SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3160
Hallo,
Schon mal Physalis/Kapstachelbeeren gebrannt?
Wollte mal fragen ob schon mal einer von Euch diese Früchte verarbeitet hat, da ich finde das sie eine sehr schönes Aroma haben und auch eine entsprechende Süße aufweisen.
Toto, Norddeutschland
08.Nov.2008 21:43:58
Laut Erfahrungsberichten die uns zugetragen wurden funktioniert Ansetzen und (hochgradig) Einmaischen hervorragend. Beides kann wie im Buch beschrieben auch gebrannt werden. Klarerweise nur Früchte ohne Hülle und Stiele verwenden. Die Kapstachelbeere (Physalis peruviana) nicht mit Lampionblume (Physalis alkekengi) verwechseln, diese ist giftig.
Eintrag Nr. 3159
Hallo zusammen!
Ich komme günstig zu einer großen Menge Bananen. Wie schauts damit rechtlich aus in Österreich? Darf ich Bananen mit meiner Abfindungsbrennerei machen? Ich habe von Bekannten gehört, dass Südfrüchte nicht erlaubt sind?
Danke für eure Antworten
Lg
Thomas
Thomas Ploner, Steiermark
08.Nov.2008 15:34:05
Stimmt, für Abfindungsbrenner ist dies verboten. Bei diesem Brennrecht darf nur heimisches Obst verwendet werden.
Eintrag Nr. 3158
hallo
kann mir jemand sagen ob ich als stoffbesitzer wildobst das ich aus heimischen staatswäldern gesammelt habe (z.b. vogelbeere, speierling) auf meinen namen bei einem abfindungsbrenner brennen darf?
Hermann Ernst, BW
01.Nov.2008 11:22:40
Ja, dürfen Sie. Als Abfindungsbrenner ist es erlaubt Obst im Wald zu finden (kein Witz, so steht's im Gesetz).
Eintrag Nr. 3157
Liebe Weingeister,
ich per sehr angetan von dieser Seite und finde hier Fachthemen ordentlich und sauber aufgearbeitet, hierfür mein Kompliment!
Ich suche zur Zeit Zubehör für eine Destille zusammen und würde aus Kostengründen für den Brennkessel eine Milchkanne nutzen. Diese ist nach einem Magnettest nicht aus Aluminium oder VA (da kleine Roststellen vorhanden) sondern wahrscheinlich aus Stahl, aussen blau lackiert, womöglich auch noch verzinkt. Ich möchte die Farbe entfernen und die ganze Kanne Sandstrahlen lassen.
1. Kann ich die "Stahl-Milch-Kanne" als Brennblase nutzen?
2. Falls die oxidierenden eigenschaften dagegen sprechen, Gibt es einen Lack, den ich innen auftragen kann?
Herzlichen Dank für die Unterstützung und einen klaren Geist
Schnpastom
Schnapstom, NRW
31.Okt.2008 11:04:02
Danke, wir bemühen uns!
ad 1) Ja, ohne Probleme.
ad 2) Dann muss der Lack beständig gegen (schwache) Säuren sein.
Eintrag Nr. 3156
Hallo,
ich habe noch recht wenig Erfahrung mit dem Einmaischen und daher 2 Fragen:
1) Wir haben letzte Woche Äpfel eingemaischt. Die Äpfel waren sauber, jedoch ist es uns nicht gelungen alle Stengel zu entfernen da diese zum Teil noch sehr fest sitzen. Oft konnte nur ein Teil des Stengels entfernt werden. Schätzungsweise konnteN ungefähr 2 Drittel der Stengel entfernt werden. Hat dies einen negativen Einfluss auf die Maische?
2) Im nächsten Jahr haben wir vor auch Zwetschgen/Pflaumen einzumaischen. Oft sind jedoch viele Früchte von Maden befallen, was beim Einmaischen nicht auf Anhieb zu erkennen ist. Sollte man trotzdem versuchen alle befallen Früchte auszusortieren oder hat dies keinen Einfluss?
Vorab vielen Dank und Gruss.
willy, Luxemburg
31.Okt.2008 08:12:02
ad 1) Nein, das ist durchaus in Ordnung. Wir entfernen die Stengel immer mit einer Kombi- oder Flachzange.
ad 2) Ja, versuchen Sie so viele befallene Früchte wie möglich zu entfernen, insbesondere bei Zwetschken ist dies wichtig, da deren Würmer verglichen mit z.B. Kirschen sehr groß sind. Sollte dies nicht vollständig gelingen: die abgestorbenen Würmer schwimmen in der Maische obenauf, können somit nach ein paar Tagen abgeschöpft werden.
Eintrag Nr. 3155
Hallo,
wir haben in einem Gärballon mit Gärrohr einen Ansatz aus 3 l selbst gewonnenem Apfelsaft (ohne Feststoffe), Reinzuchthefe und Nährsalz gemacht. Das ganz steht jetzt bei ca. 20°C und hat nach zwei Tagen fröhlich angefangen zu Blubbern. Woher wissen wir, wann die Gärung beendet ist? Ich finde immer nur Einträge, die sich auf einen Ansatz mit Maische (also MIT Feststoffen) beziehen.
Mit einem fröhlichen "Moin, Moin" aus dem hohen Norden Deutschlands
Birgit & Bernd
Birgit & Bernd, SH
26.Okt.2008 15:44:47
Solange der stechend scharfe Geruch nach Kohlensäure erkennbar ist und es beim Umrühren bzw. Schütteln schäumt, gärt es noch. Trübstoffe sind auch in diesem Fall vorhanden, nach Beendigung der Gärung setzen sich diese am Boden ab.
Eintrag Nr. 3154
Hallo Herr Schmickl,
muss der Nachlauf meiner Zuckermaische durch Aktivkohle neutralisiert werden, ich kann keine unangenehmen Gerüche feststellen.
Vielen Dank im vorraus.
wolfgang
wolfgang, Norddeutschland
25.Okt.2008 10:27:46
Ja, schon. Wenn Sie das so empfinden, haben Sie den Nachlauf zu früh abgetrennt. Nachlauf (auch bei reinen Zuckermaischen) riecht deutlich unangenehm.
Eintrag Nr. 3153
Was ist der Unterschied zwischen Feinbrand und Edelbrand?
Christian Daglinger, Österreich
24.Okt.2008 16:35:44
Feinbrand ist der zweiter Durchlauf beim doppelten Brennen. Edelbrand ist das trinkfertige Produkt.
Eintrag Nr. 3152
Hallo Herr Schmickl... eine Frage. Wenn ich Angesetzte destilliere, z.B. Walnuß, da ist ja kein Vorlauf ab zu trennen (oder?), das Destillat kommt ab die 74-75 Grad zum laufen, und nicht erst bei 80-81 Grad wie bei Maische. Ist das normal? Kann ich das Destillat zwischen 75-80 Grad verwenden oder besser weg schütten. Hat diese Strecke zwischen 75-80 Grad Auswirkung auf den Geschmack, oder sollte man wirklich nur ab ca. 80 bis ca. 90 Grad verwenden.
Grüsse von der Alm.
Almöhi, in den Bergen
18.Okt.2008 19:56:00
Stimmt, kein Vorlauf. Die Dampftemperatur muss niedriger sein als bei einer Maische, weil der Alkoholgehalt viel höher ist. Wie im Buch beschrieben: die Dampftemperatur ist abhängig vom Alkohgolgehalt, je mehr Alkohol, desto niedriger der Siedepunkt. Anscheinend haben Sie bei der Dampftemperaturmessung eine Abweichung von ca. 4-5°C, da der Siedepunkt von reinem Alkohol bei 78,5°C liegt.
Eintrag Nr. 3151
Hallo,
in Deutschland ein Brennrecht zu bekommen ist inzwischen fast unmöglich bzw. unbezahlbar. Kann ich in Österreich ein Obstgrundstück kaufen und dann ein Abfindungsbrennrecht in Österreich beantragen? Die Frage ist ob ich das als Deutscher Staatsbürger in Österreich darf?
Viele Grüße
Andreas
Andreas, Hessen
15.Okt.2008 12:53:55
Ja, als EU-Bürger geht das ohne Probleme. Allerdings weiß ich nicht, ob Ihr Wohnsitz dann auch hier gemeldet sein muss.
Eintrag Nr. 3150
hallo zusammen,
hat jemand ein gutes rezept für walnussmaische an der hand.
wie sind die erfahrungen mit walnussbrand oder ist evtl der geist besser- sicherlich einfacher oder.
bin für jeden tipp dankbar, am besten mit mengenangabe, wollte erst mal vier liter maische ansetzen.
mfg
markus
markus, bayern
13.Okt.2008 19:14:49
Maische: entschälte Nüsse fein raspeln, 1:1 Wasser dazu und mit Turbohefe, Biogen M und (viel) Verflüssiger wie sonst auch gären lassen.
Angesetzter/Geist: 5 Liter Glasgefäß mit entschälten, fein geraspelten Nüssen halb füllen, mit ca. 45%vol auffüllen. Ca. 8 Wochen ziehen lassen, danach entweder direkt genießen oder brennen. Beim Brennen empfiehlt es sich, wenn Sie frische Nüsse in den Aromakorb geben, statt der aus dem Angesetzten. Diese schmecken mit Schlagsahne nicht schlecht...
Eintrag Nr. 3149
Hallo Herr Dr.
ich habe eine pottstil mit 1,5L Kesselvolumen. Habe eine sehr hochgradige Maische mit über 20% gebrannt. Nun bin auf ca. 300ml edelbrand gekommen, muss allerdings dazu gestehen, dass ich die Temperatur immer mal wieder abfallen lies zwischen 82-87grad, ansonsten wäre ich ja viel zu schnell bei 91grad gelandet. Der Birnenbrand ist mir ziemlich gut gelungen. Hätte ich allerdings die Flamme nicht ab und an mal weggenommen wären wahrscheinlich lediglich 150ml anstatt 300ml zu erwarten gewesen.
Wie kann ich dies zukünftig verhindern, ist es schädlich fürs destilat wenn man die temperatur abfallen lässt und dann wieder nachfeuert?
Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe.
Rainer, Öbberöstereich
13.Okt.2008 15:40:40
Stimmt, es ist aromamäßig nicht unbedingt vorteilhaft die Destillation immer wieder zu unterbrechen. Am besten ist es, wenn der Kesselinhalt fortlaufend immer sanft köchelt. Zur Erinnerung: Die Dampftemperatur können Sie NICHT beeinflussen, diese ergibt sich ausschließlich aus dem augenblicklichen Alkoholgehalt im Kessel. Die Dampftemperatur ist somit nur ein Maß für den momentanen Alkoholgehalt. Wenn Sie die Temperatur durch Reduktion der Heizleistung "abfallen" lassen, passiert nichts anderes, als dass es im Kessel aufhört zu kochen. Sobald es beim erneuten Aufheizen wieder zu kochen beginnt, lesen Sie wieder dieselbe Temperatur ab wie vor der Koch-Unterbrechung. Der Siedepunkt von Wasser (100°C) lässt sich auch nicht durch die Heizung ändern. Was mit der Heizleistung sehr wohl beeinflusst werden kann, ist die Kochstärke, zu sehen an der Kühlerausflussgeschwindigkeit.
Genauso wenig können Sie die Destillatmenge beeinflussen. Ein Thermometer benötigt immer einige Zeit, bis die richtige Temperatur angezeigt wird (Stichwort Fieberthermometer), diese Verzögerung vermittelt den Eindruck, dass durch die Kochunterbrechungen mehr herauskäme.
Fazit: stellen Sie Ihre Heizung so ein, dass es aus dem Kühler rasch heraustropft, keinesfalls rinnt, sonst kocht es zu stark. Vollkommen egal welche Temperatur angezeigt wird bzw. wie rasch diese ansteigt. Gelingt dies nicht, tauschen Sie die Heizquelle aus gegen ein Gerät mit weniger Leistung.
Eintrag Nr. 3148
Da ich bisher (fast) nur ätherische Öle destilliert habe,wollte ich wieder einen Versuch mit Weinbrandt starten.
Ich nahm 750 ml eines falsch gelagerten Bordeaux aus 2005(12,5 % Vol.).
Ein paar Tropfen Vorlauf kamen ab 74 C°,bis 82 C° stieg die Temperatur,so wie es sein soll schnell an.(ich habe sehr behutsam aufgeheizt).
Nach 45 Minuten habe ich abgebrochen.
Ergebnis: ca. 140 ml Edelbrand(48 % Vol.)-Riecht gut,schmeckt gut. ca. 110 ml Nachlauf (15% Vol.)
Meine Frage nun an Sie: Habe ich was falsch gemacht??? Mir kommt nähmlich die Edelbrandmenge im Vergleich zur Menge des Nachlaufes etwas zu hoch vor. Bei 95°C habe ich abgebrochen.
Anmerkung:
Ich bin auf ca. 600m über NN,das und den Umstand, dass das Thermometer etwas zu tief sitzt habe ich berücksichtigt (Abweichung=1.5 °C). Destille:
1,25l Potstill.
Willy, Tirol
08.Okt.2008 19:44:59
Sie haben gar nichts falsch gemacht, die Mengen stimmen durchaus. Bei 12,5%vol hat der Mittellauf in der Regel um die 51-52%vol. Bei Ihnen hatte diese Fraktion 48%vol, wodurch das Volumen auch entsprechend größer sein muss. Diese (geringe) Abweichung ist jedoch kein Grund zur Sorge.
Eintrag Nr. 3147
Hallo Herr Schmickl,
ich bin ebenfalls Feuer und Flamme, aus meinem eigenen Obst einen guten Brand herzustellen. Ihr Buch ist klasse. Meine Anlage habe ich selbst gebaut und dazu einen 5L Muscheltopf verwendet. Das Steigrohr ist recht kurz (keine 2 cm). Ich bin unsicher, ob ich die Temperatur an der richtigen Stelle messe. Wenn ich das Geistrohr entferne und in den Abzweig zum Steigrohr blicke, dann ist so eben noch der obere Rand der Meßkugel des Thermometers zu erkennen. Ich hoffe, dies ist so korrekt.
Ich habe hier im Forum etwas über die Temperaturkorrektur gelesen, aber keine Anleitung dazu. In dem Buch "Schnapps brennen als Hobby" kann ich dazu leider auch nichts lesen. Können Sie mir hier eine Auskunft geben?
Ist die Reflux-Wirkung des Muscheltopfes zu vernachlässigen oder muss ich mit Aroma-Einbußen rechnen?
Vielen Dank und viele Grüße aus NRW
Stephan
Stephan, NRW
06.Okt.2008 23:58:27
Je länger (höher) die Strecke ist und je mehr Hindernisse der Dampf überwinden muss, bis er den höchsten Punkt der Anlage erreicht (= Unterkante Abzweigung zum Geistrohr bzw. Unterkante Geistrohr an dessen höchster Stelle), umso mehr Aroma wird abgetrennt. Darum ist es am besten, von der Geometrie her einen "stinknormalen" Topf zu verwenden und den Dampf über den kürzest möglichen Weg zur Kühlung zu leiten.
Temperaturkorrektur ist nur notwendig, wenn das Thermometer an der falschen Stelle eingebaut wurde. Laut Ihrer Beschreibung dürfte das nicht der Fall sein. Ich würde das Thermometer sogar so weit hineinschieben, dass die Meßkugel zur Gänze gerade NICHT mehr sichtbar ist.
Eintrag Nr. 3146
Hallo Herr Schmickl... eine Frage, nur um sicher zu gehen... wenn ich einen Angesetzten destilliere, es muß hier keine Vorlauf abgetrennt werden? Es wurden ja nur Früchte, oder Kräuter und reiner Alkohol verwendet, also entstehen keine Schadstoffe wie bei der Maischeherstellung. Ist das richtig?
Grüsse, Almöhi.
Almöhi, Aus den Bergen
05.Okt.2008 21:25:30
Stimmt vollkommen. Die Gifte, welche den Vorlauf bilden, entstehen beim Gären und nicht beim Kochen. Wenn also beim Ansetzen vorlauf-freier Alkohol verwendet wurde, gibt es beim Brennen auch keinen Vorlauf.
Eintrag Nr. 3145
Bei schnapsbrennen mit Obstmaische den Kocheinsatz verwenden, oder nur Maische einfüllen?
Jennifer Kolb, Ennstal
05.Okt.2008 12:07:53
Den Einsatz verwenden, da sonst der Anbrennschutz fehlt.
Eintrag Nr. 3144
Lieber Herr Dr. Schmickl, habe eine Pflaumenmaische mit ca. 18 % Alc-gehalt nahezu ein Jahr im Keller stehen. In den Foren wurde die Blausäure in Steinobstmaischen kontrovers disskutiert. Daher meine Frage: Stellt zu lange Lagerdauer bei Steinobst ein Problem dar?
Beste Grüße
Matthias
Matthias, Mecklenburg
28.Sep.2008 21:06:46
Nein, auf keinen Fall! Wie im Buch beschrieben, haben wir mit Steinobstmaischen, welche z.T. 4 bis 5 Jahre alt waren, Blausäure-/Cyanid-Tests durchgeführt. Sowohl die Maischen selbst, alsauch die daraus erzeugten Destillate. Ergebnis: KEIN Cyanid, so als würde man reines Wasser messen. Beim Einmaischen wurde darauf geachtet, dass die Steine nicht zerstört wurden, die Steine sind während der gesamten Lagerzeit in der Maische verblieben.
Eintrag Nr. 3143
Sehr geehrter Herr Schmickl,
nochmals vielen Dank für Ihr hervorragendes Seminar an dem ich vor kurzem teilgenommen habe.
Viele meiner Fragen konnten so beantwortet werden und ich kann es nur jedem empfehlen!
Dennoch läßt mich eine Sache nicht los..
Sie schreiben in Ihrem Buch das man den Fruchtzucker der Früchte bei der Berechnung mit Turbohefe vernachlässigen kann und so weit mehr als 20%Vol erreicht.
Ich habe somit Äpfel eingemaischt und bin auf über 26%Vol. in der Maische gekommen, schmeckt noch leicht süß soll aber ja auch o.k. sein?
Aber wenn es noch leicht süß ist müßte doch noch Zucker in der Maische sein?
Somit ist vorher die Hefe gestorben aufgrund des hohen Alkoholgehalts in der Maische?
Uneringer, Bayern
27.Sep.2008 11:32:22
Danke, das freut uns!
26%vol werden's wohl nicht sein, das Vinometer übertreibt oft ein wenig 😉 aber auf jeden Fall sind es mehr als 20%vol. Der süße Geschmack spricht dafür, dass die Hefe wegen des hohen Alkoholgehaltes und nicht wegen Zuckermangel abgestorben ist. Hat beim Brennen keine besonderen Auswirkungen.
Eintrag Nr. 3142
Hallo,
ich habe vor, mir eine 7,8Liter Brennanlage zu kaufen. Vorerst wollte ich diese nur zu Dekozwecken aufstellen und irgendwann später mal brennen. Da diese Anlage Meldepflichtig ist, muss ich jetzt jedes Jahr mit Kontrollen vom Zollamt rechnen, oder kommen die nur, wenn man meldet, das man brennen will?
Tintifax, OÖ
20.Sep.2008 09:26:38
Nein, müssen Sie nicht. Auch wenn Sie die Anlage nicht als Deko- sondern Brennanlage angemeldet haben, erfolgt nicht automatisch in regelmäßigen Abständen ein Kontrollbesuch.
Eintrag Nr. 3141
Hallo Doc,
ich habe im letzten Jahr eine größere Menge Quitten gewaschen, von ihren Steinzellen befreit, gekocht, püriert und mit Antigel ziehen lassen. Den Saft mittels Schwerkraft gewonnen und zu Wein verarbeitet (ganz hervorragend!), den übrig gebliebene Fruchtbrei zu Quittenbrot verarbeitet (darum auch die Steinzellen entfernt, ebenfalls sehr lecker). War aber sehr viel Fruchtbrei.... Daher habe ich einen Teil Fruchtbrei separat vergoren, 5 Monate stehen lassen und abgebrannt. Kein Vorlauf (kein Wunder, war ja alles thermisch sterilisiert...) und gute Ausbeute. Jetzt, nach einigen Monaten Lagerung ist der Geschmack nicht schlecht - aber irgendwie anders, schärfer als andere Brände (ein Brennfehler ist eher unwahrscheinlich). Habe ich mir durch die prozentual hohe Konzentration an "Feststoffen" evtl. eine hohe Methanol Konzentration (analog zum Grappa) eingefangen?
Gruß aus dem Norden
Nixalsverdruss, Nord
16.Sep.2008 14:31:57
Ja, die Schärfe kann durchaus wegen des sehr hohen Feststoffgehaltes entstanden sein. Gesundheitsschädlich ist der Brand deswegen aber nicht, ebenso glaube ich nicht, dass es sich dabei um nennenswerte Methanolmengen handelt. In solchen Fällen hilft es oft, wenn der Brand ein/zwei Jahre gelagert wird. Haben Sie schon versucht den Schnaps zu belüften? Effizienteste Methode: Luftpumpe vom Aquariumzubehör, Silikonschlauch mit Luftdispenser (ebenfalls Aquariumzubehör) in die Flasche und ca. 24 Stunden Luft durchblasen.
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