SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 2280
Hallo Dr. Schmickl!
Da mir in der Sektion Diskussion noch niemand geantwortet hat, stelle ich meine Frage auch hier:
Ich habe gerade einen Brombeergeist hergestellt. Im Buch wird empfohlen, den Brand noch 2-3 Wochen in einer nur mit Watte verschlossenen Flasche stehenzulassen. Gilt das auch für den Geist?
Gruß
Harry.
Harry, Nö
07.Sep.2005 20:32:50
Ja, das gilt auch für Geiste.
Eintrag Nr. 2279
Hallo, ich habe ein Destillat aus Weintrauben zwei Monate in einem neuen Eichenfass gelagert und es hatte eine schöne kräftige Farbe, die an Cognac oder Whiskey erinnerte. Ich habe es vor der Lagerung nicht verdünnt und als ich es nun verdünnt habe wurde es zu einer milchig trüben Flüssigkeit. Natürlich habe ich es mit destilliertem Wasser verdünnt. Was kann ich tun? Hilft es hier zu filtrieren? Die Farbe sieht grauslich aus.... Bitte um Hilfe!! Tausend Dank!!
Stefan D., Villach
07.Sep.2005 17:02:52
Wenn Sie sicher sind, dass das Fass auch zur Lagerung von Spirituosen geeignet war (nicht dass es innen lackiert ist o.ä.), können Sie die Trübung abfiltrieren. Dazu den Schnaps bei Zimmertemperatur ca. 2-3 Wochen stehen lassen und dann mit zwei ineinander gesteckten Faltenfiltern filtrieren.
Eintrag Nr. 2278
Hallo!
Ich hatte vor cirka 4 Wochen Apfelmaische angesetzt, Zuckerzugabe in 3 Gaben. Die sichtbare Gärung scheint jetzt beendet und die Äpfel sind fast komplett zersetzt. Allerdings ist es jetzt alles eine ziemlich trübe dicke Brühe. Wie lange wird es dauern bis sich alles geklärt hat oder habe ich etwas falsch gemacht?
Vielen Dank!
Meik Reimann, Brandenburg
07.Sep.2005 14:41:02
Nur Geduld, Sie haben nichts falsch gemacht. Es gärt inzwischen so langsam, dass Sie es nicht mehr merken. Bis die Maische klar geworden ist, dauert je nach Temperatur ca. 3 Monate.
Eintrag Nr. 2277
Herr Schmickl,
Danke für ihre Antworten auf Eintrag Nr. 2254.
Darf ich sie im Nachgang um Spezifizierung bitten:
1.) Lohnt es sich überhaupt, die Mirabellenmaische zu brennen? Es geht mir weniger um eine hohe Ausbeute, eher um einen sauberen Mirabellenbrand.
2.) Bei wieviel Alk. würden sie Vorlauf/Mittellauftrennung empfehlen.
3.) Kann ich die Maische nach der Vergärung in einen Großbehälter (120 lt) schütten?
4.) Warum schmeckt der Schnaps in Österreich so außerordentlich gut? Liegt es vielleicht an der, in Deutschland strengstens verbotenen Zuckerzugabe in die Maische?
Für ihre Bemühungen besten Dank und alles Gute vom Bodensee
stoffbesitzer, Bodensee
06.Sep.2005 22:21:18
ad 1: Ob es sich lohnt, hängt von Ihren Ansprüchen ab. Wenn Sie den Vorlauf richtig abtrennen, kann Ihr Produkt auf jeden Fall mit einem "Durchschnittsbrand" vom Bauernmarkt o.ä. mithalten. Zukünftig sollten Sie, wenn Ihnen Qualität wichtig ist, auf keinen Fall auf Hefe, pH-Einstellung usw. verzichten. Vorschlag: destillieren Sie zumindest eine Probe und heben diese für nächstes Jahr als "Negativreferenz" auf.
ad 2: Anhand vom Alkoholgehalt des Destillates kann der Vorlauf nicht sinnvoll abgetrennt werden. Weil dieser ausschließlich vom Alkoholgehalt im Kessel abhängt. Und bereits geringe Unterschiede im Kessel bewirken große Abweichungen im Destillat. Sinnvolle Methoden sind: Dampftemperatur-Messung (während des schnellen Anstiegs ist's Vorlauf) und/oder Brennprofil (den ersten Teil vom Destillat in mehrere kleiner Gläser auffangen und riechen: Klebstoff-Geruch ist Vorlauf). Für Laien am einfachsten ist der Vorlaufabtrennungstest (siehe Produktliste). Detaillierte Beschreibungen der Vorlaufabtrennmethoden finden Sie im Buch.
ad 3: Wegen des niedrigen Alkoholgehaltes kann die Maische im ausgegorenen Zustand sehr leicht schlecht werden (sauer, faul usw.). D.h. am besten wäre es die Maische sofort nach Gärende (wenn der Fruchtkuchen zu Boden gesunken ist) zu brennen, statt sie in einen Großbehälter um zu füllen.
ad 4: Diesbezüglich sind die Gesetze in Deutschland und Österreich ident. In beiden Ländern ist es nur für sogenannte Abfindungsbrenner verboten "alkoholbildende Substanzen" (wie es auf Amtsdeutsch so schön heißt) zuzugeben. Daran können Ihre positiven Erfahren also nicht liegen. Sie hatten einfach Glück. Es wird (leider) überall alles, vom letzten Fusel bis zum erstklassigen Top-Produkt, angeboten.
Eintrag Nr. 2276
Hallo Herr Schmickl,
Zum Beitrag 2253:
Hatte die Flaschen in einem Raum, der ca. 20 Grad hatte. Mit steht leider kein Kellerraum o. ä. mit niedrigen Temperaturen zur Verfügung.
Wenn ich den verdünnten Schnaps nun abgedeckt in einen Kühlschrank stelle zum "Reifen", dass müsste doch auch gehen oder ist die Temperatur dort zu niedrig?
Vielen Dank für Ihre Hilfe und viele Grüße
kalle4
kalle4, d
06.Sep.2005 16:59:29
20°C sind gerade noch OK. Ansonsten ist der Kühlschrank natürlich eine gute Alternative. Vor dem Genießen nicht vergessen den Schnaps wieder auf ca. 18°C erwärmen zu lassen. Und wenn er dann aus Glockengläsern bzw. Rotweinschwenkern getrunken wird, sollte auch das Aroma und der Geschmack passen.
😉
Eintrag Nr. 2275
hallo,
ich habe vor einigen tage ca 3 kg holunder und 3 liter wasser gekocht und nach dem kalt werden mit 1 kg zucker in eine weinkugel mit gärröhrchen gefüllt. ich hatte noch keine hefe und wollte diese dann nachgeben. nun habe ich festgestellt, daß der behälter auch ohne hefe schon ca alle 22 sekunden "blubbert".
frage: kann man wein auch ohne hefe erzeugen bzw was wird das, wenn ich keine hefe dazugebe?
viele grüße aus der eifel
gottfried, nrw
05.Sep.2005 22:20:23
Ja, bei Ihnen hat durch wilde Hefen die Gärung eingesetzt, d.h. Sie müssen mit viel Vorlauf rechnen, trotzdem ist ein Essigstich im Schnaps unvermeidbar. Eine Hefezugabe macht nun leider keinen Sinn mehr, da diese sofort absterben würde.
Eintrag Nr. 2274
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
kann man eigentlich anhand der Temperaturverlaufskurve erkennen wann der Vorlauf zu Ende ist und wann Nachlauf beginnt? Z.B. schneller Anstieg - Vorlauf langsamer Anstieg - ab hier Edelbrand
usw.
Viele Grüße nach
Österreich!
Schnapsgenießer, Feierabendland
05.Sep.2005 16:48:43
Ja. Der rasche Anstieg ganz am Anfang ist Vorlauf. Bei 91°C ist Nachlaufbeginn. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Buch.
Eintrag Nr. 2273
Hallo und schönen sonnigen gruß aus Bayern!
wir waren im Urlaub und haben viele Feigen mitgebracht die einfach zu schade dafür, sie einfach nur zu essen. Ich habe vor sie mit Wodka anzusetzen. Nur wieviel Wodka auf welche Menge? Ballon haben wir und Zubehör auch.
danke!
Schnapsler, Bayern
05.Sep.2005 15:31:16
Machen Sie das Ansatzglas ca. zu einem Drittel voll mit Früchten, dann mit Alkohol auffüllen.
Eintrag Nr. 2272
Hallo erstmal !
Habe folgende Frage,
habe eine Wasser/Zucker mischung nach euren Rezept angesetzt um geschmacklosen Alkohol herzustellen für Angesetzte,und wollte mal wissen ob ich dann beim Destillieren auch Vorlauf bekomme oder nicht?
Wäre toll wenn ihr mir das beantworten könntet.
MfG Michael
Michael, Niedersachsen
04.Sep.2005 20:32:41
Wenn Gärspund usw. verwendet wurde, haben Sie keinen Vorlauf. Trennen Sie dennoch die ersten 20 Tropfen je Liter ab.
Eintrag Nr. 2271
Sehr geehrter Herr Schmickl,
ich moechte gerne aus Wein Alkohol destillieren und in Folge den Alkohol mit diversen Geschmacksrichtungen, z.B. Rum, Vodka (Flavors) mischen. In den USA nennt man das mine based alcohol, darf maximal 20% Alkoholgehalt haben. Können Sie mir bitte mitteilen wie der Vorgang vor sich geht und wo ich die Geschmackstoffe bekomme.
Mit freundlichen Gruessen,
Gert
GERT, USA
04.Sep.2005 18:49:09
Den Wein destillieren, anschließend in das Destillat die künstlichen Aromen zutropfen und kräftig umrühren. Fertig. Ergibt nicht gerade ein Qualitätsprodukt, Sie können sich die Arbeit sparen und sowas auch in jedem Supermarkt kaufen.
Eintrag Nr. 2270
Sehr geehrter Herr Dr.Schmickl
Ich möchte gerne ca 10 Liter Hollundermaische machen, was muß ich beachten, um keine Fehlgärung zu bekommen.
Gruß Knoll Josef
Josef Knoll, NÖ
04.Sep.2005 16:54:02
Die Beeren gut abrebeln, die Stiele müssen alle weg, pH unbedingt einstellen, Hefe, Verflüssiger zugeben. Sowie die Hinweise im Buch beachten.
Eintrag Nr. 2269
Guten Tag Herr Dr. Schmickl
Ich war vor ca. 2 Jahren schon mal aktiver Leser, schreiber und tester ihrer HP...
Ich habe inzwischen 2 Bücher von ihnen zu Hause und werde mir auch das NEUE Buch von ihnen zulegen.
Es ist wirklich erstaunlich mit welcher Geduld sie hier all die vielen Fragen beantworten.
Die Bücher sind absolut Klasse. Wenn man sich mit diesem Thema beschäftigen will, sollte man sie vorher gelesen haben...
Ich wünsche ihnen weiterhin viel Geduld
Grüsse
Nicole
Nicole, D
04.Sep.2005 16:06:39
Vielen Dank!
Eintrag Nr. 2268
Hallo...
Bin absoluter Neueinsteiger, habe mir eine Destille gebaut, so wie es auf dem Foto: Anlage73, in der Fotogalerie zu sehen ist.
Ich möchte nun aus 15 Kg Zwetschgen eine Maische ansetzen. Meine Fragen:
1. Wieviel von der Turbohefe muss ich dazu geben? (lt. Angaben geht leider nicht, steh alles in dänisch geschrieben)
2. Wieviel Zucker und Wasser benötige ich dazu?
3. Was muss ich dabei beachten?
Ich hoffe das man mir diese Fragen beantworten kann.
Vielen Dank
Harry
Harry. W, Deutschland
04.Sep.2005 15:29:06
ad 1: Wir können nur Angaben zu den Hefen machen die wir auch anbieten. Bei Ihrem Produkt müssen Sie Ihren Lieferanten fragen.
ad 2: Verwenden Sie kaum Wasser und ca. 380 g Zucker je Liter Maische (dies gilt nur für unser Produkt).
ad 3: Weiters sollten Sie die Hinweise vom Buch beachten (Gärspund, Biogen M, Verflüssiger, Zuckerzugabe portionieren, nach Gärende lagern, die richtige Gärtemperatur usw. usf.).
Eintrag Nr. 2267
Hallo Doc,
habe drei Fragen, die ich auch mit ihrer "Bibel" nicht auflösen kann:
- als Erstversuch für einen Aquavit schlagen Sie vor, 5g Kümmel und 15g Dill auf 1,5L bei 12%vol. Meinen Sie dabei den Dillsamen oder das "Gemüse" (Pflanze)?
- Sie geben an,dass bei 20%vol. Zuckermaische und einer Brenndauer bis 91°C die Edelbrandfraktion ca. 56 - 57%vol. betragen wird. Können Sie angeben, wie hoch die Edelbrandkonzentrationen im Bereich von 20%vol bis 15%vol (schrittweise) Zuchermaische sein müssten. Ich traue keinem Vino- oder Thermometer und möchte Ihre Angaben als Vergleichswerte. Seite 73 der "Bibel" habe ich gelesen Richtwerte), möchte es aber etwas genauer wissen.
- was kann ich falsch machen, wenn ich z.B. Zuckermaische mit 17%vol-20%vol nicht verdünne und daraus unverdünnt einen Geist (Ouzo) brenne? Hat dies gravierende Nachteile?
An welchem Tag Sie die Fragen beantworten - es soll ein guter Tag werden,
Gruss Hotte
hotte, Schwarzwald
04.Sep.2005 14:28:00
ad 1: Dillsamen
ad 2: Es gibt hier keine exakte Angaben, nur Richtwerte. Grund: Sie haben z.B. zwei 20%vol Maischen, eine enthält mehr Feststoffe, die andere weniger Feststoffe. Dadurch wird sich die Edelbrandfraktion sowohl in der Menge alsauch im Alkoholgehalt unterscheiden. Wenn Sie den Alkoholgehalt vom Destillat mit einem Aräometer mit integrierter Temperaturkorrektur messen, können Sie dem Messwert durchaus trauen.
ad 3: Geiste sollten mit 11-13%vol Alkohol destilliert werden, ein höherer Alkoholgehalt führt zu einer längeren Destillationsdauer. Die Aromen kommen aber zu Beginn, danach destillieren Sie aus geschmacklicher Sicht im "Leerlauf", es wird eher alles zerkocht. Deswegen ist es vorteilhafter, wenn die Destillation nicht so lange dauert. Daher die Zuckermaische zuerst mit Leitungswasser verdünnen und dann den Geist herstellen.
Ist heute ein guter Tag?
😉
Eintrag Nr. 2266
Hallo,
noch eine Frage zur Nachlauf-Abtrennung. Wenn ich Aufgesetzten Brennen will, z.B. grüne Walnuß, muß da der Nachlauf auch abgetrennt werden?
Danke,
Gruß, Willi
Willi, Deutschland
04.Sep.2005 10:04:14
Nachlauf muss immer abgetrennt werden.
Eintrag Nr. 2265
hallo herr d. schmickl,
wie lange kann ich meine maische kornelkirsche/Dindlkirsche mit Turbohefe (eingemaischt) lagern, bzw. welche lagezeit ist die beste?
viele güße aus nrw
jost, nw
03.Sep.2005 21:25:12
Maische mit mehr als 16%vol sollte zumindest 3-4 Monate lagern, kann aber auch ohne Probleme 1 bis 2 Jahre stehen.
Eintrag Nr. 2264
S.g. Herr Dr. Schmickl,
habe kürzlich Birne (weiß leider den Namen nicht) eingemaischt, wie immer sehr sorgfältig, nur schönes Obst etc. Brauchte relativ viel Säure (Biogen M) um den richtigen PH-Wert zu bekommen und außerdem ist der Zuckergehalt praktisch null (10-14 n. Oechsle). Folgende Fragen: rentiert sich ein Weitermachen mit Zuckerzugabe, wieviel Zucker pro HL, schmeckt das Destillat noch nach etwas außer Zucker?.
Und weiters: Wo finde ich eine Tabelle, was die Oechsle-Waage anzeigen sollte bei welchem Obst (v.a. Birne,Zwetschke,Marille) vor und nach der Gärung.
Vielen Dank.
mit freundlichen Grüßen
JB
jb, Österreich
03.Sep.2005 12:32:38
Ja, Sie können schon Zucker zugeben. Trotz Zuckerzugabe wird das Destillat nicht nach Zucker schmecken, denn der Zucker ist die Nahrung für die Hefe und wird in Alkohol umgewandelt (auch die Früchte selbst enthalten Zucker, sonst würde es nicht Gären und kein Alkohol entstehen). Sollte in der ausgegorenen Maische trotzdem noch Restzucker enthalten sein, kann dieser nicht ins Destillat gelangen, weil Feststoffe nicht in Dampfform übergehen.
Nach bzw. während der Gärung können Sie die Öchslewaage nicht benutzen, weil bei der Zuckergehaltmessung der Alkohol stört und Sie somit Unsinn messen würden. Nur Saft von unvergorenem Obst können Sie damit messen. Bezüglich Tabelle fragen Sie den Verkäufer der Öchslewaage. In unserem Buch sind allerdings je nach Obstsorte die zu erwartenden Alkoholkonzentrationen angegeben, die Sie in Öchsle umrechnen können.
Anscheinend kennen Sie unser Buch noch nicht. Würde ich Ihnen sehr empfehlen...
Eintrag Nr. 2263
Hallo,
wenn ich hier alles richtig verstanden habe entsteht auch beim Brand von Zucker-Turbohefe-Maische ein Nachlauf welcher bei 91°C abgetrennt werden muß.
Nachdem gesammelte Nachläufe mit A-Kohle behandelt wurden und danach noch einmal gebrannt werden sollen, wie verhält es sich hierbei mit dem Nachlauf?
Wieder abtrennen?
Wenn ja, wie oft kann das denn fortgesetzt werden?
Danke
Gruß, Willi
willi, Deutschland
03.Sep.2005 10:10:36
Den Nachlauf vom Nachlauf können Sie verwerfen.
Eintrag Nr. 2262
S.g. Herr Dr. Schmickl!
Zur Herstellung geschmacklosen Alkohols:
Ich habe derzeit eine Zucker-Wasser Maische nach Ihrem Rezept im Keller. Nach Studium Ihrer hervorragenden Hompage und auf Grund der Tatsache, dass ich ein Neuling auf diesem Gebiet bin, gehe ich davon aus, dass mein selbstgemachter Alkohol auch nach Abschluss des Gährvorganges einen Hefegeschmack aufweisen wird. Um tatsächlich geschmacklosen Alkohol zu erhalten empfehlen Sie, nach dem ersten Destillieren die Behandlung mit Aktivkohle und danach ein nochmaliges Brennen. Nun meine Frage: Kann ich nicht schon direkt nach Abschluss der Gährung die Aktivkohle in die Maische geben und erst danach brennen? Dadurch würde ich mir theoretisch einen Brennvorgang sparen.
Danke für Ihre Antwort im Voraus!
Schnapsdrossel, Burnland
02.Sep.2005 21:07:15
Nein, die Kohle in die Maische zu geben bringt nichts, da die mikroskopisch kleinen Poren verstopfen. Die Kohle kommt immer nur in das Destillat. Außerdem ist jeder Brennvorgang auch ein Reinigungsschritt, d.h. auch durch's Destillieren selbst wird Geschmack abgetrennt.
Eintrag Nr. 2261
hallo herr Schmickl,
ich bin gerade dabei, meine vogelbeermaische vorzubereiten. meine frage dazu ist, ob ich der maische wasser zufügen muss oder es genügt, die beeren lediglich zu zermatschen?
muss man verflüssiger benutzten oder nicht, denn ich habe zwei unterschiedliche beiträge gelesen, der eine riet zu verflüssiger und der andere hat es abgelehnt.
vielen dank, mfg, LG
LG, sachsen
02.Sep.2005 10:39:39
Sie sollten bei Vogelbeeren generell ca. ein Drittel Wasser zugeben, sonst ist die Maische zu fest. Und unbedingt immer auch Verflüssiger, die ca. 3-4 fache Menge als bei "normalem" Obst.
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