SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

SCHNAPS SELBST HERSTELLEN Fachfragen für Hobbybrenner

Schnaps selbst herstellen: Dr. Schmickl beantwortet Ihre Fragen zum Herstellen von Schnaps – Maische, Destille, Verdünnen, Geiste, Rezepte…

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Eintrag Nr. 3820
Hallo Herr Dr. Schmickl,
warum hat lange (mehr als 6 Monate) gereifte Maische keinen Vorlauf mehr beim brennen?
Vielen Dank für Ihr Fachbuch! Ein solch praxisbezogenes Werk findet man wohl sonst nirgendwo!!!
Waldsteingeist, BRD
03.Mai.2013 11:24:09
Vorlauf ist ein Gemisch aus unterschiedlichen leicht flüchtigen organischen Verbindungen, hauptsächlich Acetaldehyd und/oder Ethylacetat. Letzteres sollte im Normalfall hoffentlich nicht in nennenswerten Mengen enthalten sein, sonst hätte das Destillat einen markanten Essigstich. Acetaldehyd ist ein Zwischenprodukt der alkoholischen Gärung. Je älter die Maische, desto vollständiger diese biochemische Reaktion und um so weniger ist Acetaldehyd in der Maische enthalten.
Der Nachweis ist sehr einfach: Einen Teil einer Maische gegen Ende der Gärung oder kurz danach brennen, Vorlauftest durchführen. Den Rest der selben Maische ein halbes Jahr später brennen, wieder Vorlauftest machen. Im Übrigen braucht's dazu nicht mal einen Vorlauftest, dieser Effekt ist sehr deutlich auch am Geruch/Geschmack erkennbar: erstes Destillat riecht/schmeckt sehr scharf, das andere nicht.
Danke, das freut uns, wir wünschen Gutes Gelingen!
Eintrag Nr. 3819
Hallo
möchte bitte wissen:
habe eine giftige Pflanze (Alkaloide) in Schnaps eingelegt, wie oft muss ich diesen nun destillieren, damit die giftigen Substanzen verschwinden
Vielen Dank
Alexander Belotti, Südtirol
01.Mai.2013 17:49:33
Alkaloide sind im allgemeinen sehr hoch siedende Substanzen, oft zersetzen sie sich bevor sie verdampfen. Daher sollten diese Verbindungen rein THEORETISCH beim Destillieren im Kessel zurück bleiben. Jedoch ohne chemische Analyse vorher/nachher möchte ich trotzdem nicht der erste Verkoster sein.
Prinzipiell ist natürlich jeder Schnaps trinkbar, mancher jedoch nur einmal...
Eintrag Nr. 3818
Hallo liebe Schnapsliebhaber.
Habe da einige Fragen an euch, da ich auch mit viel herumsucherei nicht genügend infos bekommen habe. Habe einen 10L Kochtopf, wo ich 7 L vorlage verwenden will. Ich will mir den Liebigkühler selbst bauen, weis auch was für Teile ich brauche, nur ist die Frage wie ich das Steigrohr und den Kühler dimensionieren soll... Habe mir gedacht ich nehme für das Steigrohr und den Kühler 20mm Durchmesser und für den Mantel des Kühlers 25mm. Kühlerlänge wäre circa 100cm-120cm...
Über Antworten wäre ich sehr erfreut.
Danke im vorraus!
mhmmm123, österreich
05.Apr.2013 13:07:08
Als Kühlerdurchmesser innen würden ca. 12 bis 15 mm genügen, ansonsten sollten Ihre Angaben passen.
Eintrag Nr. 3817
Habe gestern eine 7 Monate gelagerte Marillenmaische gebrannt - die Maische schmeckte, obwohl absolut luftdicht verschlossen, schon etwas nach zu lange offenem Marillenlikör.
Leider ist das Ergebnis in etwa so wie die Maische schon geschmeckt hatte - der feine Marillengeschmack ist dahin und es drängen sich diese unerwünschten Aromen in den Vordergrund.
Eine gleichzeitig angesetzte Weichselmaische ist tadellos in Ordnung - aber diese Früchte haben ja den Säureschutz sozusagen schon eingebaut.
Ich vermute der Säureschutz(ich verwende Biogen-M) bei den Marillen war zu gering und die 18-20 % Alkohol in der Maische konnten das auch nicht aufwiegen.
Werde dieses Jahr nach der Gärung nochmal nachsäuern(eine 2. Prüfung des ph-werts kann ja sicher nicht schaden) und überdies 5 g Vitamin C auf 20 Liter zugeben um die Maische besser zu schützen.
Haben Sie Erfahrung ob so eine Maßnahme sich negativ auf den Geschmack auswirken kann ?
Man könnte natürlich auch Stickstoff in den Behälter einblasen aber das halte ich für eine Hobbyisten doch für etwas übertrieben...
Sepp
Sepp, Österreich
29.Mär.2013 09:14:08
Ich vermute eher, dass es zu schnell gegärt hat (zu warm), bezüglich Ausblasen von Aroma sind Marillen sehr empfindlich, Weichsel sind da ein wenig toleranter. Jedoch kann es durchaus nicht schaden nachzusäuern. Vielleicht war das ja doch der Grund. Bitte, wenn möglich, kurz über das Ergebnis berichten.
Eintrag Nr. 3816
Habe heute einen fertig gebrannten Zwetschkenschnaps mit destillierten Wasser verdünnt. Ich habe es auch so gemacht wie bei Ihnen bzw. früheren Verdünnungen. Leider ist er mir heute etwas drüb geworden. Sie haben mir beim Lehrgang einen Trick gesagt - ich habe ihn mir leider nicht aufgeschrieben. Vielleicht könnten Sie mir einen Trick verraten, dass er wieder klar wird !!
lg
Rudolf W.
Rudolf W., OÖ
26.Mär.2013 17:28:03
Brand verdünnen, bei Kellertemperatur ca. 2 bis 3 Wochen stehen lassen, danach mit zwei ineinander gesteckten Faltenfilter "fein" (für Wein und Spirituosen) filtrieren. Wird vorher filtriert, kommt's zu Nachtrübungen. Schnaps NICHT in Tiefkühlschrank geben, dadurch werden Trübstoffe zwar größer, aber dadurch wird auch mehr Aroma abgetrennt.
Eintrag Nr. 3815
Hallo!
Ich baue mir geade eine pot still mit ca. 50lt. Füllvolumen mit liebigkühlung und hätte ein par Fragen bezüglich Rohrdimmensionen und längen. Welchen Durchmesser sollte das steigrohr haben und welche länge? welchen Durchmesser muß die Kühlleitung (der kern und der mantel der kühlung) haben? die masse meines kessells sind h 540 mm Ø 370 mm 50l.
Könnte ich die kühlapparatur auch für einen anderen kessel benutzen der kleiner oder etwas grösser ist?
Welche Vorausetzugen muß eine Alage haben um sie anmelden zu können.
Ich würde mich sehr auf eine antwort von ihnen freuen.
kar, hessen
23.Mär.2013 23:28:45
Für maximales Aroma: kein Steigrohr
Für geschmacksneutralen Alkohol: Steigrohrdurchmesser ca. 5 cm, möglichst isoliert, am besten vakuumummantelt wie bei einer Thermosflasche. Stiegrohrhöhe zumindest 3 bis 4 Meter, für möglichst hohe Abtrennleistung das Rohr befüllen, mit Raschigringen, Keramikhülsen, Glasrohrstücke o.ä.
Wie der Kühler optimalerweise dimensioniert sein soll, hängt von vielen Dingen ab, wie zu kühlende Dampfmenge, also von der Heizleistung beim Kochen und Füllmenge Kessel, Temperatur Kühlwasser, Kühlwasserdurchfluss usw. Grob geschätzt sollten 2 m mit Innendurchmesser ca. 3 cm sicher ausreichen. Der Durchmesser vom äußeren Rohr ist nicht so wichtig, Hauptsache die erforderliche Wassermenge kann durch strömen, grob geschätzt 10 bis 15 cm.
Da die Angaben nur grobe Schätzwerte sind, kann der Kühler sicher auch für andere Kesselgrößen eingesetzt werden.
"Alle Gerätschaften mit denen Alkohol hergestellt werden kann, sind meldepflichtig." Ist amtsdeutsch für: jede Schnapsbrennanlage ist prinzipiell meldepflichtig. Natürlich gibt's auch Ausnahmen, z.B. Anlagen die kleiner sind als 2 Liter (Österr.) bzw. 0,5 Liter (DE).
Eintrag Nr. 3814
Guten Tag Herr Dr. Schmickl
Bitte helfen Sie mir weiter, bin zimlich verzweifeltund weiß nicht weiter.
Ich habe eine gut vergährte Whisky Maische gefiltert,und habe probleme beim brennen. Ich habe eine 15 l Pot Still Destille. Ich heize die Maische langsam auf...rühre sie ständig durch und setze erst wenn sie gut heiß ist den Helm auf. Bei cca 75 Grad beginnt der Vorlauf zu rinnen. Nun alles schön und gut..ich brenne weiter langsam und bei cca 85 Grad wird das Destillat trüb...???...Als ich den Helm abbaute war der voll Ablagerungen,..wie eine Art Pudding??..Und der geht in dem Alkoholdampf über...Aber WIESO !! Die Maische ist ohne Ablagerungen oder Schleim..wie wasser halt.
Dann noch ein Problem..die Anlage SCHNAUFT,nur beim brennen von Whisky..beim Austritt vom Destillat. Habe sehr gute Kühlung.Das Destillar rind auch nicht richtig...kommt halt so schubweise raus. Nur bei der Whisky Maische gibt es probleme, bei Obstmaischen kommen super Brände raus. Ihr Buch kenne ich schon auswendig, ist auch super aber bei Whisky komme ich nicht weiter.
Freundliche Grüße.
Peter Geiger, Bayern
10.Mär.2013 19:08:44
Trübes Destillat: die Maische ist übergekocht oder es hat sich Schaum gebildet. Die Ablagerungen deuten aber eher auf starke Schaumbildung hin. Entweder Antischaum benutzen oder die Tipps befolgen die dankenderweise in der Diskussion aufgrund Ihrer Fachfrage gegeben wurden, Titel "Fachfrage 3814 / schäumen der Whisky-Maische".
Dass die Anlage schnauft ist auf das Schäumen zurück zu führen.
Eintrag Nr. 3813
Liebe Community:
Ich mache mir im Moment ziemlich einige Sorgen und vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Gestern war ich bei einem Freund daheim und er hat ein paar selbstgebrannte ausgegeben. Ich habe so ca. 6-7 Schnäpse getrunken à ca. 3cl pro glas.
Nun.. heut morgen war mir sooo schlecht... und ich hatte auch noch selten solche Kopfschmerzen gehabt wie heute. Mir schien auch, dass ich relativ verschwommen gesehen habe.
Ich hab ihn daraufhin angerufen und gefragt, ob da wohl zuviel Methanol drinnen war. Er hat aber gemeint, dass er den Vorlauf mehr als großzügig entfernt hat! Das habe ich ihm auch geglaubt.
Kann es aber trotzdem sein, dass zuviel Methanol drinnen war/ist? Beim Brand handelte es sich um einen Marillen-Brand. Er schmeckte auch recht scheusslich... so unangenehm scharf. Ich hab schon mit dem gedanken gespielt mich im KH durchchecken zu lassen (ohne natürlich zu verraten von wem der Schnaps ist)... war mir aber bis jetzt trotzdem zu blöd. Jetzt ist aber Abend und mir ist immer noch speiübel...
Glaubt ihr da hats was? Oder brauch ich mir keine gedanken zu machen?
Liebe Grüße und danke im voraus!
Sich im Moment Sorgen macher, Austria
08.Mär.2013 20:36:10
Methanol hat mit Vorlauf nichts zu tun. In Marillenbrand sollte, auch nicht bei sehr unprofessioneller Gärführung und Brenntechnik, eigentlich nicht viel Methanol enthalten sein. Kopfweh und lang anhaltende Übelkeit bei der Einnahme von kleinen Schnapsmengen sowie auffallend scharfer Geschmack sind eigentlich ein deutlicher Hinweis auf (viel!) Vorlauf.
Hatte auch einmal so ein Schlüsselerlebnis: habe einmal mit einem Destillat, bei dem der Vorlauftest sehr viel Vorlauf angezeigt hat, nur die Zunge benetzt, noch nicht einmal richtig genippt. Tja, wie von Ihnen beschrieben: ungemein scharf und zwei Tage später war mir noch speiübel... Merke: nicht alles trinken was einem angeboten wird, man muss auch Nein sagen können.
Eintrag Nr. 3812
Hallo Liebe Schnapsliebhaber 🙂
Ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken mir eine Anlage zuzulegen. Ein Freund von mir und ich wollen wenn alles im Kleinmassstab passt, eine gewerbliche Anlage in Betrieb nehmen, da er ein Haus mit dem Maria-Theresia Schnapsbrennerrecht besitzt. So jetzt meine konkrete Frage:
Wenn ich mir eine Anlage mit 10L zulege (material ist glaub ich gesetzlich egal aber wird aus kupfer sein), wie laufen da die Amtswege ab, bis inklusive erstem mal brennen. Bin hier leider nicht so schlau geworden wie ich erhofft habe. Ich weiß nur das Anlagen unter 0,5L nicht der Meldepflicht bestehen. Hab ich dann wenn ich z.B 7 L Maische brenne Steuern zu bezahlen?? Wenn ja sind das ca 10 euro pro Liter reinen Alkohol stimmt das??
Danke schonmal im vorraus für eure Antworten!!!
LG Kevin
Kevin, Wien Umgebung
07.Mär.2013 14:44:27
In Österreich ist der Handel von Brennanlagen bis zu einem Kesselvolumen von 2 Liter anmeldefrei, ABER die Herstellung von Alkohol ist hier IMMER meldepflichtig, egal wie groß der Kessel ist. D.h. ja, auch für 7 Liter Maische sind beim Schnapsbrennen Steuern zu zahlen, der von Ihnen angegebene Steuersatz stimmt in etwa.
Bei größeren Anlagen als 2 Liter gilt die Dopplemeldepflicht. D.h. der Verkäufer muss den Verkauf (und die Daten des Kunden) beim zuständigen Zollamt melden, der Käufer innerhalb einer Woche nach dem Kauf ebenfalls, bei dem Zollamt welches für seinen Wohnort zuständig ist. Außerdem muss bei einem Abfindungsbrennrecht jedes Brennvorhaben eine Woche im voraus gemeldet werden. Heutzutage am einfachsten online direkt über https://finanzonline.bmf.gv.at/fon/.
Eintrag Nr. 3811
Guten Tag
Auf den Turbohefen-Packungen steht das eine Packung für 25 Liter Zuckerwasser reicht. Was passiert eigentlich wenn man z.B. 100 Liter Zuckerwasser auf eine Packung Turbohefe gibt? Geht dann die Maische kaputt oder dauert es einfach länger?
Vielen Dank für Ihre Antwort
Maurice, Schweiz
05.Mär.2013 16:15:29
Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Packung nur für 25 Liter Zuckerwasser verwendet werden sollte (siehe Aufdruck auf der Turbohefe). Ansonsten kommt es zu Nährstoffmangel, unerwünschte Nebenprodukte beim Gären sind die Folge.
Eintrag Nr. 3810
Guten Tag
Ich habe für meine erste Gährung ein Päckchen Turbohefe gekauft. Als ich gelesen habe, dass Sauerteig mit steigendem Alter und Zellteilung besser wird, stellte sich mir die Frage ob auch Turbohefe mit steigender Zellteilung besser wird und ob es Sinn machen würde die Turbohefe selber weiter zu züchten. Kann man das überhaupt? Und wie geht das? Welche Nährstoffe und Zusatzmittel braucht man dazu?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Maurice, Schweiz
04.Mär.2013 15:46:02
Möglich ist es schon, jedoch aus meiner Sicht nicht sinnvoll, da die Gefahr der Bildung von unerwünschten Mutationen groß ist (außer Sie sind Biochemiker mit entsprechendem Equipment). Als Nährstoffe werden z.B. Diammoniumphosphat und Vitamin B1 verwendet, jedoch verrät der Hersteller der Turbohefe aus verständlichen Gründen nicht die genaue Zusammensetzung.
Eintrag Nr. 3809
Guten Tag Herr Dr. Schmickl
Nachtrag zu meiner Anfrage "Fachfrage 3770 Kaki"
Vielen Dank für ihre ausführliche Antwort, ich will Ihnen nur kurz von meinem Erfolg berichten über den ich mich sehr freue.
Die Früchte waren reif und ich musste sie verwerten. Ihre Antwort hatten Sie noch nicht geschrieben, also bin ich eigenmächtig nach Ihrem Buch vorgegangen.
Ich habe alles (nach Buch), wie in Ihrer Antwort beschrieben, richtig gemacht.
Gestern holte ich den Schnaps vom Brenner, der beurteilte ihn mit "hervorragend". (vielleicht Eigenlob?)
Ich finde der Alkoholduft ist fein, weich, mild, süss, überhaupt nicht kratzig.
Als Getränk kann ich den Schaps nicht beurteilen, ich kenne mich nicht mit Schnaps aus, in der Regel trinke ich keinen. Zur Verkostung muß ich mich an einen Fachmann wenden.
nochmal vielen Dank für ihre Antwort
freundliche Grüße Marianne
Marianne, D BW
27.Feb.2013 17:26:20
Super, das freut mich!
Wünsche weiterhin Gutes Gelingen!
Habe gesehen, dass "Der Profi" eine Anleitung für eine professionelle Destillat-Verkostung in der Diskussion gepostet hat (vielen Dank dafür!). In der Diskussion rechts oben als Suchbegriff "Mariannes-Kakibrand" eingeben.
Eintrag Nr. 3808
Hallo zusammen
Ich wollte erstmal dem Doc großen dank sagen für die tolle HP. Und allen anderen für ihre Beiträge. Ich habe jetzt das Buch vom Doc so wie die HP gelesen. Und jetzt trotzdem ne Frage:
Da es hier wo ich bin warm (heiß) 28 grad ist schon kühl hier. Wollte ich wissen welche Hefe sich am besten zum Maischen nehmen kann?
Dank in vor raus
Aus dem Land des Lächeln
Sead2, Siam
26.Feb.2013 07:34:58
Danke, freut uns! 😉
Leider ist diese Temperatur für alle Hefesorten zu hoch. Daher das Gärgefäß möglichst kühl stellen, z.B. in einen Erdkeller, in ein fließendes Gewässer, mit nassen Tüchern bedecken (Verdunstung entzieht Wärme) usw.
Eintrag Nr. 3807
Guten Tag,
ich habe verschiedene Weine gebrannt, u.a. 2 Barrique-Weine. Während der Zweigelt ein wunderbares Aroma aufweist, sogar die Barrique-Töne sind schön da, habe ich bei Blauen Wildbacher einen unangenehmen Geruch - erinnert an Moder - dabei. Habe ich irgend eine Chance, diesen Geruch weg zu bekommen?
Vielen Dank!
Markus, Steiermark
24.Feb.2013 10:07:44
Ja, mit Aktivkohle, siehe Buch. Jedoch funktioniert das nicht selektiv, d.h. im Optimalfall ist das Destillat nachher vollkommen geruchs- und geschmacksneutral.
Eintrag Nr. 3806
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zum Thema Kartoffelmaische. Ich habe 15kg Kartoffeln geschält, gekocht, mit honig versetzt, abkühlen lassen, turbohefe zugeführt und in eine Gärfass mit Gärspund gegeben... Die Kartoffeln sind mit ca 8-9 Liter Wasser versetzt und einpüriert worden... der gesamte Brei hat allerdings eine recht feste Konsistenz... ändert sich diese nach dem Gären? oder muss ich nach dem Gären noch mit Wasser strecken? Mir scheint der Brei zu dickflüssig um ihn zu brennen ohne das er am Boden des Brennkessels verbrennt?!
Vielen Dank für Ihre Mühe
tbone29, niedersachsen
20.Feb.2013 17:29:12
Nein ändert sich nicht, Sie haben Kleber auf Stärkebasis hergestellt. Jetzt auf jeden Fall Wasser zugeben, wahrscheinlich wurde die Stärke nicht ausreichend zu Zucker abgebaut. Am besten machen Sie einen neuen Ansatz und befolgen dabei eines der zahllosen Rezepte für Stärkeprodukte in der Diskussion bzw. im Rezepte-Forum.
Eintrag Nr. 3805
Guten Tag!
Ich hoffe Sie können mir weiter helfen! Ich würde gerne den Alkoholgehalt an Hand meines Alkometer mit Thermometer messen. Wie lautet die Rechnung wenn ich 5l selbstgebrannten habe bzw. kann ich 5l auf einmal messen oder nur literweise?
Martin David, Bayern
18.Feb.2013 21:27:30
Sorry, ich verstehe Ihr Problem wahrscheinlich nicht richtig. Es ist vollkommen egal, ob Sie den Alkoholgehalt direkt in 5 Liter Schnaps messen oder in einem Liter der aus den 5 Litern entnommen wurde. Oder in 100 ml, die aus den 5 Litern stammen. Der Alkoholgehalt ist überall in den 5 Litern der selbe. Wichtig ist nur eines: das Alkoholometer musst bei der Messung komplett frei schwimmen, darf nicht den Boden oder die Wand berühren. Daher muss der Flüssigkeistspiegel im Messgefäß auch entsprechend hoch sein. Wie Sie den Alkoholgehalt mit einem Alkoholometer bestimmen können ist im Buch sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich beschrieben.
Eintrag Nr. 3804
Guten Tag
habe eine frage zur Zuckermaische (Rezept aus ihrem buch):
1. wieviel % wird diese haben?
2. muss der Zucker nicht in drei teilen zugefügt werden?
lg andrea
Andrea, Schweiz
16.Feb.2013 23:24:40
ad 1) Steht im Buch... Ist abhängig von der Hefe, bei Turbohefe ca. 20%vol.
ad 2) Nein, siehe vorherige Fachfrage. Einfach die Anleitung auf der Hefepackung bzw. das Rezept vom Buch befolgen.
Eintrag Nr. 3803
Guten Tag!
Für eine hochprozentige Maische sollte man die Zuckerzugabe aufteilen, da sonst die Maische überzuckert, und die Hefe aufgrund des hohen osmotischen Drucks absterben würde. Warum muss man bei der Vergärung von Zuckerwasser nicht auch darauf achten, und den Zucker "portionweise" beimengen? Oder kann man theoretisch auch Zuckerwasser überzuckern und der Hefe damit schaden?
Danke,
Michael
Michael, Österreich
15.Feb.2013 17:36:49
Stimmt, Zuckerwasser kann auch "überzuckert" werden, sodass die Hefe abstirbt. In Obstbrei sind bereits Zucker und andere gelöste Substanzen enthalten. Abgesehen davon ist eine langsame Gärung besser für's Aroma.
Eintrag Nr. 3802
Hallo
Habe gestern mal mit meiner kürzlich erworbenen tischdestille Weißwein aus dem Tetrapack gebrannt. Wie in ihrem Buch habe ich via Temperaturkontrolle Mittel- & Nachlauf voneinander getrennt. Beide Läufe hatten einen recht stechenden Geruch, weshalb ich die Verkostung erst einmal aufgeschoben habe. Is das bei Weißwein normal? Hab da keine Erfahrung... Oder kann der Geruch aufgrund von Zusatzstoffen im Wein entstanden sein? Ein schädlichen bzw. giftigen Vorlauf gibt es ja bei gekauftem Wein nich.
Christoph, Berlin
13.Feb.2013 21:49:42
Bitte Suchfunktion nutzen oder das Buch gründlich durchlesen, ist dort ausführlich beschrieben! Das ist die schwefelige Säure aus dem geschwefelten Wein. Zum Glück ist diese leicht flüchtig, d.h. je Liter ca. 2 bis 3 Minuten lang das Destillat stark schäumend(!) mixen bzw. bis der stechende Geruch verschwunden ist.
Eintrag Nr. 3801
Hallo Doc
Ich habe div. Tresterbrände (Rote ausgepresste Trauben+20% wasser Und rotweinhefe =16-24% Alk. Anschliessend 3 Monate Gelagert 16°C) gebrannt. Auf 40liter Maische 1Liter Vorlauf Abgetrennt
Heute habe ich mit einem vorlaufabtrennungstest kontrolliert = Ungenügend!! Ich destilliere auf 1200m Edelbrand 83-87,2°C anschliessend milchig. Ich weiß nicht mehr weiter! Klebergeruch war aber gar nicht wahrnehmbar.
Brauer, Europa
13.Feb.2013 16:56:17
Dann war doch mehr Vorlauf enthalten als Sie abgetrennt haben, nochmals Brennen und Vorlauf diesmal richtig abtrennen. Am besten mittels Brennprofil kombiniert mit Temperaturmethode, beides ist ausführlich im Buch beschrieben. Ob bei 83°C der Vorlauf zu Ende ist, hängt vom Alkoholgehalt im Kessel ab. Je niedriger, desto höher die Dampftemperatur des ersten vorlauffreien Destillattropfens. Milchig hat damit nichts zu tun, entsteht vermutlich wegen der vielen Weintraubenkerne.
Je länger die ausgegorene Maische gelagert wird, desto mehr Vorlauf baut sich ab. Daher eventuell sinnvoll, wenn ein Teil der Maische vor dem Brennen jetzt noch ca. 1 Jahr gelagert wird, wegen der großen Vorlaufmenge wird 6 Monate wahrscheinlich nicht ausreichen. Ab ca. 16%vol Alkohol ist Maische zumindest jahrelang haltbar.
Nur der Vollständigkeit halber: der Vorlaufabtrennungstest zeigt fälschlicherweise Vorlauf an, wenn geschwefelte Weine oder geschwefelte Maischen destilliert werden.
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