SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3620
Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich möchte Zuckerrohrmelasse vergären. Welche Hefe kann ich dazu nehmen? Die Melasse besteht ja aus Saccharose und Raffinose. Die Raffinose ist ein Trisaccharid, welches nach meiner Kenntnis von normalen Hefen nicht gespalten wird.
Mit freundlichen Grüßen
Der Hexer aus NRW
hexer, NRW
06.Okt.2011 18:09:27
Wie sicher nicht anders zu erwarten war, würde ich Turbohefe empfehlen. 😉 Einigen Erfahrungsberichten zufolge soll so ein Zuckerrohrmelassebrand geschmacklich sehr gut sein. Jedenfalls besser als der (billige) weiße Rum, der eher den Namen Feuerwasser verdient hätte.
Eintrag Nr. 3619
Hallo Brenngemeinde,
z.Z. habe ich 2 Maischen (25 l Apfel und 25 l Zucker-Wasser-Turbohefe) angesetzt. Die Gärung ist noch voll im gange. Wenn diese aber beendet ist, soll die Maische einige Monate ruhen.
Nun meine Frage:
Ist es ausreichend den Gärspund im Fassdeckel zu lassen oder muss ich das Fass luftdicht verschließen? Ist die Wassersperre ausreichend?
Grüsse an Alle
Frank
Frank, Ruhrpott
06.Okt.2011 17:29:26
Ja, beim Lagern der hochgradigen Maische den Gärspund auf dem Fass belassen (zumindest wenn man ihn nicht für eine andere Gärung benötigt). Ca. einmal monatlich Füllstand vom Gärspund kontrollieren und ggf. Wasser nachfüllen.
Eintrag Nr. 3618
Hallo!
Ich habe gelesen, dass Zuckermaischen die bessere Wahl beim Schnaps brennen ist, da in der Maische selber der Alkoholgehalt steigt, und somit den Früchten viel mehr das Aroma entzieht. Leidet aber nicht die Qualität des Endproduktes darunter gegenüber normalen Obstmaischen? Wo genau liegt der Qualitative unterschied bzw. zu welchem Endprodukt greifen die Feinschmecker/Kenner eher, zu dem von der Obst oder Zuckermaische?
Grüße
Bo
myself24, Wien
03.Okt.2011 12:23:23
Gäähn... sorry, aber genau dieses Thema wurde hier und in der Diskussion bereits unzählige Male durchgekaut und wiedergekäut. Bitte nutzen Sie die Suchfunktion und/oder lesen Sie das Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
Feinschmecker greifen zu dem, was am besten schmeckt. Das sind Destillate aus hochgradigen Maischen, wenn die entsprechende Gär- und Brenntechnik auch beachtet wurde. Es ist eben nicht damit getan in eine herkömmliche Maische Zucker reinzuschütten. Siehe Buch...
Eintrag Nr. 3617
Hallo zusammen
meine Pflaumenmaische ist soweit fertig.Der Fruchtkuchen fängt an sich zu verflüssigen dabei ist der PHwert auf ca. 4,0 angestiegen.Kann man das so lassen oder sollte der PH wert auf 3,5 zurückgestellt werden?
Wenn ja und wie oder womit?
Mfg eddy
Eddy NRW, NRW
26.Sep.2011 13:13:41
Herkömmliche Maische: ja auch nachträgliche Zugabe von Biogen M (Fruchtsäurekonzentrat) ist durchaus sinnvoll.
Hochgradige Maische: nachträgliches Einstellen vom pH nicht mehr notwendig.
Eintrag Nr. 3616
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
ich habe eine Frage zur Verwendung von Hähnen für Fässer, in denen hochprozentiger (ca. 66%) Alkohol gelagert werden soll.
Mein gekauftes 10-l-Fass hat einen Messinghahn.
Könnte es zwischen dem Alkohol und dem Metall zu schädlichen chemischen Verbindungen kommen? Bin verunsichert, da ich kürzlich so etwas gelesen habe?
Sie würden mir sehr helfen!
Danke!
MfG
Roland aus dem Norden, Norddeutschland
24.Sep.2011 11:39:37
Messing ist nicht sinnvoll, siehe Eintrag Nr. 3635.
Eintrag Nr. 3615
Passen die Kessel der Anlage Deluxe auch auf die Piccolo Destille?
Gruß Horst
Horst, Deutschland
22.Sep.2011 03:32:29
Nein.
Eintrag Nr. 3614
Sehr geehrte Doktoren,
habe hier folgendes Problem und hoffe auf Klärung durch Sie.
Hatte eine „Im Nu“ Malzkaffee-Maische mit Turbohefe angesetzt, etwas viel Wasserbeigabe, da ich den zugegebenen Zucker in Wasser (falsch!) gelöst hatte und bin auf ca. 17% Alk. gekommen. Lagerung nach Gärende ca. 8 Monate, Geschmack war von schon zu Beginn etwas säuerlich (Kaffee) und hat sich auch bis zum Lagerende nicht mehr geändert.
15l gebrannt mit einer 20 l Alembik, aufgeheizt, das ersten Destillat in 10 Fraktionen zu ca. je 20 ml aufgefangen. Nach der Geruchsprobe hätte ich bereits ab Glas 5, also nach ca. 100 ml, den Rest zum Mittellauf gegeben, aber Pieper sagt nein. Grün/schwarze Farbe beim Test, auch noch beim letzten Glas, also bei ca. 200ml Vorlauf.
Da ich im Vorfeld der Meinung war, dass mit 200ml genug Vorlauf abgegriffen sei, hatte ich die nächste Fraktion bis auf 900ml weiterlaufen lassen und dann das Gefäß gewechselt.
Der Piepertest bei dieser Fraktion zeigte auch noch dunkelgrün = ungenügend. Hab dann bis auf ca. 45% Alk. weiter gebrannt und dann das gesamte Destillat, außer die ersten 200ml Vorlauf, ca. 4 l zusammengegossen. Piepertest zeigt jetzt eine Farbe zwischen leicht grün bis fast gelb, also noch ausreichend. Derzeit atmet der Alk. in einer mit einem Tuch verschlossenen Flasche dunkel für ca. 3 Wochen. Möchte dann den Alk. auf ca. 43% runterdrücken und dann nochmals einen Piepertest machen.
Was ist hier falsch gelaufen? Und kann man wie beschrieben den Vorlauf auf ein erträgliches Maß mischen oder ist dieses auch gesundheitsschädlich?
Danke für Ihre Mühe und beste Grüsse aus dem Norden von D.
besser nicht hier, aus dem Norden von D.
19.Sep.2011 19:59:51
Was da falsch gelaufen ist, kann ich so leider nicht sagen. Jedenfalls sollte die Maische keinesfalls säuerlich schmecken, im Malzkaffee sind keine echten Kaffeebohnen enthalten. Irgendwie kam es zu einer Fehlgärung. Ja stimmt, durch die Verdünnung hat der Vorlaufgehalt abgenommen.
Eintrag Nr. 3613
Hallo!
Da ich gerade am eigenbauversuch meines Destillators bin und gerade ein Problem mit dem Aromakorb habe wollte ich wissen.
Jetzt die Frage: Was soll min./max. die Masche (mm oder µ) des Aromakorbs haben?
Wäre echt super für eine Antwort! Danke!!
Der W mit D, Unterfrankenland
17.Sep.2011 22:29:55
Groß genug, dass der Dampf nicht aufgestaut wird und klein genug, dass das eingefüllte Material nicht durchfällt. Fazit: ca. 2 - 3 mm. Wird die Anlage beim Brennen nicht geschüttelt, fallen selbst Kümmelsamen da nicht durch.
Eintrag Nr. 3612
Hallo ihr Schnapsprofis,
ich bin ein relativer Neuling im Thema Schnapsbrennen. Habe mir vor kurzem das empfohlene Buch "Schnapsbrennen als Hobby" gekauft und es sofort verschlungen. Kompliment an die Autoren! Allerdings sind immer noch einige Fragen offen geblieben, auf die ich auch im Forum noch keine Antworten gefunden habe. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.
1. Wenn ich brenne soll ich lt. der Anleitung im Buch den Brenner stark aufheizen und bevor der erste Tropfen aus dem Kühler läuft die Hitzezufuhr auf 25%-50% reduzieren (so ca. bei 65 Grad Celsius). Soweit ist alles klar! Aber meine Frage ist: Darf ich die Hitzezufuhr nun während des gesamten Brennvorgangs nicht mehr verstellen??? Und warum???
Bitte helft einem armen Newbie 🙂
Claus, D
17.Sep.2011 14:15:23
Danke, das freut uns!
Doch dürfen/sollen Sie! Beim Brennen ist die Heizleistung so einzustellen, dass es im Kessel moderat "köchelt". Bei Kleinanlagen leicht erkennbar am Destillatfluss: das Destillat sollte aus dem Kühler (schnell) heraustropfen, keinesfalls rinnen. Wenn die Maische zu stark kocht, werden die empfindlichen Aroma- und Geschmacksstoffe z.T. zerkocht.
Steht aber auch im besagten Buch...
Eintrag Nr. 3611
Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
ich habe heute eine Frage zur Lagerung von Gebranntem in Eichenfässern (10l).
Ich habe mich informiert und erfahren, dass es gut sei, vor der Lagerung des Gebrannten, das Fass mit Wein zu imprägnieren.
Nun habe ich aus Kostengründen nicht Portwein, sondern billigen Rotwein genommen. Nach ca. 8-monatiger Lagerung musste ich beim Leeren des Fasses feststellen, dass der Rotwein nun einen leichten Essiggeschmack (?) hat. Habe ich da etwas falsch gemacht?
Hat das Auswirkungen auf die nun beabsichtigte Lagerung meines Gebrannten (aus Zuckermaische)? Kann ich da überhaupt noch, ohne dass der erwartete bessere Geschmack leidet, meinen Gebrannten einfüllen? Wenn nicht, was muss ich tun? Es wäre schade um das schöne neue Fass, habe es überhaupt zum ersten Mal benutzt, wollte alles besonders gut machen!!
Mit freundlichen Grüßen
Roland
Roland aus dem Norden, Norddeutschland
14.Sep.2011 09:34:59
Holzfass gelagerter Essig ist doch auch etwas Feines! 😉
Im Ernst: durch den Luftsauerstoff wurde der Wein anscheinend zu Essig weiter vergoren. Ist zwar etwas ungewöhnlich, aber möglich. In diesem Fall sollten Sie im Wein eine galertartige Haut bemerkt haben, die Essigmutter. Eventuell auch zu Boden gesunken und bis zu einige cm dick. Warum ungewöhnlich? Weil nahezu jeder Wein (insbesondere billige Weine aus Massenproduktion) geschwefelt wurde, was die Essiggärung vom fertigen Wein verhindern sollte. Jedoch kann, abhängig von der Art der Schwefelung, der Wein durch intensives Belüften auch wieder entschwefelt werden. Das könnte durch die lange Lagerung im Fass möglicherweise passiert sein.
Ich würde das Fass jedenfalls mit (billigem) Rotwein spülen: d.h. wieder Rotwein einfüllen und nach ca. einer Woche durch frischen Rotwein ersetzen. Nach dem dritten/vierten Mal sollte der Essiggeschmack weg sein, ggf. öfters wiederholen. Der frische (geschwefelte) Wein sollte auch die Essigbakterien, die sich noch im Fass befinden, abtöten. Abgesehen davon werden die bei der späteren Schnapslagerung sowieso gekillt...
Eintrag Nr. 3610
Schlehen: 13 kg Schlehen und nu?
Hallo, ich habe gestern Schlehen gepflückt und eingefroren und lese nun die Sache mit dem ersten Frost am Busch.... Was mache ich nun? Hat jdm eine gute Idee? Habe kein Equipment zum Brennen, aber Lust mich ggf mit jdm zusammenzutun. Bin für jeden Lösungsvorschlag dankbar.
Lg Aronicica
Aronicica, Hamburg---- Schleswig-Holstein
11.Sep.2011 10:52:01
Das mit dem Frost ist nicht so problematisch. Schlehen wieder auftauen und einmaischen. Wie? Siehe Buch "Schnapsbrennen als Hobby" oder "Essig herstellen als Hobby". Danach dann drei Möglichkeiten:
- Maische abfiltrieren, Schlehenwein genießen
- Maische abfiltrieren, Schlehenessig daraus herstellen (dieser Essig ist bei unseren Essigseminaren DER Renner, weil so vorzuglich)
- Maische brennen, Schlehenbrand genießen
Eintrag Nr. 3609
Hallo zusammen!
Bin durch zufall auf diese Seite gestoßen und hätte jetzt gerne eine fachliche Auskunft!
Bin gerade beim Brennen von sortenreiner Apfelmaische und habe folgendes Problem: Das, was herauskommt, schmeckt irgendwie SAUER, obwohl die Maische total OK ist, sie riecht herrlich nach Apfel und von wegen Schimmel oder dergleichen ist weit und breit keine Spur. Auch läuft der Brennvorgang nicht zu schnell ab, keine übermäßige Hitze, brenne zwischen 93 und 96°C. Und natürlich unter saubersten Bedingungen. WAS KANN DA NUN SCHULD SEIN, bzw. was kann ich machen, um das zu vermeiden?
Freue mich über jede hilfreiche Antwort!
Thomas, Kärnten
07.Sep.2011 09:46:02
Schwierig, das von der Ferne aus zu beurteilen. Essigartig sauer ist jedenfalls ein Gärfehler, sollten Sie jedoch schon beim Kosten der Maische bemerken (Sie schreiben nur "riecht herrlich", haben Sie auch gekostet?). Die Dampftemperaturen, die beim Brennen erreicht werden, sind sehr ausführlich im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" beschrieben. Demzufolge beginnt der Nachlauf bei 91°C. Nachlauf schmeckt auch ein wenig säuerlich (ist aber fruchtabhängig). Gehe jedoch davon aus, dass Sie das Thermometer nicht so eingebaut haben, dass der Messwert auch unabhängig von der Anlagenkonstruktion ist, also am höchsten Punkt, den der ungekühlte Dampf erreicht, sondern tiefer. Am besten auch hier: siehe Buch.
Jedenfalls kann der Schnaps nicht sauer schmecken wenn die Maische tatsächlich in Ordnung war und kein Nachlauf mitgebrannt wurde.
Eintrag Nr. 3608
Guten Tag Frau und Herr Doktor,
eine kurze Frage bezüglich Maische abbrennen. Ich habe 6x 25 ltr. ausgegorene Maische > 16% schon ca. 8 Monate im Lager und möchte diese jetzt teilweise brennen. Meine Destille reicht aber von der Größe nicht aus, um in einem Brennvorgang 25 ltr. brennen zu können, deshalb möchte ich die jeweilige Maische nur teilweise abbrennen. Wenn ich nun aber meine, z.B. Fruchtmaische, aufrühre und einen Teil entnehme, ca. 10ltr., ist ja wieder Sauerstoff an die Maische gelangt. Kann ich den Gäreimer dann wieder verschließen und die restliche Maische weiter einlagern ohne dass dies Schaden nimmt?
Danke und beste Grüsse
besser nicht hier, im Norden von D.
07.Sep.2011 07:13:40
Das ist das Schöne an hochgradigen Maischen: wegen dem hohen Alkoholgehalt sind sie haltbar und unempfindlich gegen Luftsauerstoff. Daher: kein Problem wenn Sie das Fass öffnen, etwas entnehmen und wieder verschließen.
Nur der Vollständigkeit halber: herkömmliche Maischen, mit geringem Alkoholgehalt, sind NICHT haltbar, durch den Luftsauerstoff könnte Essig daraus entstehen.
Eintrag Nr. 3607
Hallo,
ich will erst mal klein anfangen ohne große Investitionen, deshalb hätte ich eine Frage: Wäre es möglich, mithilfe einer Espressomaschine (aus Alu), deren Fuß in Wasser frisch aus dem Wasserkocher steht (also sicher unter 100°C geheizt ist) aus Wein trinkbaren (ungefährlichen) Weinbrand zu destillieren (oder müsste man das Ergebnis noch mit destill. Wasser strecken)?
Vielen Dank schon im Vorraus,
Anonymus
Fachfremder Einsteiger, der kein Risiko will, Netz
05.Sep.2011 21:52:49
Habe keine Ahnung von Espressomaschinen, aber meines Wissens nach wird dabei nicht destilliert, sondern nur heißes Wasser unter Druck durch den Kaffee geleitet. Wenn Sie nun statt Kaffee z.B. Anis verwenden und statt Wasser Wein, ist das Ergebnis ein alkoholischer Auszug aus Anis. Ist eher mit Tee zu vergleichen der Alkohol enthält.
Tipp: Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durchlesen, darin ist die Destillation sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich beschrieben.
Eintrag Nr. 3606
Guten Tag,
ich habe jetzt ca. 120 Liter hochwertige Aprikosenmaische zu 17 Litern Rauhbrand (ca.40%) gebrannt. Kann ich beim Feinbrennen tiefgefrorene, entsteinte Aprikosen in den Rauhbrand mitgeben, um das Aroma zu erhöhen oder geht das nur mit Aromakorb. Wenn man keinen Aromakorb hat, welche Möglichkeiten gibt es noch, oder sollte man gar keine Früchte in den Raubrand geben.
Palinkabrenner, Ungarn
05.Sep.2011 21:06:02
Prinzipiell möglich, jedoch nicht unbedingt sinnvoll. Nur wenige Früchte ergeben auch einen geschmackvollen Geist. Daher würde ich vorher mit einem kleinen Teil der entsteinten Aprikosen einen Geist machen. Wenn dieser nahezu geschmacklos ist, hat es auch keinen Sinn sie zum Rohbrand zuzugeben.
Anmerkung: mit Marillen (Aprikosen) haben wir dies schon öfters versucht, das Ergebnis war nahezu geschmackloses Destillat.
Eintrag Nr. 3605
Hallo
Ich will mit dem Schnapsbrennen anfangen und wollte wissen welcher Behälter (Fass) für das Einmaischen benötigt wird?
Hans Gugenberger, Austria
05.Sep.2011 13:51:49
Gärfass oder Mostfass, im Fachhandel erhältlich und im Spätsommer/Herbst auch in den meisten (österr.) Baumärkten. Oder einen lebensmittelechten Kunststoffbehälter bzw. Kanister und das Loch für den Gärspund selber bohren. Siehe Buch.
Eintrag Nr. 3604
Bei welcher Temperatur trinkt man Obstler
Frank, Sachsen
01.Sep.2011 16:08:22
Guter Obstler: Zimmertemperatur, dann entwickelt sich das Bukett am besten, so wie bei Rotwein. Eventuelle Geschmacks- und Geruchsfehler sind deutlich erkennbar.
Schlechter Obstler: eisgekühlt oder Kühlschranktemperatur, Aroma und Geschmacksfehler treten nicht mehr so deutlich hervor. Schlechten Obstler jedoch besser entsorgen...
Eintrag Nr. 3603
Ich habe so um die 40lt Holunder Maische angesetzt. Ich habe die hälfte entsaftet und die andere hälfte abgepult und dann halt zermatscht. die erste Woche Gärte es richitg gut nur dann hörte es auf jetzt habe ich durch den Harn eine probe genommen und es hat sehr sauer geschacmkt ist meine Maische umgekippt.. ?
Marvin, Niedersachsen
30.Aug.2011 16:40:16
Hoffentlich haben Sie durch den Hahn eine Probe genommen und nicht vom Harn...
Vermutlich ist die Maische nicht gekippt, aber schlichtweg ausgegoren. Außer es riecht/schmeckt unverkennbar nach Essig.
Wie im Buch beschrieben: Hefe frisst Zucker auf und scheidet Alkohol aus. Wenn nun der gesamte Zucker aufgefressen wurde, verhungert die Hefe, sie stribt ab, die Gärung ist zu Ende. Holundermaische ohne Zucker schmeckt auch sauer, aber nicht nach Essig.
Eintrag Nr. 3602
hallo aus nrw. habe äpfel und birnen eingefroren, und warte auf die pflaumen. kann ich die äpfel und birnen schon einmaischen mit hefe und zucker, und wenn die pflaumen reif sind, sie nachträglich zugeben, wiederum mit hefe und zucker? gruss der augenröter
augenröter, nrw
30.Aug.2011 15:23:35
Nein. Nur wenn die Maische noch (deutlich) gärt ist es sinnvoll frische Früchte zuzugeben. Dann erhält die Hefe mehr Nahrung und kann weiterfressen bzw. Alkohol erzeugen. Wenn Maische ausgegoren, hat die Zugabe keinen Sinn mehr, weil Hefe abgestorben.
Wird zu einer Maische, die bereits Alkohol enthält (auch geringe Mengen), Hefe zugegeben, stirbt diese durch den Alkohol ab. In diesem Fall kann eventuell nur noch ein Gärstarter (siehe Buch) helfen. Da ist es jedoch sinnvoller, mit den Früchten einen neuen Gäransatz zu machen.
Eintrag Nr. 3601
Hallo,
habe eine Frage zu Schlehen. Wie bekommt man die Kerne aus der Maische, oder kann man die mitbrennen?
MIchaB., Rlp
24.Aug.2011 19:40:43
Mit einem Nudelsieb o.ä. herausschöpfen. Ca. ein Viertel der Steine mitbrennen. Gehe davon aus, dass Steine unzerstört sind...
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