SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

Suchen nach:
Von der Suche ausschließen:
Derzeit enhält dieses Forum 4363 Einträge.
Einträge in Deutsch: 4360, Englisch: 3
Eintrag Nr. 2320
Habe Weinhefeschnaps, der von 75% auf Trinkstärke (ca 45%) verdünnt werden soll. Dabei wird mir das Ergebnis immer bläulich trüb. Verwende gutes Quellwasser und habe das Ausgangsprodukt bereits durch eine Papierfaltenfilter filtriert. Was kann man da noch tun?
Thomas Mueller, Baden
30.Sep.2005 16:14:34
Wenn Sie nur "trüb" geschrieben hätten, wäre dies ganz normal, da dann die Mineralien und Kalksalze des Quellwassers ausfallen. Im verdünnten Zustand einige Wochen stehen lassen und dann mit Faltenfilter "fein" filtrieren.
"bläulich" ist jedoch überhaupt nicht gut. Dies deutet darauf hin, dass sich Kupfer aus der Anlage aufgelöst hat.
Eintrag Nr. 2319
Grüezi, Herr Schmickl
Was halten Sie on der Idee, Quitten bei einem Metzger durch den Fleischwolf zu lassen anstatt sie zu kochen? Eine Profimaschine wird mit den Früchten problemlos fertig...
Welche der zwei Varianten würden Sie wählen? Kochen oder Fleischwolf und weshalb?
Falls Fleischwolf: Wieviel Wasser soll ich danach zugeben?
Danke und freundlichen Gruss
Martin
Martin, Schweiz
29.Sep.2005 12:04:23
Beide Varianten sind in Ordnung. Beim "Fleischwolf" geben Sie ca. ein Drittel Wasser zu und sehr viel Verflüssiger. Ich würde beide Varianten ausprobieren, da es geschmacklich unterschiedlich ist (nicht besser oder schlechter, sondern unterschiedlich).
Eintrag Nr. 2318
Würde gerne gelben Enzian mit Schnaps ansetzten (frischen) Wieviel gr. gibt man auf 5 Liter Schnaps? Danke für die Info!
Markus, Österreich
29.Sep.2005 07:32:46
Ca. 100 g auf 5 Liter.
Eintrag Nr. 2317
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
sie beschreiben in Ihrem Buch, dass wenn man angesetzten Schnaps destillieren möchte, dieser zuerst auf ca. 12% zu verdünnen ist.
In diesem Forum aber gibt es einige Beiträge, indem Sie empfehlen, es umgekehrt zu machen. Also unverdünnt destillieren und hinterher verdünnen.
Was ist nun richtig?
Vielen Dank für eine möglichst schnelle Antwort.
kbrue1, Schwarzwald
28.Sep.2005 20:28:08
Nein, das schreibe ich nicht. Sie sollten den geschmacklosen Alkohol für den GEIST auf 12%vol verdünnen. Möchten Sie den Angesetzten brennen, dann erfolgt das unverdünnt.
Eintrag Nr. 2316
Guten Tag Herr Doktor Schmickl!
Sie sprechen immer wieder von Druckverlust in Destillen z.B. durch überdimensionierte Kühler.
Aber wieso entsteht denn in einer Destille überhaupt Druck. Im besten Falle sollten doch Steig- und Gesitrohr nicht verschlossen sein, oder? 🙂
Heinz Georg Rüdiger, Garching
28.Sep.2005 14:48:30
Auch wenn die Anlage nicht dicht, sondern offen ist, kann es durch zu lange und zu dünne dampfführende Rohrleitungen zu einem Überdruck im Kessel kommen.
Eintrag Nr. 2315
Hallo Hr Dr.
Kann der Innenraum des Brennkessels auch aus verzinktem Stahl sein?
Daiel, Steiermark
28.Sep.2005 13:18:57
Ich fürchte, die Oberfläche wird sich durch den schwach sauren pH der Maische auflösen. Einfach ausprobieren. Ich meine jetzt nicht destillieren, sondern ein wenig Maische in den Topf geben und ca. 30 min lang kräftig kochen. Danach ist deutlich ersichtlich, ob sich die Topfoberfläche verändert hat.
Eintrag Nr. 2314
Hallo !
Besten dank für die Beantwortug meiner letzten Frage.
Ich baue mir geade eine Anlage mit ca. 75 lt. Füllvolumen und hätte ein par Fragen bezüglich Rohrdimmensionen und längen.
Welchen Durchmesser sollte das Geistrohr (Niro) haben und welche länge bzw. Durchmesser muß die Kühlleitung (Kupfer) haben? Welche Qualität sollte man beim Kupfer verwenden oder kann man die Kühlleitung auch aus Niro fertigen.
Welche Vorausetzugen muß eine Alage haben um sie anmelden zu können.
Bestem Dank im Voraus
Steiner, Stmk
28.Sep.2005 13:08:08
Geistrohr: ca. 4-5 cm
Kühlung: 1-2 cm, zumindest 8 m
Achten Sie auf hohe Kupferqualität (Fachgeschäft), auch Edelstahl ist möglich.
Dafür müssen Sie ein Brennrecht haben. Informationen diesbezüglich bekommen Sie von Ihrem Zollamt.
Eintrag Nr. 2313
Hallo,
Ich spiele mit dm Gedanken selber Brände für Haus oder Geschenkgebrauch herzustellen.
Es sollen aber keine Großen Mengen werden.
Können sie mir sagen was erlaubt ist in Deutschland oder an wen ich mich wenden müßte?
Ist das brennen Meldeplichtig.
Im Vorraus Dank
Marc, NRW Deutschland
27.Sep.2005 13:33:46
Für Deutschland gilt: Schnapsbrennen mit Anlagen bis 0,5 Liter Kesselvolumen ist anmeldefrei. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Zollamt.
Eintrag Nr. 2312
Hallo Herr Doktor Schmickl,
am 21.9. habe ich 50 Ltr. Zwetschen mit 4 kg Zucker, 2 Pck. Turbo, Verfl. und BiogenM eingemaischt.
Bereits nach 2 Tagen wurde der Geschmack sauer so das ich weitere 4 kg Zucker reingegeben habe.
Nach weiteren 2 Tagen waren die letzten 4 kg notwendig. Da die Umgebungstemperatur bei mir im Keller immer konstant 18 ° sind (am Boden 15°, Das Fass steht 30 cm erhöht) wundert mich die Geschwindigkeit.
nach 5 Tagen war der Alkoholgehalt bei 15 % und steigt im Moment nicht mehr weiter (2Tage).
Die Maische ist jetzt noch mittelsüß.
Die Gährung ist noch im Gange denn es blubbert noch alle 10 Sekunden und der Fruchtkuchen ist noch oben.
Wird das Ansteigen des Alkoholgehaltes immer nach ca. 1 Woche extrem langsamer ? (War im letzen Jahr genauso wobei ich nicht über 17 % gekommen bin)
Sind die Werte so trotzdem in Ordnung ?
Vielen Dank und alles Gute aus Essen
Franky, Essen
27.Sep.2005 12:59:47
Ja, es ist alles OK, die Geschwindigkeit nimmt nach 1 Woche stark ab. Warum geben Sie soviel Hefe zu? Bei Obst reicht ein Päckchen für 100 Liter. Warten Sie bis der Fruchtkuchen zu Boden gesunken ist, lassen Sie die Maische danach noch zumindest ca. 4 Monate stehen, bevor Sie sie brennen.
Eintrag Nr. 2311
Hallo Herr Schmickl,
ich habe eine Zuckermaische 25 Liter 115 Gramm Turbohefe hergestellt, das hat sehr gut geklappt.
Warum brauche ich bei einer Obstmaische nur ein 1/2 oder 1/4 Packet Turbohefe?
Vielen Dank aus
NRW
Wolfgang Fischer, NRW
27.Sep.2005 10:39:32
Obst verfügt über eigene Vitamine, Spurenelemente usw. Zuckerwasser jedoch nicht.
Eintrag Nr. 2310
Hallo,
ich würde auch ins Hobbyschnapsbrennen einsteigen, kenne mich auf diesen Gebiet soweit aus bis auf die Gefahren, z.B. das Entstehen Methylalkohol. Worauf muss ich Achten dass ich unschädlichen schnaps brenne? (weis nicht ob in jener Lektüre ausführlich dise frage beantwortet wird)
Bekannte haben bereits 20l Apfelmaische angesetzt. Gerätschaft ist auch kein problem.
Großes Lob an diese informative seite!
und eine dankeschön dass ich meine frage loswerden konnte!
Karl Specht, Regensburg
26.Sep.2005 16:02:06
Danke!
Dieses Thema wird sehr ausfühlrich und für Laien leicht verständlich im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" erklärt. In Kurzform: Zugabe von Reinzuchthefe, pH auf 3,0 einstellen, nur sauber gewaschenes, nicht faules, Obst verwenden und das Gärgefäß mit einem Gärspund verschließen.
Eintrag Nr. 2309
Hallo Herr Schmickl,
habe im Jänner bei ihnen ein Seminar besucht und konnte seither das vermittelte Wissen gut umsetzen.
Meine Frage:
Kann ich, wenn ich mit Turbohefe einmaische, in den folgenden Tagen (leider fällt das Obst nicht an einem Tag vom Baum) noch Obst zugeben? Natürlich mit der erforderlichen Menge von Hefe, Verflüssiger und Biogen M und Zucker. Oder sollte dieses Obst getrennt angesetzt und erst nach Start der Gärung dazugegeben werden.
Mit freundlichen Grüßen
und Danke im voraus
Wienerroither Karl
Wienerroither Karl, O.Ö./SalzkKammergut
26.Sep.2005 13:13:14
Danke, freut uns!
Spätesten 24 h nach der Hefezugabe sollte die Gärung beginnen.
Ja, solange es gärt können Sie Früchte zugeben. Biogen und Hefe sind nicht mehr notwendig (es schadet auch nicht, wenn Sie diese am Beginn ein wenig überdosieren). Es macht jedoch durchaus Sinn, Verflüssiger zusammen mit dem frischen Obst zuzugeben.
Eintrag Nr. 2308
Hallo Herr Doktor Schmickl,
zunächst: danke für das informative Buch, das ein Kompendium geworden ist.
Eine Frage zur Maischebereitung: Macht es Sinn, eine Apfelmaische, die zunächst ohne Verwendung von Turbomaische bereitet wurde, also so an die 5-6 vol. % alc. enthält, kurz vor dem Brennen durch Monopolalkohol oder bspw. geschmacksneutralen Korn / Wodka aufzuwerten, um damit die Ausstossmenge etwas zu erhöhen, die Qualität aber nicht stark in Mitleidenschaft zu ziehen? Ich denke, an etwa 2-3 Flaschen Wodka / Korn auf 25 l. Maische...
Danke für einen Rat!
Hans Joachim Wirth
Hans Joachim Wirth, BW
25.Sep.2005 18:10:34
🙂
Nein, Sie sollten die Maische so lassen wie sie ist. Wird dem Kesselinhalt Flüssigkeit zugegeben (egal ob Wasser oder Alkohol) wird damit leider auch das Aroma "verdünnt". Aber natürlich können Sie trotzdem bei einer kleinen Probemenge versuchen gerade soviel Alkohol zuzugeben, dass der Alkoholgehalt im Kessel ca. 10,5 %vol beträgt, sodass Sie nicht zweimal destillieren müssen. Und wenn Sie den Rest "normal" brennen, können Sie beides parallel verkosten.
Eintrag Nr. 2307
wie mache ich aus Quittenschnaps den Quittenlikör
Mike, Zabergäu-BW
25.Sep.2005 13:07:44
So wie jeden Likör: Durch Zugabe von Zucker und Milchprodukten (z.B. Sahne).
Eintrag Nr. 2306
Hallo und einen guten Tag,
was passiert wenn man zuviel Turbohefe bei einer Obstmaische beigibt. Ich hab bei 50 Ltr. Zwetschgenmaische 2 Beutel reingegeben und in Ihrem Buch gelesen das 1/2 Beutel gereicht hätte. Hab mich von den aufgedruckten 25 Ltr. verleiten lassen.
Viele Grüße Franky
franky, essen
24.Sep.2005 12:30:26
Zuviel Turbo stört nicht, sie vermehrt sich ohnehin um ein Vielfaches.
Eintrag Nr. 2305
Erfahre ich in Ihrem Buch "Schnapsbrennen als Hobby" auch wie ich selber Wodka machen kann. Ich bin Ökolandwirt und baue u.a. auch Kartoffeln an und da ich sehr gern guten Wodka trinke und meine kartoffeln sehr gut sind möchte ich dies probieren.
GEORG BRÄUTIGAM, spanien
21.Sep.2005 22:28:11
Ja. Weitere, zum Teil sehr gute, Infos finden Sie unter Diskussion und Rezepte (dort jeweils den entsprechenden Suchbegriff eingeben).
Eintrag Nr. 2304
Natürlich haben Sie Recht man kann die Tropfgeschwindigkeit regeln. Ich meinte das so wenn ich die Tropfgeschwindigkeit erhöhe steigt auch meine Temperatur an meinem Thermometer.
Brennermanne, Sachsen
21.Sep.2005 20:50:32
Das ist ein indirekter Zusammenhang. Die Dampftemperatur ist nur abhängig von der Alkoholkonzentration in Kessel, nicht von der Tropfgeschwindigkeit. Je schneller Sie jedoch destillieren, desto rascher ändert sich der Alkoholgehalt im Kessel, desto rascher steigt somit auch die Dampftemperatur an. Wahrscheinlich haben Sie das sowieso auch gemeint, mir ist nur wichtig, dass auch andere Leser diesen physikalischen Zusammenhang verstehen.
Eintrag Nr. 2303
Hallo
Kann man nur aus Hefe, Zucker und Wasser Alkohol Herstellen? Wenn Ja wie?
Lars Witte, Nrw
19.Sep.2005 19:19:49
Ja, z.B. mit der Turbohefe.
Eintrag Nr. 2302
Hallo Herr Dr. Schmickl,
a)im Buch S. 43 unten steht etwas von einer "hochgradigen" Maische. Was ist darunter zu verstehen; die Vol% an Alkohol, oder dass es sich um eine geschmacklich, aromatisch gut gelungene Maische handelt?
b)Was geschieht beim Brennen mit einem Zuckerüberschuß beim Ansatz?
c)Kann sich bei der Vergärung (ev. aus unreifen Früchten; sonst alles absolut hygienisch) Aceton bilden, oder liegt das an dem hohen Alc.-gehalt der Maische (21%)?
LG vom Nordstern
Nordstern, Germania
18.Sep.2005 11:42:23
ad a: damit ist die hochprozentige Maische gemeint. Diese Maische ist, wenn die Anleitungen im Buch genau befolgt wurden, auch geschmacklich aromatisch am Besten.
ad b: gar nichts (Zucker kann nicht verdampfen), außer die Mengen sind sehr groß, dann kann er karamelisieren, d.h. auch in der Anlage anbrennen
ad c: Aceton ist ein Produkt einer Fehlgärung, diese kann durch keine/falsche Hefezugabe oder Unreinheiten entstehen. Dies hat überhaupt nichts mit dem Alkoholgehalt zu tun.
Eintrag Nr. 2301
Tach auch,
Ich plane einen kühler aus 50mm edelstahl rohr zu bauen.Länge ca.800mm. Ummantelt mit 1oomm rohr 700mm. Mit zwei lochronden verdeckelt und oben und unten wasseranschluss. Macht es sinn in das Kühlerrohr kupferpads oder edelstahl Topfschrubber zu tun?? ist es nötig das rohr am ende zu verjüngen? Brennblase 40l maische, potstill, kein steigrohr. geistrohr 50mm, 400lang, leichtes Gefälle. Kann ein kühler zu gross sein?? Hängt er am besten lotrecht?
Ich danke im voraus
hummel
hummel, germany
18.Sep.2005 06:17:36
Nein, Sie sollten das Kühlrohr nicht befüllen, ein verjüngen ist nicht notwendig. Ja, ein Kühler kann zu groß sein, dies führt zu Druckverlust in der Anlage. Ein Liebigkühler, wie bei Ihnen, sollte leicht nach unten geneigt angebracht sein.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Kommentare sind geschlossen.