SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

Suchen nach:
Von der Suche ausschließen:
Derzeit enhält dieses Forum 4363 Einträge.
Einträge in Deutsch: 4360, Englisch: 3
Eintrag Nr. 2200
Habe meine erste Marillenmaische (mit Turbo) begonnen (11 ltr). Wenn die dann in ein paar Monaten fertig und "gereift" ist, ist ja der Fruchtkuchen am Boden. Da ich aber nur eine 2ltr Classic habe, werde ich wohl od. übel nicht auf einmal brennen können. Soll ich vor dem Brennen den Fruchkuchen nochmals ordentlich unterrühren, damit auch bei jedem Brennvorgang etwas davon in den Kessel kommt, od. soll ich nur den Fruchtwein brennen? Habe auf jeden Fall auch vor, frische Marillen (die ich jetzt einfriere) in den Aromakorb zu geben.
Richard, NÖ
25.Jul.2005 12:24:14
Ja, vorher immer kräftig umrühren. Je länger die fertig ausgegorene Maische gelagert wird, desto besser wird der Brand (gilt nur für hochgradige Maischen). Einige Monate sollten es zumindest sein (gilt auch nur für hochgradige Maischen).
Bei Marillen bringen frische Früchte im Aromakorb nicht mehr sehr viel, aber natürlich können Sie es trotzdem versuchen. Am besten ausprobieren: eine Destillation mit und eine ohne zusätzliche frische Marillen durchführen und dann die beiden Destillate parallel verkosten.
Eintrag Nr. 2199
bis zu welchem alkoholgehalt können hefen zucker zu alkohol abbauen?
sven essig, hünge
24.Jul.2005 18:25:19
Das hängt von der Alkoholresistenz der verwendeten Hefe ab:
Wild-, Backhefe: weniger als 8 - 10%vol
Wein-, Brennhefe: ca. 13%vol
Sherry-, Portweinhefe: max. 16%vol
Turbohefe: max. 20-23%vol
Eintrag Nr. 2198
Kann man zum Verdünnen der Maische (das Wasser, das man zum Waschen des Gefäß verwendet und damit die Maische verdünnt) Leitungswasser nehmen od. sollte man da auch das dest. Baumarktwasser nehmen. Ich denke da in erster Linie an die Verkalkung der Destille.
Danke
Richard, NÖ
22.Jul.2005 12:26:44
Zum Verdünnen der Maische verwenden Sie am besten Leitungswasser. Obwohl wir ein relativ hartes (kalkhältiges) Leitungswasser haben, hatten wir noch nie Probleme bez. Verkalkung der Destille.
Eintrag Nr. 2197
Sehr geehrter Dr. Schmickl,
ich bin in einem Geschäft für asiatische Lebensmittel auf sog. Bambusschnaps gestoßen.
Nach einer Kostprobe möchte ich ihn nun selbst herstellen. Nun habe ich folgende Fragen an sie:
1. Welche Enzyme brauche ich dafür, und sind diese überhaupt in der EU zugelassen?
2. Kann ich dazu, in Europa weit verbreiteten Zierbambus verwenden, da dieser in meinem Garten wächst?
Danke im Voraus
Robert S.
Robert S., Bayern
19.Jul.2005 22:11:36
Bambusschnaps wird angesetzt und nicht eingemaischt. D.h. einfach die Sprossen in ca. 50% vol Alkohol ziehen lassen. Sie können es mit Zierbambus versuchen, ob dies allerdings funktioniert, ist eher zweifelhaft, aber nicht auszuschließen. Über einen kurzen Erfahrungsbericht würden sich sicher viele Leser freuen.
Eintrag Nr. 2196
Hallo Drs., Im letzten Jahr habe ich Walnüsse in 55% Alc angesetzt.1 ltr. Mir steht nun aber nur evtl.ein Kessel von 5 Ltr.Inhalt zum Brennen zur Verfügung. In diesem Jahr gab es bei uns nur sehr kleine,nicht zu verwendende Nüsse. Ich konnte den Ansatz also nicht erweitern.
Was mache ich nun?
1 Ltr für den 5 Ltr.- Kessel ist zu wenig.
Verdünnen auf ca 3ltr. vor dem Brennen ist lt. Beiträge nicht richtig.
Welche dieser beiden Möglichkeiten ist das kleinere Übel .Für Ihre Antwort schon vielen Dank. Würb
Wuerb, Norddeutschland
19.Jul.2005 11:59:14
Sie können die Nüsse in 1 Liter ansetzen und dann destillieren. Besser, als zu verdünnen. alternativ: einen Geist aus Nüssen. Oder den Angesetzten mit etwas Zucker versetzen und direkt genießen.
Eintrag Nr. 2195
Sehr geehrter Dr. Schmickl,
ab wann gilt mal in Deutschland als Schwarzbrenner??
Darf jeder Bürger brennen, wenn er versteuert und welche Mengen ?
Grüße aus N.R.W.
Axel, NRW
19.Jul.2005 08:26:54
Schwarzbrenner bedeutet, dass Alkohol ohne Brennrecht (und ohne die Alkoholsteuer zu begleichen) erzeugt wird. In Deutschland dürfen Sie anmeldefrei nur mit einer Anlage destillieren, deren Kesselgröße 0,5 Liter nicht übersteigt.
Es gibt zwei unterschiedliche Brennrechte: Abfindungs- und Verschlussbrennrecht. Ein neues Abfindungsbrennrecht wird nur noch in den seltensten Fällen vergeben. Unter der Bedingung, dass gewerblich (im großen Stil) gebrannt wird, kann jeder DE-Bürger ein Verschlussbrennrecht beantragen.
Eintrag Nr. 2194
Welchen Prozentwert hat ein Verschnitt von 0,7 Liter 40%igen und 0,5 Liter 70%igen Schnaps?
Bitte helfen. danke
U-Boot, Kärnten
18.Jul.2005 22:12:36
0,7 l 40%vol enthält 0,7 * 0,4 = 0,28 l 100%vol
0,5 l 70%vol enthält 0,5 * 0,7 = 0,35 l 100%vol
Das gesamte Gemisch hat ein Volumen von 0,7 + 0,5 = 1,2 l, welches 0,28 + 0,35 = 0,63 l Alkohol enthält.
Der Alkoholgehalt vom Gemisch ist somit: 0,63 / 1,2 * 100 = 52,5%vol.

In dieser Berechnung wurde die Kontraktion nicht berücksichtigt.
Eintrag Nr. 2193
Hallo Doctores,
ich möchte gerne ca. 23 kg / 30 l Marillen einmaischen und dazu überreife Früchte verwenden. Leider komme ich nicht auf einmal an 22kg überreife Früchte ran, und Marillen reifen schlecht nach.
Wie bitteschön muß ich vorgehen, wenn ich über einen Zeitraum von ca. 10 Tagen mal 2 kg, dann 3 kg, dann wieder 1 kg usw. bekomme? Kann ich 1. Menge mit dem korrekten Verhältnis von Hefe, Verflüssiger und Fruchtsäure ansetzen und dann die Folgemengen wiederum mit den dazu passenden Mengen an Hefe, Verflüssiger und Fruchtsäure dazugeben?
Ich erbitte Ihren Rat.
Vielen Dank!
Brennaspirant, Tirol
18.Jul.2005 18:38:15
Setzen Sie die erste Menge mit der dafür notwendigen Menge an Hefe an, geben Sie aber Verflüssiger und Biogen bereits in dem geschätzten Maß für die Endmenge zu. Bei weiterer Fruchtzugabe (macht nur Sinn solange es noch gärt) muß so nichts mehr zugegeben werden, auch keine Hefe mehr, da sich diese ja von selbst vermehrt.
Eintrag Nr. 2192
Hallo Hr. Dr. Schmickl,
habe vor 4 Tagen ca. 10 l Kirschen eingemaischt.
Läuft alles prima.
Heute habe ich nochmal 10 l bekommen und engemaischt. Kann ich die Maischen zusammen schütten ?
Danke für eine Antwort.
Klaus
Klaus, Kärnten
18.Jul.2005 13:53:51
Ja, das können Sie. Solange die Maische gärt, können frische Früchte zugegeben werden.
Eintrag Nr. 2191
Hallo, Herr Schmickl!
Glückwunsch zu ihrer Seite. Das Forum ist echt hilfreich.
Auf eine Frage konnte ich dort jedoch noch keine Antwort finden.
Wie bekomme ich speziell bei Haselnüssen die Beste Aromaausbeute?
Unreife Nüsse, oder ausgereifte?
Maische mit nüssen Ansetzen, wie das auch mit Walnüssen gemacht wird (5kg Nüsse, 5gk Zucker, 15 Liter Wasser), Angesetzten, oder Geist?
(Ich habe zwar immer wieder gelesen, dass grüne Nüsse verwendet werden sollen, aber mit "Nüssen" sind wohl immer Walnüsse gemeint gewesen.
Vielen Dank für eine Antwort und weiter so!
Siegfried, thüringen
17.Jul.2005 17:11:40
🙂
Danke!
Für beste Aromaausbeute grüne Haselnüsse ansetzen und beim Destillieren geröstete, ausgereifte Haselnüsse in den Aromakorb geben. Ansonsten analog zu den Walnüssen: Haselnüsse können Sie anrösten und als Geist destillieren, nur ansetzen oder einmaischen. Die grünen Nüsse ansetzen. Reife Nüsse können eingemaischt werden, hierfür dann aber die Hälfte vom Volumen Wasser zugeben, unbedingt pH regulieren und Verflüssiger dazu.
Eintrag Nr. 2190
Hallo zusammen,
bin Griechenlandfan und trinke da immer Tsipouro, anstatt Ouzo. Kann man nur auf Märkten abfüllen lassen, in 2 verschiedenen Trinkstärken. Normal und doppelt gebrannt. Im Gegensatz zum Ouzo bekommt man keinen dicken Kopf hinterher, da ohne Zucker gebrannt - was immer auch das heißt.
Hat jemand eine Ahnung wie das herzustellen ist? Leider in der Suche nichts gefunden, wäre aber bestimmt für diese Seite eine Bereicherung.
Freue mich auf Antworten und danke.
Farsof
Farsof, NRW
14.Jul.2005 22:40:40
Bei Tsipouro handelt es sich um einen Tresterbrand, eine Art Grappa.
Eintrag Nr. 2189
Sg. Dr. Schmickl, vorerst danke für die Beantwortung meiner ersten Fragen.Habe gestern eine schaumige Schicht (einige Zentimeter dick)
an der Oberfläche festgestellt und schließe daraus, daß die Gärung doch gestartet hat.Habe fest umgerührt und dann einen ph Wert von ca. 3,3
gemessen.Habe dennoch etwas ApfelMilchsäuregemisch
zugegeben (1/4 L). Ich lasse dieses Faß ohne weitere Zuckerzugabe vergären und bin schon auf den Alkoholgrad gespannt.Ist sonst noch was zu tun?
Ein zweites Faß werde ich nach Erhalt Ihrer Turbo-hefe ansetzen um auch die Unterschiede zu sehen.
Noch eine Frage: kann man bei Ihren Seminaren eigene Maische verarbeiten?
Besten Dank und Grüße aus Wien j.schmidt
Schmidt Josef, wien
14.Jul.2005 10:38:47
Nein, es ist nichts mehr tun (Reinzuchthefe und Verflüssiger sind ja schon drin).
Nein, aus zollrechtlichen Gründen ist es uns untersagt "fremde" Maischen brennen zu lassen.
Eintrag Nr. 2188
Hallo Hr. Dr. Schmickl,
hab da mal eine Frage die ich hier im Forum nirgendwo nachlesen kann.
Ist geschmackloser Schnaps, den ich aus Zuckermaische herstelle, auch geruchlos. Ich denke es gibt da einen Unterschied zwischen geschmacklos und geruchlos.
Riecht der dann wirklich nach nichts, sowie etwa Wasser.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Im vorraus vielen Dank.
MfG
Peter
Peter, BW
13.Jul.2005 07:31:28
Alkohol ist nie geruchslos, sondern riecht typisch nach Alkohol. Je höher prozentig er ist, umso stärker tritt dieser Geruch in den Vordergrund, desto mehr sticht es in der Nase, insbesondere wenn die Temperatur mehr als 22°C beträgt.
Eintrag Nr. 2187
Hallo Herr Schmickl,
Bisher habe ich Früchte immer im Standmixer zu Maische püriert. Wenn bei Kirschen aber die Kerne miteingemaischt und ganz bleiben sollen fällt diese Methode flach. Muß ich die Kirschen jetzt einzeln zerdrücken (mit Gummistiefeln in der Badewanne) oder kennen sie eine elegantere Methode.
2) Kann man als Hefenährsalz auch Harnstoff verwenden? Der enthält ja auch Stickstoff.
Gruß und Danke
Herbert, Hannover
12.Jul.2005 23:40:11
Sie können den Farbmischaufsatz für die Bohrmaschine verwenden, das funktioniert wunderbar und zerstört keine Steine.
Hefenhährsalze sind immer ein Gemisch aus Vitaminen, Spurenelementen und Salzen (= Dünger). Eine Substanz allein genügt nicht.
Eintrag Nr. 2186
Hallo Herr Dr. Schmickl!
Hab mir vor Kurzem einen 13,5l Topf gekauft, in dem bereits im Deckel eine Dichtung und ein Stück Cu-Roh eingebaut ist, sodass ich nur noch das fehlende Geistrohr aufstecken muss
nun meine Frage wie lange sollte das Rohr nach oben gehen und wie lange sollte das Vu-Rohr vor der Kühlspirale sein und wie lange sollte die eigentliche Kühlspirale sein?
hätte für die Kühlung einen 10l Eimer als Hartplastik zur Verfügung den ich oben und unten mit einem Anschluss für Gartenschlauch oder ä. versehen würde.
Ich bitte Sie mir ungefähre Richtlinien zu geben
mit bestem Dank im Voraus

PS: sollte das Thermometer bei einem kurzen Geistrohr trotzdem an der höchsten Stelle sein oder gehts auch direkt im Topfdeckel???
schnaps brenner anfänger, Austria
12.Jul.2005 19:15:09
Das Rohr sollte gar nicht nach oben gehen, sondern schräg nach unten auf dem kürzesten Weg zur Kühlung. Für die Kühlspirale brauchen Sie ca. 1,5-2 m. Das Thermometer auch bei kurzem Geistrohr ganz oben anbringen wo der ungekühlte Dampf noch hinkommt (= Unterkante Geistrohr).
Eintrag Nr. 2185
Hallo Herr Schmickl,
beim Seminar bei Ihnen hat sich im Publikum die Frage ergeben, wie es sein kann, dass ein Schnaps süßlich schmeckt, auch wenn kein Zucker zugesetzt ist.
Ich habe kürzlich einen Angesetzten aus relativ großen Mengen Zitronenmelisse und Waldmeister über-destilliert und das Destillat schmeckt definitiv süß - vielleicht am ehesten noch in der Art einer Süßholzwurzel. Weder das Ausgangs- noch das Endprodukt hat je nur die geringste Menge an Zucker gesehen. Es scheint also auch ätherische Öle (oder was auch immer hier zum Tragen kommt) zu geben, die intensiv süß schmecken.
Haben Sie diesen Effekt auch schon beobachtet?
Dank'schön!
Ingo
Ingo, Ö/St
12.Jul.2005 17:04:38
Vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Ja, das liegt an den ätherischen Ölen. Auch bei Fenchel kann man diesen Effekt beobachten.
Eintrag Nr. 2184
ich würde gerne dieses jahr holunder einmaischen. da ich mi aber nicht sicher ob dieser brennmaische enzyme und säure zu gesetzt werden müssen. würde ich mich über ein fachmeinung darüber freuen.
mit freundlichen grüssen
riesling emu
riesling emu, nassau ,hessen ,brd
12.Jul.2005 16:54:22
Holunderblüten: Säurezugabe, Hefe
Holunderbeeren: Säurezugabe, Verflüssiger, Hefe
Eintrag Nr. 2183
Habe gestern ca. 20 kg Marillen zu Maische verarbeitet. 8 kg davon tiefgefroren, wodurch der Brei recht kalt wurde. Habe ausreichend Verflüssiger zugegeben und 2,5 kg Zucker (30l Faß) Da Turbohefe nicht erhältlich war habe ich Zuchthefe (Menge lt. Packung geschätzt) in lauem Wasser (vermutlich etwas zu viel Wasser?) vorgelöst und nach 40 Min in den Brei gerührt. Heute früh roch der Brei nach Hefe, war recht dünnflüssig, aber ein Gärprozeß war nicht festzustellen.Habe fest umgerührt und jetzt steht das Faß bei 18°. Wie soll ich weiter verfahren? Meine weiteren Fragen:
Kann "normale" Hefe auch bis 38% Zucker verarbeiten? soll ich die restl. 2/3 Zucker zugeben? Muß die Maische Zimmertemperatur haben, wenn die Hefe dazukommt? Fehlt noch Nährsalz? Möchte morgen den ph Wert auf 3 einstellen (soll lt. Beschreibung 1-2 Tage nachher erfolgen).
Schmidt Josef, wien
12.Jul.2005 09:31:39
Welche Temperatur hatte die Maische, als die Hefe zugegeben wurde? Weniger als 15°C? Wenn ja, dann wäre es möglich, dass die Hefe nicht mehr startet, in diesem Fall neue Hefe zugeben. Wie warm war das Wasser, mit dem Sie die Hefe angerührt haben? Mehr als 28°C? Wenn ja, ist die Hefe abgestorben, nochmals Hefe zugeben.
Bei normaler Hefe können Sie sich die weitere Zuckerzugabe sparen, Sie können maximal 13%vol (entspr. ca. 250 g/l Zucker) erreichen, Marillen selbst haben bereits einen recht hohen Zuckergehalt (ca. 150 g/l). Nur die Turbohefe kann 380 g/l Zucker verarbeiten.
Ob Nährsalz fehlt, hängt vom verwendeten Produkt ab. Den pH sollten Sie VOR der Hefezugabe einstellen, nicht nachher. Sonst kann es zu einem Gärstop kommen. Die optimale Raumtemperatur beim Gären von Marillen ist 15 - 19°C (ist es zu warm, wird das Aroma vom CO2 ausgeblasen).
Eintrag Nr. 2182
Schwefel
Schwefel hat den Ruf, der Kopfwehmacher schlechthin zu sein. Das ist falsch. Bei den meisten Menschen kann man ihn als Ursache sogar ausschliessen. Die Mengen, die im Wein zulässig sind, sind viel zu gering, um Probleme zu machen. (Bei trocknen Rotweinen sind die Werte am niedrigsten, max. 400 mg/Liter enthalten edelsüsse Beeren- oder Trockenbeeren-auslesen - aber von denen trinkt man ja auch nur geringe Mengen). Andere Nahrungsmittel wie Hamburger oder Dosengemüse enthalten wesentlich mehr davon. Allerdings gibt es Schwefel-Allergiker! Sie reagieren heftig bis hin zu Schwefel-Asthma. Denen ist aber nicht zu helfen, denn Wein enthält auch von Natur aus bis zu 30 mg/l Schwefel. Da hilft nur: Abstand halten!
Ist der Schwefel nun Auslöser für Kopweh oder nicht?
Andy, D
11.Jul.2005 13:05:23
"Schwefel" kommt in den unterschiedlichsten Formen vor. z.B. S (in elementarer Form), SO42-, SO32- usw. Als "Kopfwehmacher" ist die schwefelige Säure (H2SO3) bekannt. Mehr als 40 mg/l schwefeliger Säure im Wein rufen Kopfschmerzen hervor. Nahezu alle Weine werden heutzutage "geschwefelt" also mit Kaliumsulfit behandelt (je billiger der Wein, desto mehr), daraus bildet sich die schwefelige Säure. Diese Säure ist zum Glück aber leicht flüchtig, also im Zweifelsfall den Wein vor dem Genießen ein paar Minuten lang kräftig durchmixen.
😉
Vielleicht ist dies auch der eigentliche Grund für das Prozedere des Abdekantierens bei guten Weinen? Dabei wird der Wein auch "gelüftet" und "an der Luft" länger stehen gelassen... Guter Wein muss schließlich "atmen"...
Eintrag Nr. 2181
Probleme mit Sahnelikör...
Ein nettes hallo an alle,
Ich bin ein absoluter Neuling in sachen Likörherstellung und habe hier auch schon meine ersten Probleme. Ich mochte gerne einen Rotwein Sahnelikör machen, was soweit auch gefunzt hat. Nur das mit der Sahne haut nicht hin ! Wenn der Likör ne halbe Std. steht, hat sich der Likör unten abgesetzt und die Sahne schwimmt oben !?!
Ich würde mich freuen, wenn mir hier jemand helfen könnte. Viele Grüße aus Rheinhessen Franky
Franky, Rheinhessen
10.Jul.2005 12:29:55
Dies hier sind Fachfragen zum Thema Schnapsbrennen. Nicht Likör. Sie könnten es im Forum "Rezepte" versuchen.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Kommentare sind geschlossen.