SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Einträge in Deutsch: 4360, Englisch: 3
Eintrag Nr. 4280
Guten Tag Herr Schmickl
Ich möchte den pH Wert meiner Maischen aus Wildkirschen und aus schwarzen Johannisbeeren messen. Die Farbe der Maische ist aber so intensiv, dass ich die Messstäbchen nicht ablesen kann. Haben Sie einen Tipp zum ablesen, oder gibt es eine andere Methode?
Vielen Dank
Maximilian Bucher
Maximilian Bucher, Elsass
27.Jul.2017 10:31:49
Entweder Biogen M verwenden, hier stellt sich bei entsprechender Dosierung der richtige pH von selbst ein, oder ein pH-Meter zum Messen verwenden. Damit pH-Meter tatsächlich den korrekten pH-Wert anzeigen, sind bezüglich Wartung, Lagerung und Kalibrierung jedoch einige nicht ganz triviale Punkte zu beachten. Sind also nicht wirklich "pflegeleicht".
Eintrag Nr. 4279
Sehr geehrter Herr Schmickl,
ich habe Ihr tolles Buch bereits aufmerksam gelesen und möchte nun eigene Spirituosen mit einer kleinen Destille herstellen.
Ich bin auf eine Homepage gestoßen auf der 0,5l Destillen für Deutschland verkauft werden. Allerdings sind alle 0,5l Destillen ohne Thermometer! Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass bei kleinen Destillen der Abstand zwischen Temperatur-Fühler und heißem Kesselinhalt zu gering ist. Deshalb können die einzelnen Brennschritte mittels Temperaturmethode nicht exakt abgetrennt werden. Die geben den Tipp sensorisch abzutrennen (nach Geschmack/Geruch).
Sie empfehlen in Ihrem Buch ja unbedingt auf ein Thermometer zu achten und auch Ihre 0,5l Destillen sind mit einem Thermometer ausgestattet.
Ich bin nun etwas verwirrt ob ein Thermometer erforderlich ist oder nicht bzw. wenn vorhanden ob die abgelesenen Werte verlässlich sind. Sicherheit steht bei mir an oberster Stelle.
Es wäre sehr nett wenn Sie etwas Licht ins Dunkle bringen könnten.
Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichem Gruß aus Deutschland
Schnellbach, Deutschland (Bayern)
14.Jul.2017 16:25:51
Wir bieten ebenfalls 0,5 Liter Destillen für Deutschland an. Alle unsere Destillen sind mit Thermometer ausgestattet, die von Ihnen beschriebenen Probleme treten bei der Temperaturanzeige nicht auf, auch nicht bei unseren 0,5 Liter Modellen.
Eintrag Nr. 4278
Hallo Frau Malle und Herr Schmickl ,
habe nach Rezept aus ihrem Buch Zwetschgen und Honigmaische mit gut 20% Alkohol vor einen halben Jahr angesetzt. Habe beides nun gebrannt. Bei beiden Vorgängen hat es schon bei 74 Grad getropft. Die Menge bis 81 Grad waren 1 1/2 Schnapsgläser. Hat nicht nach Kleber gerochen. Wäre eigentlich zu viel Vorlauf. Temperaturverlauf war war von 74 bis 81 Grad schneller als bei 81 bis 92 Grad. 81 bis 92 Grad war wie im Buch beschrieben. Habe eine Classic Anlage. Habe ich evtl. eine falsche Temperaturmessung, dann hätte der Nachlauf schon ca. 5 Grad eher begonnen. Thermometer wie beschrieben 2 cm vom Silikonstopfen herausschauen lassen. Muss das Thermometer weiter in den Kessel rein oder passt es so. Habe von 87 bis 92 Grad extra gesammelt, hat auch nicht schlecht gerochen. Habe ich was falsch gemacht oder wo liegt der Fehler.
Im voraus vielen Dank und beste Grüße.
Zoigli, EU
07.Jul.2017 16:57:20
So weit ich Ihren Text verstehe, habe Sie gar nichts falsch gemacht. Am besten die Thermometerposition wie im Buch auf Seite 88 beschrieben kalibrieren. Die richtige Nachlaufabtrennung sollten Sie ebenfalls im Buch nochmals nachlesen.
Eintrag Nr. 4277
Guten Tag Herr Dr. Schmickl,
ich habe in diesem Forum nun schon oft gelesen, dass die Gärtemperatur bei vielen Teilnehmern über 20 Grad Celsius liegt. Auch in meinem Keller, in welchem ich die Maischen lagere bzw. gären lasse, sind es zur Zeit ca. 23 Grad. Ich werde jetzt eine Aprikosenmaische vorbereiten und habe nun das Problem diese bei 19 Grad oder weniger zu lagern. Ist es hilfreich wenn ich den Maischebehälter mit Inhalt in ein grösseres Gefäss, gefüllt mit kaltem Wasser, stelle und das Wasser mittels Kühlakkus konstant halte?
Für eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
mfG
Harald Heger
Heger Harald, Ungarn
06.Jul.2017 09:53:25
Wie im Buch beschrieben sollte die Gärtemperatur keinesfalls über 19°C liegen, sonst wird Aroma ausgeblasen. Bei Aprikosen tritt dieses Problem am stärksten auf, eine zu hohe Gärtemperatur kann hier bis zur kompletten Geschmacklosigkeit des Destillates führen. Deswegen lassen professionelle Qualitätsbrenner ihre Maischen auch immer unter 19°C gären, je nach Witterung werden die Gärbehälter mit Thermostatsteuerung gekühlt.
Ja, selbstverständlich ist es hilfreich wenn das Gärfass in einem mit kalten Wasser gefüllten Gefäß steht.
Eintrag Nr. 4276
Guten Tag Herr Dr. Schmickl,
habe soeben unter der Suchfunktion "Künstliche Alterung" den Eintrag Nr. 3474 durchgelesen. Hierbei empfehlen Sie unter anderem auch die Durchführung mittels eines Bimssteines. In Ihrem Buch beschreiben Sie die Lufteinblasung unter Verwendung eines Stückes Balsaholz im Silikonschlauch. Welche Anwendung ist nun richtig bzw. die beste. Wie lang sollte das Balsaholzstück in etwa sein? Danke im voraus für Ihre Aufklärung.
mfG
Harald Heger, Ungarn
Heger Harald, Ungarn
29.Jun.2017 18:15:40
Das ist egal. Es geht hier nur um eines: möglichst kleine Luftbläschen erzeugen. Das gelingt sowohl mit Bimsstein also auch mit Balsaholz.
Die Länge hängt vom Luftstrom und Durchmesser ab. Ab der Länge wo die gesamte Luft aus dem Holz bereits ausgetreten ist kann das Holz abgeschnitten werden.
Eintrag Nr. 4275
Guten Tag Herr Dr. Schmickl,
ich habe, wie in Ihrem Buch beschrieben, grüne Walnüsse, geerntet am 24.06.2017, angesetzt. Meine Fragen diesbezüglich lauten:
Kann man nach Ende des Ansatzes die eingelegten Nüsse entsorgen?
Macht es Sinn beim Brennen angeröstete Walnüsse in den Fruchtkorb zu legen um das Aroma zu verstärken?
mfG
Harald Heger, Ungarn
Heger Harald, Ungarn
29.Jun.2017 10:17:26
Nein, nicht entsorgen, sondern beim Destillieren in den Aromakorb geben. Nein, angeröstete Walnüsse ergeben einen anderen Geschmack als grüne Nüsse.
Eintrag Nr. 4274
Habe 20l Weichselmaische angesetzt, Weichseln mit Kartoffelstampfer zerdrückt, Gärfix Steinobst und ca. 3 l Wasser zugegeben. Jetzt nach 5 Tagen heftiger Gärung wird es sehr ruhig und der Gärspund bewegt sich nur mehr jede Minute. Die Temperatur im Keller beträgt 22 Grad. Habe vor 2 Tagen 1 kg Zucker zugegeben. Hab ich was falsch gemacht?
Schnapsgimpel, Mostviertel
24.Jun.2017 14:00:25
Am besten befolgen Sie die Anleitungen im Buch. Wegen der hohen Gärtemperatur wird ein erheblicher Teil vom Aroma ausgeblasen worden sein. Insbesondere Weichseln (Sauerkirschen) sind diesbezüglich sehr empfindlich. Dass die Gärung im Lauf der Zeit immer langsamer wird ist vollkommen normal, wie ebenfalls im Buch nachzulesen.
Eintrag Nr. 4273
Sehr geehrter Herr Schmickl,
Ich habe versucht einen Maiwipferlgeist (wie in Ihrem Buch beschrieben) in einer 4L Destille (Schnellkochtopf) mit 3L 12%vol Geschmacksneutralem Alc. und 300g Maiwipferl über dem Aromakorb herzustellen und hätte hierzu gerne Ihre Expertise.
Nach der Destillation hatte ich folgende Ausbeute:
86 - 91°C 500ml 48%vol
91 - 92°C 100ml 35%vol
92 - 93°C 100ml 30%vol
93 - 94°C 100ml 25%vol
94 - 95°C 100ml 20%vol
Was sagen Sie zu der Ausbeute und wie würden Sie weiter verfahren?
Beste Grüße aus XXXX
R. M.
R. M., XXXX
23.Jun.2017 10:59:21
Sie haben alles richtig gemacht, die erste Fraktion bis 91°C mit 48%vol ist OK, danach kommt der Nachlauf. Einerseits ist das am Temperaturbereich ersichtlich, andererseits am Alkoholgehalt. Bei 12 %vol im Kessel kommt ca. 48 bis 51%vol heraus. Wird die erste Fraktion (500 ml mit 48 %vol) auf Trinkstärke verdünnt (43 %vol) entspricht die Gesamtmenge ca. einem Fünftel des Kesselinhaltes vor dem Brennen, diese Menge ist für 12 %vol im Kessel vor der Destillation vollkommen in Ordnung.
Kurzum: die erste Fraktion verdünnen und anschließend genießen. 😉
Eintrag Nr. 4272
Hallo Herr Dr. Schmickl,
leider kann ich an meiner Anlage keinen Anbrennschutz verwenden. Macht es Sinn, die abgepresste Frucht in den Aromakorb zu geben?
Mit freundlichen Grüßen, J.S
Josef Steiner, Niedersachsen
19.Jun.2017 20:02:33
Ja, selbstverständlich. Die Flüssigkeit aus dem Abpressen kommt also in den Kessel, die festen Bestandteile der Maische in den Aromakorb.
Eintrag Nr. 4271
Sehr geehrter Herr Schmickl,
bei und stehen die Linden in voller Blüte.
wie kann ich einen Lindenblütenbrand oder einen Lindenblütengeist ansetzen? Haben Sie ev. ein Rezept dazu?
Gruß aus Kolkwitz
Georg, Spreewald
Hans-Georg Zubiks, Spreewald
18.Jun.2017 21:01:33
Dazu am besten die Rezepte für Holunderblütenmaische bzw. -geist vom Buch befolgen und statt Holunderblüten Lindenblüten verwenden. Auch bei Lindenblüten sind ein paar Zitrusfrüchte geschmacklich sehr sinnvoll.
Eintrag Nr. 4270
Hallo Frau Malle,
hallo Herr Schmickl,
zunächst auch von mir ein großes Lob für Ihr gut strukturiertes, leicht verständliches Buch, welches ich gut studiert habe. Ich bin Anfänger und habe mit meiner Glasdistille mit Liebigkühler folgendes Problem. Ich habe mich zum ausprobieren an einem Bierbrand (Starkbier mit fast 10%) und 2 Weinen herangewagt. Bei allen Vorgängen hatte ich bis ca. 91° kaum Destillatausfall. Zudem stieg die Temperatur recht zügig bis 91° an. Erst jetzt fiel Destillat an. Die Temperatur hielt sich dann länger zwischen 91° und 92,5° auf und es tropfte wie es soll. Ich habe dies allerdings ab ca. 81° erwartet. Ich nehme die Temperatur wie im Buch beschrieben kurz unter der Biegung zum Geistrohr. Beim 3. Versuch habe ich die Temperatur langsamer ansteigen lassen, da ich vermutet habe zu schnell zu erhitzen, aber wieder oben beschriebenes Problem gehabt. Bei einer Wasserdestillation messe ich 101,5°. Ich befinde mich ca. 300 m üNN. Es ist eine 0,5l Anlage. Ich möchte mich eigentlich diesen Sommer an eigene Maischen heranwagen, habe aber Angst quasi die 3 Fraktionen nur gemischt zu erhalten. Muss ich evtl. noch langsamer erhitzen ? Ich konnte auch ein schwanken der Temperatur beobachten (von 92° wieder auf 91° und wieder hoch auf 92° usw.). Ist der Hauptausfall des Edelbrandes am Ende des Temperaturintervalls von ca. 81° bis 91° zu erwarten (also etwa wie bei mir gemessen)? Nach den Tabellen in Ihrem Buch erhalte ich ja fast nur Nachlauf. Dies verunsichert mich doch stark. Als Anfänger fällt es mir schwer mich auf mein Geruch zu verlassen, wenn mein Thermometer dem widerspricht. Danke im Voraus für Ihre Mühen. Gruß Sebastian L.
Sebastian L., Deutschland,NRW
12.Jun.2017 22:57:32
Danke, das freut uns!
🙂
Am besten kalibrieren Sie die Temperaturmessung wie im Buch auf Seite 88 beschrieben. Abgesehen davon zeigt Ihr Thermometer ein wenig zu hohe Werte an (Wasserdestillation bei 101,5°C ???).
Eintrag Nr. 4269
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl, Frau Dr. Malle,
gibt es in Bezug auf das erzielte Aroma bei Geisten einen Unterschied bezüglich des Destillates. Damit meine ich ob für bestimmte Geiste es besser ist Rotwein oder Weisswein zu verwenden und spielt auch der Alkoholgehalt sowie die Traubensorte eine Rolle für das spätere Schnapsaroma?
Z.B. Rote Früchte zu Rotwein bzw. weisse Früchte zu Weisswein. Ihre Meinung würde mich sehr interessieren. Danke im voraus für Ihre Antwort.
mfG
Harald Heger
Heger Harald, Ungarn
10.Jun.2017 06:05:11
Ob das Destillat aus Wein überhaupt nach etwas schmeckt, hängt nicht so sehr davon ab ob Weiß- oder Rotwein, sondern von der Traubensorte und ob der Wein z.B. im Holzfass gelagert wurde bzw. einen harzigen Geschmack hat. Für die Geistherstellung wird normalerweise Alkohol verwendet der ein möglichst geschmacksneutrales Destillat ergibt (z.B. Veltliner). Wenn Sie mit verschiedenen Weinsorten experimentieren möchten, sollten Sie zuerst nur den Wein alleine destillieren und dann verkosten ob das Destillat geschmacklich überhaupt Ihren Vorstellungen entspricht.
Eintrag Nr. 4268
Hallo Dr. Schmickl,
ich habe hier Schmickl, Helfried; Peterski, Friederun: Handbuch für Schnapsbrenner (1999) Frankfurt: Eichborn-Verlag.
Kann ich das noch verwenden, oder sind manche Angaben veraltet (z.B. würde ich spontan von der Verwendung des Vorlaufes zum Einreiben lieber absehen)
Schöne Grüße
SchwarzwaldC, Süddeutschland
06.Jun.2017 08:41:08
Unbedingt aufheben, wird seit ca. 15 Jahren nicht mehr gedruckt! Abgesehen davon sollten Sie im Zweifel besser unser Buch "Schnapsbrennen als Hobby" zu Rate ziehen, es gibt auch noch andere Punkte die uns damals dazu bewogen haben ein komplett neues Buch zu verfassen.
Eintrag Nr. 4267
Hallo Herr Dr. Schmickl,
macht es Sinn, wenn ich z.B. eine Himbeermaische ohne extra Zucker mit Turbohefe ansetze, oder sollte ich in diesem Fall eine normale Hefe (Champagnerhefe) verwenden?
Ist ein Brand qualitativ besser, wenn in der Maische kein Zucker dazu gegeben wurde?
Gibt es Qualitätsunterschiede zw. hochgradiger Maische 14-20% Vol. und normaler Maische mit z.B. 8% Vol.
Im Abgang sind meine Schnäpse zwar mild, aber manchmal habe ich mehr Alkoholgeschmack als Aroma, was mache ich da falsch?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Thomas, Bayern
22.Mai.2017 11:45:26
Doch, Turbohefe kann auch ohne Zucker verwendet werden, wenn Sie stattdessen Champagnerhefe verwenden ist das ebenfalls OK. Nicht auf die Hefenährsalze vergessen, die in der Champagnerhefe fehlen.
Warum hochgradige Fruchtmaischen ein besseres Ergebnis und mehr Geschmack im Brand ergeben, ist im Buch sehr ausführlich erklärt.
In Ihrem Fall, wie ebenfalls im Buch ausführlich beschrieben, die Maische vor dem Brennen länger lagern bzw. den Brand künstlich altern (s. Buch). Auf Trinkstärke verdünnen nicht vergessen...
Eintrag Nr. 4266
Lieber Herr Schmickl, ich versuche gerade, einen Mangobrand mit Fruchtauszug herzustellen. Da Mangos recht süß sind, braucht man definitiv keinen Zucker hinzufügen. Das Problem ist eher, daß das Ergebnis zu süß schmeckt, wenn man zuviel Mangos in den Brand einlegt. Da es in Kambodscha immer ziemlich heiß ist, mögen die meisten Leute keine allzu hochprozentigen alkoholischen Getränke. Meine Frage: Wie weit nach unten kann ich mit dem Alkoholgehalt eines Mangobrands mit Fruchtauszug gehen? Mit bestem Dank im Voraus für Ihre fachkundige Antwort. P. S.
P. S., Kambodscha
19.Mai.2017 15:32:16
Das ist reine Geschmacksache. Daumenregel: je süßer der Geschmack, desto weniger bemerkt man geschmacklich den Alkohol. Alter Trick von Cocktailmixern... Kurzum: ich würde es mit einer kleinen Menge austesten. Dazu das Fruchtfleisch der Mangos in Stücke schneiden und zumindest eine Woche ziehen lassen, damit der Zucker möglichst vollständig herausgelöst wird. Wenn Sie die Mangostücke in Schnaps mit (europäischer) Trinkstärke von ca. 40 bis 45 %vol einlegen, wird der Alkoholgehalt durch das Wasser im Fruchtfleisch auf ca. 30 bis 35 %vol verdünnt. Ich würde mit einer großen Mango je Liter beginnen und gegebenenfalls mehr zugeben.
Eintrag Nr. 4265
Hallo
ich will das 1. mal eine Holunderblütenmaische herstellen zum Brennen.
Vorschlag:
120 L Wasser 25°
15 Kg Zucker
ca 150 Holler Blüten
20 Bio Zitronen
10 Orangen
Turbo Hefe
nach 5 Tagen 15 Kg Zucker zu geben
nach 10 Tagen 15 Kg Zucker zu geben
und die Blüten raus nehmen.
wäre das Korrekt ?????
L.G. R.B.
R.B., Spital
19.Mai.2017 10:48:17
Die Zuckermengen sind für 120 Liter in Ordnung. 150 Holunderblüten für 120 Liter sind jedoch viel wenig. Oder waren 150 Dolden gemeint? Jedenfalls ist das Rezept für Holunderblütenmaische im Buch angegeben, siehe Kapitel Maischerezepte. Demzufolge sollten umgerechnet auf Ihre Mengen 100 Liter Dolden mit 100 Liter Wasser vermischt werden, das Gemisch hat dann ca. 120 Liter. Die Mengen der restlichen Zutaten sind ebenfalls OK.
Blüten nicht herausnehmen, nur die Stängel der Dolden. Nach ein paar Tagen Gärzeit schwimmen die Stängel obenauf. Die Stängel schütteln beim Herausnehmen, damit der Blütenstaub in der Maische verbleibt.
Eintrag Nr. 4264
Hallo, wir filtern unser Destillat durch Aktivkohle, die auch immer wieder regeneriert wird. Wann sollte diese Kohle ersetzt werden. Danke. Else
Else, Berlin
17.Mai.2017 09:05:51
Das ist schwer zu sagen, hängt ab von der Art der Aktivkohle und wie Sie sie regenerieren. Ob die Adsorption ausreichend ist, merken Sie am Geschmack. Wenn also das Ergebnis geschmacklich nicht mehr so ist wie gewohnt, die Aktivkohle erneuern.
Eintrag Nr. 4263
hallo herr schmickl
ich beabsichtige eine spargelmaische anzusetzen
können sie mir hierzu einen tipp geben bezüglich
rezeptur und welche hefe würden sie empfehlen
vielen dank im voraus
kurt, rheinhessen
15.Mai.2017 03:04:51
Am besten so vorgehen wie im Buch im Kapitel "hochgradige Maische" beschrieben, da Spargel nur sehr wenig Zucker enthält.
Eintrag Nr. 4262
Sehr geehrte Frau Malle, sehr geehrter Herr Schmickl,
in den vergangenen Jahren habe ich (u. a. mit Hilfe ihres ausgezeichneten Buches) immer besser Geiste und Destillate produziert. Immer relativ kleine Mengen und mit viel Liebe zum Detail.
Nun wollte ich mich auch einmal an Eichenspänen versuchen. Dazu habe ich einen kleinen Teil von meinem frischen Zwetschgenbrand (60%) in einen Glasballon gefüllt und Chips lt. Herstellerangaben beigefügt. Nach eineinhalb Wochen wollte ich sehen, wie der fertige Schnaps schmeckt. Dazu habe ich 100 ml auf 41% verdünnt. Leider ist es dabei zu Trübungen gekommen und ich musste filtrieren. Der Geschmack war zwar ausgezeichnet, aber die schöne Färbung ist durch verdünnen und filtern fast vollständig verschwunden. Wäre es in diesem Fall nicht besser, zuerst auf Trinkstärke zu verdünnen (ggf. filtern), danach die Eichenspäne beizumengen und am Ende den fertigen Schnaps durch eine Filtertüte zu gießen, um die Späne wieder zu entfernen?
Besten Dank im voraus,
Christoph
Christoph, Niederösterreich
23.Apr.2017 18:08:39
Danke, es freut mich, dass Ihnen mit Hilfe unseres Buches bereits viele gutes Destillate gelungen sind.
Ja, das nächste mal zuerst verdünnen, dann erst Eichenchips zugeben. Da sich das Ganze sowieso in einem Glasgefäß befindet, kann auch kein Alkohol verdunsten wie bei einem Holzfass. Ich würde den trüb gewordenen Schnaps eine Zeit lang stehen lassen, vielleicht klärt sich die Trübung von selbst ohne dass die Farbe dabei verschwindet. Ansonsten verdünnten, die Trübung abfiltrieren und, um wieder eine Farbe reinzubekommen, einfach noch einmal Chips zugeben. Die Zugabe sollten Sie jedoch mit einer kleinen Probe vorab testen, nicht dass der Holzgeschmack durch die zweite Zugabe dann zu intensiv wird.

Soeben hat mir R.K.B. folgenden Tipp per e-mail gesendet, vielen Dank!

"Ich habe letztes Jahr Zwetschgen eingemaischt, nachdem die Gärung abgeschlossen war, habe ich das ganze noch 2 – 3 Monate stehen lassen, und in dieser Zeit ein Marmeladenglas mit Maische befüllt. In diese Maische habe ich Eichenchips eingelegt. Nach dem Brand habe ich das Destillat halbiert, und die Chips in die eine Hälfte eingegeben.
Das war vor 4 Wochen. Das Destillat mit den Chips schmeckt schon feiner, abgerundeter und doch auch fruchtig."
Eintrag Nr. 4261
Ich möchte Brandy herstellen mit gekauftem Rotwein und einer 2 Liter Anlage. Im Forum ließt man ja ganz unterschiedliche Meinungen. Aber welche Aussagen sind nun richtig? Nun möchte ich gern mal die Meinung vom Fachmann wissen.
- gibt es bei gekauften Rotwein einen Vorlauf???
- Schwefel ausquirlen Vor oder Nach dem destillieren???
Danke für Ihre Antwort
Dirk, Sachsen
22.Apr.2017 14:30:24
ad 1) ist prinzipiell auf Grund der anderen Gärtechnik als bei Weißwein zwar möglich, in der Praxis wird dies allerdings kaum der Fall sein. Sonst wäre es ja ein Heckenklescher sprich Kopfwehwein. Heckenklescher ist ein Schimpfwort für schlechten Wein, dass dieser mit Uhudler gleich zu setzen ist (siehe Wikipedia), stimmt überhaupt nicht! Uhudler mit modernen Gärmethoden vergoren ist ein ausgezeichneter Wein, definitiv KEIN Heckenklescher!
ad 2) Schwefel ausquirlen: am besten so vorgehen wie ausführlich im Buch beschrieben.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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