rasch genug starten (hängt u.a. vom verwendeten Produkt ab) und somit trotz der Zugabe eine Wildgärung einsetzt.
Sie sollten das Destillat noch einmal brennen und nochmals Vorlauf abtrennen.
Eintrag Nr. 2014
Hallo ich hab ne frage zum herstellen von Amaretto
wie Fuktioniert das???
Hannibal, Norden
26.Feb.2005 13:35:50
Bei Amaretto handelt es sich um einen Likör, der aus Bittermandeln, Kräutern, Vanille und Gewürzen gemacht wird.
Eintrag Nr. 2013
Hallo!
Ich habe das Buch "Schnaps brennen als Hobby" mit interesse gelesen, ein großes Kompliment dafür.
Zunächst wollte ich mich mit der Herstellug von Fruchwein, also die Maische auspressen, begnügen. Dazu habe ich folgende Frage:
Muss ich auch beim Fruchtwein auf den Methanolgehalt achten? Wenn ja wie kann ich das Risiko minimieren?
Danke für die Antwort!
Jochen, NRW Deutschland
25.Feb.2005 20:28:48
Danke.
Vergären Sie nur sauberes Obst, keine Stengel, Blätter und faulen Stellen. Unbedingt Hefe verwenden, so wird der Methanolgehalt minimiert.
Eintrag Nr. 2012
Hallo Herr Dr. Schmickl,
habe soeben den ersten Brennversuch (Himbeergeist) mit Hilfe Ihres hervorragenden Buchs erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis ist qualitativ wirklich prima, allerdings bleiben in bezug auf die gewonnenen Mengen auch einige Fragen, die mich als Anfänger vor ein Rätsel stellen:
1. Als Ausgangsbasis für den Geist habe ich mit Aktivkohle neutralisierten, 40%igen Wodka verwendet, den ich mit der Formel im Buch auf 11% verdünnt habe, was bei 500 ml Wodka also einer Wasserzugabe von 1,3 l Wasser entsprach, so dass insgesamt 1,8 Liter Flüssigkeit in der Destille waren.
2. Ich habe nun das gesamte Destillat bis 91°C gesammelt (Vorlauf gibt es in diesem Fall ja nicht), was 120 ml 64%igen Geist lieferte. Dies kommt mir nun etwas wenig vor, denn auf 43% herunterverdünnt ergeben sich daraus lediglich 180 ml. Lt. ihrem Buch müsste ich doch mindestens (nach Verdünnung auf Trinkstärke) 350 ml erhalten...
3. Kurioser wird es nun allerdings mit dem Nachlauf, den ich zwischen 91°C und 95°C gesammelt habe, denn hier ergaben sich nochmals 180 ml 41%iges Destillat – das im übrigen ebenfalls ganz hervorragend schmeckt. Diese Menge kommt mir nun für den Nachlauf eher etwas hoch vor, ergibt aber zusammen mit den 180 ml Edelbrand unter 2.) zufällig genau diejenige Menge, die ich lt. Buch in etwa erwartet hätte.
4. Überhaupt verstehe ich nicht ganz, warum bei einer fertigen Spirituose aus dem Handel überhaupt Nachlauf anfällt, ausser Ethanol und Wasser ist da doch nichts drin, was –ausser der fortschreitenden Verdünnung durch destilliertes Wasser - den Geschmack negativ beeinflussen kann...
Haben Sie vielleicht eine Erklärung?
Mit freundlichen Grüssen
Rainer, D
25.Feb.2005 17:17:38
ad 1: OK
ad 2: Richtig, Sie haben viel zu wenig Destillat mit viel zu hoher Konzentration. Das Ergebnis sollte ca. 300-350 ml mit 48-50%vol sein. Ich vermute, daß Sie eine falsche Temperaturanzeige haben.
ad 3: Was nun Punkt 2 bestätigt, falsche Temperatur.
ad 4: Nachlauf entsteht bei jedem Brennvorgang und zwar durch das Erhitzen. Es handelt sich um zerkochte Substanzen. Sie sind nicht giftig sondern nur geschmacklich nicht in Ordnung. Außer Ethanol und Wasser sind ja auch noch die Früchte im Kessel. Deswegen ist die Flüssigkeit im Kessel nach dem Brennen auch rot.
Eintrag Nr. 2011
Hallo,
bezüglich des Pressens von Kernobst (z.B. Äpfel) habe ich bislang zwei Meinungen gelesen. Die eine besagt, daß Kerne nicht zerquetscht werden dürfen, damit beim Brand keine Schadstoffe entstehen, die andere Meinung sagt, daß es egal ist.
Ich würde geren einen "Power Juicer" (so ein Entsafter, wo man ganze Äpfel reinwerfen kann) benutzen - macht das Sinn? Da werden die Kerne ja zermahlen - ist das schlimm?
Schonmal im vorab ein Danke für Webseite und die Mühe, mit der sie gepflegt wird.
FragendAusprobierender, nebenan
25.Feb.2005 12:31:33
Bei Steinobst (Zwetschke, Kirsche,..) dürfen die Kerne nie zerstört werden, da sonst giftige Substanzen in die Maische gelangen bzw. im Destillat entstehen können (Amygdalin, Cyanide, Blausäure, Carbamate usw.). Bei Kernobst (Apfel, Birne,...) sind zerstörte Kerne kein Problem.
Eintrag Nr. 2010
Moin, moin liebe Fachmänner,
ich habe mir einen Rotwein aus dem Supermarkt besorgt und habe bei um die 90°C in einer kleinen Destillationsapperatur (Laborglas)destilliert. Das Destillat sieht schön klar aus und brennt. Kann man das Destillat bedenkenlos triken oder besteht die Gefahr von Erblindungserscheinungen (durch Methanol)? Kann mir einer helfen?
Gruß
Django
Django, sh
24.Feb.2005 17:46:26
Erblindungsgefahr wegen Methanol besteht nicht, aber Rotweine können, im Gegensatz zu Weißwein, auf Grund Ihrer Herstellungsart ein wenig Vorlauf (ist ein Stoffgemisch und besteht im wesentlichen aus Ethylacetat und Acetaldehyd) enthalten, diesen sollten Sie schon abtrennen.
Der scharfe Geschmack stammt von der schwefeligen Säure, da jeder Wein "geschwefelt" wurde. Diese Säure ist leicht flüchtig, läßt sich also mit einem elektr. Mixer austreiben.
Eintrag Nr. 2009
ich wollte mal fragen bei wie viel grad man brennen muss, um trinkbaren schnaps/weinbrand zuerhalten
mfg
mark, d
24.Feb.2005 10:26:11
Das kann man so nicht generell beantworten, die jeweilige Beginntemperatur bei einer Destillation hängt vom Alkoholgehalt im Kessel ab und der Reinheit der Vergärung. Während dem Brennen steigt die Dampftemperatur langsam an. Ich kann Ihnen das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" empfehlen, da ist dieser physikalischen Zusammenhang sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich erklärt.
Eintrag Nr. 2008
hi,
ich hätte da mal ein problem und zwar wollte ich mal wissen wie man den alkoholgehalt misst.
danke:Max
Max, Alkhausen
23.Feb.2005 20:30:13
Destillate mit einem Aräometer. Nicht-Destillate, wie z.B. Wein, mit einem Vinometer. Unter 20%vol kann auch ein Ebulliometer verwendet werden.
Eintrag Nr. 2007
hallo
in dem bertrag nr. 1988 hatten sie geantwortet, dass die turbohefe einen maximalen alkoholgehalt von 23-25% produzieren könnte. erst darüber ist es toxisch.
nun habe ich, wenn ich mich richtig an die schule erinnere gelernt, dass es biologisch völlig unmöglich ist über 18% zu kommen.
meine frage nun: wie ist das möglich? ist an der hefe-rasse etwas mittels gentechnik geändert worden? sind der hefe nährsalze in besonderer form zugesetzt, und wie unterscheidet sich das von anderen salzen?
herzlichen dank im vorraus.
Benjamin, au
23.Feb.2005 10:06:54
Nein, die Turbo wurde nicht gentechnisch verändert, dann wäre ein Säckchen unbezahlbar. Sie ist ein Produkt normaler Züchtung. Ob es bei den Nährsalzen einen Unterschied gibt, ist Know-How des Herstellers und wird aus verständlichen Gründen geheim gehalten.
Eintrag Nr. 2006
Gibt es in Österreich ein zentrale Stelle die Auskunft über folgende Informationen geben kann:
1. Übersicht über Brennereien in Österreich
2. Menge an jährlichen Rohstoffen für Brennzwecke
3. Menge an jährlich produzierten Brennprodukten
Herbert Bauer, Niederösterreich
22.Feb.2005 18:57:26
Bundesministerium für Finanzen, Abt. Alkoholverwaltung
Eintrag Nr. 2005
Hallo!
Es ist ja (zumindest in Deutschland) bei Abfindungsbrennereien verboten die Maische aufzuzuckern, oder? Wissen Sie zufällig, welche Regelungen dann es bez. des Brennens von reiner Zuckermaische gibt? Darf sowas überhaupt gewerblich gebrannt werden?
Vielen Dank für Ihre Antwort
Hannes, Franken
22.Feb.2005 16:53:41
Ja stimmt, für Abfindungsbrennereien ist die Zugabe von "alkoholbildenden Substanzen" wie's auf Amtsdeutsch so schön heißt, verboten. Dies ist wegen der Berechnungsmethode der Alkoholmenge für die Alkoholsteuer: hier wird nicht wie bei Verschlussbrennereien die tatsächliche Alkoholmenge hinter dem Kühler gemessen, sondern auf Grund der Maischemenge sowie des natürlichen Fruchtzuckergehaltes des eingemaischten Obstes berechnet.
Verschlußbrennereien dürfen auch reine Zuckermaischen brennen. In Deutschland ist nicht-gewerbliches Brennen verboten (siehe §46 BranntwMonG).
Eintrag Nr. 2004
Hallo Herr Dr. Schmickl,
wie viel Liter Maische/Wein (10 - 13 %) kann man bei der Geistherstellung nach Ihrer Erfahrung maximal in einem Brennvorgang verarbeiten, ohne nennenswerte Geschmackseinbußen befürchten zu müssen?
Vielen Dank und schöne Grüße
Norbert
Norbert, Bayern
21.Feb.2005 14:33:09
Das ist egal, solange das Verhältnis Alkoholmenge zu Brenngut stimmt. Die Angaben in unserem Buch sind für 1,5 Liter mit ca. 11%vol. Wenn Sie mehr Alkohol verwenden, einfach linear hochrechnen.
Eintrag Nr. 2003
Sehr geehrte Frau Malle,
Sehr geehrter Herr Schmickl,
ich habe Walnüsse sehr feingemahlen und zu einer Maische verarbeitet. Nach 5 Wochen setzt sich oben an der Maische das Öl der Walnüsse ab.
Da es sehr gut schmeckt stellt sich für mich die Frage, ob ich das Öl vor dem Brand abschöpfen soll oder nach dem Brand abschöpfen soll?
Kniescheibe, Norddeutschland
20.Feb.2005 20:58:17
Rühren Sie die Maische vor dem Brennen gut durch und destillieren Sie mit dem Öl, den dies gibt vorallem das Aroma.
Eintrag Nr. 2002
guten tag
habe zwetschgen ohne steine mit alkohol 55 vol.% (weinbrand) und zucker angesetzt. was erhalte ich wenn ich das ganze brenne, worauf muss ich achten?
vielen dank für die antwort.
wilhelm, schweiz
20.Feb.2005 09:43:11
Das Produkt ist ein destillierter Angesetzter, laut Gesetz darf es auch "Geist" genannt werden. Das Destillat wird sehr hochprozentig sein (>70%vol), daher langsam und unter rühren verdünnen.
Eintrag Nr. 2001
Hallo Herr Dr. Schmickl,
Ich habe ein paar Fragen zur Reflux.
Wozu dient die Kühlschlange im Kopf der Kolonne?
Wird sie unbedingt benötigt oder geht’s auch ohne?
Ich habe mich reichlich auf den eng. Distiller Pages umgesehen, konnte aber nichts dazu finden.
Manche Reflux haben am Kopf noch einen Rohr-Kreislauf. Soll das Destillat nochmals unter die Kühlschlange zurücklaufen?
Vielen dank für Ihre Antwort
Viele Grüße, die Meise
Meise, Deutschland
18.Feb.2005 16:16:17
ad 1) Zum Kondensieren vom Dampf der die Kolonne verläßt.
ad 2) Wenn aus der Anlage kein Dampf sondern Flüssigkeit herauskommen soll, wird ein Kühler unbedingt benötigt.
ad 3) Ich nehme an, Sie meinen einen Kolonnenaufsatz mit dem auch Vakuumdestillationen durchgeführt werden können. In diesem Fall muss die Anlage vollkommen dicht sein, die Vakuumpumpe wird an die Schlaucholive am Ende dieses "Rohr-Kreislaufes" angeschlossen.
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