SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 2900
Hallo,
ich habe mit Begeisterung Ihr Buch gelesen um mein theoretisches Wissen aus der Schulzeit über Destillation wieder aufzufrischen. Jetzt bin ich gerade dabei, mir Laborzubehör aus Glas für eine kleine Versuchsanlage zusammenzukaufen.
Meine Frage betrifft die Dampfdestillation von ätherischen Ölen. Da ich in einen Glaskolben keinen Dampfkorb einsetzen kann, wie gehe ich da am besten vor?
Dankesehr!
PotionMaster, AT
22.Jul.2007 08:43:40
Die Lösung dieses Problems ist im Buch "ätherische Öle selbst herstellen" beschrieben: geben Sie die zerkleinerten Pflanzen in ein Glasrohr welches oben und unten einen Normschliff hat und klemmen am unteren Ende ein V2A Stahlnetz hinein, damit die Pflanzen nicht aus dem Rohr herausfallen. Setzen Sie das Rohr zwischen Rundkolben und Destillationsaufsatz ein.
Eintrag Nr. 2899
Habe gerade 5 Pfund Brombeere bekommen und haette gerne ein Rezept wie ich Angesetzten aus den Brombeeren machen kann. Das ist das erste mal fuer mich, brauche also genaue Anweisungen.
Vielen Dank im voraus.
Gruss
manfred
Manfred, baden
20.Jul.2007 17:10:06
5-Liter Einmachgläser zur Hälfte mit den Brombeeren füllen, dann mit ca. 45%vol geschmacklosem Alkohol aufgießen, bis sie voll sind. Bei Zimmertemperatur ca. 2 Monate stehenlassen, dann abfiltrieren. Weitere Rezepte und viele praxisbezogene Anleitungen, auch für Maischen, finden Sie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
Eintrag Nr. 2898
hallo
ich hätte drei frage
ich habe in eine marillenmaische einen ph-senker bei gemischt (pH wert 3,2,gärdauer 9 tage) und die gährt sie sehr langsam ?
frage
1.was kann ich jetzt noch tun?
2.verliere ich an qualität und ertrag oder beides?
ich bitte um rat und bedanke mich im voraus
mfg bauer
Franz Bauer, burgenland österreich
12.Jul.2007 07:06:30
Der pH ist vollkommen richtig eingestellt, dass es sehr langsam gärt hängt vorallem von der Temperatur und dem Zuckergehalt ab. Ist aber aus geschmacklicher (qualitativer) Sicht sehr sinnvoll! Der Ertrag wird davon nicht beeinflußt, es sei denn, Sie brennen schon bevor die Gärung wirklich beendet ist.
Eintrag Nr. 2897
Wir möchten dieses Jahr zum erstenmal selbst gemachten Wein aus Weintrauben herstellen. Dazu hätte ich ein paar Fragen:
a.) ist sinnvoll nur die Maische mit Hefe anzusetzen oder besser den gepressten Saft
b.) kann ich dazu Turbohefe ohne sonstige Zusätze wie Hefenährstoff verwenden
c.) sollen wir zusätzlich Zucker zugeben.
Für eine Rückmeldung/Antwort bedanke ich mich im vorraus.
MfG RR
Rudi Ratlos, Ingolstadt
11.Jul.2007 18:21:07
ad a) gepresster Saft, wenn der Wein direkt getrunken wird, unfiltrierte Maische, wenn später gebrannt werden soll.
ad b) ja, weil Hefenährsalze in der Turbohefe bereits enthalten sind. Auf die richtige pH Einstellung (Säureschutz) nicht vergessen!
ad c) Wenn Sie Turbohefe verwenden, ja (Achtung: der Wein ist dann viel stärker als sonst!), bei anderen Hefen nicht.
Eintrag Nr. 2896
hallo!
werde in ein paar wochen die erste "damassine" (damasszener Zwetschge) ernte einholen. sind früh dran.. meine frage: wie lange kann ich die damassine-vor dem brennen-in form einer maische lagern? habt ihr wohmöglich unterlagen, literatur oder quellen zum thema damassine?
freue mich auf eure antwort
grüsse aus cerlier au lac
r.grimm
grimm roger, seeland im kanton bern, schweiz
10.Jul.2007 17:22:01
Diese sehr geschmackvolle Zwetschkenart (auch bekannt als Damascenerzwetschke, schon die Römer haben daraus Obstwein hergestellt) kann genauso eingemaischt werden wie die "normale" Hauszwetschke. Rezepte und Anleitungen zum Einmaischen siehe nebenstehendes Buch.
Die Lagerfähigkeit einer Maische ist nicht von der Frucht sondern vom Alkoholgehalt abhängig. Nur hochgradige Maischen können länger gelagert werden ohne zu verderben.
Eintrag Nr. 2895
Hallo, guten Tag Herr Dr.Schmickl!
In Ihrem Buch Schnaps brennen Seite 110 beschreiben Sie ein Rezept, für die Herstellung von geschmacklosem Alkohol. Es sollte zu dieser Herstellung Turbohefe verwendet werden. Ist dies eine spezielle Hefe? Wenn ja, wo könnte ich sie bekommen? Oder kann auch jede andere flüssige Reinzuchthefe verwendet werden?
Vielen herzlichen Dank im Voraus!!!
menge, mecklenburg-vorpommern, deutschland
08.Jul.2007 22:17:14
Ja, das ist eine spezielle Hefe. Siehe Produktliste (Menüpunkt am linken Rand dieser Seite).
Eintrag Nr. 2894
Mein Chemielehrer meinte, wenn ich die Gärung mit reinem Kristallzucker aus dem supermarkt und mit Wasser und normaler Backhefe mache, dann entsteht kein Stoff, der mit Vor, Nachlauf entfernt werden muss. Stimmt das? Ich dachte auch, dass die giftigen Alkohole nur bei Pflanzenteilenmitgärung entstehen...
L.M., Schaffhausen
07.Jul.2007 11:02:06
Prinzipiell ja. Nur würde ich nicht gerade Backhefe verwenden, sondern Reinzuchthefen, die speziell für diesen Zweck gedacht sind.
Eintrag Nr. 2893
Hallo Herr Dr. Schmickl,
Sie schreiben in Ihrem Buch, dass man aus dem Nachlauf durchaus Geiste herstellen kann.
Meine Frage ist nun, ob man den Geist direkt aus dem Nachlauf destilieren kann (gereinigt mit Aktivkohle) oder ob der Nachlauf erst destilliert werden muss.
Gibt es hier qualitative Unterschiede?
Vielen Dank und Gruß
Friedi
Friedi, Franken
07.Jul.2007 10:09:12
Das hängt ganz von Ihren Anforderungen ab. So genügt es z.B. bei Kräuter- oder Gewürzgeisten im allgemeinen, wenn Sie den Nachlauf, mit A-Kohle gereinigt, direkt verwenden. Bei dezenten Geschmäckern ist ein Unterschied jedoch bemerkbar. Daher ist es am sinnvollsten, wenn Sie beide Methoden einfach selbst ausprobieren.
Eintrag Nr. 2892
Hallo Herr Schmickl,
da sich ja Methanol, falls er in der Maische vor dem Brennen vorhanden ist, über alle 3 Fraktionen (Vor- Mittel- und Nachlauf) verteilt und sich, wie ich gelesen habe, im Nachlauf sogar anreichert, kann das eigentlich nur heißen, das dass Gemisch Wasser/Methanol/Ethanol ein Azeotrop ist. Wissen Sie vielleicht die Zusammensetzung und den Siedepunkt dieses Gemisches?
Bedanke mich schon mal herzlich für die Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Halmich
Wolfgang Halmich, Oberfranken
05.Jul.2007 18:46:30
Stimmt nicht ganz, da bei einem azeotropen Gemisch die Dampf- und Flüssigkeitszusammensetzung exakt gleich sind. Das würde bedeuten, dass im Destillat das Verhältnis Wasser/Methanol/Ethanol dasselbe ist wie im Kessel. Das ist jedoch nicht der Fall. Während der Destillation ändert sich dieses Verhältnis laufend, sonst wäre Schnapsbrennen nicht möglich. Somit: zwar ändert sich der Methanol- und Ethanolgehalt, aber trotzdem sind immer beide im Destillat enthalten.
Eintrag Nr. 2891
Hallo Herr Schmickl,
ich habe Kirschmaische von 2006 jetzt gebrannt. Das Destillat war ganz leicht etwas trüb (neblig?), die Kühlung ist aus Kupferrohr und wurde vorher mit Zitronensäure und viel Wasser gesäubert. Kann die Trübung trotzdem vom Kupfer kommen oder welche Erklärung gibt es?? Zum anderen beantworten Sie im Eintrag 2870, dass es einen Geschmacksunterschied zwischen Geist und Brand aus Maische gibt. Können Sie mir erklären, bei welchem Verfahren mehr Aroma zu erwarten ist?? Ansonsten kann ich nur ein Lob aussprechen, man lernt dank Ihnen immer mehr dazu.
Viele Grüße
kalle4
kalle4, d
04.Jul.2007 12:50:42
Diese Art von Trübung ist bei Steinobstbränden durchaus normal, hat nichts mit der Kupferkühlung zu tun. Sie zeigen, dass der Aromaübertrag sehr hoch war, sind also nichts negatives. Da es jedoch nicht üblich ist trübe Obstbrände anzubieten, werden im Fachhandel auch sehr feine Filter speziell für Spirituosen (z.B. die Faltenfilter, siehe Produktliste) angeboten.
Danke, wir bemühen uns!
Eintrag Nr. 2890
Grüezi,
ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann. Aus dem Urlaub habe ich einen serbischen Selbstgebrannten mitgebracht, der nach meinem Dafürhalten mindestens 55 % Vol Alkohol hat. Auf Nachfrage bei meinen serbischen Freunden, wurde mir gesagt, der hat "23 Grad", wieviel Alkohol weiß keiner!?
Gibt es dafür eine Umrechung? Ich weiß auch nicht, worauf sich die 23 Grad beziehen sollen?
Besten Dank im Voraus,
Seven
Seven, Schweiz
04.Jul.2007 09:41:43
Die Einheit %vol wird bei Weinen manchmal auch als Grad bezeichnet. Dass es eine Einheit Grad geben soll, die in etwa die Hälfte von %vol angibt, ist mir jedoch nicht bekannt. Die angloamerikanische Einheit "Proof" ist in etwa das doppelte von %vol.
Eintrag Nr. 2889
Möchte gerne aus einem angesetzten Himbeergeist (Grundlage ist ein Roggenbrand) einen Himbeerbrand herstellen. Wie geht das?
Johann Gaisberger, OÖ
04.Jul.2007 09:22:48
Das geht nicht. Ein Brand stammt immer aus einer Maische, sonst darf man das Destillat nicht Brand nennen. Wenn Sie die angesetzten Himbeeren destillieren, ergibt das einen Himbeergeist.
Eintrag Nr. 2888
Meine Frage,
habe im Garten eine grosse Zirbische Fichte, die ist jetzt voll mit schönen blauen Zapfen. Kann ich mit diesen Zapfen auch den guten Zirbenschnaps herstellen oder geht das nur mit den Zapfen die man in höheren Lagen findet oder kann man nur mit gewissen Sorten den Schnaps herstellen.
Bin um alle Antworten dankbar, Gruss D.F
D.Frey, Schweiz Mittelland
03.Jul.2007 19:01:30
Nein, das ist nicht dasselbe, der Zirbengeist wird aus der Zirbelkiefer, welche in der selben Höhenlage wie Latschen wächst hergestellt.
Eintrag Nr. 2887
hallo zs,
hab gerade hier auf einem bild gesehn wie einer eine selbstgebaute destille auf einen runden holz ofen gebaut hat... jetzt stellt ich mir die frage: kann man mit dem holz ofen so gut die temperatur regeln das genau 80°C konstant bleiben?
weil der ofen wird ja in der regel viel wärmer als 80°C
danke schon mal für eure antworten.. =)
Schnapssammler, NRW
02.Jul.2007 16:29:15
Wie im Buch sehr detailliert und für Laien leicht verständlich beschrieben, kann die Dampftemperatur nicht irgendwo "gehalten" werden. Dies ist genau so Unsinn wie der Versuch Wasser auf beispielsweise 80°C zu erhitzen und darauf zu warten bis es kocht. Fazit: der Kesselinhalt soll langsam köcheln, keinesfalls zu stark kochen, dies zu erreichen gelingt mit einiger Übung auch mit einem Holzofen.
Eintrag Nr. 2886
Hallo ich wollte Fragen wenn ich jetzt sagen wir einen Weiß Wein Destilliere und einen Brand Erhalte enthält dieser dann Irgendwelche Gift Stoffe wenn ja wie Filter ich diese Heraus ich Hoffe ihr Könnt mir Helfen
MfG

Ich bin Legastheniker und Bitte Um Verständnis
Hidetomo, Thüringen
01.Jul.2007 17:29:50
Es entsteht schwefelige Säure, weil jeder Wein geschwefelt wurde. Diese ist erkennbar am beißend scharfem Geruch des Destillates. Lässt sich allerdings sehr einfach austreiben: mit einem elektr. Mixer solange schäumend mixen, bis der Geruch verschwunden ist. Andere Gifte entstehen beim Destillieren von Weißwein, der für den Handel zugelassen wurde, nicht.
Eintrag Nr. 2885
Hallo Herr Schmickl
Ich habe Apfelmaische angesetzt. Dies ist nun ca 6 Wochen her. Der Gärvogang scheint abgeschlossen da es schon seit längerem nicht mehr blubbert. Dennoch hat sich der Fruchtkuchen nicht gesetzt.
Was muss ich nun unternehmen ?
Guddy, Schweiz
29.Jun.2007 11:45:31
Lassen Sie die Maische noch ein paar Wochen stehen.
Eintrag Nr. 2884
Kann ich Malzbier auch brennen?
sa, oö
27.Jun.2007 21:34:53
Alles was Alkohol enthält kann auch gebrannt werden.
Eintrag Nr. 2883
Grüß Gott Herr Schmickl.
Ich möchte am freitag meine erste Maische mit Sherryhefe ansetzen. Ich habe mir daher auch schon ihr Buch zugelegt. Ich möchte eine Maische aus Jostabeeren (Kreuzung aus Johannisbeeren und Stachelbeeren). Ich möchte nun gerne wissen welchen Alkoholgehalt man bei dieser Frucht ungezuckert erwarten kann? Außerdem habe ich Probleme mit der Dosierung der Hefe. Es ist auf der Verpackung nur für Weinherstellung beschrieben. Es ist eine flüssige Reinzuchthefe für 50l Ansatz. Ich werde ca 10 l Maische haben. Brauche ich dann 1/5 der Hefemenge? Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Gruß Christian
Christian, Bayern
27.Jun.2007 19:21:36
Der Alkoholgehalt wird maximal 3% betragen. Bezüglich der Dosierung beim Hersteller bzw. Verkäufer nachfragen. Normalerweise brauchen Sie nur 1/5.
Eintrag Nr. 2882
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe 2 Mirabellenbäume, deren Früchte mit einem Abstand von ca. 3 - 4 Wochen reif werden. Ich möchte die Früchte unter Einsatz von Sherry-oder Turbohefe einmaischen (Vorgehensweise wie in Ihrem Buch beschrieben) und habe hierzu folgende Fragen:
1)Ist das Hinzufügen der "späteren" Früchte in den Behälter mit den bereits gärenden bzw. weitestgehend vergorenen Früchten problematisch ?Beginnt der Gärprozess für die "frühen" Früchte erneut?
2)Generell (auch bei Maischen ohne Hefezusatz) zum Nachfüllen: Ist es besser, auf einmal das gesamte Obst einzumaischen (und eventuell abh. von der Reife vor dem Einmaischen zwischenzulagern), oder kann man genausogut während der Gärung nachfüllen und damit den Gärprozess verlängern ?
Vielen Dank im voraus für Ihre Antworten.
Beste Grüße
R. Wassermann
Rolf Wassermann, Unterfranken, Deutschland
27.Jun.2007 13:18:14
ad 1: solange es noch deutlich gärt, können Sie frische Früchte zugeben.
ad 2: man kann das Obst auch nach und nach zugeben (solange es im Fass noch gärt)
Eintrag Nr. 2881
Servus zusammen!
Habe soeben von meiner Douglasie die "schönsten" Zapfen geerntet. Ca. 8 Kg. Grün, saftig und ganz frisch. Die trägt eigentlich nur alle paar Jahre Früchte. Möchte die in Schnaps ansetzen.
FRAGE:
Was ist hier am besten zu empfehlen ?
Kann man das so einfach Was ist zu beachten.
Vielen Dank für einen Tipp
Wolfgang
WE, ö
26.Jun.2007 20:12:23
Die Zapfen in gechmacksneutralen Alkohol (ca. 50%vol) ansetzen. Rezepte siehe Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
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