SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 2680
Hallo Herr Dr. Schmickl
Ich habe eine Frage:
Welcher Wermut ist für die Absinth-Herstellung am besten? Bei mir im Garten wächst ein wilder Wermut, kann ich diesen verwenden?
Don Absinth, Steiermark
12.Nov.2006 16:06:00
Artemisia absinthum. Wilder Wermut eignet sich auch hervorragend.
Eintrag Nr. 2679
Hallo H. Dr. Schmickl, was sagen Sie zur Restsüße, Restmaische ff?
1. Kann man nach Gärende,< der Kuchen hat sich abgesetzt, eine nicht unerhebliche Restsüße ist vorhanden, das Vinometer zeigt ca. 13%,> die Maische mit Gärstarter noch einmal zur Alkoholproduktion anregen?
---und wenn nicht oder nicht sinnvoll:
2. Man kann, aber darf man nach dem Destillieren die Restmaische als Marmelade oder Konfitüre verarbeiten, wenn es geschmacklich hinhaut?
Ich habe einmal folgendes probiert und durchgezogen:
3. Nach dem Brennen einer reinen Zuckermaische blieb im Topf eine karamelisierte Masse zurück.
Nach Konsistenz und Geschmack, wie Rübenkraut --> Sehr lecker.
Ist da evtl. auch noch etwas Alkohol drin?
KLaus, NRW
11.Nov.2006 11:24:33
ad 1: Der Alkoholgehalt ist für einen Gärstarter zwar schon sehr hoch, tortzdem könnten Sie es versuchen.
ad 2: Ja, wenn's Ihnen schmeckt, warum nicht?
ad 3: Ja, da ist auch noch Alkohol enthalten.
Eintrag Nr. 2678
Hallo Herr Dr. Schmickl!
Ich benutze seit kurzem Ihre Anlage Vetro. Bin erst mit Geist angefangen. Klappt alles gut aber die Geiste haben einen sehr strengen Abgang.
1. Ist es nicht richtig, dass beim geisten mit Schnaps kein Vorlauf entsteht?
2. Sollte man die Destillate erst einmal ruhen lassen?
3. Was bedeutet in der Praxis eigentlich lüften?
Vielen Dank für eine Antwort
pudlichpower, NRW
11.Nov.2006 10:10:55
ad 1: Verwenden Sie gekauften Alkohol, haben Sie keinen Vorlauf. Ist der Alkohol selbsthergestellt, ist dies nicht unbedingt der Fall.
ad 2: Ja, zumindest 14 Tage, nur leicht verschlossen.
ad 3: Mit einem elektrischen Mixer je Liter ca. eine Minute lang schäumend (!) Luft einmixen.
Eintrag Nr. 2677
hallo jim bean
also zu deiner frage mit dem salzwasser.
ich habe schon mal einen silit in eine fritöse eingebaut und diese mit fett gefüllt!! das ging prima!! du solltest allerdings dabei verhindern das wasser oder ähnliches ins heiße fett gelangen kann sonst spritzt es ein wenig.:-)wenn du von deiner "geschlossenen" heizwanne ein dünnes rohr nach oben gehen lässt kann der druckausgleich stattfinden und du hast ein herrliches brennen da fett sehr hohe temperaturen aushält
liebe grüße
ginsterbrenner, tiefste eifel
10.Nov.2006 15:21:56
Danke für den Tipp!
Eintrag Nr. 2676
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
Ich hab vor einer Woche das erste mal selbst gebrannt. Es ist auch super gelaufen. Jedoch ist seit dem 6. mal eine milchige trübung im Destillat zusehen. Und ich stellte fest das weiße Ablagerungen sich im Umlenkrohr befinden. Was könnte das sein? Habe jetzt Angst mich zu vergiften.....
Al Coholic, Brandenburg
09.Nov.2006 12:47:48
Das hängt ganz davon ab was Sie destillieren. Bei Geisten oder Angesetzen können ätherische Öle die Ursache dafür sein. Da diese Substanzen die Geschmacksträger sind, ist das in diesem Fall etwas positives. Oft treten auch bei Bränden aus Obstmaischen leichte weiße milchige Trübungen auf. Die können z.B. mit den Faltenfiltern abfiltriert werden.
Eintrag Nr. 2675
Hallo Herr Schmickl,
Kann ich mit der Deluxe feuchten Trester zu Grappa brennen, oder braucht es dazu eine doppelwandige Destille ?
Jabbah, Deutschschweiz
08.Nov.2006 16:44:12
Ja, das können Sie. Legen Sie einfach ein Blatt Küchenrolle über den Anbrennschutz und füllen zuerst ein wenig Wein ein (bis zum Boden des Anbrennschutzes), bevor Sie den feuchten Trester zugeben.
Eintrag Nr. 2674
Hallo,
ich hätte eine kleine frage an Sie, und zwar geht es darum! Wie viel darf ich den als Privatperson selber brennen? Habe überall danach geschaut, doch niemand konnte mir da etwas sagen. Vielen Dank für die Antwort, im voraus!
Melanie Schumann
Melanie Schumann, Baden-Württemberg
08.Nov.2006 12:04:31
Zum X'ten mal: In Deutschland ist es VERBOTEN ohne Brennrecht Schnaps zu brennen! Ausnahme: wenn Sie mit einer 0,5-Liter-Anlage arbeiten. Nähere Infos erfahren Sie bei Ihrem Zollamt. Einiges über die Rechtslage steht auch im Buch.
Eintrag Nr. 2673
Nachtrag zum Eintrag Nr. 2653:
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich meine, ich habe ein Problem an meiner Anlage beseitigt. Ich habe dem Geistrohr ein stärkeres Gefälle gegeben. Für die Verjüngung von 42 mm auf 22 mm habe ich zwei Reduzierstücke eingebaut. Da das Geistrohr nicht genug Gefälle hatte, bekam ich durch die Reduzierung eine „Treppe“, so dass ein Teil des Destillats wieder in den Topf zurücklief – also einen Rektifikationseffekt. Nach dem Umbau habe ich eine Marillenmaische (16 Vol.%) gebrannt. Das Ergebnis: ca. 1350 ml mit ca. 60 Vol.% (wieder zu hoch)! Super-Aroma – sehr mild! Ich habe schon bis 93° destilliert. Kann es sein, da ich in einem 42-mm-Bogen messe (höchste Stelle), dass das Thermometer zu tief eingesteckt war? An welcher Stelle soll ich in einem Rohr mit einem 42-mm-Durchmesser messen?
Vielen Dank für ihre Antworten!
Hobbybrenner
Hobbybrenner, Deutschland
06.Nov.2006 19:47:31
Ja, das kann durchaus sein. Sie sollten nicht an der höchsten Stelle messen, sondern mitten im Dampfstrom (von oben betrachtet meistens in der Mitte des Steigrohres bzw. des Ansatzstutzens für's Geistrohr) auf der Höhe der Unterkante der höchsten Stelle vom Geistrohr.
Macht aber nichts: Brennen Sie die 16%vol-Maische solange, bis die gesamte Edelbrandfraktion ca. 53-55%vol hat und lesen Sie dann die Temperatur ab. Dies entspricht dann dem Nachlaufbeginn.
Eintrag Nr. 2672
Hallo! Ich wollte Pflaumenlilör herstellen. Leider ist was "schief"gegangen.
Ich habe Pflaumen in ein 5l Glas (bis kurz unterm Rand) gegeben, 1 Tüte Zucker und 1 1/2 l Korn 38%. Das Glas habe verschlossen und bei Raumtem. gelagert. Nach einer Woche habe ich gesehn das Bläschen aufsteigen. Es beginnt zu leider zu gären. Habe mich schon so auf meinen Pflaumenlikör gefreut!!! Was habe ich falsch gemacht??? und noch eine Frage: kann ich jetzt die eingelegten Pflaumen irgendwie retten? Oder muß ich die Pflaumen mit Alkohol leider doch vernichten? Hoffentlich kann mir jemand helfen. Wäre schön! Danke
LG Melanie
Melanie, Deutschland
03.Nov.2006 10:20:31
Ein so hoher Alkoholgehalt kann nicht gären! Das was Sie da beobachtet haben, sind Luftbläschen. Alles in Ordnung, noch eine Weile ziehen lassen und dann genießen.
Eintrag Nr. 2671
Hallo Herr Dr. Schmickl,
habe noch eine Frage zur Gärunterbrechung:
ich habe Birnen / Äpfel eingemaischt und Sherryhefe mit allen erforderlichen Zutaten beigegeben. Temp. ph. Werte / Süße alles im grünen Bereich! Nach zwei Tagen fing die ganze Sache an zu gären, am dritten Tag ziemlich heftig (Gärspund wurde nach oben gedrückt). Nach weiteren 2-3 Tagen hat sich die ganze Sache berühigt, keine Reaktion mehr im Gärspund. Allerdings schäumt die ganze Sache noch während des umrührens.
Allerdings ist mir ein Fehler unterlaufen: ich habe Zutaten für ca. 100l beigegeben, aber nur ca. 60l Maische erhalten...
Was läuft hier schief und was muss ich ggf. korrigieren?
Viele Grüße aus dem Bergischen
Stranzi
Stranzi, Oberbergischer Kreis
03.Nov.2006 09:35:03
Die zu großen Zutatenmengen sollten kein Problem sein, es ist normal, dass die Gärung immer langsamer wird. So lange es schäumt und stechend nach Kohlensäure riecht, gärt's, egal ob sich beim Gärspund etwas tut.
Eintrag Nr. 2670
Hallo Dr. Schmickl,
erstmal Ihnen und den Mitarbeitern vielen Dank und großes Lob für das Buch. Die Knackpunkte fundiert und verständlich darzulegen ist sehr gut gelungen.
Ich habe eine Frage: Wenn man Druckwasserdestillen nicht mag, aber ein (Heiz-)Zwischenmedium sehr sympathisch findet, könnte man dann nicht einen Versuch mit Salzwasser wagen?
Wenn ich 7 Tüten Salz a 1 kg in 20 l Wasser schütte, habe ich eine ungefähr gesättigte Salzlösung mit einem Taupunkt von –21°C und einem Siedepunkt von 108°C. Ginge es nicht damit? Gibt es ein Argument, das einen Versuch sinnlos erscheinen lässt?
viele Grüße
Jim Bean
Jim Bean, BB
02.Nov.2006 21:40:30
Danke, freut uns!
Nein, eigentlich nicht, ein Versuch ist's sicher wert. Ich fürchte allerdings, dass 108°C immer noch zu wenig sind, um am höchsten Dampf-Punkt 91°C zu erreichen.
Eintrag Nr. 2669
Habe das Glück gehabt ein paar Elsbeeren zu ergattern - soll ja einen vorzüglichen Schnaps geben. Die Maische ist allerdings (trotz Zugabe von der 3 fachen Menge Verflüssiger) ein richtiger Brei. Kann ich jetzt (eine Woche gärt das ganze sehr langsam) noch mehr Wasser hinzufügen?
richard, nö
02.Nov.2006 11:34:17
Ja, macht Sinn, aber maximal ca. 1/4 der Fruchtbreimenge.
Eintrag Nr. 2668
Ich habe eine Anlage gebaut aus rostfreiem Stahl. Jetzt habe ich nach dem einbrennen der Anlage bemerkt, dass der Schnaps einen Abgeschmack nach Eisen. jetzt meine Frage. Wenn ich den Hut aus Kupfer herstelle wäre das besser.
Ouattara Christof, Schweiz Wallis
01.Nov.2006 19:38:18
Nein, das muß ein andere Ursache haben. Auch Edelstahlanlagen sind normalerweise geschmacklos.
Eintrag Nr. 2667
Ich habe Williamsbirnen gebrannt. Der Schnaps riecht nach Zirbe (vorher habe ich Zirben gebrannt und den Kessel zu wenig gereinigt)
Können sie mir einen Tip geben wie bzw ob ich den Zirbengeruch weg bringe?
Danke
Rosi
Rosi Huber, Oberösterreich
01.Nov.2006 15:27:09
Nein, Sie können nicht selektiv den Zirbengeruch entfernen und die Birne behalten. Es ist nur möglich den Schnaps geschmacklos zu machen, mit Aktivkohle.
Eintrag Nr. 2666
hallo dres. schnapsgelehrte.
es ist leider nur möglich auf diesem wege einem anbrenngeplagten zu helfen!?
hallo ginsterbrenner
eintrag Nr.:2652, 23.10.2006
ein dämpfeinsatz in fächerform aus edelstahl dürfte abhilfe schaffen. erhältlich in jedem haushaltswarenladen, alufüße entfernen und durch va schrauben ersetzen. soweit zum abstandshalter. als anbrennschutz eignet sich hervorragend eine fliegengaze aus VA oder kupfer vom fensterbauer oder baumarkt. wichtig ist noch beim befüllen zuerst den oberen wein der maische einzufüllen, da sonst die aufgerührte maische hohlräume erzeugt und der inhalt sich schlechter erhitzt.
viel spaß beim probieren
gruß schnapsnase.
schnapsnase, nördlich der Wärme
31.Okt.2006 22:36:02
Danke für den Tipp!
Eintrag Nr. 2665
Hallo
ich habe einen pflaumen schnaps gebrannt und jetz habe ich keinen richtigen geschmack was kann das sein ?
Hannes, Thü
31.Okt.2006 19:56:46
Das kann sehr viele Ursachen haben, am besten das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durchlesen.
Eintrag Nr. 2664
Hallo!
Folgende Fragen zu einer 100 l Blase:
hab im Forum leider zu wenig darüber gefunden ...
1. Wie gross sollte die Heizleistung eines Gasbrenners für diese Abmessungen sein?
2. Wie lang sollte der Liebigkühler sein und welchen Innendurchmesser sollte er bei dieser Heizleistung haben?
Würde alles gerne aus Edelstahl bauen. Habe aber gesehen, dass es da unterschiedliche Edelstahl-Typen gibt.
3. Ist es egal wenn ich unterschiedliche Edelstahl-Typen miteinander verschraube oder sollte alles (Blase-Geistrohr-Kühler) aus ein und dem selben Typen bestehen.
bitte um feedback
danke
lg Tom
Tom, A
30.Okt.2006 16:20:45
ad 1) Gasbrenner für Großküchen, z.B. Bundesheer
ad 2) ca. 4 bis 5 Meter, eher länger. D-innen: ca. 5 cm
ad 3) wenn Sie's nur verschrauben und nicht schweißen ist das kein Problem

Eintrag Nr. 2663
Hallo Dr. Schmickl,
ich habe in einem neuen 10 Liter Eichenfaß 9 Monate Sherry gelagert und dann Apfelbrand eingefüllt um Calvados zu machen. Wie lange muß und wie lange darf ich höchstens den Apfelschnaps im Faß lagern.
Muß ich für den nächsten Gang im Faß erst wieder Sherry einfüllen oder wie verfährt man da am besten.
Kann man div. Obstschnäpse in Glasflaschen mit Korken liegend lagern oder nimmt der Schnaps den geschmack vom Korken an. Die Korken sind neu.
Danke und Gruß
Guido, Norddeutschland
29.Okt.2006 14:43:01
ad 1) Das kann zwsichen einigen Wochen und einigen Jahren sein. Sie sollten regelmäßig kosten, persönliche Geschmäcker sind hier unterschiedlich, auch die Geschmackstoffe der Fässer und wie schnell diese gelöst werden.
ad 2) Auch hier gibt's unterschiedliche Vorgehensweisen. Normalerweise kann man direkt neuen Schnaps einfüllen. Aber natürlich schadet es nicht, den Sherry-Geschmack mittels frischem Sherry wieder "aufzufrischen".
ad 3) Sie können die Flaschen mit Korken auch liegend lagern.
Eintrag Nr. 2662
Nachdem ich nun weiss, was Methanol und Vorlauf ist und ich den Vorlauf nicht getrennt habe, müsste doch eigentlich durch folgendes Verfahren alle schädlichen Substanzen eleminiert werden können:
Das fertige Destillat in einem offenen Topf bis ca. 70 Grad erhitzen und abwarten, bis es nicht mehr damft.
Ist das möglich? Macht das Sinn?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Ich möchte nicht noch einmal destillieren, das jetzige Destillat auch nicht wegschütten.
Und wenn es gar nicht erst damft, ist das Destillat wohl rein.
Klaus, NRW
29.Okt.2006 08:30:03
Nein, funktioniert leider nicht, da die Siedetemperatur vom Alkoholgehalt und nicht vom Vorlauf abhängt. Es bleibt Ihnen daher nichts anderes über als nochmals zu destillieren und zu Beginn das Destillat zu beschnüffeln (vollkommen egal wie hoch die Dampftemperatur ist). Solange es nach Klebstoff riecht, ist's Vorlauf. Diesen Geruch bei einem offenen, kochenden (!) Topf zu erkennen ist nicht wirklich möglich. Da stinkt der ganze Raum nur nach Schnaps. Und wenn's nicht kocht, verdampft auch kein Vorlauf. Nur "warm halten" bringt also nichts.
Eintrag Nr. 2661
Hallo,
wenn man Quittenmaische brennt egal ob einmal oder zweimal welche Farbe hat das Destillat? Auch bei dieser Zusammensetzung interessiert mich die Farbe des Destillat (Quittenmanische und Apfelmost).
Dankeschön für Ihre Antwort und weiter so Ihr seid einfach großartig.
mfG. werswissenwill
werswissenwill, Deutschland
28.Okt.2006 20:19:36
Alkoholische Destillate sind immer farblos. Sollte beim Schnapsbrennen das Destillat färbig/trüb sein, ist etwas übergekocht. In diesem Fall Vorgang SOFORT abbrechen. Feststoffe könnten den Kühler verstopfen, es besteht Explosionsgefahr! Manchmal schäumt die Maische beim Kochen, in diesem Fall Anti-Schaum verwenden.
Danke!
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