SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3600
S.g. Herr Dr. Schmickl,
Mein Nachbar verwendet zum Verdünnen destilliertes Wasser, das er selbst mit seinem Brenngerät erzeugt. Er hat seinen Schnaps noch nie gefiltriert und hat trotzdem nur eine ganz minimale Trübung.
Er ist ein Profi-Landwirt und macht schon viele Jahrzehnte viel guten Schnaps.
Ich möchte auch gerne auf das Filtrieren verzichten können, habe aber immer eine starke Trübung, auch wenn ich destilliertes Wasser von der Drogerie verwende.
Deshalb meine Fragen:
1. Macht selbst destilliertes Wasser weniger Trübung als gekauftes entmineralisiertes Wasser. (Ich weiß, daß ich die Destillation von Wasser nicht mit meinem Brenngerät machen soll um eine Verkalkung meines Brenngerätes zu vermeinden.)
2. Ist ein "Destilliertes Wasser" vom Geschäft gut oder schlecht, wenn es bezeichnet ist als "Entjonisiert, UV-bestrahlt, chemisch rein, nach VDE 0510 und EN 285".
3. Wie komme ich zum besten destillierten Wasser, das möglichst keine Trübung beim Verdünnen verursacht.
Danke und Gruß
Josef
Josef Filemonow, Salzburg
24.Aug.2011 14:16:24
Nein, das hat mit Trübungen nichts zu tun. Wichtig ist nur eines: kalkfreies Wasser verwenden. Ganz "normales" demineralisiertes Wasser aus dem Supermarkt (wird meist als "destilliertes Wasser" zum Bügeln, für die Autobatterie etc. angeboten), ist daher vollkommen ausreichend. Selbst Wasser zu destillieren ist schade um die Arbeit/Zeit, das aus der Apotheke - wenn nur zum Schnapsverdünnen verwendet - schade um's Geld. Geschmacklich sinnvoller wäre es, nicht-destilliertes (!), kalkarmes Wasser, z.B. eigenes Grundwasser, zu verwenden. Zum Testen ob Ihr eigenes Grundwasser zum Verdünnen vom Schnaps geeignet ist: eine kleine Probe mit dem zu testenden Wasser verdünnen, einige Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen. Wenn sich danach keine Kalkflocken gebildet haben (setzen sich am Boden ab, werden beim Schütteln aufgewirbelt), ist das Wasser zum Verdünnen geeignet.
Wie im Buch beschrieben, gibt es mehrere Ursachen für Trübungen. Mineralien bzw. Kalk im Wasser ist nur eine Möglichkeit. Ätherische Öle im Destillat eine andere, z.B. wird Anisgeist beim Verdünnen trüb, der bekannte "Ouzo-Effekt". Bei Zitrusfrüchten, Zirbenzapfen, Absinth usw. tritt dies, mehr oder weniger deutlich, ebenfalls auf. Diese Trübung ist undurchsichtig milchig-weiß, sieht anders aus als bei Kalk.
Steinobstbrände bekommen meist nur einen "Stich", so als ob man einige Tropfen Milch in ein Glas Wasser verteilt. Dies geschieht jedoch bereits im UNverdünnten, frischen Destillat. Ist an sich ein sehr positives Zeichen, erfahrungsgemäß ist der Brand umso geschmackvoller, je deutlicher diese leichte Trübung (Ihr Brand sollte daher geschmackvoller sein, als der vom "Profi-Landwirt"). In solchen Fällen das Destillat verdünnen, einige Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen, danach z.B. mit einem Faltenfilter (für Weine und Spirituosen) filtrieren. Wird sofort nach dem Verdünnen filtriert, kommt es zu Nachtrübungen.
Im Übrigen ist das alles auch im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" beschrieben...
Eintrag Nr. 3599
Hallo zusammen,
ich stelle folgendes fest:
Ich brenne eine hochprozentige Maische (Obstler, Kirsche etc.), der Brand wird sehr gut. Ich lasse ihn 2-3Wochen in der Flasche mit einem Kuechentuch verstopft stehen und er wird weicher im Geschmack.
Wenn er dann nochmals so 4-6 Wochen mit Korken verschlossen steht, wird der Brand deutlich rasser und hat weniger Fruchtaromen. Woran kann das liegen?
Gruesse
Hermann Gottschalk
Hermann Gottschalk, Franken (Bayern)
22.Aug.2011 20:11:07
Darauf weiß ich leider auch keine Antwort. Dass der Schnaps nur durch's Lagern schärfer wird, lese ich hier zum ersten Mal. Kann es eventuell sein, dass beim Verkosten die Temperaturen unterschiedlich waren? Bzw. hatte das Destillat in beiden Fällen den gleichen Alkoholgehalt? Wann wurde verdünnt, vor oder nach der Lagerung? Viele Brenner verdünnen erst nach der Lagerung, auch wenn kein Holzfass verwendet wurde. In diesem Fall auch den (nachträglich) verdünnten Schnaps zumindest einige Wochen stehen lassen.
Eintrag Nr. 3598
Hallo zusammen,
habe meine ersten Versuche mit meiner kleinen Brennanlage (2,5l) gemacht. Leider kommt beim Destillieren, der Kirschmaische, nicht die gewünschte Menge Flüssigkeit heraus. Habe es mal mit schneller Erhitzen und langsamen erhitzen probiert. Und hatte mehr oder weniger das gleiche Resultat.
Dann habe ich es mit Rotwein probiert, da kamm deutlich mehr heraus, aber auch nicht die Mengen die im Praxibuch stehen. Kann mir jemand von Euch einen Tipp geben? Ist die Maische nichts (Alkoholgehalt ca. 6%)?
Vielen Dank im Voraus für ein kurzes Feedback.
Mike, Aargau
13.Aug.2011 10:12:58
Leider ist aus Ihren Angaben nicht ersichtlich wieviel in den Kessel eingefüllt wurde und wieviel Destillat mit welchem Alkoholgehalt Sie erhalten haben. Prinzipiell gilt, es kann nichts verschwinden (sofern es bei der Anlage nicht irgendwo herausdampft). Schließlich lautet der erste Hauptsatz der Thermodynamik: "Aus nix wird nix". Wenn Sie also das Destillat mit dem Rest im Kessel wieder vermischen, ergibt sich zwangsläufig wieder die ursprüngliche Maischemenge mit dem ursprünglichen Alkoholgehalt. Da ist es vollkommen irrelevant, ob Sie nun schnell oder langsam aufheizen, wie Sie ja auch beobachtet haben.
Dass die Ausbeute bei Wein größer ist als bei Maische mit 6%vol, ist daher auch nicht weiter verwunderlich. Trockener Wein hat so um die 12 bis 13%vol.
Eintrag Nr. 3597
Hallo Doc. vielen Dank für euere Website und euer Buch.
Seher informativ und interessant. Aber doch eine Frage.
Der minimale Alkgehalt, den Turbohefen aushalten können ist 20%. Welches ist der maximale Alkgehalt, den Turbohefen aushalten können? Etwa 25%? Danke schon im Voraus.
Destilliert man den Bodensatz, der aus Hefe etc. besteht nur beim Cognac mit oder auch bei jedem beliebigen anderen Brand?
Interessierter, Jever
08.Aug.2011 12:12:23
Danke, das freut uns!
Minimal kann Hefe (egal welche) auch 0% Alkohol aushalten. Es gibt verschiedene Arten von Turbohefe. Die Turbohefe die wir anbieten, geht laut Beschreibung auf der Packung bis maximal 20%vol bei reiner Zucker-Wasser-Lösung. Bei Obstmaischen können jedoch auch ein paar Prozent mehr erreicht werden.
Eintrag Nr. 3596
Hallo,
kann ich einen Anisgeist herstellen indem ich den Anis mit hochprozentigem Obstler mische und diese Mischung langsam abbrenne? Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort.
Viele Grüße vom Bodensee
B.
Fahr, Bodensee
07.Aug.2011 16:32:05
Geht natürlich auch. Der Geschmack vom Obstler wird jedoch erkennbar bleiben. Beim Ansetzen nicht zuviel Anis verwenden, damit das Destillat auch noch trinkbar ist. Haben zwar noch nie Anis angesetzt, würde aber schätzen ca. 10 bis 20 g je Liter.
Eintrag Nr. 3595
kann man und wieviel Gärfix für Beerenobst soll man zu 100 Liter Vogelbeermeische dazugeben ?
Eder Mathias, Tirol/Ö
06.Aug.2011 12:39:23
Geht auch, die auf dem Säckchen angegebene Menge. Zusätzlich jedoch Verflüssiger zugeben, zumindest ca. 40 ml / 100 Liter.
Eintrag Nr. 3594
Sehr geehrter Herr Schmickl,
ich habe mit großen Interesse Ihr Buch gelesen, da ich hier in Südfrankreich einige reichlich tragende Obstbäume habe. Können Sie mir einen Hinweis geben, wie ich mich nach den französischen Rechtsvorschriften erkundigen kann? Dürfte ich beispielsweise von Ihnen eine 10 L Destille nach Frankreich beziehen und bin ich hier zur Meldung verpflichtet? Ich habe wie gesagt, einige tragende Bäume und komme um vor optisch nicht sehr schönem Obst und darf die Bäume nicht fällen. Vielen Dank und beste Grüße!
Th. Sonneberg
Thomas Sonneberg, Frankreich
31.Jul.2011 19:33:40
Für Frankreich benötigen Sie für so eine Kesselgröße auf alle Fälle ein Brennrecht. Infos bekommen Sie beim zuständigen Zollamt, Abt. Alkoholverwaltung.
Eintrag Nr. 3593
Hallo
Ich habe nun schon einige Brände aus meiner hochprozentigen Birnenmaische gemacht und bin recht zufrieden mit dem Ergebnis.
Allerdings habe ich mich jetzt gefragt, ob es Sinn macht, den Nachlauf der Maische wieder zuzugeben, da der Nachlauf ja dann mit der Maische nochmal gebrannt wird?
Ich habe auch schon mal bei einem Brand wohl zu wenig Vorlauf abgetrennt. Kann ich den Brand wieder in eine Maische rühren und nochmal brennen? Wenn ich den fertigen Brand nochmal brennen geht doch viel zu viel Aroma verloren oder?

Gruß
Mo, BY
31.Jul.2011 09:54:54
Ja, ist möglich, zumindest wenn Sie auf die Wirtschaftlichkeit achten. Nachlauf zum nächsten Brand zugeben ist aus qualitativer Sicht jedoch nicht sinnvoll.
Ja, wenn ein Brand Vorlauf enthält, nochmals brennen, aber diesmal Vorlauf korrekt abtrennen, den Aromaverlust müssen Sie in Kauf nehmen. Kann auch zusammen mit einer Maische gebrannt werden.
Eintrag Nr. 3592
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich hätte eine etwas unpassende Frage die Sie mir aber vielleicht doch beantworten könnten.
Habe eine 5 Monate alte Brombeermaische und will einen Teil davon als Wein abfiltern. Muß ich mir, da der Wein ja nicht gebrannt wird, Sorgen um Fuchsbandwürmern im Wein machen?
Die Maische hat ca. 16%. Wenn das nicht Ihr Schaffensgebiet ist löschen Sie bitte meine Frage
Gruß aus Baden
Kai Künstler, Baden
29.Jul.2011 00:00:54
Zwar sollten die Würmer ca. 16%vol Alkohol nicht überleben, trotzdem würde ich den Wein kurzfristig auf ca. 70°C erhitzen (pasteurisieren), falls der Alkoholgehalt doch nicht so hoch ist.
Eintrag Nr. 3591
Guten Tag Herr Dr. Schmickl,
habe schon viele Anregungen und Rezepte aus Ihrem Buch umgesetzt.
Einfach hervorragend!
Das letzte Destillat war aus einer Apfelmaische mit folgender Rezeptur:
- 30 Kg Äpfel
- 5 l Wasserzusatz
- gewünschter Alkoholgehalt der Maische war 20 Vol % => 389 g Zucker je Liter Maische
35 Liter * 0,389= 13,61 kg Zucker
- erstes Drittel wurde direkt der Maische zugefügt.
- zweites Drittel nach einer Woche
- restliche Zuckermenge nach einer weiteren Woche
- 15 g Turbohefe
- 6 ml Verflüssiger
Die Maische habe ich vorschriftsmäßig gären lassen und nach 13 Monaten zu einem qualitativen hervorragenden leckeren Obstler gebrannt.
Ich habe allerdings nur die Hälfte der Maische verbraucht und den Rest nach weiteren neun Monaten.
Das Destillat welches ich daraus erhalten habe, ist leicht grünlich und nun habe ich Angst den Schnaps meinen Gästen zu servieren.
Was habe ich falsch gemacht?
Wie lange sind ausgegorene Maischen haltbar?
Über eine Antwort ihrerseit würde ich mich freuen.
Mit freundlichem Gruß
Thomas Breitfeld
Thomas Breitfeld, Deutschland NRW
26.Jul.2011 18:11:43
Das hat nichts mit der Maische zu tun, sondern mit der Anlage. Kühler und Geistrohr am besten mit heißer Zitronensäurelösung reinigen, siehe auch Fachfrage 3589.
Eintrag Nr. 3590
Ich habe 100 Liter Maische. Wie viel Schnaps kann ich bekommen?
Angella Bertus, Ungarn
26.Jul.2011 15:31:00
Die Ausbeute ist vom Zuckergehalt der Früchte abhängig, daher je nach Frucht sehr unterschiedlich. Eine Liste finden Sie in den Büchern "Schnapsbrennen als Hobby" und "Essig herstellen als Hobby".
Eintrag Nr. 3589
Hallo Herr Dr. Schmickl,
Gratulation zu Ihrem Buch, leistet wertvolle Hilfe!!!
Ich habe eine Anlage gebaut, 40-l-Edelstahlkessel der Rest ist aus Kupfer, hartverlötet, das Steigrohr ca. 1 m hoch und 65 mm Durchmesser, gefüllt mit Kupferwinkel (Oberflächenvergrößerung).
Die Anlage stand jetzt über ein Jahr und hat Grünspan angesetzt, ich vermute auch in der 6 m langen Kühlschlange, die ich mit einer Bürste nicht reineigen kann. Nun meine Fragen:
a) Wie lange muss ich Steigrohr und Kühlschlange in Zitronensäure einlegen, bis das Material sauber ist?
Reicht einlegen oder muss ich ständig spülen?
b)Ich habe noch Chlorbleichlauge zuhause (Natriumhydrochlorit). Diese enthält den Vermerk: "Technische Ware mit einer Konzentration von 12% CI aktiv".
Kann ich diese zur Reinigung auch verwenden, wenn ja, wem ist der Vorzug zu geben, Zitronensäure oder Chlorbleiche?
Mit freundlichen Grüßen
aus dem schönen Hessenland
M. Schuster
Marcel Schuster, Hessen / Deutschland
26.Jul.2011 00:53:27
a) möglichst heiße Zitronensäurelösung, durchaus 100 g je Liter. Mehrmals durchrinnen lassen, bis der Ablauf farblos ist. Danach mit heißem Wasser sehr gründlich nachspülen.
b) Nicht sinnvoll, weil das Gegenteil einer Säure.
Anmerkung: statt Kupferwinkel sollten Sie als Füllkörper besser z.B. nirosta-Schraubmuttern oder Stahlfedern oder kurze Glasrohrstückchen verwenden.
Eintrag Nr. 3588
Hallo!
Mit welcher Dichte von Zucker rechnet ihr Rechner auf dieser Seite? Meiner logischen Erklärung zu Folge müsste es eine Dichte von 1,425 kg/l sein. Wenn ich mit diesem Tipp richtig liegen sollte, würde ich gerne noch wissen wie dieser Wert zu Stande kommt, weil als Beispiel Saccharose eine Dichte von 1,57 kg/l hat.
Vielen Dank für Ihre Mühen.
MfG
Lixe
lixe, Baden-Würtemberg
23.Jul.2011 22:41:57
Wenn Sie die Zucker-Alkohol-Rechner-Seite weiter nach unten scrollen, sehen Sie die Berechnungsgrundlagen des Rechners. Die jeweiligen Umrechnungsformeln finden Sie in nahezu jeder Fachliteratur für Winzer und Kellereibedarf bzw. in der Beschreibung eines Zucker-Refraktometers. Wie ersichtlich wird die Dichte von festem Zucker für die Umrechnungen gar nicht verwendet. Anmerkung: die Dichte von festem Zucker ist nicht gleich groß wie in gelöster Form, daher auch diese Formeln.
Eintrag Nr. 3587
Hallo Herr Doktor.
Je mehr ich brenne und versuche, umso mehr Fragen entstehen 🙂
1. Kann ich Hollunder- und Vogelbeeren mit dem Stabmixer zerkleinern, wobei allerdings auch die kleinen Kerne zerstört werden?
2. Ist der Temperaturverlauf einer Anlage immer gleich? Ich die Temp. für den Nachlaufbeginn bestimmt:90 °(im Vergleich zu Ihren Anlagen 91 °)
Heißt das auch das bei meiner Anlage (80 L) auch der Edelbrand bereits bei ~79,5 ° beginnt (ausgehend von einer hochgradig vergorenen Maische mit ca. 18 %).zumindest wäre es ein Anhaltspunkt wann ich mit dem schnüffeln beginnen muss 🙂
3. Ich habe etwas widersprüchliches bei einem sehr bekannten und teurem Schanpsproduzenten gefunden. In seine Schnapsfibel schrebt er: "Den Vorlauf, ein hochwertiges Beiprodukt, setzen wir mit Arnika, Ringelblume, Beinwell und Rosskastanie an. Seine heilkräftigen Fruchtauszüge sind nämlich ein altbewährtes Tiroler Hausmittel zur Behandlung von Verstauchungen, Muskelkater und Sportverletzungen."
Vorlauf enthält meines Wissens und Ihren Angaben nach jede Menge giftstoffe die auch über die Haut aufgenommen werden können oder?
Wie immmer vielen Dank im Voraus.
Franky
franky_begood, Slowenien
23.Jul.2011 13:53:36
ad 1) ja
ad 2) ja, das ist richtig
ad 3) Haben wir früher bei den Seminaren auch immer erzählt, bis mich Ärtze darauf aufmerksam gemacht haben, dass der Vorlauf auch über die Haut aufgenommen wird. daher: gleiches Rezept, allerdings statt Vorlauf einen vorlauffreien Alkohol dafür verwenden.
Eintrag Nr. 3586
Hallo !
Kann mir jemand sagen, weshalb mein Kirschbrand-Ansatz (maische) einfach aufgehört hat zu gären?? Hab ich noch nie gehabt. Wäre schön wenn mir jemand helfen könnte.
Danke im voraus
Kansas-Peter, Hannover
20.Jul.2011 13:33:22
Das kann mehrere Gründe haben: für die Hefe ist keine Nahrung mehr vorhanden, daher Zucker ist aufgebraucht. Es ist zu kalt, unter ca. 14°C, es ist zu warm, über ca. 25-27°C. Sie haben zuviel Zucker auf einmal zugegeben oder Sie haben zu viel angesäuert, sodass pH unter 2,5.
Eintrag Nr. 3585
Sehr geehrter Herr Schmickl
Ich habe den Baum voll mit Kirschpflaumen (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschpflaume),
Durchmesser ca. 2 - 3 cm.
Mein Gedanke war, daß ich die jeweilige Menge kurz einfriere, damit sie etwas matschiger
werden und damit sich die Kerne besser herauslösen lassen.
Mein Kessel hat 6l Volumen und sollte, laut Ihrem Buch, ja nur zu 3/4 voll sein.
Meine Fragen:
1. Da ich selbst noch nie gebrannt habe, würde es mich als erstes interessieren, wie man Maische
brennt. Das Dicke in den Aromakorb und das Dünne unten im Topf oder das Dicke UND das
Dünne unten im Topf (und dafür frische Fruchtstücke im Aromakorb) ?? Es soll ja schließlich auch
nicht anbrennen...
2. Weiterhin würde es mich interessieren, wieviel kg Früchte ich für eine Charge meiner Kesselgröße
einmaischen muß.
3. Wieviel würden Sie, mit Ihrem Erfahrungsschatz, für eine Charge (siehe oben) von nachfolgenden
"Zutaten" empfehlen??
- Turbohefe
- Pectinase (würde ich meiner Meinung nach trotzdem nutzen, wegen der Ausbeute)
- Zucker
- Hefenährsalz
- anderes noch empfehlenswert?
Gären lassen wollte ich die Maische, wie meinen Hauswein bisher, in blauen Plastikfässern mit
schwarzem Deckel (inkl. Dichtung) und Spannring vom Baumarkt. Dort habe ich mit ner Lochkreissäge
den Deckel für den Stopfen des Gärröhrchens präpariert.
4. Turbohefe wird ja etwas hochprozentiger. Kann dies dem Plastik etwas anhaben oder Stoffe aus dem Plastik herauslösen oder muß ich mir da keinen Kopp machen?
5. Gibts für einen Anfänger (für mich) noch andere Dinge zu beachten, kleine Tips vielleicht, die nicht im
Buch stehen?
Für Ihre Antworten danke ich im Voraus bestens.
Gruß Ronald
Ronald, Oberlausitz / Schweiz
20.Jul.2011 11:15:42
ad 1) siehe Buch: Anbrennschutz einsetzen, Maischen darüber einfüllen.
ad 2) ca. 4 Liter Fruchtbrei.
ad 3) steht ebenfalls im Buch: Turbohefe enthält bereits Hefenährsalz, Mengen sind im Buch angegeben und auf dem Beipackzettel der Hefe. Fass ist in Ordnung, wenn es lebensmittelecht bzw. zum Einmaischen gedacht ist.
ad 4) Das ist kein problem
ad 5) nein, eigentlich steht alles im Buch, ggf. nochmals durchlesen.
Eintrag Nr. 3584
Eintrag 3580
Verehrter Herr Dr. Schmickl,
vorab einmal herzlichen Dank für ihre Bücher und dieses Forum. Es ist eine große Freude sich hier austauschen zu können.
Eine Frage zu 3580: warum die Schokolade in den Aromakorb? Sei schmilzt doch weg und tropft in den Neutralalkohol. Ich denke es reicht die Schokolade direkt in den Neutralalkohol zu geben, bei langsamem Brennen wird die doch hoffentlich nicht am Boden festgehen und ich brauche den Aromakorb nicht zu säubern.
Vielen Dank für ihre Antwort und so weitermachen.
Harm Los, Irokesien
18.Jul.2011 04:09:31
Danke, das freut uns!
Ja, selbstverständlich geht das auch, allerdings besteht dann die Gefahr, wie Sie auch schreiben, dass etwas anbrennt. Im Optimalfall ist der Aromakorb nach dem Brennen leer, weil alles hinuntergetropft ist bzw. sich aufgelöst hat. 😉
Eintrag Nr. 3583
Besten Dank für das interessante und informative Buch! Nach der Lektüre habe ich nun begonnen meine Früchte (Marillen) einzumaischen. Da ich jedoch meine Maischebehälter nicht auf einmal vollgebracht habe hat sich für mich eine Frage aufgeworfen.
Schadet es der Qualität der Maische wenn sie nicht auf einmal fertiggestellt werden kann sondern erst im Laufe einer Woche fertiggestellt wird?
Mit freundlichen Grüßen
Felix C.
Felix, NÖ
14.Jul.2011 12:31:41
Überhaupt nicht, so lange die Maische noch deutlich gärt können frische zerkleinerte Früchte zugegeben werden. Auf die sonstigen Zutaten nicht vergessen. Diese Methode ist geschmacklich sogar besser als den ganzen Baum auf einmal abzuernten und einzumaischen. Werden die Früchte nach und nach zugegeben, sind sie immer optimal reif. Wird der ganze Baum abgeerntet, sind zwangsläufig auch weniger reife Früchte dabei.
Eintrag Nr. 3582
Zu 3579
Ein Stück Baumwollleinen ( altes Bettlaken) anfeuchten und auf den Kolbenboden bugsieren. Dann Maische einfüllen und nichts brennt mehr an. Nach dem Brennen aus dem Kolben fummeln, lol. Aber es funktioniert.
Gruß an die Gemeinde
Kai Künstler, Baden
08.Jul.2011 18:50:37
Danke für den Tipp! Das mit dem "aus dem Kolben fummeln" habe ich unter 3579 gemeint.
Eintrag Nr. 3581
Was kann ich mit dem Wein machen, den ich zum herstellen von Weinbrand benutzt habe.
hejo, nrw
07.Jul.2011 15:22:37
Sie meinen den Rückstand im Kessel nach dem Brennen? Wegschütten.
Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

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