SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 2720
Hallo, bin absoluter Neuling. Worauf sollte ich beim Kauf eines Eichenfasses unbedingt achten? Ist Eiche - gleich Eiche? Oder, gibt es gravierende Unterschiede?
MfG
Roland
barbarossa, MV
03.Dez.2006 17:23:12
Achten Sie vorallem darauf, dass das Faß innen nicht lackiert oder beschichtet ist. Unterschiedliche Holzsorten ergeben auch unterschiedliche Geschmäcker, ebenso spielt der Röstungsgrad (innen) eine Rolle und ob vorher schon z.B. Wein darin gelagert wurde.
Eintrag Nr. 2719
Hallo,
ich habe eine Mirabellenmaische gebrannt. Was ich nicht verstehe: Bei mir beginnt der Vorlauf erst bei ca. 82 Grad und ab ca 91. Grad läuft der Brand so richtig. Das Termometer habe ich überprüft.
Danke für ihre Hilfe
Thomas
Thomas, Bayern
03.Dez.2006 15:41:17
Die Dampftemperatur zu Beginn hängt vom jeweiligen Alkoholgehalt der Maische ab, 82°C sind durchaus möglich.
Eintrag Nr. 2718
Hallo Hr. Dr. Schmickl!
Vorerst Gratulation zu ihrem Internetauftritt!
Jetzt meine Bitte /Frage: Habe 60 Kg Quitten mit Hächsler zerkleinert, 20 lt Wasser dazu und 80 g Gärfix spezial. Im Heizraum bei ca. 22/22 Grad war alles nach 2 Wochen vergoren. Maische scheint OK. Beim Brennvorgang, 26 lt Wasserbadkessel, kommt der Alkohol aber nur sehr, sehr spärlich und tropfenweise. Liegt es daran, daß die relativ dickflüssige Maische schwer auf Temperatur gehalten werden kann? Habe ich da was falsch gemacht?
Mit bestem Dank und der Bitte um Info
Gruß aus NÖ
Hans
hans szigethy, Bucklige Welt/NÖ
03.Dez.2006 12:15:09
Danke! Wenn es nur sehr langsam heraustropft, hat dies ausschließlich etwas mit einer zu schwachen Heizquelle zu tun. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie mittels einer Regelung tatsächlich versuchen die Dampftemperatur konstant zu halten, was natürlich Unsinn wäre.
Eintrag Nr. 2717
Sehr geehrter Herr Schmickl,
habe eine Anlage ähnlich Bild 2 und würde mich freuen, wenn Sie mir in diese Bild die optimale Position für ein Thermometer einzeichnen könnten.
Ansonsten beantwortet Ihr Buch alle Fragen
Danke !!
Mit freundlichen Grüßen
Harribo
Harribo99, Th
02.Dez.2006 13:05:06
Im Buch steht "die höchste Stelle wo der ungekühlte Dampf noch hinkommt". Das ist im Bild 2 auf der Höhe der Rohrunterkante vom höchsten Punkt des Steig/Geistrohrbogens, allerdings im Steigrohrteil, also im Rohrbogen Richtung Kessel. Siehe z.B. Thermometerposition in Anlage Nr. 89.
Eintrag Nr. 2716
Ich habe ca. 100 liter Zwetschgen mit Kernen eingemaischt. Meine Frage: Muß ich die Kerne beim Brennen von der Maische trennen.
Schedler Hans, Oberbayern
30.Nov.2006 11:54:17
Nur ca. 10-25% der Steine (Kerne) in den Kessel geben und mitbrennen.
Eintrag Nr. 2715
Ich brenne schon seit 10 Jahren aber immer so wie es mir die ;alten ; gezeigt haben frucht einmorschen-geren-brennen. Seit längeren belese ich mich mit allen büchern die man zu kaufen bekommt, jedes jahr eine kleine änderung aber immer besser. Jetzt habe ich mir bei ihnen einen Vinometer gekauft ich habe keine ahnung vom GEBRAUCH und was er bei welcher frucht anzeigen soll. Eine anleitung lag leider nicht dabei, ich hatte sie auch um eine stellungnahme gebeten, Wobei meine frage war: was ich machen soll wenn Zwetschkenmaische nicht gärt: Antwort, Hefe rein. Ich bin ein Abfindunsbrenner darf ich mit Zucher arbeiten!? Wie lange muss ich warten nach der gärung zum brennen?
S walter, oberösterreich
29.Nov.2006 17:52:34
Anscheinend gehört unser Buch noch nicht zu Ihrer Lektüre. Eine genaue Beschreibung über die Handhabung des Vinometers finden Sie im Buch bzw. haben Sie per e-Mail bekommen. Was Sie machen sollen, wenn die Zwetschke nicht gärt, kann man ohne weitere Beschreibung wohl kaum sinnvoll beantworten. Wir haben Ihnen sicher ausführlicher geantwortet als: "Hefe rein".
Als Abfindungsbrenner sollte Ihnen eigentlich bekannt sein, dass es für diese Art von Brennrecht strengstens verboten ist der Maische alkoholbildende Substanzen, sprich Zucker, zuzugeben (steht ja auch alles im Buch). Wie lange Sie warten sollen steht da ebenfalls drin...
Eintrag Nr. 2714
Moin Herr Schmickl,
Welchen Durchmesser und welche Länge muss das Steigrohr haben bei einem Kessel von 25 Liter. Bei meiner Destille hat das Steigrohr 22 mm Durchmesser.
Mit freundlichen Grüßen
FattyFinn
FattyFinn, niedersachsen
29.Nov.2006 17:49:48
Im Sinne des Geschmacks am besten gar kein Steigrohr bzw. so kurz wie möglich. Durchmesser von 22 mm für 25 Liter sind OK.
Eintrag Nr. 2713
Guten Abend an das Forum!
Ein Fachfrage bitte: Kann man reife (!) Walnüsse auch noch zur Schnappserzeugung verwenden, z.B.: a) zermahlen und dann als Maische verwenden und dann brennen? oder b) die reifen Nüsse mit Trinkalkohol ansetzten?
Hab im guten Buch von Dr. Schmickl leider nur Hinweis auf unreife Nüsse Rezept entdeckt. Wer kann hier bitte weiterhelfen, wie man aus reifen Walnüssen noch einen feinen Nußschnaps machen kann. Ansonsten, das Buch Schnapsbrennen ist sehr empfehlenswert und verständlich. Danke!
RoWe, Wien
29.Nov.2006 17:01:32
a) ja, funktioniert, Sie sollten jedoch besonders viel Verflüssiger verwenden und auf jeden Fall den pH korrigieren
b) prinzipiell ja, geschmacklich jedoch leider eher matt, besser wäre es, die grünen, noch unreifen Nüssen anzusetzen
Rezept für reife Walnüsse im Buch: Stimmt nicht, siehe Seite 94 (Kapitel 5, "Rezepte für Maischen"), beim Punkt "Nuss" gibt es ein ausführliches Maischerezept für reife Nüsse.
Danke!
Eintrag Nr. 2712
Hallo,
ich hätte mehrere Fragen:
1. Was muss man machen damit kein Methanol beim brennen entsteht bzw. wie kann man es vom ethanol trennen?
2. Ist es egal wenn man Kupferrohre benutzt? Weil eine Dachrinne aus Kupfer verfärbt sich ja auch und wenn kupfer mit wasser sauerstoff uns so zusammenkommt kann grünspan enstehen?
Schon mal danke im Vorraus !
Mfg Alex
Alexander, BW
29.Nov.2006 14:16:47
ad 1) Eine sehr detaillierte und für Laien leicht verständliche Anleitung finden Sie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
ad 2) Auch diesbezüglich gibt es viele Infos im Buch. Sehr entscheidend ist die Kupferqualität wie anfällig es für Grünspan ist. Hier gibt es eben solche Unterschiede wie z.B. bei Stahl.
Eintrag Nr. 2711
Fortsetzung von Nr. 2699
Das Rätseln geht weiter:
Jedesmal, wenn es nicht mehr blubbert und ich Zucker hinzufüge, schäumt es auf und die Gärung geht nach der Zuckerauflösung weiter.
Was ist da nur los???
Klaus, NRW
29.Nov.2006 09:37:18
Der Zucker wird aufgefressen, bis der Alkoholgehalt giftig für die Hefe ist und sie dadurch abstirbt. Bei welchem Alkoholgehalt das passiert hängt von der Hefeart ab.
Schäumen: das Gärgas CO2 ist in Form von Kohlensäure in der Maische gelöst. Es besteht ein metastabiler Zustand zwischen Kohlendioxid und Kohlensäure in Lösung. Sobald Sie schütteln schäumt es auch. Genau so wie bei Cola oder Limo: sobald Sie irgendetwas (egal was) darin auflösen und rühren/schütteln, schäumt's.
Fazit: alles in Ordnung.
Eintrag Nr. 2710
Hallo, ich bin seit neuem als hobybrenner tätig. Wäre daher sehr froh über ein par Infos. Wenn ich Zucker mit Backhefe vergäre kann dann Methanol entstehen?Wen ja, dann wie? Was für zucker verwenden sie (maltose,Traubenzucker?). Kann bei der vergärung von Kartoffeln auch Methanol entstehen? Wie? Ich habe leider ihr Buch nicht, daher wäre ich sehr froh über eine tolle Antwort.
Danke schon im voraus.
Kevin, Thurgau
28.Nov.2006 20:52:33
Backhefe ist für die reine Zuckervergärung ungeeignet, optimal wäre Turbohefe. Methanol entsteht bei Zuckervergärung nicht. Es wird "normaler" Kristallzucker (Saccharose) verwendet. Entscheidend für die Qualität ist jedoch nicht die Zuckerart, sondern die Hefeart. Bei Stärkevergärung aus Kartoffeln kann Methanol entstehen, als Abbauprodukt bei der Gärung. Ich würde Ihnen das Buch sehr empfehlen, da steht das alles sehr genau erklärt drin...
Eintrag Nr. 2709
Sehr geehrte Frau Malle,
sehr geehrter Herr Schmickl,
ich habe in diesem wie im letzen Jahr Traubenkirschen und Schlehen eingemaischt. Da es bei beiden Früchten sehr viel Arbeit ist diese zu entsteinen, werden die Steine mitgebrannt. Die Steine können nicht beschädigt worden sein, da ich Früchte mit der Hand zerquetsche. Der Brand schmeckt nach einem Jahr Lagerung sehr nach Mandeln (Blausäure). Meine Frage lautet: ist der Blausäurenanteil in diesen Destilaten besonders hoch, und hat Licht und Wärme während der Lagerung der Destillate Einfluß auf die Entstehung bzw. Vermehrung von Blausäure? Vielen dank für Ihre viele
Mühe mit uns Amateuren!!!
Al Blindo, NNW
27.Nov.2006 22:48:34
Die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise und der Geschmack sind vollkommen in Ordnung. Insbesondere Schlehen haben eine relativ intensive Bittermandelnote.
Wir haben einmal einen Cyanid/Blausäure-Test mit unseren Steinobstbränden und Maischen gemacht (wir achten penibel darauf, dass keine Steine zerstört werden): der Gehalt war dermaßen gering, dass kein Cyanid nachgewiesen werden konnte. So als würde man reines Wasser messen.
Eintrag Nr. 2708
Hallo,
bräuchte dringend einen Tip wie ich Honig zu einer Maische ansetzen kann, oder wie man aus Honig überhaupt einen Schnaps herstellen kann
Michael, Südlich
27.Nov.2006 22:10:57
Eine sehr detaillierte und für Laien leicht verständliche Anleitung finden Sie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
Eintrag Nr. 2707
Ist bei "FAULE EIER"-Maische noch 'was zu retten?
Brombeeren mit Zucker versüßt --> noch keine Gärung --> aber Schwefelwasserstoff
WOHER?
Klaus, NRW
27.Nov.2006 12:17:19
Kommt während der ersten Tage öfters vor, wenn die Wildhefen von den Reinzuchthefen gekillt werden. Ist also an sich ein Zeichen, dass alles in Ordnung ist und die Reinzuchthefe die "Oberhand" gewinnt. Dieser Geruch sollte aber nach 2-3 Tagen wieder verschwinden.
Eintrag Nr. 2706
Brombeerkerne + Methanol?
Über 'Brombeeren' und 'Methanol' konnte ich mich in den Foren schon ausreichend informieren. Aber in der Kombination "Brombeeren - Methanol" würde ich nicht fündig. Die Kerne von Brombeeren bringen Bitterkeit. Sind die Kerne auch 'holzig' und somit Methanolproduzenten? Der Anteil von Kernen ist enorm. Ich glaube, das ist auch allgemein interessant.
Klaus, NRW
27.Nov.2006 10:33:32
Stimmt, die Kerne erzeugen eine bittere Note im Brand. Bezüglich Methanol besteht jedoch keine Gefahr, solange Sie nicht die Brombeeren mit Hochdruck auspressen und nur den Pressrückstand verwenden.
Eintrag Nr. 2705
Ich würde gerne aus Äpfeln maische machen. Erst muss ich sie ja zerkleinern und den Saft heraus pressen. Muss ich dann bei dem gärproßess noch Hefe oder Zucker dazu geben? Wenn ja wenn ich 2 Liter maische habe? Und was für Hefe?
Florian Fassbender, RP
26.Nov.2006 21:49:16
Auspressen müssen Sie die Äpfel überhaupt nicht, sonst gibt's Geschmacksverluste, aber zu Mus zerkleinern. Zutaten: Hefe (Turbo oder Gärfix), Biogen M und Verflüssiger. Gärspund nicht vergessen! Bei Turbo kommt während des Gärverlaufes noch Zucker dazu. Die Mengenangaben und eine sehr detaillierte und für Laien leicht verständliche Anleitung finden Sie im Buch.
Eintrag Nr. 2704
Ich habe heute mal eine Frage 4,5 Liter Maische mit 14% in einer Destille aus einem Edelstahlkochtopf destilliert. Das Steigrohr 22mm Innendurchmesser ca15cm hoch. Die Spitze des Thermometers genau an der Unterkannte des Geistrohres. Bis 92° hatte ich 660ml mit 60% Anschliesend bis 95° noch 250ml Nachlauf mit 40%. Mir erscheint die Edelbranntfraktion zu hoch. Bisher hatte ich immer um die 55%.
Vielen Dank im vorraus für Ihre Antwort.
Brennermanne, Sachsen
26.Nov.2006 19:28:10
Stimmt, das liegt am Steigrohr. Sie können die Thermometeranzeige jedoch eichen: destillieren Sie solange, bis alles was bis dahin herausgekommen ist, ca. 55%vol hat (wegen dem Steigrohr ergibt sich ein höherer Alkoholgehalt, sonst wären es ca. 53%vol). Diese Temperatur merken Sie sich dann als Nachlaufbeginn.
Eintrag Nr. 2703
Ich habe eine Frage: gibt es eine alternative zu den Hefenärsalzen?
Mit freundlichen Grüssen
Vivi
Vivi, Bern
26.Nov.2006 11:25:04
Nein. Hefenährsalze sind im wesentlichen Vitamin B1 und Diammoniumphosphat. Die Mengenangaben werden vom Hersteller (aus verständlichen Gründen) geheim gehalten.
Eintrag Nr. 2702
In dem Buch Schnaps brennen als hobby steht, dass man auch normale Backhefe verwenden kann. Muss man dann auch Hefenährsalze hinzufügen?
MFG
Oli, Zürich
26.Nov.2006 11:10:41
Backhefe ist sozusagen besser als nichts, aber keinesfalls optimal. Hefennährsalze zugeben ist auch bei der Backhefe sinnvoll.
Eintrag Nr. 2701
Danke, dass Sie meine erste Frage so schnell beantwortet haben!
Ich hab auch schon die nächste:
Ist es besser für die Absinthherstellung getrockneten Wermut zu verwenden oder frischen?
Don Absinth, Steiermark
25.Nov.2006 16:23:34
Frische Kräuter sind prinzipiell immer besser.
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