SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3020
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
bei der Herstellung von Geist ist die Aromaübertragung ja wesentlich schwächer, als beim Brennen einer Maische. Kann ich den Aromaträger im Aromakorb unter einer Rückflussdestille extrahieren, oder verkoche ich dabei das Aroma? Wenn ja, dann also nur einfach über die normale Destille destillieren?
Vielen Dank im voraus.
Mit freundlichem Gruss
Hein Schluck
Hein Schluck, Norden
22.Nov.2007 19:08:53
So schwach ist beim Geist der Übertrag auch wieder nicht, allerdings funktioniert dieses Prinzip nicht bei allen Früchten. Bei Kräutern und Gewürzen ist dieses Verfahren vollkommen ausreichend.
Wenn Sie unter einer Rückflusskolonne einen Aromakorb geben, wird das nur wenig Sinn machen, da die Kolonne oberhalb des Korbes einen Großteil der Aromastoffe ja wieder abtrennt.
Eintrag Nr. 3019
Hallo
Ich möchte 25 L süßen Apfelwein mit ca. 10 % Alkohol so aufspritten, so daß der Apfelwein 20 % hat. Ich habe hochprozentigen Alkohol -80% und mehr. Mein mathematisches Kleinhirn sagt mir, daß ich dazu die Cramersche Regel benötige, um auszurechnen, wieviel 80prozentigen Schnaps ich in den Wein kippen muß. Leider ist mir die Formel entfallen. Ich kann mir das zwar auf eine andere Art ausrechnen, die ist mir aber zu umständlich. Ich bitte um Hilfe und mathematischen Beistand.
hans vom baerbeli
baerbeli, NRW
21.Nov.2007 13:17:21
25 l (10%vol) vermischt mit 4.17 l (80%vol), ergibt 29.17 l (20%vol). Geht meiner Meinung nach nur iterativ (macht eh' der Computer), bin aber kein Mathe-Genie, lasse mich gern eines besseren belehren.
Eintrag Nr. 3018
Hallo Herr Dr. Schmickl,

Nachtrag zum Eintrag 3016:
Ich habe es getan!
Ich habe meine 18%ige Mirabellenmaische so lange destilliert, bis ich im Gesamtdestillat 54% hatte! Die Ausbeute lag bei ca. 3070 ml aus 12 l Maische. Das Thermometer zeigte (nach einigen Verstellungen in der Höhe) zum Schluß 92 Grad. Ich bot meiner Frau das unverdünnte Destillat zum Probieren an. Ihr Urteil: "So einen aromareichen Schnaps hätte sie noch nicht getrunken", und das kurz nach dem destillieren. Wie muss das Aroma nach ein paar Wochen sein? Ich ärgere mich jetzt natürlich, dass ich bei meinen anderen Destillaten zu früh aufgehört habe.
Vielen Dank noch einmal für Ihre guten Tipps!
Hobbybrenner, Deutschland
18.Nov.2007 14:42:52
Wohl bekomm's! Das freut mich natürlich! Insbesondere, da ich den Eintrag 3016 beantwortet habe, ohne diesen hier vorher gelesen zu haben. Weiterhin gutes Gelingen!
Eintrag Nr. 3017
sg hr dr schmickl !
Meine Fragen wären. Wenn ich Kriecherl brenne, ist die Qualität besser wenn sie entkernt sind? und womit entkerne ich sie am besten und leichtesten?
Mfg P kölbl
peter kölbl, nö
14.Nov.2007 13:27:36
Kriecherl (Zieberl, Zibarte, Haferschlehe) keinesfalls entkernen, aber unbedingt beim Einmaischen darauf achten, dass die Kerne nicht zerstört werden.
Eintrag Nr. 3016
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich habe eine Frage zum Alkoholgehalt in dem Gesamt-Destillat: Ich habe eine Mirabellenmaische mit 18 Vol.%, somit sollte nach Ihren Angaben im Buch das Gesamt-Destillat ca. 52 Vol.% haben. Aus 12 l Maische habe ich 2,2 l Destillat mit 65 Vol.% erhalten. Ich habe so lange destilliert, bis das Destillat fade schmeckte und trübe wurde (Nachlauf?). Das Thermometer zeigte dann ca. 92 Grad an. Wie ist es möglich, auf ca. 52% im Destillat zu kommen, ohne in den Nachlauf zu destillieren?
Vielen Dank für eine Antwort.
Hobbybrenner, Deutschland
13.Nov.2007 22:41:35
Wie bereits öfters beschrieben schmeckt Nachlauf nicht nur fad sondern eindeutig anders (unangenehm). Dass Steinobstmaischen geringfügig milchig trüb werden können ist (wie ebenfalls schon öfters beschrieben) durchaus normal, ist ein Zeichen für die Geschmacksintensität, spricht also für Ihre Maische. Fazit: Sie messen die Temperatur nicht an der richtigen Stelle oder das Thermometer zeigt etwas falsches an. Destillieren Sie ruhig bis ca. 53-55%vol, denn auch die Aromen, die im späten Mittellauf übertragen werden, sind für das Bukett vom Brand wichtig (auch wenn sie für sich genommen "fad" schmecken), sonst schmeckt der Brand "kantig", "unrund", fast scharf.
Eintrag Nr. 3015
Ein Phänomen:
Der Gärprozess ist so gut wie am Ende. Nun kommts: das Wasser im Gärspung (AUSSEN) ist niedriger als der von INNEN! -> also Gegendruck.
Wie erklärt sich das? Liegt das am Wetter-Luftdruck? Ist etwas besonderes zu beachten?
Danke für eine Erklärung.
MfG Klaus
Klaus, NRW
10.Nov.2007 20:34:13
Jedenfalls ist die Gärung mit Sicherheit beendet. Ich weiß nicht, ob das mit dem Wetter von Ihnen ernst gemeint war, aber das stimmt tatsächlich. Es ist ja kaum anzunehmen, dass es im Fass kälter geworden ist als außen, wodurch sich innen die Luft zusammenziehen könnte. Hatten Sie in letzter Zeit schlechtes Wetter und jetzt ist's wieder schön geworden?
Eintrag Nr. 3014
Hallo
ich habe eine frage ich habe eine Destille "neu" und mein Problem ist das wenn ich die Anlage benutze, bist jetzt 3 mal mit wasser benutzt um sie sauber zu machen, schmeckt das Destillat nach Metall und nun meine Frage wie bekomm ich den Metall geschmack weg???
wenn sie mir da weiter helfen könnten wäre ich ihnen sehr verbunden.
MfG
Frank Kraeh, Sachsen
08.Nov.2007 21:35:01
Destillieren Sie Essig oder geschwefelten Wein (Tetrapackwein), das sollte das Problem beheben.
Eintrag Nr. 3013
Ich würde mir gerne einen Brennkessel bauen.
Darf ich da als Material Nirostablech verwenden.
Anfänger, Oststeiermark
08.Nov.2007 16:30:04
Ja, können Sie.
Eintrag Nr. 3012
Noch eine kleine Ergänzung habe in meinem Kessel (Kochtopf) einen zweiten Kochtopf mit Löchern unten drinne als Aromakorb. könnte der hohe Alkoholgehalt vielleicht durch einen Kolonneneffekt verursacht werden ?
Pepe, Dänemark
08.Nov.2007 13:48:19
Bingo! Ohne diesen Nachtrag gelesen zu haben, konnte ich nur auf Grund Ihrer Angaben im vorigen Eintrag bereits auf so etwas ähnliches schließen.
🙂
Eintrag Nr. 3011
Sehr geehrter Doktor Schmickl,
ich habe gestern 6 Liter auf 12% verdünnten Korn gebrannt (zur Geistherstellung). Daraus habe ich ca. 0,7 l 64 %tigen Geist erhalten. Ich brenne mit einer Potstill und habe den Mittellauf von 81 - 92 Grad laufen lassen. Mein Thermometer sitzt an der höchsten Stelle der Destille die der ungekühlte Dampf erreicht bevor er ins Geistrohr geht und zeigt bei der Destillation von Wasser 98 Grad an. Ich destilliere fast auf Meereshöhe. Habe ich den Nachlauf zu früh abgetrennt oder ist diese Ausbeute normal??
PS: Habe einen 6,5 l Kessel und ein 5cm Steigrohr (Durchmesser 22mm).
Schonmal vielen Dank für ihre Hilfe.
Pepe, Dänemark
08.Nov.2007 09:47:57
Die Ausbeute ist bestens (ca. 1,1 Liter mit 64%vol wäre eine 100%'ige Ausbeute, die klarerweise nicht möglich ist), komisch ist nur der hohe Alkoholgehalt für eine potstill. Da der Temperaturbereich auch richtig ist, kann es nur noch an einem Rektifikationseffekt liegen, der den Alkoholgehalt verstärkt. Sicherlich hat Ihre Anlage einen vergleichsweise hohen Dampfdom bzw. andere Auf- bzw. Einbauten, welche dies hervorrufen.
Eintrag Nr. 3010
Hallo Herr Schmickl,
nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder. Nach einigen Experimenten mit Haselnüssen und meinem allerseits beliebten Zirbenschnaps, möchte ich diesmal 10Kg Himbeeren einmaischen. Da jedoch Himneeren wenig Zucker haben und dadurch wenig Ausbeute ergeben, würde ich die Maische mit Zucker etwas anreichern. Dazu hätte ich folgende Fragen:
1.) Hat die Zuckerzugabe Einfluss auf den Geschmack?
2.) Wieviel Zucker ist sinnvoll bei 10Kg Früchten?
3.) Wie soll vergoren werden um so wenig wie möglich Aroma über das CO² "auszublasen"
Vielen Dank schon im Voraus und schöne Grüsse aus dem Salzkammergut.
Michael
Michael Höllering, OÖ / Gmunden
05.Nov.2007 20:26:59
Dies macht eigentlich nur Sinn, wenn Sie so vorgehen wie es im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" unter dem Kapitel "hochgradige Maische" beschrieben ist, d.h. mit Turbohefe, entsprechender Gärtemperatur, Lagerdauer usw. usf.
Wenn Sie zu einer herkömmlichen Maische mit "normalen" Reinzuchthefen einfach so mal ein bisschen Zucker zugeben, wird der Brand im Ergebnis schlechter statt besser.
ad 1) Ja, der Brand wird bedeutend geschmacksintensiver und fruchttypischer.
ad 2) 3,9 kg (geht NUR mit Turbohefe, siehe Buch)
ad 3) Umgebungstemperatur 15-19°C, die Zuckerzugabe auf drei Portionen aufteilen und in wöchentlichem Abstand zugeben (auch hier: siehe Buch)
Eintrag Nr. 3009
hallo
ich habe ein kleines problem mit der verarbeitung von mispeln,
können sie mir bitte weiter helfen?
ich stelle mir das so vor:
mispeln ernten und in ein faß geben, ca 1 woche warten das die mispeln weich werden und das pektin abgebaut ist, weiters mit nährsalz und hefe zur gärung bringen und nach etwa 2 tagen pH messen wenn nötig auf 3-3,5 einstellen, dann gärungsprozess abwarten und brennen.
oder gibt es eine bessere variante?
mfg bauer
Franz Bauer, burgenland österreich
05.Nov.2007 16:49:47
Ja, siehe Eintrag Nr. 3006: Mispeln am Strauch weich werden lassen (ersten Frost abwarten), ernten, zu einem Brei verarbeiten, sofort Hefe und Verflüssiger (durchaus überdosieren ähnlich wie bei Quitten) zugeben und ansäuern. Bezüglich Hefe empfiehlt es sich einen Gärstarter zu machen.
Bei der Variante die Sie beschreiben, ist die Gefahr sehr hoch, dass wilde Hefen aktiv werden bzw. Fehlgärungen auftreten.
P.S.: siehe Buch "Schnapsbrennen als Hobby", Maischerezept "Mispeln"
Eintrag Nr. 3008
Hallo Herr Schmickl
ich habe im Wald von einer Eiche einen Ast mit nach Hause genommen, die Rinde entfernt und Spähne geschnitzt. Nachher habe ich die Spähne in einer Bratpfanne etwas geröstet bis sie leicht braun geworden sind. Bis ich Spähne brauche (ca. ind vier Monaten) lagere ich diese in einer offenen Schale.
Ich möchte die Spähne im Grappa einlegen!
1. Frage Habe ich alles richtig gemacht?
2. Warum müssen die Spähne geröstet werden?
3. Wie stark müssen sie geröstet werden??
Besten Dank für Ihre Antwort
Heiri, Bern
29.Okt.2007 12:42:28
ad 1) Soweit man das von hier aus beurteilen kann, ja.
ad 2) Dies ergibt einen süßlichen, Rum-ähnlichen Geschmack
ad 3) je mehr geröstet, desto intensiver, ist also Geschmacksache, können durchaus nahezu angekohlt sein.
Eintrag Nr. 3007
Hallo,Herr Schmickl!
Wie kann ich die Naht der Kesseldichtung kleben?
haben uns beim Kurs leider keine Notizen gemacht bzw. finden sie nicht.
Danke im Voraus, H.+Z.Gasparin
Dr.zdena Gasparin, Tirol/Ö
27.Okt.2007 19:10:37
Die aufgegangene Naht mit Aceton reinigen und dann mit einem Tropfen Sekundenkleber (Superkleber) wieder verkleben.
Eintrag Nr. 3006
Sehr geehrte Damen u. Herren,
ich möchte erstmals Mispeln einmaischen und selbst Brennen. Welche Besonderheiten muß ich bei dieser Frucht beachten.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Massing
Peter Massing, St.Wendel
24.Okt.2007 23:25:11
Ersten Frost abwarten bzw. bis die Früchte sehr weich sind. Einmaischen mit der für Quitten angegebenen Verflüssigermenge. Bei herkömmlicher Miasche (ohne Zuckerzusatz) empfiehlt es sich einen Gärstarter anzusetzen, bei der hochgradigen Variante, mit Turbohefe, ist so vorzugehen wie bei jeder anderen Obstmaische auch.
P.S.: siehe Buch "Schnapsbrennen als Hobby", Maischerezept "Mispeln"
Eintrag Nr. 3005
Guten Tag Herr Schmickl
Ich war letztes Jahr bei Ihnen im Seminar und habe auch Ihr Buch gelesen.
Letztes Jahr habe ich Williamsbirnen mit Turbohefe eingemaischt und gebrannt; das Resultat war hervorragend.
In diesem Jahr habe ich Aprikosen mit Turbohofe eingemaischt. Die Früchte waren schön reif. Die Vergärung ging problemlos. Nach der Vergärung hatte die Maische einen Alkoholgehalt von gut 20%, der Geruch und Geschmack der Maische war sehr gut.
Nach ca.2.5 Monaten nach der Vergärung habe ich die Maische (ca. 35 Liter) in den letzten Tagen gebrannt. Den gebrannten Schnaps habe ich anschliessend gefiltert und auf ca. 43% verdünnt.
Das Resultat ist aber enttäuschend. Der Schnaps hat kein Aroma. Was habe ich falsch gemacht?
Kann ich noch etwas retten?
Für Ihre Antwort besten Dank im Voraus.
Zurwerra Martin, Schweiz/Wallis
24.Okt.2007 09:07:18
Ja, dieses Problem hatten wir bei Aprikosen (Marillen) anfangs auch. Gerade bei dieser Frucht ist die Gärtemperatur sehr ausschlaggebend. Die Raumtemperatur darf bei Aprikosen während des gesamten Gärvorganges nicht mehr als 19°C (besser max. ca. 17°C) betragen, sonst führt das zu dem von Ihnen beschriebenen Problem, das Aroma wird ausgeblasen. Wir hatten anfangs 22°C, auch bei uns war das Destillat damals leider mehr oder weniger geschmacklos.
Eintrag Nr. 3004
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
sie haben ein sehr gutes Buch geschrieben und dieses Forum ist auch sehr gut.
Ich habe einige Jahre Zwetschgen eingemaischt ohne Anleitung.
Jetzt wollte ich das Maischen richtig machen, da ich ja nur Maschinenbauer bin.
Dabei habe ich 2 Bücher mir gekauft. Das eine ist Ihr Buch.
Jetzt bin ich einwenig unsicher wegen dem umrühren.
Ich habe auch alle Fragen hier gelesen: Eintrag-Nr.: 181, 479, 758, 1308 und 1505.
In dem 2. Buch von einem Prof.Dipl.-Ing.XY steht:
"Vielfach wird die Maische noch täglich aufgerührt.
Der Schaden ist hier sicher größer als der Nutzen. Während des Umrührens kommen Luft und Mikroorganismen in die Maische, und Alkohol- und Aromastoffe können entweichen.
Es ist kaum zu vermeiden, daß die Maische oberflächlich braun wird. Durch das Umrühren werden diese Stoffe wieder mit der ganzen Maische vermischt. Frische Maische kommt obenauf und kann wieder etwas verderben. Wenn man das während der ganzen Gärung so macht, ist es verständlich, daß die Maischequalität nicht besser wird. Die Hefe ist nach dem Einmaischen bereits im ganzen Faß verteilt, so daß ein Unterrühren keine Verteilung bringt. Um die Gärung besser in Schwung zu bringen, könnte man in der ersten Woche die Maische 2 bis 3mal gut durchrühren....."
Ich habe 4x120l Fässer Zwetschgen. Zuerst habe ich wie Sie beschrieben umgerührt. Aber nach dem Lesen des 2. Buches nicht mehr.
Durch den Zweifel des Umrührens habe ich jetzt ein Fass geöffnet und es schwamm noch ein brauner Kuchen oben auf. Habe umgerührt und mit Vitometer 12% gemessen (mit Reinhefe ohne Zucker)
Frage:
Wie ist der neuste Stand der Technik?
Umrühren oder nicht?
Ist die Hefe im obenschwimmender Kuchen und zersetzt den Kuchen? Da ja der Kuchen immer auf der Flüssigkeit schwimmt hat er ja Verbindung mit dem Flüssigen. Er kann auch nicht austrocknen da ja keine Luft da ist um die Flüssigkeit aufzunehmen.
Die braune Oberfläche (sicher vom Sauerstoff) ist sie wirklich schlecht und schadet es der Maische (Aroma, Geschmack...)
Entweicht beim öffnen sehr viel Alkohol?
Gibt es für das Einmaischen auch wissenschaftliche Untersuchungen so wie sie in der Chemie üblich ist?
Warum gibt es dazu verschieden Lehrmeinungen?
Ich danke Ihnen für die Zeit, die Sie für mich nehmen.
Mit freundlichen Grüßen Klaus Scherr
Klaus Scherr, Deutschland, Baden-Württemberg
23.Okt.2007 20:25:03
Wie Sie ja bereits gelesen haben, können wir (und Autoren anderer Bücher auch) uns dieser Meinung nicht anschließen. Wir schreiben aber auch nicht täglich umrühren, sondern nur 2-3 mal die Woche, einmal wöchentlich genügt jedoch auch. Weiters: umrühren solange es gärt, sobald die Gärung beendet ist, nicht mehr umrühren.
Warum wir für's Umrühren plädieren ist im Buch eingehend beschrieben. Probieren Sie doch einfach einmal beides nebeneinander aus, und vergleichen Sie dann das Ergebnis.
Eintrag Nr. 3003
Hallo,
vielen Dank für die Zusendung der Materialien. Inzwischen habe ich alles verarbeitet. Ich habe 1x 12 liter und einmal 7 liter Traubenmaische hergestellt. Dabei bin ich wie im Buch beschrieben vorgegangen: Früchte waschen, vom Stiel trennen, zerstampfen, in ein Fass gefüllt, je eineinhalb gehäuften Teelöffel Turbohefe dazu, Zucker nach berechneter Menge dazu, pH-Wert gemessen, war bei 3,0 also kein Biogen dazu. Zugeschraubt, Spund drauf, in ein Zimmer mit konstant 17,5 Grad gestellt.
Seitdem tut sich nichts, der Gärprozess beginnt nicht. Kann es sein, dass es am fehlenden Verflüssiger liegt? Die Maische war schon sehr dickflüssig. Oder sollte ich einen Gärstarter basteln? Wissen Sie einen Rat?
Vielen Dank und beste Grüße aus der Frankenmetropole!
J.G., Nürnberg
23.Okt.2007 08:22:32
Nein, am fehlenden Verflüssiger liegt's nicht, es schadet aber auch nicht, wenn Sie ihn jetzt noch zugeben. Stellen Sie die Fässer ins Warme, vielleicht ist es schlichtweg zu kalt (hatte der Fruchtbrei auch 17,5°C?). Wenn es trotzdem nach ca. 2 Tagen noch nicht gärt einen Gärstarter ansetzen (der jedoch bei ca. 22°C stehen sollte, damit es schnellst möglich zu gären beginnt). Wenn die Fässer schlußendlich einmal gären wieder zurück in den Raum mit 17,5°C.
Eintrag Nr. 3002
Hallo, ich möchte einmal nachfragen was passiert wenn ich Alkohol ozonisieren würde. Also mit einem Sprudelstein wie zB. bei Wasser. Dort gibt es ja viele positive Eigenschaften dadurch. Könnte ich zB. Geschmacksstoffe dadurch entfernen? Oder den Alkohol reinigen?
Jens F., NRW Deutschland
22.Okt.2007 07:24:05
Nein, weder noch. Sofern Sie den Alkohol noch zu sich nehmen möchten, sollten Sie das nicht machen.
Eintrag Nr. 3001
Hallo guten tag hab ihre seite hier im netz gefunden und ist sehr sehr gut Dickes lob
Aber zu meiner frage:
Bin noch recht unerfahren !!!!!

Habe 20l birnen maische auf 2 * gebrannt im abstand von ca.10 tagen, habe die früchte vorher abgepresst und ohne die früchte gebrannt.
Jeweils 10 l im brennkessel
Beim Ersten brand bekam ich ca.1,5 l mit 58%
Beim Zweiten brand bekam ich ca. 1,5 l mit 55%
je brand ca. 0,5 l Nachlauf von 45% - 30%destilliert beim nachbrand.
Je Destillationsvorgang ca 4,5 Std.
Erster brand ca.100 tropfen Vorlauf
Zweiter brand ca. 200 Tropfen
Erster brand Vorlauftest Stufe 1 Sehr gut
Zweiter Brand Vorlauftest nach 100, 150 und 200
Tropfen Jeweils Stufe 3 Ungenügend.
Woran kann es liegen das beim Zweiten brand so
viel vorlauf kommt????
Habe die restl. 10 l Maische für den 2 Brand wieder mit Gärspund verschlossen (aber vielleicht evtl ein halbes gramm Schwefel zugegeben weiss
ich leider nicht mehr genau), und beim 2 Brand habe ich im aromakorb einige zerkleinerte birnen
Aus dem Supermarkt zwecks aroma zugegeben (ohne Steine und Stiele) Wollte sehen welchen unterschied es macht mit oder ohne Aromakorb
Nun meine Fragen: LOL
Reicht ein halbes gramm Schwefel auf 10 l. maische um den Vorlauftest zu verfälschen????
Kann evtl an den gekauften birnen Pflanzenschutzmittel oder ähnliches den Vorlauftest verfälscht haben????
Sind die brennzeiten für 10 l. maische ok bzw.
die Ausbäute.??? Maische hatte ca.10-11% Alcohol
kein restzucker mehr, Vergoren mit Reinzuchthefe.
Und noch eine kleine Frage zum Schluss
Mein Dampfthermometer zeigte beim der ersten (vorher sodawasser und Spülmittel, alles Ohne Thermometer) abschliesender Reinigung nur mit
Kochendem Wasser nur 96°C an es sollten doch normal 100°C sein oder???? 500 Meter über dem meeresspiegel gibt es da evtl. einen kleinen Unterschied??? Das Thermometer ist ziemlich genau am Höchsten punkt ebenso wie das Geistrohr
welches sehr kurz ist und dann nach schräg unten abfällt.
Für die Vielen Fragen möchte ich mich entschuldigen , aber vielleicht können sie mir die eine oder andere Antwort geben
Viele Grüsse im vorraus und Herzlichen Dank
grüsse Horst
horst, oberfranken
22.Okt.2007 04:40:56
Ja, der zugegeben Schwefel ist die Ursache für den "positiven" Vorlauftest. Wenn die 4,5 Std. auch die Aufheizzeit beinhalten, ist dies durchaus OK, ansonsten doch sehr langsam. Sie können bei 10 Liter doch so brennen, dass das Destillat aus dem Kühler nicht nur schnell heraustropft, sondern herausrinnt.
100°C sind nur bei Meereshöhe, bei 500 m sind es nur noch ca. 97-98°C.
"höchster Punkt": sollte natürlich die Höhe der Unterkante Geistrohr sein und das Thermometer im Steigrohr (also vom höchsten Punkt aus gesehen Richtung Kessel) montiert sein. Sodass es tatsächlich vom heißen Dampfstrom umspült wird.
Bei 10-11%vol müssen Sie gar nicht 2 mal brennen, destillieren Sie solange, bis der gesamte Mittellauf ca. 50%vol hat. Sie werden merken, dadurch wird bedeutend weniger Aroma abgetrennt, als bei einer zweifachen Destillation.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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