SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3200
hallo
kompliment an die super Seite!
wie genau kann ich 96%igen alkohol selber machen?
kann ich Wein oder Bier mehrere male destillieren und so auf 96% kommen? und wenn das geht, wie viele destillierdurchgänge muss ich durchführen bis ich ca. 96 prozent habe?
danke im vorraus
Jerome, Füllinsdorf
29.Apr.2009 17:59:32
Danke!
Sinnvoll durchführbar ist dies nur mit einer entsprechend hohen Rektifikationskolonne (siehe Buch). Mit einer Pot-Still wären dafür ca. 20 oder mehr Destillationen notwendig.
Bei 96%vol liegt der azeotrope Punkt von Ethanol-Wasser, deswegen ist es nur mit sehr großem Aufwand möglich diesen Alkoholgehalt zu erreichen.
Das gemeine dabei: je höher der Alkoholgehalt im Kessel, desto geringer wird die Aufkonzentrierung bei der Destillation sein. Oder anders: bei einer pot-still werden aus ca. 11%vol im Kessel ca. 50%vol, dies ergibt bei der zweiten Destillation ca. 72%vol, dies wiederum ca. 80%vol, daraus werden ca. 85%vol usw. Die Stufen werden somit immer enger, je mehr man sich den 96%vol annähert.
Eintrag Nr. 3199
Mango's
ich habee ein Stück Land gekauft in Panama und habe darauf einige Mango Bäume. Meine Frage nun: Eignen sich Mango's um Schnaps zu brennen ?
Für Ihre Antwort zu diesem Thema danke ich ganz herzlich
Lars Frandsen, Schweiz
28.Apr.2009 10:50:34
Ja, sehr gut sogar. Geben Sie "Mango" oben rechts als Suchbegriff ein.
Eintrag Nr. 3198
Guten Tag Herr Dr. Schmickl
Zuerst ein dickes Kompliment für Ihr Buch und Ihre Webseite. Ich habe da wirklich schon viel gelernt.
Ich habe nun eine Frage betreffend geschmackloser Alkohol für einen Ansatz: Weingeist 98 %vol ist sehr teuer. Meine Idee ist es deshalb billigen Wodka mit 98 %vol. Weingeist auf 53%vol. "aufzuspriten". Gibt es da eine Formel zur Berechnung der Menge oder soll ich mal genug dazugiessen und wenn der Alkoholgehalt zu hoch ist einfach mit dest. Wasser wieder verdünnen? Die Formel zur Verdünnung habe ich in Ihrem Buch gefunden.
Vielen Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüsse.
Agaba
Agaba, Zürichsee, Schweiz
24.Apr.2009 22:11:49
Danke, das freut uns!
1 l Korn (38%vol) vermischt mit 0.35 l Weingeist (96%vol), ergibt 1.35 l mit 53%vol. So wie Sie es beschreiben geht es natürlich auch: in ein ausreichend hohes Gefäß gefüllt mit einem Liter Korn ein Aräometer geben und unter Rühren solange Weingeist zugeben, bis das Aräometer 53%vol anzeigt.
Eintrag Nr. 3197
Hallo Ich habe eine frage was kann man verwenden um liköre dicker zumachen. ein likör ist im grunde ja nichts als aromatisierter schnaps wie wodka und so geschmacklos halt.
Grüße konrad
Konrad, Bayern
22.Apr.2009 09:24:25
Invertzuckersirup (Glukose-Fructose-Sirup) zugeben. Stimmt, ein Likör ohne Zucker ist im weitesten Sinne aromatisierter Schnaps.
Eintrag Nr. 3196
Hallo zusammen,
habe gestern meine quitten maische gebrannt. 2. Brand, beim raubrand bereits vorlauf abgetrennt. Beim 2. brand fing es nochmals bei ca. 65°C zu tropfen an und roch stark nach kleber. Dachte mir nichts dabei, als ich dann richtung 75°C kam sammelte ich in 10 gläser weiter doch bei 82°C schmeckte es immer noch nach kleber.
was ist da falsch gelaufen? und hat jemand erfahrung mit dem vorlaufabtrennungstest nach pieper?
mfg joachim
joachim, süd bayern
19.Apr.2009 10:42:42
Vermutlich wurde die Maische wild vergoren, also ohne Zugabe von Hefe, Säureschutz etc., sonst wären dermaßen große Vorlaufmengen nicht möglich. Um dies zukünftig zu vermeiden, beim Einmaischen am besten genauso vorgehen wie im Buch beschrieben.
Ja, ein Vorlauftest wäre in Ihrem Fall durchaus zu empfehlen. Die Anwendung ist relativ einfach: ca. 5 ml vom trinkferig eingestellten Destillat mit den drei Reagenzien vermischen. Der Farbumschlag zeigt dann die Vorlaufmenge an. Eine sehr detaillierte Beschreibung liegt dem Testset bei.
Eintrag Nr. 3195
guten tag herr schmickl!
vorerst lob fuer buch und seite, alle achtung!
ich möchte gern gepressten und gefilterten zuckerrohrsaft durch eine potstill jagen. meine frage an sie:
1. ist es sinnvoll den saft durch kochen einzudicken um ihn mit turbohefe dann zu gären?
2. gäbe es anbrennprobleme im kessel wegen etwaiger saftdicke?
recht herzlichen dank im vorhinein.
helmut hartl, rio de janeiro,brasilien
04.Apr.2009 11:10:53
Danke, freut uns!
ad 1) Ja, ist durchaus sinnvoll, beim Eindicken darauf achten, dass Zuckergehalt 389 g/l (33.99 Brix) nicht übersteigt. Da der Dünnsaft jedoch auch bereits ca. 16 Brix hat (entspricht ca. 9%vol Alkohol nach der Gärung) macht auch damit ein Versuch durchaus Sinn.
ad 2) Wenn beim Eindicken Punkt 1) beachtet wird, gibt es diesbezüglich keine Probleme.
Eintrag Nr. 3194
Hallo
Ich haben zum ersten Mal etwas angesetzt und möchte es in gebrauchte Weinflaschen abfüllen. Wie kann ich die Flaschen und Korken am praktischsten desinfektieren? Ich habe gelesen, das man die Korken nicht auskochen soll, da der Kork aus luftgefüllten Zellen besteht und dieses Material hervorragende wärmedämmende Eigenschaften hat. Dadurch erreichen die Temperaturen im Korkinneren höchstens 50 Grad und man desinfiziert das Korkgewebe nicht, sondern schafft ein Milieu, in dem sich Schimmelpilze rasant vermehren. Reicht es die Flaschen mit abgekochten Wasser zu befüllen, oder soll ich dafür bestimmte Desinfektionsmittel verwenden? Was wäre zu empfehlen?
Danke
Gabriel, Wien
30.Mär.2009 11:10:14
Die Flaschen ganz "normal" mit Flaschenbürste und Geschirrspülmittel gründlich waschen. Als Verschluss keinesfalls gebrauchte Korken verwenden (nicht nur wegen Ihrer Erklärung, wußte ich nicht, sehr interessant, sondern auch wegen Geschmacksbeeinflussung und Undichtheit). Im Fachhandel für Kellereibedarf oder Genossenschaften, "Lagerhaus" o.ä. gibt es sehr günstig Korken aller Art zu kaufen.
Eintrag Nr. 3193
Wir haben da mal ne Frage. Woher wissen wir als einsteiger wann wir den Mittellauf haben? Bzw. wieviel wir wegkippen müssen damit wir nich blind werden? Hoffen auf viele antworten von euch Experten!
Die supper brenner, sachsen
23.Mär.2009 17:43:02
Das zu erklären würde den Rahmen dieser Fachfrage sprengen. Am besten lesen Sie diesbezüglich im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" nach, darin ist dieses Thema sehr umfangreich und für Laien leicht verständlich erklärt.
Eintrag Nr. 3192
Hallo, habe im Herbst eine Whisky Maische hergestellt und würde dies jetzt gerne destillieren.
Allerdings sind ca. 50% der Maische ein dickflüssiger Malzschleim. Kann ich die Maische einfach durchrühren und dann brennen oder sollte ich diesen Dickflüssigen Teil weglassen und nur die klare Maische nehmen. Wäre filtern auch eine Option?
Vielen Dank mfg
vorplattler
PS. Ihr Buch hat mir schon viele gute Tropfen beschehrt.
vorplattler, Steiermark
18.Mär.2009 12:28:42
Danke, freut uns!
Ja, aus geschmacklichen Gründen sollten Sie den dickflüssigen Teil wenn irgendmöglich mitbrennen. Allerdings sehr vorsichtig aufheizen/destillieren, da die Anbrenngefahr sehr groß ist. Alternative: das Ganze klären und nur einen Teil des dickflüssigen Anteils mitbrennen (ca. die Hälfte oder ein Drittel). In diesem Fall die Flüssigkeit so gut es geht von den Feststoffen trennen, d.h. klären lassen und den Schleim filtrieren bzw. abpressen.
Eintrag Nr. 3191
Grüezi Herr Schmickl
ich war bei Ihnen im Seminar, habe das Buch und eine eine Anlage von Ihnen erworben. Das ganze ist eine gefreute Sache und macht sehr viel Spass und natürlich auch sehr gutes "Wasser" ;-).
In der Zwischenzeit habe ich schon einige gute Brände gemacht wie z.b. ein Quittenbrand.
Nun habe ich in Ihrem Buch gelesen, dass die Quitten mehr Geschmack geben und zudem noch einfacher zum verarbeiten sind, wenn man diese ca. 2 Stunden kocht. Jetzt habe ich einen alten Waschhafen bekommen, mit diesem kann ich nun eine grosse Menge Quitten kochen.
Bis dahin habe ich die Quitten sauber abgewaschen Stiel und Fliege entfernt und danach verkleinert.
Meine Frage: Wenn ich die Quitten nun koche, soll ich vorher den Flaum abwaschen und die Stiele sowie Fliege und Blätter entfernen?
Besten Dank für eine Antwort.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Thomas, Schweiz
17.Mär.2009 10:32:32
Das freut uns, weiterhin viel Erfolg!
Ja, vor dem Kochen die Quitten waschen und Flaum sowie Stiele/Blätter entfernen.
Eintrag Nr. 3190
Moin Kollegen, meine frage ist an euch,
ich habe zwei verschiedene Apfelsorten eingemaischt natürlich in verschiedene Behälter die Zutaten aber sind in beiden gleich also Hefe, Nähralz und Zucker, nun ist es so das die Maische schon ca. drei Monate in gang ist (das ist auch gewollt) beide Behälter sind nun eigendlich fertig aber der eine ist noch süß, achja die vergährung ist super verlaufen ein Behälter hat 16 und der andere 17%vol, aber wieso ist der noch süß was kann da passiert sein?
T. Krüger, SFA
07.Feb.2009 16:02:09
Wenn tatsächlich in beiden Fässern die Zutaten exakt gleich sind (liegt ganz sicher kein Rechenfehler bei der Zuckerdosierung vor?) und die Gärbedingungen ebenfalls gleich waren (z.B. Umgebungstemperatur) kann der Unterschied nur mehr an den Äpfeln liegen: die eine Apfelsorte hatte einen höheren Zuckergehalt (schmeckt süßer) als die andere (eher sauer im Geschmack).
Eintrag Nr. 3189
Guten Tag nach Österreich, zu Eintrag Nr.1057 Frage b. wissen Sie wie die Rechtslage und Steuersätze für Deutschland sind?
H.Gerlinger SHA
Gerlinger Hartmut, Baden-Württemberg
01.Feb.2009 06:59:26
Bezüglich Metbrand ist die Gesetzgebung in Deutschland nahezu ident mit Österreich, der Steuersatz ist ca. 10% höher.
Eintrag Nr. 3188
Im gelagerten Marillenrohbrand sind kleine grünblaue Flankerln. Ich hab sie abgeschöpft aber der Vorlauftest ist trotzdem sehr dunkel beim Feinbrand (obwohl schon 250 ml Vorlauf bei 8 l von der Brennerei abgenommen wurde). Maische wurde ordentlich verarbeitet. Kann es sein, dass Grünspan beim ersten Brennen mitgekommen ist?
Haas, Österreich
21.Jän.2009 17:26:37
Ja, spricht beides dafür: Vorlauftest zeigt Acetaldehyd an. Dann ist Ethylacetat auch nicht mehr weit, und Grünspan ist Kupferacetat. Somit ist tatsächlich noch Vorlauf enthalten.
Eintrag Nr. 3187
Eine Bekannte Firma erzeugt einen Honigwilliamsbrand mit ca.32%. Wer kennt sich in diesem Fach aus. vermutlich ist auch gelbzucker dabei.
Vielen Dank für eure Hilfe.
der Brennergeist
Eller Johann, Tirol
20.Jän.2009 13:00:23
Ist eher dem Likör zuzuordnen. Normalerweise wird hier tatsächlich nur Honig (in geringen Mengen) zugesetzt.
Eintrag Nr. 3186
Wer kann mir bei folgendem Problem weiterhelfen?
Der Alkoholgehalt wird in g/l bzw. Volumenprozent gemessen bei 20°C angegeben. Wie lautet die Umrechnung des Alkoholgehaltes in Gay-Lussac Grade bei 15°C?
Danke
Norbert, Pfalz
17.Jän.2009 14:28:22
Gay-Lussac Grade (benannt nach dem berühmten franz. Chemiker) ist nur eine andere Bezeichnung Volumsprozent. %Vol gemessen bei 15°C +1,8 ergibt %vol bei 20°C.
Eintrag Nr. 3185
Ich habe einen Anbrenngeruch im Schnaps bzw. Destillat! Meine Frage: krieg ich den Geschmack aus dem Schnaps raus? und wie? (Birnen)
Danke Mike
Überegger Michael, Reutte
09.Jän.2009 17:20:02
Nicht selektiv, d.h. Sie könnten mit Aktivkohle daraus bestenfalls noch einen geschmacksneutralen Alkohol machen. Dazu je 5 Liter Schnaps ein gehäufter Esslöffel Aktivkohle zugeben, nach ca. 1-2 Wochen destillieren.
Eintrag Nr. 3184
Ich hätte da eine Frage, bringt es etwas wenn mann beim Aufschütten der Maische, also unmittelbar vor dem brennen Zuckerwasser der Maische zusetzt?
Danke im voraus und LG Thomas
Flying Tom, Steiermark
07.Jän.2009 11:58:25
Nein, überhaupt nichts. Weil Zucker (auch in gelöster Form) ein Feststoff ist und daher nicht verdampft werden kann, beim Destillieren also im Kessel zurückbleibt. Vor der Gärung macht dies jedoch sehr wohl Sinn, aber das ist eine andere Geschichte (siehe Buch "Schnapsbrennen als Hobby").
Eintrag Nr. 3183
Hallo ich bin ein Neuling beim Schnapsbrennen. Kann mir jemand die Vor- bzw. Nachteile der Kühlerbauformen (Schlangen, Teller und Röhrenkühler) sagen.
mfg
F.H.
Franz Hirschler, Österreich
06.Jän.2009 22:27:07
Schlange: gute Kühlwirkung und zugleich sehr geringer Platzbedarf. Nachteil: schwer zu reinigen
Teller: einfach zu Reinigen, aber Kühlwirkung je Kubikmeter ist wesentlich schlechter als bei Schlangenkühler
Röhren: mit Bürsten o.ä. relativ einfach zu reinigen, Kühlwirkung je Kubikmeter zwischen Schlangen- und Tellerkühler
Eintrag Nr. 3182
Ginko-Schnaps:
Ich habe im Garten einen Ginko-Baum und würde mir gerne einen Ginko-Schnaps herstellen. Hat jemand ein Rezept hierzu bzw. eine Anleitung, wie ich hier vorgehen muß? Vielen Dank im voraus.
Timo Müller, BRD
06.Jän.2009 16:09:47
Die orangegelbe Haut der Samen entfernen. Am besten gelingt ein Angesetzter: Dazu ein Gurkenglas zu ca. 1/3 mit den gerösteten Samen füllen, dann mit Alkohol mit ca. 45%vol aufgießen und etwa 2 Monate stehen lassen.
Eintrag Nr. 3181
Hallo zusammen und nach meinem Urlaub in Österreich eine super gutes Jahr für uns alle. Schon einige male über diese Seite gute Infos eingehot und benötige jetzt wieder Hilfe. Habe letztes und diese Jahr aus eigenen Reben cirka 15 Liter Wein gemacht. Aber sehr sauer und kaum trinkbar. Mit ein wenig Zucker zwar besser, aber das ist nicht Sinn der Sache. Also ist mir der Gedanke an Essig entstanden. Ein Holzfass für mehrjährige Lagerung habe ich auch. Also einfach den Wein in eine Glasballon mit 25 Litern Inhalt gegeben und mit Watte verschlassen. Dachte, es bildet sich eine Essigmutter. Nun nach 3 Wochen habe ich ein Gebilde auf der Oberfläche, das Blasen wirft und weißen Schorf absondert. Wenn ich schüttele, sinkt dieser auf den Boden. Sieht aus wie Gips. Von einer Essigmutter keine Spur, sieht mir wie Kahmhefe aus. Was soll ich machen?
Für jede Anregung oder Erklärung wäre ich dankbar. Nur wegschütten wäre mir zu schade.
Gruß.
Gregor
Gregor, NRW
03.Jän.2009 20:02:58
Stimmt, es handelt sich um Kahmhefe. Jetzt müssen Sie nur noch ca. 4 bis 6 Wochen warten, dann bildet sich von selbst die Essigmutter (sieht eher aus wie eine Qualle) und damit der Essig. Starker Klebstoffgeruch (Ethylacetat) ist ein Zeichen, dass die Essiggärung angesprungen ist. Etwa 1 Monat später (Dauer hängt von Temperatur ab) ist der Essig fertig, der Klebstoffgeruch ist dann vollständig verschwunden. Danach sollte der Essig zumindest ca. 2-3 Monate lagern.
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