SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 2060
Habe 120 kg äpfel geerntet und möchte diese nun zum maischen ansetzen. Folgende fragen:
1) muss das fass zum vergären luft dicht abgeschlossen sein?
2) muss hefe zugesetzt werden? habe leider nur backhefe zur verfügung, kann ich die dafür nehmen und wieviel muss ich zusetzen?
3) wie lang muss die maische ungefähr gären?
4) wie weiss ich wann die maische fertig ist zum brennen?
Für eine antwort auf meine fragen währe ich sehr dankbar.
mfg
Hans
Hans Scherer, 5te region / Chile
07.Apr.2005 17:07:14
ad 1: Ja, es muß luftdicht verschlossen sein, aber während der Gärung entstehen Gärgase, d.h. man benötigt einen Gärspund, damit diese Gase austreten können.
ad 2: Ja, geben Sie Hefe zu. Backhefe ist zumindest besser als keine. Geben Sie 100-200 g auf 100 Liter zu.
ad 3: Bis keine Gärung mehr sichtbar ist, d.h. beim Umrühren schäumt es nicht mehr. Dauer: 3-8 Wochen.
ad 4: Wenn der Fruchtkuchen auf den Boden gesunken ist, ist die Maische fertig, danach noch 3-4 Wochen ruhen lassen, dann brennen.
Eintrag Nr. 2059
Hallo,
Bis zu welcher Destillengröße ist das Schnapsbrennen in Österreich bzw. der Steiermark erlaubt?
Ohne sich irgendwie Anmelden zu müssen!
Vielen Dank
lg 🙂
Lettner Harald, Obersteiermark
07.Apr.2005 09:08:43
Anlagen sind in Österreich bis 2 Liter Kesselvolumen anmeldefrei. Wird das Gerät dann zum Schnapsbrennen benutzt, ist dieser Vorgang dennoch beim Zoll zu melden und der damit hergestellte Alkohol zu versteuern.
Eintrag Nr. 2058
Sehr geehrter Herr Dr.Schmickl! Ich bin ein blutiger Anfänger in Sachen Schnaps brennen und Maische ansetzen. Können sie mir ein Rezept um Maische anzusetzen (mit Turbohefe) empfehlen wo nichts schief gehen kann? Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe.
A.Koppitz, Brandenburg
06.Apr.2005 21:00:23
Nutzen Sie bitte die Suchfunktion. Siehe Menüpunkt "Rezepte" oder Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
Eintrag Nr. 2057
Guten Tag Herr Schmickl,
ich habe beabsichtigt, im herbst vogelbeerschnaps zu brennen. meine frage dazu ist, ob ich die giftigen vogelbeeren (unveredelte eberesche?) benutzen kann, oder ob man ausschließlich nur die veredelte eberesche nehmen darf. und wie sieht es mit likör aus, kann ich den saft der unveredelten eberesche zum brand dazugeben, oder ist nur die veredelte eberesche geeingnet?
vielen dank im vorraus, viele grüße, LG
LG, sachsen
06.Apr.2005 10:52:50
Sie können die Eberesche und die Vogelbeere verwenden, wenn die Maische destilliert wird. Den unerhitzten Saft der Vogelbeere und der Ebersche würde ich nicht verwenden.
Eintrag Nr. 2056
Sehr geehrter Herr Schmickl!
In den Einträgen habe ich gelesen, dass man mit einer Packung Gärfix 200 Liter Obstmaische herstellen kann.
Meine Frage: Wie viel Zucker gege ich (nur ungefähr) pro Liter Obstmaische, z.B.: Apfel, Birne..., dazu, wenn ich die max. Alkoholausbeute erreichen will, ungefähr 12-13 Prozent.
Dankeschön im voraus.
Happy Burning!
Herbert, NRW
05.Apr.2005 20:23:20
Für 13% Maische benötigen Sie 254 g Zucker je Liter Maische. Apfel bzw. Birne enthalten bereits ca. 100 g Zucker je Liter Maische.
Eintrag Nr. 2055
Hallo,
ich habe ein paar Fragen zum brennen von Topinambur:
- gibt es in Deutschland irgendwelche Einschränkungen (ähnlich wie bei der Kartoffel)
- wenn nicht in welcher Menge muss ich Verflüssiger beimengen und welchen nehm ich und wo kriege ich ihn her.
Vielen Dank im voraus.
Herzliche Grüße
Ralf Kugler
Ralf Kugler, Baden - Württemberg
04.Apr.2005 12:52:50
Es hängt von Ihrer Art des Brennrechtes ab, ob Sie Topinambur brennen dürfen oder nicht. Diesbezüglich am besten direkt bei Ihrem Zollamt nachfragen.
Die benötigte Verflüssigermenge hängt vom Produkt bzw. Hersteller ab, die Dosierung ist dem jeweiligen Beipackzettel zu entnehmen. Unser Verflüssiger (siehe Produktliste links) ist sehr effektiv, man benötigt für Tobinambur ca. 10 ml auf 100 Liter Maische.
Eintrag Nr. 2054
Sg. Herr Dr. Schmickl!
Danke für Ihre bisherigen Antworten auf meine Fragen.
Auch von meiner Seite ein Lob an Ihre hp und das buch: beide sind ausgezeichnet gelungen und suchen nach seinesgleichen sowohl im web als auch auf dem Buchmarkt
ich hätte weiters eine Frage:
kann ich einfach mit einem Gewindeschneider in meinen Entsaftertopf ein Gewinde "bohren", in das ende des cu-rohres auch--> zusammenschrauben u´nd mit teflonband von oben abkleben oder direkt das gewinde verkleben
danke im voraus
Philipp Niederschick, OÖ,Austria
02.Apr.2005 10:13:24
Danke!!
Ja, das können Sie machen. Ich würde wie beim Wasserleitungsbau vorgehen: Um das Gewinde des Cu-Rohres das Teflonband wickeln und das dann in das Gewinde vom Deckel drehen.
Eintrag Nr. 2053
Hallo herr Dr. Schmickl
Ich habe Süß- und Sauerkirschen gebrannt. Leider habe ich jedoch mit dem Abschalten zu lange gewartet. Das Ergebnis ist jetzt ungefähr 36% Alkoholgehalt. Meine Frage: Wie kannich den Alkoholgehalt wieder auf 40% steigern, ohne dass der Geschmack darunter leidet? Etwa mit Spiritus aus der Apotheke?
Speidel Peter, Kurpfalz
02.Apr.2005 01:30:03
Spiritus ist "vergällter", also vom Gesetzgeber vergifteter, Alkohol. Damit sollten Sie Ihren Schnaps auf keinen Fall verdünnen. Am besten den Alkoholgehalt mit Weingeist aus der Apotheke anheben, aber das Aroma wird dennoch etwas darunter leiden bzw. wurde bereits durch die zulange Destillation negativ beeinflußt (Nachlauf). Oder noch einmal destillieren.
Eintrag Nr. 2052
Hallo erst einmal,
habe folgendes Problem:
Wie kann ich die Maische am Besten erwärmen? Normalerweise kann man zwar den Kolben mit der Maische in ein Wasserbad stellen (ich verwende eine kleine Brennanlage; 2 Liter Kolbenvolumen!), jedoch ergeben sich nach längerer Brennzeit eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum! Außerdem muss ständig das verdampfte Wasser nachgefüllt werden, sodass es zu Temperaturschwankungen kommen kann!
Silikonöle wären eine sehr teure Lösung, die ich versuche nicht anzustreben!
Kann mir also jemand sagen, wie (also was ich in meinen Kochtopf einfülle) ich dieses Problem günstig lösen kann?
Buddy, Norddeutschland
31.Mär.2005 09:18:04
Es muss ja nicht teures Silikonöl sein, da das Öl nicht so hoch erhitzt wird, genügt auch herkömmliches Speiseöl oder Motoröl. Allerdings müssen Sie bei Ölbädern sehr darauf achten, dass kein Wasser (nicht einmal ein Tropfen) in das Bad gelangt. Sonst spritzt es fürchterlich. Ein Sandbad geht natürlich auch.
Alternative:
Für einen Glaskolben verwenden Sie zum Erhitzen am besten einen Heizpilz bzw. Heizhaube oder einen Bunsenbrenner.
Ein offenes Wasserbad bringt beim Schnapsbrennen nicht viel, da Sie ohne Überdruck niemals die Temperatur erreichen können, um bis zum Ende des Edelbrandes zu destillieren.
Eintrag Nr. 2051
danke für Ihre auskunft
hab noch ne frage: wie kann ich das Cu-rohr mit dem deckel ordentlich luftdicht verbinden? mit einem gewinde vielleicht? aber wie macht man das? bitte um Eklärung
DANKE
Philipp Niederschick, OÖ, Austria
30.Mär.2005 13:35:06
z.B. mit einem PTFE-Gewindedichtband (= Teflonband), wie es in jedem Baumarkt erhältlich ist.
Eintrag Nr. 2050
Hallo,
Zuerst einmal ein ganz dickes Lob zu Ihre Homepage und zu dem Buch.
Wenn man das Buch und die Fachfragen genau durchliest sind fast keine Fragen mehr offen.
Meine Brennerfahrungen mit 6l Schnellkochtopf, fast kein Steigrohr, 20 cm Geistrohr ergab folgende Resultate.
Birnenmaische mit Turbo bei ca.18 Grad vergoren ergab 20-22% vol. Zuckermenge für 20% in drei Happen zugegeben, zuvor ph eingestellt, Verflüssiger hinzugefügt und sehr sehr sauber gearbeitet.
Nach 4 Monaten 5 Liter Maische gebrannt, Aufheizzeit ca. 40 min. erste Tropfen kamen dann
bei 80 Grad, Vorlauf konnte ich nicht riechen dennoch 50 Tropfen verworfen.
Bis 91 Grad gebrannt (ca. 3 Stunden) ergab
1340 ml Brand mit 58 %vol. denke das passt so.
Ähnliche Ergebnisse ergaben auch ein Mirabellenbrad und ein Zwetschgenbrand.
Schwieriger war die Quittenmaische (Konsistenz erinnerte an Apfelbrei trotz 3 facher Menge an Verflüssiger), werde nächstes Jahr doch 1/3 Wasser der Maische zusetzen müssen.
Zum Schluss hätte ich noch eine Frage:
Macht es Sinn eine grössere Menge Maische mit Turbo und entsprechendem Zucker auf 20%vol. zu vergären und kurz vor dem Brennen(Abfindungsbrennerei) mit Wasser zu verdünnen.
Grund, oft kommt es vor daß ich nicht die 120 l Maische zusammenbekomme um einen ganzen
Brand anzumelden, aber 70 l sind für zuhause auch zuviel. So könnte man mit entsprechender Zuckerzugabe die Maische auf 120 l bringen, ohne dass der Abfindungsbrenner einen für verrückt erklärt wenn man mit 20% iger Maische ankommt. Hätte sicher auch geschmackliche Vorteile durch das Lagern und vergären mit der Turbo denke ich.
Vielen Dank
Achim (Deutschland)
achim, Baden Würtemberg
28.Mär.2005 10:29:16
Danke!
Ihre Angaben sind vollkommen in Ordnung, sowohl bei der Maische als auch beim Brennen. Insbesondere die Vorlaufmenge und der Alkoholgehalt der Edelbrandfraktion, was wieder darauf hinweist, dass die Maische perfekt war.
Ja, bei Quitten sollten Sie immer etwas Wasser zugeben oder die Quitten vorher kochen.
Es ist nicht zu empfehlen die hochgradige Maische vor dem Destillieren mit Wasser zu verdünnen, da dadurch leider auch der Geschmack vom Destillat gestreckt wird. Ihr Problem ist jedoch nachvollziehbar, daher: was Sie nicht selbst verarbeiten können, verdünnen. Aber nicht weiter als bis ca. 11-12%vol, da es bei mehr als ca. 10,5%vol nicht mehr notwendig ist zweimal zu brennen, um zumindest Schnapsstärke im Edelbrand zu erreichen. Beim Brennen sollten Sie am besten dabei sein und auf folgende Punkte achten:
- nur EINMAL brennen, Aromaverluste wären zwangsläufig die Folge
- der Vorlauf soll NICHT pauschal abgetrennt werden, sondern nach dem Geruch. Weil Ihre Maische im Gegensatz zu den sonst üblichen Maischen (fast) keinen Vorlauf enthält, würden Sie damit das Herzstück vom ganzen Edelbrand wegschütten. Wie Sie sicher wissen, werden die unterschiedlichen Aromastoffe, die schlußendlich das Boukett vom Brand ausmachen, auch bei unterschiedlichen Dampftemperaturen übertragen. Wenn also ein Teil fehlt (in diesem Fall der wichtigste), wird der Geschmack auch nicht optimal sein.
- Nachlaufabtrennung: so lange destillieren, bis die GESAMTE Edelbrandfraktion ca. 50-51%vol hat (nicht der augenblickliche Alkoholgehalt, direkt hinter dem Kühler gemessen) bzw. bis 91°C, wenn ein Dampfthermometer vorhanden ist und auch physikalisch richtig eingebaut wurde (an der höchsten Stelle vom ungekühlten Dampf, also auf der Höhe der Geistrohrunterkante). Wird zu früh mit der Nachlaufabtrennung begonnen, ergibt sich im Destillat eine merkbare Schärfe (weil auch hier wiederum gewisse Aromastoffe fehlen).
- Im Sinne des maximalen Aromaübertrages dürfen KEINE Verstärkerkolonnen, Glockenböden o.ä. verwendet werden. Bei einer professionellen Anlage können diese Anlagenteile weggeschalten werden.
Ich glaube das waren jetzt die wesentlichsten Dinge auf die Sie achten sollten...
Eintrag Nr. 2049
Hallo Herr Dr.Schmickl
Ich habe mal eine Frage: Wie lange und wo kann ich ein angefangenes Päckchen Turbohefe lagern? Oder nimmt die Leistung der Hefe zu schnell ab?
Sebastian Beining, NRW
27.Mär.2005 17:21:22
Das Päckchen im Kühlschrank lagern, funktioniert nach einem Jahr noch immer problemlos. Wichtig ist, dass keine Luftfeuchtigkeit dazu kommt.
Eintrag Nr. 2048
Hallo, ich habe schon seit mehreren Stunden mit der suchfunktion zu tun, komme aber nicht zu einem ergebnis.
Ich will mir eine Destille mit einem Topf und Kupferrohren bauen. Nur weis ich nicht genau wie.
1. Wie muss ich Kupfer löten, Weich mit Silberlot oder Hart?
2. Kann ich nicht in das Kupferrohr ein Gewinde schneiden und in den Deckel(vom Topf) ein kleines Loch, wo dann das Kupferrohr mit dem Gewinde, dann mit kraftaufwand, hinein geschraubt wird oder man schraubt auch in denn Deckel ein Gewinde.
Gruß
Max, d
27.Mär.2005 14:23:44
ad 1: hart löten. Für nähere Infos nutzen Sie bitte die Suchfunktion, auch in der Diskussion, z.B. "löten" als Suchbegriff eingeben.
ad 2: Ja, Sie können auch den Deckel und das Rohr mittels Gewinde verbinden, allerdings muß dieses dampfdicht sein, d.h. eine Dichtung werden Sie hierfür schon benötigen.
Eintrag Nr. 2047
hallo, zusammen
habe das buch schon gelesen
zum selberbaun steht geschriebn dass man einen entsafter verwenden kann, der soll laut ihrer beschreibung dichtungsring und klemme zum schließen haben
hab mir kürzlich den von oma geholt. es ist aber so ein altes teil das aus 3 teilen mit auslaufhahn besteht und keine dichtung hat
haben sie erfahrung mit solchen töpfen und deren umbau
danke dr. scmickl
ps der topf ist ein sagenannter dampfentsafter
sollte diser nicht zutreffen könnten sie mir bitte eine andere umbauvariante schicken
DANKE
Philipp Niederschick, OÖ, Austria
26.Mär.2005 12:06:34
Ja, Sie können diesen Topf verwenden, wenn er luftdicht verschlossen werden kann.
Eintrag Nr. 2046
Hallo Herr Dr.Schmickl
Haben Sie schon mal etwas von Allackerbeeren gehört, kann man daraus einen Schnaps brennen ?Wenn ja wie muss ich die Beeren einmaischen oder macht man daraus besser einen Geist oder einen angesetzten ? Vielen danke.
Gruß R2D2
R2D2, Rheingau
25.Mär.2005 15:07:24
Tut mir leid, diese Beeren sind mir nicht bekannt. Generell eignen sich Beeren ausgezeichnet zum Ansetzen, einmaischen ist auch möglich. Ob geschmacklich auch ein Geist sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Sorte ab, z.B. hat Himbeergeist ein sehr intensives Aroma, Johannisbeeren leider nicht so sehr. Da ein Geist sehr schnell, ohne monatelanger Wartezeit, und mit geringen Mengen hergestellt werden kann, können Sie das sofort ausprobieren: ca. 200g Früchte im Dampf von 1,5 Liter geschmacklosem Alkohol mit ca. 11-13%vol.
Eintrag Nr. 2045
Hallo zusammen,
habe das Buch "Schnaps Brennen als Hobby" jetzt fast auswendig gelernt,aber nirgendwo steht, wann es mit der Gährung los geht. Habe so denke ich, alles nach vorschrift gemacht und warte nun, dass es entlich los geht mit dem "Blubbern"
Wer kann mir sagen, nach wieviel Tagen es anfängt zu Gähren.
Danke schon mal im vorraus.
Kewelboy, Schlaraffenland
25.Mär.2005 13:43:05
Die Gärung startet nach 12-48 Stunden, je nach verwendeter Hefe und Umgebungstemperatur.
Eintrag Nr. 2044
Hallo Herr Dr. Schmickl,
erstmal besten Dank für Ihre Antwort zum Eintrag Nr. 2036 (Größe einer Kühlschlange).
Wenn man davon ausgeht, dass als Material ausschliesslich Edelstahl in Frage kommt, stellt sich das nächste Problem: Ein zehn Meter langes Edelstahlrohr ist schwierig her zu stellen bzw. zumindest nicht als "Schnäppchen" zu bekommen.
Genügt es, wenn man bei einem verkürzten Rohr proprotional dazu den Durchmesser vergrößert? Oder leidet darunter die Kühlleistung?
Peter, Hannover
25.Mär.2005 13:34:39
Nein, weil das Kriterium nicht der Rauminhalt des Rohres, sondern die Oberfläche ist. Je größer die ist, desto besser die Kühlwirkung. Oder anders: auf die Kühlwirkung hat nur die Rohr-Länge einen Einfluß, nicht so sehr der Durchmesser (hier ist der Effekt umgekehrt, dünne Rohre kühlen besser). Kühler müssen nicht aus Edelstahl gefertigt sein, auch Kupfer oder Glas eignet sich dafür hervorragend.
Eintrag Nr. 2043
Um den Alkoholgehalt zu bestimmen hab ich mir im Internet eine Alkoholspindel besorgt. Da ist ein Granulat drin, das mit Siegellack festgemacht ist und ne Skala ist oben dran.
Ich tu die Spindel in einen Messzylinder mit hundert ml Fassungsvermögen und ner Messanzeige.
Aber bei Wasser schwimmt die Spindel obenauf und bei Wein mit 11% laut Etikett zeigt das Ding 23% an.
Und bei meinem Destillat hat es stolze 75% angezeigt. Also mit Wasser verdünnt, bis es 35% zeigt. Nur jetzt schmeckt das Ergebnis nach Wasser!
Bin ich zu blöd um so ne Spindel zu benutzen oder spinnt die Spindel?
Malzbiertrinker, Deutschland
21.Mär.2005 16:22:37
Bei einem Aräometer wird der Messwert durch gelöste Substanzen wie z.B. Zucker (auch in geringen Mengen) stark verfälscht. Es können also nur Destillate damit gemessen werden, Wein, Bier, Likör o.ä. damit zu messen ist sinnlos.
Das Aräometer muss frei schwimmen, darf also nicht an der Gefäßwand oder am Gefäßboden ankommen.
Wenn Sie den Alkoholgehalt messen, sollten Sie berechnen, wieviel Wasser zugegeben werden muß, um z.B. 35%vol zu erreichen (siehe dazu links, Menüpunkt: "Alkohol verdünnen"). Durch das Zuschütten, wie Sie es gemacht haben, kann es sein, dass das Wasser mit dem Alkohol nicht richtig vermischt wurde bzw. durch das Rühren noch Luftbläschen in der Flüssigkeit waren und somit eine Fehlmessung vorliegt.
Weiters ist der Korrekturwert zu beachten der entsteht, wenn die Messflüssigkeit nicht exakt 20°C hat, sonst kommt es zu großen Abweichungen bei der Messung. Daher sollten Sie nur Aräometer mit integriertem Thermometer verwenden bzw. diesen Wert durch eine genaue Temperaturmessung und einer entsprechenden Tabelle (wie z.B. in unserem Buch angegeben) ermitteln.
Außerdem sollten Sie beim Kauf eines Aräometers beachten, dass die Genauigkeit von der Länge des Gerätes abhängt. Aräometer die kürzer sind als ca. 25 cm sind für eine sinnvolle Messung viel zu ungenau.
Eintrag Nr. 2042
Mich würde interessieren aus welchen Gründen Ouzo am Flaschenboden zum "Flankerln" anfängt. Kann das an der falschen Aufbewahrung liegen?
Andrea, Wien
21.Mär.2005 14:05:34
Nein, das ist das ätherische Öl des Anis, das sich mit der Zeit in kristalliner Form unten absetzt. Dieser Effekt ist somit eigentlich etwas Positives, er zeigt, dass es ein echter Ouzo ist, da ätherisches Öl vom Anis enthalten ist.
Eintrag Nr. 2041
Hallo Herr Dr. Schmickl !
(Hier auch "Brenn - Papst" genannt)
Wieder mal Fragen !
Abschluß Geistrohr (5 ltr. Glaskolben mit 85mm Öffnung)
zu Aufnahme Thermometer u. Destillierbrücke.
a) Gummistopfen -Naturkautschuk (NR) Härte 40 + - 5 Shore- ???
b) Silikon-Kautschuk (VMQ) Härte 50 Shore ???
c) Naturkork (zur Dichtigkeit mit Teflon umbunden ???
d) Habe mit o.g. Kolben einen Stopfen erstanden. : Knallrot, fühlt sich wie Gummi oder Silikon an, kommt aus dem Labor- Lebensmittelbereich.
Wäre ein Test wie folgt beschrieben angebracht, oder Finger davon ?
Am Kopf des Stopfens kleinste Stückchen abschnipsel, in reinen erhitzten Alkohol geben und Reaktion abwarten. (Geruch, Auflösungserscheinungen usw.) ???
(Die Abkürzungen NR, VMQ, Härte "Shore") Vielleicht können Sie mir die auch noch erklären.
Danke für Ihre Mühe
M.f.G.
Ernst Liebig
Ernst Liebig, schunkelndes Rheinland
19.Mär.2005 11:50:07
a und d können Sie vergessen. b und c ist in Ordnung.
Es ist oft nur der Alkoholdampf, der die Materialien angreift, daher ist Ihr beschriebener Test leider nicht vollständig.
NR ist die (engl.) Abkürzung für Naturkautschuk.
VMQ der Name für Silikon-Kautschuk.
Shore ist die Härteangabe für Gummi, 0= weich, 100 = hart. Gemessen wird, wieweit ein best. Körper in den Gummi eindringt.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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