SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3240
Hallo !!!
Ich möchte ca. 80kg Kriecherl einmaischen. dazu hätte ich folgende Fragen:
.) einmaischen mit Kernen ?
.) Zugabe von Zucker - falls ja, wieviel ?
.) wenn die Gärung abgeschlossen ist, wie lange sollte die Maische stehen bevor sie gebrannt wird?
Walter, Burgenland
08.Jul.2009 14:13:15
ad 1) Ja, darauf achten, dass diese nicht zerstört werden (am besten so vorgehen wie im Buch beschrieben).
ad 2) Nur wenn hochgradig mit Turbohefe eingemaischt werden soll, Mengen und genaue Anleitung siehe Buch. Bei herkömmlichen Maischen mit "normaler" Hefe keinen Zucker zugeben. Bei Wildgärungen verstärkt Zucker sogar die (giftigen) Gärnebenprodukte, die sich im Vorlauf zwar anreichern, aber leider nie mehr zur Gänze abgetrennt werden können.
ad 3) herkömmliche Maische: im kühlen Keller maximal 1-2 Monate, diese Zeit sollten Sie der Maische jedoch schon geben, verbessert das Aroma. Hochgradige Maischen: zumindest 4 Monate, jedoch gilt: je länger, desto besser.
Eintrag Nr. 3239
Hallo Bettina & Helge,
ich habe heute 4 kg Sauerkirschen geschenkt bekommen. Zu wenige zum maischen - aber bistimmt bestens geeignet für Angesetzten & einen leckeren Kirschgeist 🙂
Zum Kirschgeist eine Frage: laut Rezept: 1.5 Lit z.B. Weisswein // in den Aromakorb 250 - 300 g Kirschen. Brennen bis 91°C. Danach 2-3 Minuten "mixen" damit das SO2 aus der schwefeligen Säure verschwindet.
Sehe ich das soweit richtig? Und sollten die Kirschen irgendwie vorbehandelt werden? Z.B. zerquetscht? Oder als ganze Früchte?
Vielen Dank
Liebig
Liebig, Bayern
06.Jul.2009 22:38:21
Ja, das ist vollkommen korrekt. Kirschen sind sehr weich, somit ist es nicht notwendig diese vorher zu quetschen o.ä.
Wichtig ist, dass die (unzerstörten) Steine (Kerne) mitgebrannt werden, diese sind bei Kirschen für einen Großteil des Aromas verantwortlich. Wenn möglich zusätzliche Steine in den Aromakorb geben.
Eintrag Nr. 3238
Hallo!
Ich habe verstanden, daß in Deutschland nur Destillen bis 0,5 L Fassungsvermögen erlaubt sind. Mit diesen darf man aber brennen wie viel man will?
Wie groß ist denn die Ausbeute etwa bei einer Füllung der Anlage? Interessant wäre auch die Brennzeit für eine Füllung.
Gruß, Achim
Achim, Deutschland, Rheinland-Pfalz
03.Jul.2009 17:22:46
Erlaubt sind auch größere Anlagen, jedoch ist dazu ein entsprechendes Brennrecht notwendig. Ja, mit 0,5 Liter Anlagen dürfen Sie so oft brennen wie Sie möchten, sofern dies nicht gewerblich geschieht.
Ausbeute hängt vom Alkoholgehalt der Kesselfüllung ab: Angesetzter (hat ca. 40-50%vol) ergibt nach Verdünnung in etwa wieder dieselbe Menge wie im Kessel, Hochgradige Maische ergibt nach Verdünnung ca. 1/3 der Kesselfüllung, Geiste (ca. 10-13%vol im Kessel) ergeben ca. 20% der Kesselfüllung.
Brennzeit inkl. Aufheizzeit ca. 20-30 min.
Eintrag Nr. 3237
Hallo Herr Schmickl,
obwohl ich per Zufall das Glück hatte schon zweimal den Brennkurs besucht habe, bin ich mit dem Ergebnis meiner Brände nicht zufrieden. Die Randparameter wie Herstellung der Maische, Gärung der Maische und letztendlich der Brand sind sehr gut.
Was mir am Schnaps trotz Verdünnungsmethode und Lagerung leider fehlt ist der typische Fruchtgeschmack.
Und das führe ich nun auf das Ausgangsmaterial sprich das Obst zurück.
Daher lautet meine Frage ob ich damit richtig liegen kann und wie das Obst für einen Birnen und Pflaumenbrand sein sollte.
Neben Sorten die man auch im Westen Deutschlands bekommt interessiert mich
wie reif die Früchte sein sollten,
ob man am Fruchtgeschmack schon was festmachen kann,
sollte das frische Obst schon sehr fruchtig, süß/sauer schmecken,
ist Turbohefe hierfür die richtige Wahl ist.
Vielen Dank und mit freundlichem Gruß
Thomas aus dem Westen
Thomas, NRW
03.Jul.2009 12:59:36
ad 1) "Vollreif" ist am besten. Am Baum sollten beispielsweise die Zwetschken so reif sein, dass sie bereits schrumpelig geworden sind. Daher empfiehlt es sich nicht, Obst z.B. im Supermarkt zu kaufen, weil in diesem Fall das Obst unreif geerntet wird und während der Lagerung nachreift. Deswegen fehlt einem Brand aus so einem Obst der Geschmack.
ad 2) Daumenregel: je süßer das Obst schmeckt, desto mehr Aroma/Geschmack ist im Brand zu erwarten, Brände aus sauren Obstsorten (z.B. rote Johannisbeeren) sind eher geschmacksarm.
ad 3) Ja, wie im Buch detailliert beschrieben.
Eintrag Nr. 3236
Hallo Herr Dr. Schmickl
Hätte mal zwei Fragen zu Biogen-M.
1. Wie lange ist die ungeöffnete Flasche haltbar, bzw. gibt es überhaupt ein Verfalldatum?
2. Wie lange ist es nach dem ersten Öffnen noch haltbar?
Vielen Dank für Ihre Mühe
Hollerbär, daheim
03.Jul.2009 11:27:07
In beiden Fällen unbegrenzt, sofern im Fall 2 die Flasche wieder verschlossen wurde.
Eintrag Nr. 3235
Hallo Herr Schmickl
Möchte mir gerne eine Maische ansetzen habe jedoch ein Problem mit meinen Früchten da ich nicht genau weiß wie sie verarbeitet werden.
Bei meinen Früchten handelt es sich wahrscheinlich um gelbe Kirschpflaumen die jedoch eine säuerliche Schale haben und einen relativ hohen Pektingehalt haben.
Habe mir letztes Jahr ein paar Liter Wodka mit den Früchten angesetzt ca 5 Wochen stehen lassen doch leider war das Ergebnis ein sehr bitterer angesetzter der mir eigentlich gar nicht mundet.
Nun meine Fragen.
Macht es Sinn den Angesetzten zu brennen?
Von welchem Zuckergehalt darf man bei den Früchten ausgehen?
Wenn ich mir eine Maische mit den Früchten ansetze und anschliesend brenne habe ich dann die Bitterstoffe auch in meinem Schnaps?
Habe ihr Buch bereits mehrmals gelesen komme aber auf keine Lösung für meine Probleme
Grüße Hans-Jürgen
Hans-Jürgen, Grenzgebiet
02.Jul.2009 21:22:50
ad 1) Ja, macht Sinn. Das ist der Vorteil wenn ein Angesetzter destilliert wird: die Bitterstoffe gelangen nicht ins Destillat.
ad 2) Gemäß Ihrer Beschreibung könnte der Zuckergehalt in etwa dem von Haferschlehen (Ziebarten) oder Quitten entsprechen, d.h. nach der alkoholischen Gärung wird der Alkoholgehalt bei ca. 2-4%vol liegen.
ad 3) Nein, siehe ad 1)
Eintrag Nr. 3234
Hallo Herr Schmickl.
Ich habe eine Frage zu meiner Kirschenmaische:
Ich habe 9 kg Kirschen mit Turbohefe und Zucker, Berechnung wie in Ihrem Buch, sowie wenig Verflüssiger eingemaischt. Die Turbohefe trägt das Ablaufdatum 2007. Ich bin jetzt nicht mehr sicher, ob die noch in Ordnung ist. Aus dem Fass riecht es, wie wenn Maische mit Verdünner versetzt wurde: sehr starker Cementit oder eben Verdünnergeschmack. Eingemaischt habe ich vor drei Tagen, die Kirschen schwimmen obenauf und es schäumt ganz wenig, aber kein blubbern bis jetzt.
Ist die Hefe futsch?
Besten Dank für Ihre Beantwortung.
moonie, Ausland
02.Jul.2009 19:28:24
Ob die Hefe noch in Ordnung war, wird der weitere Gärverlauf zeigen. Wenn der von Ihnen beschriebene Geruch Acetat (Klebstoffgeruch) war und dieser spätestens nach drei Tagen Gärung wieder verschwindet, ist trotz des hohen Alters der Hefe zum Glück alles noch gut gegangen. Der Geruch entsteht manchmal, wenn die zugegebene Hefe Wildhefen, die gerade dabei sind aktiv zu werden, killt.
Wenn nicht, handelt es sich um eine Wildgärung, beim Destillieren auf ausreichende Vorlaufabtrennung achten (trotzdem wird Essig-Geschmacksfehler nicht zu vermeiden sein).
Eintrag Nr. 3233
Sg. Hr. Dr. Schmickl
Ref. Eintrag 3227
Danke für Info
1.) Gibt es vieleicht eine Formel, mit der ich Menge plus Alkoholgrad plus 1 : 1 Zuckerlösung vermengen kann und dann auf einen Wert komme: Menge und Alkoholgrad?
2.) Wollte Ihnen nicht nahe treten, weil ich bin mit Ihrer Destillationsanlage seit mehr als 7 Jahren mehr als zufrieden, Grund meiner Frage war, daß nach regelmäßiger Pflege mit Zitronensäure das Kupfer seinen Glanz verloren hat.
3.) Ich habe von Ihnen Vino-o-meter gekauft und habe folgende Frage: wenn Alkoholsäule mehr als 25% nach einer gewissen Zeit anzeigt, wie viel ist dann der Alkoholgrad: 25% oder höher ?
Danke und mfg
F. J. M
Dkfm. Franz Josef Miltner, Steyr / Oberösterreich
01.Jul.2009 16:17:59
ad 1) Vielleicht hilft Ihnen folgender Ansatz um den Alkoholgehalt abzuschätzen: Wenn Sie den Likör selbst zubereitet haben, wissen Sie wieviel Alkohol zugegeben wurde, dividiert durch das Gesamtvolumen ergibt %vol im Likör. Beispiel: 1 Liter Ansatzkorn mit 80%vol wurde 1:1 mit Wasser verdünnt, außerdem wurde eine größere Menge Zucker und Früchte zugegeben. Das Volumen der gesamten Mischung (filtriert also ohne Früchte) beträgt 2,5 Liter. Somit: in der Mischung befindet sich 1 / 100 * 80 = 0,8 Liter reiner (100%vol) Alkohol. Die Mischung hat 2,5 Liter, somit ist der Alkoholgehalt: 0,8 / 2,5 * 100 = 32,0%vol.
ad 2) Dass im Lauf der Jahre, nach regelmäßiger Reinigung mit Zitronensre die Anlage nicht mehr so glänzt wie zu Beginn, ist normal.
ad 3) Nein, die Flüssigkeitssäule sinkt bei (leichten) Erschütterungen. Daher ist nur der Anfangswert, sobald sich die Säule stabilisiert hat, der richtige Alkoholgehalt.
Eintrag Nr. 3232
Hallo,
Super Buch und noch tolles FAQ hier, von tollen Rezepten kann man WIKI schreiben.
Muss ich sagen bin ich blutige Anfänger aber bin ich noch jung, Anfang 40. In letzte Zeit beschäftige mich mit Literatur über Schnaps brennen. Ich komme ursprünglich aus Kroatien und da haben wir eine lange Tradition von Schnaps brennen. Leider, ich kann mich noch erinnern von meinem Opa, war immer getrennt Schnaps für ihm und Schnaps für Gäste :-).
Das will ich jetzt besser machen.
Mit ganzen Prozess von gewinnen von Schnaps bin ich in grob vertraut.
Da ich in einem Großhaus wohne steht mir ausser Terrasse mit kleinem Garten auch einer kleiner Kellerabteilung zu Verfügung, die aber ganzjahr eine Temperatur zwischen 16 - 20°C hat.
Und jetzt bevor ich mich überhaupt in Brennerei anlasse, habe ich paar Fragen.
1. Eignet sich überhaupt mein Keller oder meine Terrasse für lagerung von Maische?
2.Geruch von Maische beim Gärung => wird er andere Bewohner belasten (in Keller oder auf Terrasse)?
3. Z.B Maische von Trauben, Zwecken oder Birnen(Williams) wie stark riechen die?
Viel dank und nur weiter so.
Grüsse aus München
Tomislav
Tomislav, München, DE
01.Jul.2009 11:22:59
Danke, das freut uns!
ad 1) Der Keller (16-20°C) wäre ideal.
ad 2) Bei kleineren Fässern (bis zu 50-60 Liter) gibt es geruchlich kein Problem (vorausgesetzt saubere Gärung mit Hefe usw.), erst ab Fassvolumen von ca. 200 Liter ist Geruch erkennbar.
ad 3) Der Geruch ist unabhängig von der Obstsorte, diesbezüglich gibt es keine Unterschiede.
Eintrag Nr. 3231
Hallo,
da ich nun bereits so viel über die Erhaltung der Armomen gelesen habe, würde mich an dieser Stelle interessieren, wie es sich mit Wirkstoffen verhält.
Wenn ich nun ein Heilkraut sagen wir 50/50 mit Wasser, (wie z.B Holunderblüten) und 389g Zucker pro Liter einmaische, bleiben dann die Wirkstoffe des Krautes voll erhalten? Und wie verhält es sich damit nach dem Brand?
Für die Aufklärung schon einmal vielen Dank im Voraus, Peter
peter, Hessen
30.Jun.2009 18:50:12
Wie beim Gären ohne Zuckerzugabe auch, bleiben die Wirkstoffe erhalten. Beim Destillieren nicht, da die Wirkstoffe nicht bzw. nur z.T. flüchtig sind.
Eintrag Nr. 3230
S.g. Hr. Dr. Schmickl
Ref. Eintragung 3227
Danke für Info
1.) Wenn ich Likör destilliere, habe ich dann echten Alkoholgehalt, wenn wieder mit Zuckerlösung versetzt wird?
Naive frage: Gibt es nicht so eine Art Formel, wie Ihr Alkohol verdünner Rechner, z.B.: Menge Alkohol mit Alkoholgrad plus Menge 1:1 Zuckerlösungt, ergibt Menge Likör mit Alkoholgrad?
2.) Wollte Ihnen nicht nahetreten, benütze Ihre Anlage seit ca. 6 - 7 Jahre zur vollsten Zufriedenheit. Meine Frage ist entstanden, weil ich sie nach regelmäßiger Pflege mit Zitronensäure leider den Glanz verloren hat.
3.) Habe von Ihnen Vino - o - meter erstanden von 0 - 25% Frage: wenn nach längeren stehenlassen (3 Minuten) die Alkoholsäule über 25% hinausgeht, ist dann Alkoholgrad 25% oder höher?
Danke und mfg F.J. M.
Dkfm. Franz Josef Miltner, Steyr / Oberösterreich
30.Jun.2009 09:31:56
ad 1) Für diesem Zweck (exakte Alkoholbestimmung in Likören und Weinen) werden spezielle Destillationsapparaturen mit relativ geringem Füllvolumen verwendet, mit denen der Likör im wesentlichen zur Gänze überdestilliert wird. Jedenfalls solange, bis davon ausgegangen werden kann, dass der Alkohol vollständig überdestilliert wurde, der Rest im Kessel somit alkoholfrei ist. Dann wird der Alkoholgehalt vom Destillat bestimmt und auf das ursprüngliche Füllvolumen im Kessel umgerechnet. Nein, leider gibt es dafür keine einfache Faustregel o.ä. Wenn Sie den Likör selbst hergestellt haben, können Sie den Alkoholgehalt jedoch selbst berechnen. Beispiel: für 1,0 Liter Likör wurden 0,5 Liter Korn mit 38%vol verwendet, der Rest ist Wasser, Zucker, Fruchtbrei usw. Somit lässt sich der Alkoholgehalt im Likör wie folgt berechnen: 0,5/100*38 = 0,19 Liter Alkohol mit 100%.
Alk.gehalt vom Likör ist somit: 0,19/1,0*100 = 19,0%vol
ad 2) Es ist kein Problem, wenn die Anlage nach häufigem Gebrauch nicht mehr glänzt.
ad 3) Nein, der Alkoholgehalt sollte nach ca. 1 Minute abgelesen werden. Wichtig dabei: das Vinometer währenddessen so wenig wie möglich bewegen, denn bei jeder Erschütterung fällt die Flüssigkeitssäule in der Kapillare weiter nach unten.
Eintrag Nr. 3229
Hallo, ich will jetzt am Montag selbst Kirschlikör ansetzen (Kirschen,Brombeeren,Zucker und Wodka/Klarer) und ich hab da mal ne frage kann ich, wenn der leer getrunken ist und das obst noch da ist, das noch einmal ansetzen oder geht das nur einmal??
Jule, Berlin
28.Jun.2009 23:55:51
Ob dies funktioniert oder nicht, hängt sehr stark vom Ansatzgut ab. Je geschmacksintensiver, desto sinnvoller ist es, mit frischem Alkohol einen zweiten Ansatz zu machen. Bei Kräutern und Schlehen haben wir diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht. Daher unser Tipp: ja, ist sinnvoll, probieren Sie es einfach einmal aus.
Eintrag Nr. 3228
Sehr geehrter Herr Schmickl!
Ich habe heute das 1. x mit der deluxe Anlage mit dem 2l Kessel gebrannt. 1l Wein eingefüllt, Vorlauf ab 79° - ein paar Tropfen, Edelbrand von 83-91° - ca. 1/4 vom Kupferbecher der Anlage und ab 91-fast 94° Nachlauf ca. 0,15 l. Im Kessel ist mind. der 1/2 Wein übriggeblieben. Was hab ich da falsch gemacht - es ist vom Edelbrand bis zum Nachlauf ziemlich schnell getropft ?Das Thermometer habe ich wie in der Anleitung angebracht?
Schöne Grüße aus dem verregneten Tirol
JB
JB, Tirol
24.Jun.2009 13:35:00
Sie haben gar nichts falsch gemacht. Die Tropfgeschwindigkeit hat nichts mit den Mengen in der Vorlage und im Kessel zu tun, beeinflusst lediglich die Qualität. Langsam tropfen (geringe Heizleistung) ergibt bessere Qualität vom Brand.
Zu dem Mengen: die müssen in Summe immer gleich bleiben. Wenn Sie in den Kessel also beispielsweise 1,5 Liter einfüllen, bleibt diese Menge erhalten, d.h. nach der Destillation ergibt Summe aus Destillat und Kesselrückstand wieder 1,5 Liter.
Eintrag Nr. 3227
S.g. Hr. Schmickl
1.) Wie oder womit kann ich Alkoholgehalt von eher dickflüssigem Liör messen ?
2.) Kann sich Ihre Destillieranlage nach ca. 6 Jahren häufigem Gebrauch "abnutzen"?
Danke im Voraus und mfg
F.J. M.
F.J. M., Steyr / Oberösterreich
24.Jun.2009 09:58:29
ad 1) Da bei allen Alkoholmessmethoden der Zucker stört, muss der Likör zuerst destilliert werden, bevor im (zuckerfreien) Destillat der Alkoholgehalt z.B. mit einem Aräometer gemessen werden kann.
ad 2) Nein, nicht bei sachgemäßem Gebrauch. Unsere Seminaranlagen sind bereits seit den 90'er Jahren in Betrieb ohne Abnützungserscheinungen.
Eintrag Nr. 3226
Hallo, Frage an die Profis:
Wir haben Schlehen in hochprozentigem Weingeist angesetzt, mit Zucker. Schmeckt gut!!
Aber, nun meine Frage: Die Farbe verändert sich von wunderschönem hellpurpur im Laufe von 3 Wochen zu bräunlichrot: Geschmack bleibt gleich!
Wie kann ich die ursprüngliche Farbe erhalten??
Danke für jeden guten Rat!
Hofbauer, Schweiz
15.Jun.2009 22:00:33
Das lässt leider kaum verhindern, das kommt u.a. durch Lichteinstrahlung, Luftoxidation und dergleichen. Lässt sich jedoch verzögern durch möglichst dunkle (kühle) Lagerung und indem Sie die Schlehen noch vor der Braunfärbung abfiltrieren.
Eintrag Nr. 3225
Ich bin vor kurzem in ein Haus eingezogen,wo im Garten ein wunderschöner grosser Nußbaum steht. Ich würde mir gerne selbst einen wallnußschnaps ansetzen. Kann mir Bitte jemand diesbezüglich ein rezept zukommen lassen wie mann sowas am besten selber macht. Und vorallem welcher brand eignet sich am besten dafür zum ansetzen. danke im vorraus robert
robert, salzburg
13.Jun.2009 13:22:12
Diesbezüglich darf ich Sie bitten ein wenig unter "Rezepte" zu stöbern, dort gibt es sehr viele Einträge zu diesem Thema.
Einfachste Methode: grüne, unreife Nüsse (wenn das Innere noch weich ist, ca. Ende Juni) abpflücken, je nach Größe halbieren bzw. vierteln, ein Glasgefäß mit breiter Öffnung ca. zur Hälfte damit füllen und mit geschmacklosem Alkohol oder Korn auffüllen, ca. 8 Wochen stehen lassen. Sollte Ihnen der Geschmack doch zu bitter sein, mit Honig, Zimt, braunem Zucker verfeinern.
Eintrag Nr. 3224
Habe nach Lesung des Buches folgendes zusammengerührt, in der Hoffnung, rasch eine Maische mit möglichst 16 0/o zu erhalten:
-4 kg Wildpreiselbeeren aus dem Supermarkt, pektiniert und gezuckert (50 0/o) und gesäuert
-18 Liter Wasser (Gesamtvolumen 24 l)
-4 kg Zucker
-Nährsalz
-Sherryhefe
Ist diese Kombination in der Lage 16 0/o trinkbaren ALk. zu erzeugen? Das spätere Destillat darf mich zwar zum Erbrechen, nicht aber zur Erblindung führen.
Stefan, Ruhrgebiet
10.Jun.2009 19:45:07
Aus diesem Grund wird kein Blindenhund notwendig sein. Der Alkoholgehalt wird jedoch bedeutend weniger als 16%vol werden, da Sie nur 166 g/l Zucker zugegeben haben (ergibt ca. 8%vol) und der Zuckergehalt der Preiselbeeren für den fehlenden Rest nicht ausreicht (siehe Menüpunkt "Zucker-Alkohol-Rechner").
Eintrag Nr. 3223
Guten tag
Hab da mal ne frage:
Ich habe Zuckermaische mit 10KG Zucker und 11 Liter wasser angesetzt. Dies mit normaler wein hefe vermischt hab auch noch einen apfel reingeschnitten. Jetzt lese ich was von Turbohefe. Dies sollte schneller gären.
Zu meiner frage, kann ich jetzt nach 4 tagen noch die turbohefe hinzugeben.
Danke schon im vorrab
Ase1989, HD
10.Jun.2009 00:00:28
Nein. Wenn es bereits gärt, werden frisch zugegebene Hefen dadurch sofort gekillt.
Anmerkung: Zucker sollte nur bei Turbohefe verwendet werden, bei anderen Hefen werden Sie vom Ergebnis enttäuscht sein. Sehr detaillierte und für Laien leicht verständliche Informationen dazu finden Sie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
Eintrag Nr. 3222
hallo doc,
zum ersten muß ich auch mal loswerden das ihr Buch echt klasse und auch für anfänger gut geschrieben und verständlich ist.
doch nun zu meiner frage. ich habe mich letztens mit einem alten brenner aus dem ehemaligen jugoslavien über das brennen unterhalten und durfte auch bei einem brand dabei sein. doch als ich sah wie dieser den vorlauf bzw. nachlauf trennte bin ich ins grübeln gekommen. gebrannt wurde ohne thermometer, der brand lief aus dem kühler in ein zu ca. 3/4 mit wasser gefülltem glas welches ja dann irgendwann überlief. die übergelaufene flüssigkeit war sein schnaps mit der begründung das der alkohol durch diese methode gewaschen wurde durch die höhere dichte der giftstoffe. tatsächlich war eine sehr trübe schicht in dem glas zu erkennen welche ungefär der vorlaufmenge entsprechen könnte.
haben sie schon mal etwas von diesem vervahren gehört oder kennen es sogar ?
kann ich ohne bedenken schnaps von ihm trinken ?
er trinkt ihn angeblich schon 35 jahre und diese brennmethode von seinen vater, und der vom großvater ....
vielen dank im voraus
hasi-schnucki, thüringen
08.Jun.2009 19:19:36
Ja, habe ich. Ist zwar ein lustiger optischer Effekt, die Vorlaufbestandteile werden dadurch jedoch, wenn überhaupt, nur sehr unzureichend abgetrennt. Eine einfache und zugleich zuverlässige Methode ist die Erstellung eines Brennprofiles (siehe Buch), Vorlauf ist in den einzelnen Gläsern sehr deutlich am Geruch erkennbar. Insbesondere wenn Vorlauf in rauen Mengen enthalten ist, wie bei solcherart hergestellten Bränden leider üblich...
Eintrag Nr. 3221
Gibt es eine Vereinfachung beim Schnaps verdünnen. Z.B. Schnaps und Wasser haben gleiche Temperatur (10°). Wieviel Wasser muss ich bei einer Menge von 100 l Schnaps 64% dazugeben, dass das fertige Produkt bei Trinktemperatur 18° 40% Vol. hat.
Huber, österreich
07.Jun.2009 18:26:55
Auf der Seite "Alkohol verdünnen" (siehe Menü, links oben) können Sie sich die notwendige Wassermenge selbst berechnen.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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