SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 2960
Hab ne Frage wegen Destillation von Pflaumenwein! Warum ist es wichtig Methanol zu entfernen, wenn man das Produkt trinken will?
Riemen, Bayern
13.Sep.2007 17:24:32
Weil Methanol giftig ist. Wenn der Wein tatsächlich Methanol enthält, ist dieser somit auch nicht genießbar.
Eintrag Nr. 2959
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich habe vor 3 Wochen ca. 15 Liter Maische aus Pflaumen hergestellt. Genau nach Anleitung des Buches "Schnaps brennen als Hobby". Im Gärfass mit Gärspund, mit Turbohefe, mit Verflüssiger, PH-Wert 3,5 - Temp. ca. 18-19 °C, sauber gearbeitet, Kerne unversehrt hinzugegeben, ect.
Nach ein paar Tagen fing es auch an zu gären, erst langsam, dann blubberte es richtig los. Ein paar Tage später hörte das Ganze plötzlich auf. Kein Blubbern mehr. Ich habe dann ca. 700g Zucker zugegeben, aber ohne Wirkung. Seit ca. 5 Tagen ist absolute Stille. Der pH-Wert und die Temperatur stimmen. Die Maische schmeckt etwas bitter. Woran kann das liegen? Ist der Versuch gescheitert? Kann man noch etwas retten?
Jochen Trommer, Nordrhein-Westfalen
13.Sep.2007 15:36:45
Wenn Sie Turbohefe verwenden und es beginnt erst nach ein PAAR Tagen zu gären, ist mit Sicherheit nicht die zugegebene Hefe dafür verantwortlich. Bei Turbohefe sollte spätestens am nächsten Tag eine sehr heftige Gärung zu bemerken sein. Folgedessen handelt es sich um eine Wildgärung. Diese hört nach ein paar Tagen auf, weil die Hefen bereits bei einem relativ geringen Alkoholgehalt absterben.
Jetzt können Sie leider nichts mehr retten, beim Brennen sehr genau auf die Vorlaufabtrennung achten, damit der Schnaps zumindest genießbar wird.
Eintrag Nr. 2958
Hallo Hr. Dr. Schmickl,
Habe auch mal eine Frage. Habe Pflaumen mit ein Entsafter Entsaftet nun hab ich ausersehen drei Steine mit durchgejagt. Auf 25 Liter. Sie sind also nicht nur durchgebrochen sonder Schön klein zermalmt worden und mit in die Maische gelangt. Muss ich die nun wegen der Entstehung der Blausäure Wegschmeißen?
Danke im Voraus
Mit freundlichen Grüßen Frank
Frank, BRANDENBURG
12.Sep.2007 12:52:43
Nein, dafür ist diese Menge zu gering.
Eintrag Nr. 2957
Hallo zusammen
Wir haben eine Holundermaische ca. 50 lit angesetzt, hatten nach der Vergärung vor die Maische abzuseien und den Holundertrester zu Brennen dies haben wir auch gemacht 65 %.
Den restlichen (Saft) also Wein wollten wir weiter zu Wein verarbeiten.
Nun die Frage: Es geht um das Mittel was im Holunder zu Übelkeit und Durchfall führen kann. Die Maische wurde nicht erhitzt, sollen wir den Wein 20 min. auf 80° erhitzen um das Gift abzubauen?
Erfurt, Jürgen, Thüringen
11.Sep.2007 16:37:42
Ja, würde ich machen, obwohl die Gärung diese Substanz angeblich auch abbaut. Allerdings nur kurz aufkochen, sonst würde zuviel Alkohol verdampfen.
Eintrag Nr. 2956
Ich habe eine paar Stöcke Isabellatrauben und ich möchte gerne einen Likör oder so machen. Zum brennen sind es zu wenig. Ich mag aber keine süßen Liköre, was kann ich daraus machen.
traxl diana, tirol/grins
11.Sep.2007 10:09:37
Geist ist auch eine sehr geschmackvolle Alternative: Dazu je 1,5 Liter Alkohol im Kessel ca. 200 g Trauben in den Aromakorb geben. Vorher ein wenig anquetschen.
Eintrag Nr. 2955
sehr geehrte frau dr.malle, sehr geehrter herr dr.schmickl
ich habe ein problem bei der vergärung von apfelmaische. wie in ihrem buch beschrieben, habe ich wiefolgt die maische zubereitet:
19 l fruchtbrei
4 l wasser (weniger als 1/3, wegen dem geschmack)
1,5 ml verflüssiger
70 ml biogen-m
30 g turbo
2070 g zucker (1/3 der gesamtzuckermenge von 6210g)
nachdem am folgetag die gärung noch nicht begonnen hat und die maische sehr dickflüssig ist habe ich noch einen liter lauwarmes wasser und etwas turbo-hefe zugegeben.
wieder ein tag später das selber keine gärung, kein schäumen beim rühren, etc.
kann das problem an der hefe liegen ? (frisch geöffnet, ablaufdatum 11.07)
für ihre hilfe wäre ich ihnen sehr dankbar, da es sich um sehr gute gravensteiner-äpfel handelt.
mit freundlichen grüssen
marx
marx, wien
10.Sep.2007 19:48:49
Wenn die Packung frisch geöffnet wurde, ist dies höchstwahrscheinlich nicht der Grund. Ansonsten kann ich mir nur vorstellen, dass es an der Temperatur liegt, denn "lauwarm" ist für Hefen meist zu heiß. Am besten die Maischetemperatur vor der Zugabe messen (vor der Messung gut umrühren!), diese muss auf jeden Fall unter 25°C liegen, sonst sterben die Hefen ab.
Eintrag Nr. 2954
Hallo Herr Schmickl,
Ich hatte im Jahre 2004 einen Weichselbrand hergestellt (Eintrag 1487), welcher ausgezeichnet geworden ist. Die ca. 2 Liter Schnaps füllte ich in eine Flasche mit "Schnappbügelverschluss und Gummidichtung" und stellte sie in den Keller. Als ich vor ca. 2 Monaten wieder einmal den Brand probierte, musste ich leider feststellen, dass der "Geschmack" im Mund etwas merkwürdig war. Das Aroma bzw der Weichselgeschmack, welcher vor ca. einem halben Jahr noch vorhanden war, ist leider verschwunden. Wenn man am Brand riecht, dann kann das Weichselaroma hingegen noch sehr gut wahrgenommen werden.
Fragen:
1. Kann die Gummidichtung, welche mittlerweile ganz spröde ist, Schuld daran sein?
2. Haben Sie eine Erklärung dafür und was kann ich machen, dass das gute Aroma im Mund wiederkehrt?
3. Wie soll ich den Brand in Zukunft lagern?
4. Wie sollte der Schnaps generell nach dem Brennen gelagert werden. Ich habe dieses Jahr wieder einen Weichselbrand hergestellt und diesen gleich in kleine Flaschen (0.3Liter) mit Korken gefüllt. Die Korken habe ich so gewählt, dass diese ziemlich fest in der Flaschenöffnung sitzen. Ist das so ok?
Für die Beantwortung vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Grebenz
A-6800 Feldkich
Grebenz Thomas, Österreich/Vorarlberg
09.Sep.2007 20:28:27
ad 1) Ja. Spröde, alte Gummidichtungen lösen sich im Alkohol auf, geben Geschmack und Farbe ab. Auch, wenn die Dichtung nur mit dem Alkoholdunst in Berührung kommt. Probieren Sie's einfach aus: einen Teil der Dichtung in Alkohol mit zumindest 40%vol einlegen (es genügt ca. eine Schnapsglasmenge) und ein paar Wochen warten.
ad 2) Jetzt leider nichts mehr.
ad 3 und 4) So wie Sie's bereits beschrieben haben, ist es optimal: Mehrere kleine Flaschen, mit Korken verschlossen.
Eintrag Nr. 2953
Hallo zusammen,
weiss jemand, was ich aufs Etikett von Schnaps bzw. Likör schreiben muss wenn ich diesen verkaufe?
Wo finde ich die gesetzlichen Bestimmungen?
Vielen Dank
Grüßli

Gesa
Gesa, Baden
07.Sep.2007 12:52:45
Am allerwichtigsten ist der Alkoholgehalt in %vol. Die Angabe muss i.d.R. 0,1% genau sein. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich am besten an das für Sie zuständige Zollamt, Abt. Alkoholverwaltung.
Eintrag Nr. 2952
Hallo und guten Tag !
Seit geraumer Zeit schlummert in mir der Gedanke Whisky selber herzustellen.
Ich habe aber nicht die Räumlichen möglichkeiten um Gerste zu darren und zu malzen. Nun zu meiner Frage. Kann ich -CARO Landkaffee- der aus Gerstenmalz, Weizenmalz und Zichorie besteht vergähren?
Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?
Was halten Sie von Selbst Bierbraukonzentraten, sind diese eine Alternative ?
Holger Friedrich, Sachsen / Dresden
06.Sep.2007 15:21:50
Warum nicht? Dies gelingt im kleinen Rahmen bereits mit einem ganz gewöhnlichen Backrohr. Viele sehr gute Anleitungen diesbezüglich finden Sie in den Rezepten und der Diskussion. CARO zu verarbeiten ist sicher auch eine Möglichkeit, ein kurzer Erfahrungsbericht würde sicher viele Leser interessieren. Ja, Bierbraukits sind auch eine sinnvolle Alternative.
Eintrag Nr. 2951
Hallo,Drs. Schmickl,
ich musste mir wegen der Verwendung eines neuen Thermometers die Gradzahlen für den Vorlauf- und Nachlaufbeginn neu auf dieses Thermometer bezogen ermitteln. Hierbei nehme ich pro Grad Temperatursteigung 1 neues Glas zum Auffangen des Destillats und messe den Alkoholgehalt.
Beim Brennen von mit Aktivkohle gereinigten Nachlaufs ergab sich ein Nachlaufgeschmack bei ca. 33% Alc. Beim Brennen einer einjährigen Apfelmaische ergab sich ein Milchigwerden und dort auch eine Geschmacksänderung bei 44% Alc.
Daher meine Fragen an Sie:
Welches Merkmal ist für die Bestimmung des Nachlaufs aus Ihrer Praxis empfehlenswert: Geschmack, Trübung, Temperatur entsprechend dem momentalen Alcoholgehalt?
Mit welchem momentalen Alcoholgehalt des Destillats rechnen Sie bei der von Ihnen angegebenen Grenzen von 91° bzw. 93-94° ?
Vielen Dank Würb, Norddeutschland
Würb, Norddeutschland
05.Sep.2007 12:35:53
Trübungen treten bei Obstmaischen relativ häufig auf, sind also nicht zwingend ein Zeichen für den Nachlaufbeginn. Bei hochgradigen Maischen und Pot-stills sollte der Alkoholgehalt des gesamten Edelbrandes ca. 55-57%vol betragen. Den Nachlauf nur auf Grund des Geschmacks zu bestimmen ist in der Regel nicht einfach, weil gegen Ende des Edelbrandes die unauffälligen "dumpfen" Geschmacksstoffe übertragen werden, die für sich alleine genommen nicht grandios schmecken, sie sind jedoch trotzdem für das Gesamtbukett des Brandes sehr wichtig. Wenn sie fehlen ist der Geschmack eher "flach" außerdem entsteht dann oft eine ungewollte Schärfe.
Eintrag Nr. 2950
hallo!!
Und zwar hab vor zwei wochen Wasser-Zucker Maische angesetzt. Hab dafür Turbohefe von euch benutzt, die schon 1 Jahr abgelaufen war. Aber sie gärt trotzdem wie normale Turbo Hefe. Wie lange kann ich denn Hefe nach ablaufes des MHD noch benutzen???
Muss ich nicht ein bisschen Mehl in die Zucker-Wasser Maische reinstreuen (Trübstoffe), damit die Hefepilze Fläche zum wachsen haben ????
Francesco Cota, Deutschland BW
04.Sep.2007 23:38:24
Wenn die Gärung bereits nach wenigen Stunden bis maximal am nächsten Tag gestartet ist, war alles in Ordnung, trotz Ablaufdatum. Wie lange Turbo nach Ablauf haltbar ist, ist mir nicht bekannt. Nein, Mehl ist nicht notwendig, da die Turbohefe speziell dafür gedacht ist, reine Zucker-Wasser-Lösungen zu vergären.
Eintrag Nr. 2949
hallo herr dr. schmickl, wie kann man feststellen, ob die zugegebene hefe die gärung ausgelöst hat, oder doch eventuell eine wildgärung stattfindet ? meine turbohefe war schon einige zeit abgelaufen und eventuell falsch gelagert. die gärung begann unüblicherweise erst nach 4 tagen (ca. 18 grad).
bernd, bremen
04.Sep.2007 22:23:41
In diesem Fall waren andere Hefen als die Turbohefe dafür verantwortlich. Turbohefe beginnt nach maximal 12 Stunden zu gären (meistens innerhalb von 4-5 Stunden).
Eintrag Nr. 2948
Hallo Herr Dr. Schmickl,
lässt sich in der vergorenen Maische noch die Beigabe von Kristallzucker=Saccharose(?) nachweisen?
Falls ja, lässt sich diese Nachweismöglichkeit dadurch umgehen, dass bspw. statt des Kristallzuckers Fructose zur Alkoholsteigerung beigegeben wird? Sie dürfte dem in natürlichen Früchten enthaltenen Fruchtzucker am nächsten sein?
Danke für Ihre Antwort.
Gruß,
Horst Kurt
Horst Kurt Müller, Bay. Oberland
04.Sep.2007 21:37:03
Ja, läßt sich nachweisen, weil Zucker nie vollkommen restlos aufgebraucht wird (dasselbe gilt für Fruchtzucker). Allerdings bringt es auch nichts Fructose zu verwenden, weil dann der Alkoholgehalt der Maische (viel) höher ist, als vom natürlichen Fruchtzuckergehalt der Früchte möglich wäre.
Eintrag Nr. 2947
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl!
ist es sinnvoll die beim Nußangesetzten anfallenden alkoholgetränkten Reste zwecks Alkoholrückgewinnung zu destillieren ?
zauberlehrling, stixneusiedl, Nö
04.Sep.2007 09:45:55
Ja, das macht durchaus Sinn. Oder, wenn Sie den Angesetzten destillieren (um einen klaren Nußschnaps zu erhalten), die Nüsse in den Aromakorb geben.
Eintrag Nr. 2946
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl
seit geraumer zeit studiere ich ihr buch das ich von einem Freund, bei seinem letzten besuch geschenkt bekommen habe.
Nun habe ich mir eine kleine Anlage bebaut, Kessel aus Edelstahl und der Rest ist alles Copper, alles mit Silberlot (weich) das mir ein befreundeter plumber empfohlen hat, da es kein Blei enthält und Silber-hartlot sehr sehr teuer ist. (Wäre das in ihren Augen ein Problehm?).
Die erste Reinigung mit Zitronensäure ist auch kein Problem, einen test mit wein könnte ich auch durchführen ist aber nicht billig da es hier keinen billig-wein gibt hier ist jeder alcohol teuer.
nun zu meiner frage; ich habe noch Schwefel Pulver, kann ich das nicht in Wasser auflösen (1g auf 10L Wasser) und den ersten durchlauf damit machen??
und wie ist es wenn ich meine Anlage gleich in einem Wasserbad lagere und nicht trockne es bildet sich ja auch kein Grünspan in meiner Wasserleitung die wir im Haus haben.
auf eine Antwort würde ich mich freuen.
Gruß aus Ca
Cool Dad, Canada
02.Sep.2007 04:08:33
Nein, gegen das verwendete Lot spricht nichts. Statt Wein können Sie zum Reinigen auch Essig destillieren. Sie müssen die Anlage nicht in Wasser lagern um Grünspan zu verhindern, es genügt wenn diese trocken und unverschlossen aufgestellt wird, sodass überall Luft dazu kann und keine Restfeuchtigkeit eingeschlossen ist.
Eintrag Nr. 2945
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
habe mehr oder weniger erfolgreich versucht, eine Wasser-Zucker-Maische zu brennen.
Dabei trat folgendes Problem (Phänomen?) auf:
Beim Brennen - jeweils 3l Maische, im Aromakorb ca. 300g frische Birnen in Scheiben geschnitten. Ergebnis: 1. Versuch 645ml zu 65%, 2. Versuch ähnlich.
3. Versuch: 600ml zu 60%!!!
Was habe ich beim 3. Versuch falsch gemacht??
Ist es möglich, dass ich eventuell zu schnell gebrannt habe- nicht die nötige Geduld hatte?? Oder haben Sie eine vernünftige Erklärung aus der Ferne für diese doch relativ große Abweichung von den ersten beiden Versuchen??
MfG
Roland
Roland aus dem Norden, Norddeutschland
01.Sep.2007 17:31:47
Ja, das ist durchaus denkbar. Eine weitere Erklärung wäre, dass beim letzten Versuch eventuell mehr Birnen verwendet oder diese besser zerkleinert wurden, wodurch mehr Fruchtwasser in die Maische gelangt ist, wodurch sich der Alkoholgehalt im Kessel verringert hat.
Eintrag Nr. 2944
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl
ich habe mir bei Ihnen ein Meßset zur Bestimmung des Alkoholgehaltes gekauft. Nach dem Studium der Gebrauchsanleitung an einem selbst angesetzten mit Johannisbeeren 32Vol% ausprobiert, mit dem Effekt, dass das Aräometer 0Vol% anzeigt. Die Wirkung bei Testpersonen zeigt hier aber andere Ergebnisse. Bei einer Vergleichsmessung mit käuflich erworbenen Kornschnaps zeigt das Gerät +-0,5Vol% den Wert an, der auf dem Etikett abgeduckt ist (Funktionsprobe bestanden).
Kann es sein, dass durch die Farbstoffeinlagerung (tiefrot der Johannisbeeren) die Dichte in Richtung 1,0 kg/l geht?
mit freundlichen Grüßen
da Bäda
Bäda, BY
31.Aug.2007 10:47:15
Ihre Vermutung ist schon richtig, bei einem Angesetzten werden alle möglichen Substanzen aus den Früchten herausgelöst. Aber dies sind nicht nur Farbstoffe (sind für die Dichte nicht relevant), sondern auch andere Substanzen wie z.B. Geschmacksstoffe (sonst wäre ein Angesetzter geschmacklos) oder (Frucht)zucker. Insbesondere der Zucker verändert die Dichte (und damit das Messergebnis) sehr stark.
Eintrag Nr. 2943
Frage zur Positionierung des Aromakorbs:
Wenn der Kessel (70 Liter, 45 cm hoch) mit Maische befüllt wird, in welcher Höhe, vom Kesselboden aus gemessen, soll dann der Aromakorb sitzen?
Besten Dank für eine schnelle Antwort!
rk
Beulerich, Süddeutschland
30.Aug.2007 13:20:37
Wenn Sie frische (oder gefrorene) Früchte/Kräuter zugeben möchten, dann oberhalb der Maischeoberfläche, also im Dampfraum. Wenn Sie ihn als Anbrennschutz verwenden möchten, dann ca. 3 - 5 cm oberhalb des Kesselbodens.
Eintrag Nr. 2942
Ich habe Zucker mit Turbohefe gären lassen. Nach Ende der Gärung habe ich die Hefe 2 Tage absitzen lassen und nun angefangen zu destillieren.
Was ich nun feststelle ist, dass das Destillat ziemlich stinkt, nachdem auch schon das Gärgut einen gewissen Geruch nach Lösungsmittel hatte.
Wenn man den pH-Wert des destillierten Alkohols prüft, hat er 8,5. Ich meine der müsste doch neutral sein. Nach Zugabe von etwas Kaliumhydroxid und dest. Wasser zum Destillar riecht es etwas nach Ammoniak.
Was kann den da passiert sein?
Edi, Deutschland
29.Aug.2007 15:43:06
Wenn schon die Maische nach Lösemittel riecht, sind leider Fehlgärungen aufgetreten und damit unerwünschte Nebenprodukte entstanden.
Wenn das Destillat bereits alkalisch ist und Sie nochmals Lauge zugeben, wird das Ganze noch schlimmer. Am besten alles wegschütten und eine neue Gärung starten. Aber diesmal so vorgehen wie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" beschrieben, sonst werden wieder Fehlgärungen auftreten.
Eintrag Nr. 2941
Guten Tag
Ich habe eine Frage betreffend dem Vorlauf. Wie kann ich feststellen, wann der Vorlauf zu Ende ist und der reine Alkohol aus dem Destillator fliest?
J., CH
29.Aug.2007 08:05:20
Am Geruch: Vorlauf riecht nach Klebstoff (UHU bzw. Pattex). Am besten das Destillat zu Beginn der Destillation nicht in ein einzelnes großes Gefäß, sondern in mehrere kleine Gläschen auffangen, und jedes Einzelne beschnuppern. Sobald der Klebstoffgeruch verschwunden ist, beginnt der Mittellauf. Um den Geruch besser zu erkennen empfiehlt es sich die Riechproben ca. 1:1 mit Wasser zu verdünnen, sonst sticht's in der Nase wegen dem hohen Alkoholgehalt. Sehr detaillierte Beschreibungen diesbezüglich und noch andere Abtrennungsmethoden finden Sie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
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